1,25" oder 2" OAZ

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ElChupacabra

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Hallo

Mich würde einmal interessieren wie wichtig der OAZ Durchmesser für Planeten bzw. DS ist. Kann ein 2 Zöller auch besser schwereres Zubehör tragen ?

Ich danke Euch
Micha
 
Hallo Micha,

also für Planeten eigentlich ziemlich egal, möglicherweise sogar Knotrproduktiv bei einem Spiegelteleskop, weil die Ausleuchtung eines großen Okularauszuges auch einen größeren Gegenspiegel/Fangspiegel benötigt. Also mehr Obstruktion.
Vom Gewicht her kann ein 1,25" alles tragen und man braucht zur Planetenbeobachtung gar nicht so schweres Zubehör. Das schwerste denkbare Zubehör ist ein Bino-Ansatz. Dafür wäre im 1,25" Auszug ein Klemmring oder wenigstens eine Klemmung über zwei Klemmschrauben statt einer sinnvoll. Beim Refraktor sollte auch der Zenitspiegel nicht "zu lüttig" sein und für dessen Klemmung gilt dann dasselbe.

Es wäre natürlich noch genauer erklärbar, wenn Du schreiben würdest, welchen Teleskoptyp Du überhaupt ins Auge fasst.

Clear Skies
Sven
 
Es wäre natürlich noch genauer erklärbar, wenn Du schreiben würdest, welchen Teleskoptyp Du überhaupt ins Auge fasst.

Clear Skies
Sven

Wie in meinem 1. Beitrag "Angehender Hobbyastronom auf der Suche ... " stehe ich noch vor der Endscheidung. Irgendwie muss man ja Anfangen und da ich eine GP-E haben möchte wäre vielleicht für den Einstieg ein R114S OK. Also, ich denke es wird ein Reflektor.

VG
Micha
 
Hallo Micha,

also bei einem Reflektor schaut es so aus, daß für die Planetenbeobachtung der 1,25" Auszug völlig ausreicht.
Erst so ab 150mm Öffnung machen sich viele Sternfreunde Gedanken, ob sie für Deepsky-Beobachtung bei schwächster Vergrößerung nicht gerne ein 2" Okular hätten, weil damit ein größerer Himmelsausschnitt möglich ist. Für ein reines Planetenteleskop braucht eigentlich niemand über 2" nachzudenken.
Meiner Meinung nach wird gerne der Eindruck erweckt, 2" Okulare seien qualitativ besonders gut. Das ist aber ein falsches Spiel, denn es gibt in 1,25" genauso hochwertige Zubehörteile, wie in 2". Lediglich ist die absolut unterste Qualitätsstufe "Plastikokulare" in 2" nicht anzutreffen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Micha!

Ich habe mich bei meinem ersten Teleskopkauf von dem "Vorteil" eines 2" OAZ blenden lassen. Der war nämlich in einem 5" Newton-Reflektor eingebaut. Mit dem entsprechend großen Fangspiegel von rd. 56mm hatte ich satte 43% Obstruktion (linear 56/130). Das geht sehr auf den Kontrast, taugt für Planeten also nix. Das wusste ich damals nur leider noch nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" /> Man darf sich nicht von der flächenmäßigen Obstruktion verwirren lassen, die ist natürlich sehr viel geringer (18%), hat aber nur was mit der Bildhelligkeit zu tun, nicht mit dem Kontrast (wegen der Lichtbeugung).

Zudem muss ich Sven zustimmen, so schweren Zubehör, dass ein 1 1/4" OAZ es nicht tragen könnte, braucht man kaum. Eine Digiknipse sollte jedenfalls auch kein Problem sein. Bei DSLR-Kameras könnte es schon eher eng werden, dakommt es sehr auf das Modell an, da gibts ja schwerere und leichtere...

Gruß
Matthias
 
Moin Micha!

Bei dem ausgeguckten 114 mm-Newton brauchst Du Dir sowieso keine Sorgen zu machen: Das Teil hat einen 1,25"-OAZ, und das ist für diese Teleskopgröße auch völlig ausreichend. Das max. Sichtefeld erreichst Du z.B. mit einem 32 mm Oku (50° scheinbares Gesichtsfeld). Damit kommst Du auf 28fache Vergrößerung, 4 mm AP und 1,8° tatsächliches Gesichtsfeld.

An diesen Tubus jetzt einen 2"-OAZ ranfrickeln zu wollen, lohnt den Aufwand nicht. Der Fangspiegel des Vixen-114 ist sowieso zu knapp dimensioniert, und für hohe Vergrößerungen setzt man üblicherweise 1,25"-Okus ein. Die meisten der kurzbrennweitigen 2"-Okus besitzen ebenfalls eine 1,25"-Adaption.

Vor einiger Zeit schwirrten bei eBay Newtons der Marke "Galileo" umher. Der 118/1000 z.B. besitzt einen 2"-OAZ aus Metall.
 
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