astrokluegler
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Hallo Sternfreunde,
am 15. AUG wird Venus in größter östlicher Elongation stehen, Ende AUG schon wieder verschwunden sein (Untergang bei Sonnentiefe 9°). Wenn man etwas über die erreichbaren Höhen und die Sichtbarkeit innerer Planeten wissen will, ist die Neigung der Ekliptik gegenüber dem örtlichen Horizont aussagekräftiger als das Eckdatum "größte östliche Elongation" (gEEl).
Die gEEl ist ein von Erddrehung und -lage unabhängiges, planetendynamisches Phänomen und für alle irdischen Orte gleich; ihr Termin ist deshalb bequem errechen- und veröffentlichbar. Die Neigung der Ekliptik gegenüber dem örtlichen Horizont hängt von der Jahreszeit ebenso wie von der geographischen Breite des Beobachters ab; obwohl sie leistungsfähiger ist als die gEEl, sieht man sie kaum je vorberechnet und veröffentlicht, denn dazu müsste jeder Nutzer mindestens seinen Ort vorgeben.
Ich studierte, wie sich die Neigung der Ekliptik gegenüber dem Horizont (zum Zeitpunkt Sonne 8° unter Westhorizont) an anderen geographischen Breiten ändert und welche Folgen das für die Sichtbarkeit der Venus hat.
Das farbige Diagramm zeigt den Sichtbarkeitsverlauf während einiger Monate an fünf Orten (Namen und Koordinaten im Bild, Kerguelen kann man wikipedieren - es gibt in diesen südlichen Breiten keine große Ortsauswahl....). Stereographische Projektion, Randkreis = Horizont (Azimutzählung N = 0°, E = 90° usw.), dazu 4 Höhenkreise.
Die Kurven stützen sich auf Punkte im Abstand von 12 Tagen zur Tageszeit Sonne 8° unter Westhorizont, der Tag der größten östlichen Elongation ist markiert. Zusätzlich sind eingezeichnet die Ekliptikneigung gegen diese fünf örtlichen Horizonte an eben diesem Tag, Sonne 8° unter Westhorizont.
A ist der Azimut, bei dem die Ekliptik den örtlicher Horizont kreuzt (Zählung N = 0°, E = 90° usw.), I ist die Neigung der Ekliptik gegen denselben in Grad. Zum Zeitpunkt der größten östlichen Elongation hat Venus eine ekliptikale Breite von -1,4°, was man in meiner Graphik eben noch gut erkennen kann.
Erst 9 Wochen nach ihrem abendlichen Verschwinden, am OKT24 wird Venus in unterer Konjunktion stehen. In diesen 9 Wochen taucht Venus in stark negative ekliptikale Breiten ab, was die Sichtbarkeit bei uns weiter erschwert bzw. verunmöglicht.

Das zweite Diagramm zeigt Elongation (Abszisse) und ekliptikale Breite (Ordinate). Die Datenbasis ist genau für die untere Konjunktion 2010OKT29. Venus verhält sich periodisch nach 8 Jahren oder 5 synodischen Umläufen, d.h. nach dieser Zeit durchläuft sie ähnliche Orte. 2026OKT24 ist 16 Jahre oder 10 synodische Umläufen nach 2010OKT29. Die Breite der Venus bei unterer Konjunktion wird heuer mit -6,5° noch etwas negativer sein als 2010OKT29, sonst wird sie aber ähnlich laufen.
Ralf
am 15. AUG wird Venus in größter östlicher Elongation stehen, Ende AUG schon wieder verschwunden sein (Untergang bei Sonnentiefe 9°). Wenn man etwas über die erreichbaren Höhen und die Sichtbarkeit innerer Planeten wissen will, ist die Neigung der Ekliptik gegenüber dem örtlichen Horizont aussagekräftiger als das Eckdatum "größte östliche Elongation" (gEEl).
Die gEEl ist ein von Erddrehung und -lage unabhängiges, planetendynamisches Phänomen und für alle irdischen Orte gleich; ihr Termin ist deshalb bequem errechen- und veröffentlichbar. Die Neigung der Ekliptik gegenüber dem örtlichen Horizont hängt von der Jahreszeit ebenso wie von der geographischen Breite des Beobachters ab; obwohl sie leistungsfähiger ist als die gEEl, sieht man sie kaum je vorberechnet und veröffentlicht, denn dazu müsste jeder Nutzer mindestens seinen Ort vorgeben.
Ich studierte, wie sich die Neigung der Ekliptik gegenüber dem Horizont (zum Zeitpunkt Sonne 8° unter Westhorizont) an anderen geographischen Breiten ändert und welche Folgen das für die Sichtbarkeit der Venus hat.
Das farbige Diagramm zeigt den Sichtbarkeitsverlauf während einiger Monate an fünf Orten (Namen und Koordinaten im Bild, Kerguelen kann man wikipedieren - es gibt in diesen südlichen Breiten keine große Ortsauswahl....). Stereographische Projektion, Randkreis = Horizont (Azimutzählung N = 0°, E = 90° usw.), dazu 4 Höhenkreise.
Die Kurven stützen sich auf Punkte im Abstand von 12 Tagen zur Tageszeit Sonne 8° unter Westhorizont, der Tag der größten östlichen Elongation ist markiert. Zusätzlich sind eingezeichnet die Ekliptikneigung gegen diese fünf örtlichen Horizonte an eben diesem Tag, Sonne 8° unter Westhorizont.
A ist der Azimut, bei dem die Ekliptik den örtlicher Horizont kreuzt (Zählung N = 0°, E = 90° usw.), I ist die Neigung der Ekliptik gegen denselben in Grad. Zum Zeitpunkt der größten östlichen Elongation hat Venus eine ekliptikale Breite von -1,4°, was man in meiner Graphik eben noch gut erkennen kann.
Erst 9 Wochen nach ihrem abendlichen Verschwinden, am OKT24 wird Venus in unterer Konjunktion stehen. In diesen 9 Wochen taucht Venus in stark negative ekliptikale Breiten ab, was die Sichtbarkeit bei uns weiter erschwert bzw. verunmöglicht.

Das zweite Diagramm zeigt Elongation (Abszisse) und ekliptikale Breite (Ordinate). Die Datenbasis ist genau für die untere Konjunktion 2010OKT29. Venus verhält sich periodisch nach 8 Jahren oder 5 synodischen Umläufen, d.h. nach dieser Zeit durchläuft sie ähnliche Orte. 2026OKT24 ist 16 Jahre oder 10 synodische Umläufen nach 2010OKT29. Die Breite der Venus bei unterer Konjunktion wird heuer mit -6,5° noch etwas negativer sein als 2010OKT29, sonst wird sie aber ähnlich laufen.
Ralf