KlausLowitz
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
wie ich in anderen Threads von dem Tag gelesen habe, ist es etwas neblig draußen. Aber warum soll es mir besser gehen als euch, bei mir ist es auch leicht neblig. Mich konnte das dennoch nicht vom beobachten abhalten. Zumal ich heute ein weiteres Teleskop bekommen habe.
Oh Mann, ich dachte echt ich hätte jetzt in etwa das was ich mir so vorstelle an Teleskopen, aber ich bin trotzdem bei einem Angebot im Gebrauchtmarkt schwach geworden. Es handelt sich um ein von mir langersehntes Teleskop und zwar ein Fraunhofer Refraktor mit 4" Öffnung und 1500mm Brennweite, sprich ein Öffnungsverhältnis von f/15. Ich war gespannt wie ein Flitzebogen als ich es ausgepack habe, denn die nackten Daten lassen ja auf ein Planetenkiller schließen.
Hier erstmal zwei Bilder (gibt es im Nachbarforum zu sehen, http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=5948 : das erste zeigt den 4zöller im Größenvergleich zu meinem bisherigen 80mm (f/11.4) Refraktor. Das zweite zeigt den 4zöller auf der GP. Das Teleskop wird sehr leicht von der GP getragen denn der Tubus mit Optik ist ein Leichtgewicht (Tubus aus Hartpapier - sieht man aber gar nicht daß es "Papier" ist und billiger Okularauszug von einem Synta-Refraktor - da werde ich was edleres dranmachen). Auch das kleine Gegengewicht reicht vollkommen aus für diesen langen Tubus, ich mußte es nur an der Stange weiter runter schieben.
Aber jetzt zur eigentlichen Beobachtung. Über die Bedingungen brauch ich ja nicht viel zu sagen denn die sind bekannt (sehr heller Mond, dunstig - Planetenwetter?). Los gings auf der Terasse:
Mars: ich muß auf Anhieb einen Moment absoluter Luftruhe erwischt haben denn meine Reaktion war einfach "Whoaaaa!!!" Selbst in Zeiten der Opposition habe ich ihn im 80er nicht so toll gesehen. Phase, Polkappe und sehr deutliche Dunkelgebiete (sah aus wie der Buchstabe Y) bei 214x mit Nagler 7mm. Doch bald holte mich das schlechte Seeing ein und bei 214x war Mars kaum noch scharf zu kriegen. Bin dann in der Vergrößerung runtergegangen auf 125x, da war der Anblick noch recht ansehnlich. Aber die allererste Minute war einfach umwerfend. Von Farbfehler war an Mars keine Spur zu sehen.
Uranus: nach einem Blick am PC im Astroprogramm einen kleinen Schwnk nach rechts zu Uranus. Bereits im 6x30 Sucher die Konstellation wie sie im PC war leicht zu erkennen. Anfangs bei 214x kaum scharf zu kriegen aber nach einigen Minuten war für sehr kurze Momente das Scheibchen gestochen scharf. 125x war eindeutig zu wenig vergrößert um ein Scheibchen zu erkennen.
Als nächstes das Teleskop runter in den Garten getragen:
Mond: bei 43x mit Panoptic 35mm absolut farbreines Bild. Bei 125x (Nagler 12mm) war ein zarter schwacher violetter Saum am Rand zu erkennen. Entlang des Terminators war keine Farbe zu sehen. Für mich ein sehr schönes ästhetisches Bild. Bei 214x war die Luftunruhe deutlich zu sehen aber dennoch eingermaßen scharfes Bild. Leider war der Terminator nicht so spektakulär wie vorgestern wo Kopernikus und Clavius aktuell waren.
Saturn: zuguterletzt der Ringplanet, aber leider noch sehr tief stehend da es erst 22.00 Uhr war. Bereits bei 125x starkes Gewaber, Cassini-Teilung aber schon zu erahnen. Westlich vom Planeten war Titan als einziger Mond zu sehen. Von Farbfhler auch hier keine Spur. Leider kann ich nicht so lange aufbleiben bis Saturn in besserer sprich höherer Stellung kommt. Aber ich freue mich schon riesig mit diesem Teleskop Saturn und Jupiter in diesem Winter zu beobachten.
Nach diesen ersten Bobachtungen bin ich sehr angetan von diesem Refraktor. Das tolle an der langen Brennweite ist auch, daß man sehr leicht auf hohe vergrößerungen kommt. Man braucht keine speziellen Okulare bei denen man auf's Einblickverhalten achten muß. Ich glaube auch sagen zu können, daß er farbreiner ist als mein 80mm f/11.4 Refraktor.
Soviel von mir, weitere Planetenberichte mit meinem neuen Teleskop werden folgen.
Gute Nacht,
Klaus.
P.S.: Ich habe mir vorhin auf der Fahrt zur Arbeit einen Namen für meinen neuen Refraktor ausgedacht. So ein Scope braucht einen Namen. Die Wahl ist mir nicht schwergefallen. Ab jetzt heißt er "KILLER". Damit werde ich sie dann alle erlegen, einfach der Reihe nach, Mars, Uranus, Neptun, Saturn, Jupi, Venus, Merkur, Mond und Sonne (und vielleicht auch Pluto?).
wie ich in anderen Threads von dem Tag gelesen habe, ist es etwas neblig draußen. Aber warum soll es mir besser gehen als euch, bei mir ist es auch leicht neblig. Mich konnte das dennoch nicht vom beobachten abhalten. Zumal ich heute ein weiteres Teleskop bekommen habe.
Oh Mann, ich dachte echt ich hätte jetzt in etwa das was ich mir so vorstelle an Teleskopen, aber ich bin trotzdem bei einem Angebot im Gebrauchtmarkt schwach geworden. Es handelt sich um ein von mir langersehntes Teleskop und zwar ein Fraunhofer Refraktor mit 4" Öffnung und 1500mm Brennweite, sprich ein Öffnungsverhältnis von f/15. Ich war gespannt wie ein Flitzebogen als ich es ausgepack habe, denn die nackten Daten lassen ja auf ein Planetenkiller schließen.
Hier erstmal zwei Bilder (gibt es im Nachbarforum zu sehen, http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=5948 : das erste zeigt den 4zöller im Größenvergleich zu meinem bisherigen 80mm (f/11.4) Refraktor. Das zweite zeigt den 4zöller auf der GP. Das Teleskop wird sehr leicht von der GP getragen denn der Tubus mit Optik ist ein Leichtgewicht (Tubus aus Hartpapier - sieht man aber gar nicht daß es "Papier" ist und billiger Okularauszug von einem Synta-Refraktor - da werde ich was edleres dranmachen). Auch das kleine Gegengewicht reicht vollkommen aus für diesen langen Tubus, ich mußte es nur an der Stange weiter runter schieben.
Aber jetzt zur eigentlichen Beobachtung. Über die Bedingungen brauch ich ja nicht viel zu sagen denn die sind bekannt (sehr heller Mond, dunstig - Planetenwetter?). Los gings auf der Terasse:
Mars: ich muß auf Anhieb einen Moment absoluter Luftruhe erwischt haben denn meine Reaktion war einfach "Whoaaaa!!!" Selbst in Zeiten der Opposition habe ich ihn im 80er nicht so toll gesehen. Phase, Polkappe und sehr deutliche Dunkelgebiete (sah aus wie der Buchstabe Y) bei 214x mit Nagler 7mm. Doch bald holte mich das schlechte Seeing ein und bei 214x war Mars kaum noch scharf zu kriegen. Bin dann in der Vergrößerung runtergegangen auf 125x, da war der Anblick noch recht ansehnlich. Aber die allererste Minute war einfach umwerfend. Von Farbfehler war an Mars keine Spur zu sehen.
Uranus: nach einem Blick am PC im Astroprogramm einen kleinen Schwnk nach rechts zu Uranus. Bereits im 6x30 Sucher die Konstellation wie sie im PC war leicht zu erkennen. Anfangs bei 214x kaum scharf zu kriegen aber nach einigen Minuten war für sehr kurze Momente das Scheibchen gestochen scharf. 125x war eindeutig zu wenig vergrößert um ein Scheibchen zu erkennen.
Als nächstes das Teleskop runter in den Garten getragen:
Mond: bei 43x mit Panoptic 35mm absolut farbreines Bild. Bei 125x (Nagler 12mm) war ein zarter schwacher violetter Saum am Rand zu erkennen. Entlang des Terminators war keine Farbe zu sehen. Für mich ein sehr schönes ästhetisches Bild. Bei 214x war die Luftunruhe deutlich zu sehen aber dennoch eingermaßen scharfes Bild. Leider war der Terminator nicht so spektakulär wie vorgestern wo Kopernikus und Clavius aktuell waren.
Saturn: zuguterletzt der Ringplanet, aber leider noch sehr tief stehend da es erst 22.00 Uhr war. Bereits bei 125x starkes Gewaber, Cassini-Teilung aber schon zu erahnen. Westlich vom Planeten war Titan als einziger Mond zu sehen. Von Farbfhler auch hier keine Spur. Leider kann ich nicht so lange aufbleiben bis Saturn in besserer sprich höherer Stellung kommt. Aber ich freue mich schon riesig mit diesem Teleskop Saturn und Jupiter in diesem Winter zu beobachten.
Nach diesen ersten Bobachtungen bin ich sehr angetan von diesem Refraktor. Das tolle an der langen Brennweite ist auch, daß man sehr leicht auf hohe vergrößerungen kommt. Man braucht keine speziellen Okulare bei denen man auf's Einblickverhalten achten muß. Ich glaube auch sagen zu können, daß er farbreiner ist als mein 80mm f/11.4 Refraktor.
Soviel von mir, weitere Planetenberichte mit meinem neuen Teleskop werden folgen.
Gute Nacht,
Klaus.
P.S.: Ich habe mir vorhin auf der Fahrt zur Arbeit einen Namen für meinen neuen Refraktor ausgedacht. So ein Scope braucht einen Namen. Die Wahl ist mir nicht schwergefallen. Ab jetzt heißt er "KILLER". Damit werde ich sie dann alle erlegen, einfach der Reihe nach, Mars, Uranus, Neptun, Saturn, Jupi, Venus, Merkur, Mond und Sonne (und vielleicht auch Pluto?).