coltrane
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... seit ich zum letzten Mal eine gute Deep-Sky Nacht
hatte. Gestern war es endlich mal wieder soweit. Schon
vormittags hatten sich die Wolken verzogen und die
Vorfreude wuchs. Gegen halb neun packte ich dann
den 49 cm f/5 Dobson ins Auto und fuhr zum
Beobachtungsplatz. Das Aufbauen dauerte etwa 5
Minuten plus 1-2 Minuten Justierarbeit. Mittlerweile
habe ich dieses Gerät schon viereinhalb Wochen
und so langsam stellt sich eine gewisse Routine ein.
Anfangs hatte ich doch ziemlich Mühe mit diesem
riesen Teil. Als der Aufbau abgeschlossen war,
prüfte ich erstmal die Qualität des Himmels. Meine
Hoffnungen waren absolut gerechtfertigt. So dunkel
war es schon lange nicht mehr. Im Kasten des kleinen
Wagen konnte ich sogar den 6,7 Stern aufblitzend
erkennen. Im Zenit schätzte ich die Grenzgröße
auf 6,8. Dies war der beste Wert seit März 2004!
Ich war außerordentlich gespannt, zu was der
große Dobson wirklich im Stande ist, denn bisher
ging Deep-Sky-mäßig noch nicht besonders viel.
Als erstes schwenkt ich auf die winterlichen
Sternbilder, die sich bereits zum Westhorizont
neigten. Nachfolgend stichpunktartig die
gesehenen Objekte:
Eskimonebel:
Dieses Objekt verlangt hohe Vergrößerungen. Ich
entschied mich für das 9er Nagler + Barlow und
540-fach. Das Seeing war recht gut und ich konnte
um den hellen Zentralstern eine Dunkelzone umgeben
von einem leuchtstarken Ring erkennen, eingefaßt
von einer hellen äußeren Scheibe. Das vielzitierte
Gesicht oder deutliche Farben konnte ich nicht sehen.
M1:
Dieses Objekt reagiert kaum positiv auf Filter, also
probierte ich es ohne. Bis auf die äußere Form
konnte ich aber keine Details feststellen.
Medusa Nebel:
Ein schwacher Nebel den erst ein OIII Filter
beobachtenswert macht. Dann sietht man deutlich
seine Form, die dem Mond 2 Tage vor Halbmond
gleicht.
NGC 2359:
Auch dieses Objekt braucht unbedingt den OIII.
Dann sieht man wunderbar den Nebelbarren und
die zarte Blasenstruktur.
Orionnebel:
Sehr auffällig war die grüne Farbe der Zentralregion
aber ansonsten war der Anblick nicht überragend.
Oft wird von der blendenden Helligkeit oder der
Farbenvielfalt berichtet, aber beides kann ich nicht
bestätigen. Mir gefällt der im 100mm Fernglas viel
besser als im größten Fernrohr.
M81:
Zu meiner Überraschung konnte ich einen zarten
aber deutlichen Spiralarm erkennen. Im 10-Zöller
war mir das nie mögich.
M51:
Die kompletten Spiralarme konnte ich mühelos sehen,
allerdings blasser als erwartet. Beim letzten ITV sah
diese Galaxie im 42-Zöller aus wie auf einem Foto.
Und das bei Grenzgröße 6. Im 20 Zoll ICS-Dobson
konnte ich damals nur mit Mühe Details herausarbeiten.
Unter den gestrigen Bedingungen hatte ich eigentlich
mehr erwartet. Erst bei hoher Vergrößerung im
7er Nagler waren zaghaft Strukturen in den Armen
erkennbar. Im 17er Nagler hatte ich aber dann doch
einen schönen Gesamteindruck, ähnlich der
Zeichnung im Night Sky Observers Guide.
M97/M108:
Die Galaxie sah schon auf den ersten Blick stark
strukturiert, aber das Seeing war leider etwas schlechter
geworden, und ich konnte keine eindeutigen Details
herausarbeiten. Im Eulennebel sah ich deutlich die
beiden Augen und sogar den Zentralstern.
NGC 4618:
Leicht zu finden neben Beta CVn war mir diese
Galaxie bis jetzt völlig unbekannt. Zuunrecht. Sofort
war ein Spiralarm erkennbar der in Größe die
gesamte Hauptgalaxie übertraf. Sehr empfehlenswert!
NGC 4725:
Spitzname Tie-Fighter Galaxie. Der runde Zentralbereich
ist von 2 Armen eingeklammert und sieht aus wie die
Fluggeräte aus Star Wars.
NGC 4565:
Sehr beeindruckend schon im 17er aber erst das 9er
läßt das Staubband richtig deutlich werden.
M3:
Bei diesem Sternhaufen bin ich der Meinung das
10 Zoll einfach zu wenig sind. Kein Vergleich zu
M13. Der Unterschied im 20-Zöller ist riesig, auch
wenn nicht tausende Sterne zu sehen sind wie
häufig übereuphorisch behauptet wird. Das Seeing
wurde leider zusehends schlechter, und die
Ästhetik litt etwas darunter. Aber mit solch großer
Öffnung trot
hatte. Gestern war es endlich mal wieder soweit. Schon
vormittags hatten sich die Wolken verzogen und die
Vorfreude wuchs. Gegen halb neun packte ich dann
den 49 cm f/5 Dobson ins Auto und fuhr zum
Beobachtungsplatz. Das Aufbauen dauerte etwa 5
Minuten plus 1-2 Minuten Justierarbeit. Mittlerweile
habe ich dieses Gerät schon viereinhalb Wochen
und so langsam stellt sich eine gewisse Routine ein.
Anfangs hatte ich doch ziemlich Mühe mit diesem
riesen Teil. Als der Aufbau abgeschlossen war,
prüfte ich erstmal die Qualität des Himmels. Meine
Hoffnungen waren absolut gerechtfertigt. So dunkel
war es schon lange nicht mehr. Im Kasten des kleinen
Wagen konnte ich sogar den 6,7 Stern aufblitzend
erkennen. Im Zenit schätzte ich die Grenzgröße
auf 6,8. Dies war der beste Wert seit März 2004!
Ich war außerordentlich gespannt, zu was der
große Dobson wirklich im Stande ist, denn bisher
ging Deep-Sky-mäßig noch nicht besonders viel.
Als erstes schwenkt ich auf die winterlichen
Sternbilder, die sich bereits zum Westhorizont
neigten. Nachfolgend stichpunktartig die
gesehenen Objekte:
Eskimonebel:
Dieses Objekt verlangt hohe Vergrößerungen. Ich
entschied mich für das 9er Nagler + Barlow und
540-fach. Das Seeing war recht gut und ich konnte
um den hellen Zentralstern eine Dunkelzone umgeben
von einem leuchtstarken Ring erkennen, eingefaßt
von einer hellen äußeren Scheibe. Das vielzitierte
Gesicht oder deutliche Farben konnte ich nicht sehen.
M1:
Dieses Objekt reagiert kaum positiv auf Filter, also
probierte ich es ohne. Bis auf die äußere Form
konnte ich aber keine Details feststellen.
Medusa Nebel:
Ein schwacher Nebel den erst ein OIII Filter
beobachtenswert macht. Dann sietht man deutlich
seine Form, die dem Mond 2 Tage vor Halbmond
gleicht.
NGC 2359:
Auch dieses Objekt braucht unbedingt den OIII.
Dann sieht man wunderbar den Nebelbarren und
die zarte Blasenstruktur.
Orionnebel:
Sehr auffällig war die grüne Farbe der Zentralregion
aber ansonsten war der Anblick nicht überragend.
Oft wird von der blendenden Helligkeit oder der
Farbenvielfalt berichtet, aber beides kann ich nicht
bestätigen. Mir gefällt der im 100mm Fernglas viel
besser als im größten Fernrohr.
M81:
Zu meiner Überraschung konnte ich einen zarten
aber deutlichen Spiralarm erkennen. Im 10-Zöller
war mir das nie mögich.
M51:
Die kompletten Spiralarme konnte ich mühelos sehen,
allerdings blasser als erwartet. Beim letzten ITV sah
diese Galaxie im 42-Zöller aus wie auf einem Foto.
Und das bei Grenzgröße 6. Im 20 Zoll ICS-Dobson
konnte ich damals nur mit Mühe Details herausarbeiten.
Unter den gestrigen Bedingungen hatte ich eigentlich
mehr erwartet. Erst bei hoher Vergrößerung im
7er Nagler waren zaghaft Strukturen in den Armen
erkennbar. Im 17er Nagler hatte ich aber dann doch
einen schönen Gesamteindruck, ähnlich der
Zeichnung im Night Sky Observers Guide.
M97/M108:
Die Galaxie sah schon auf den ersten Blick stark
strukturiert, aber das Seeing war leider etwas schlechter
geworden, und ich konnte keine eindeutigen Details
herausarbeiten. Im Eulennebel sah ich deutlich die
beiden Augen und sogar den Zentralstern.
NGC 4618:
Leicht zu finden neben Beta CVn war mir diese
Galaxie bis jetzt völlig unbekannt. Zuunrecht. Sofort
war ein Spiralarm erkennbar der in Größe die
gesamte Hauptgalaxie übertraf. Sehr empfehlenswert!
NGC 4725:
Spitzname Tie-Fighter Galaxie. Der runde Zentralbereich
ist von 2 Armen eingeklammert und sieht aus wie die
Fluggeräte aus Star Wars.
NGC 4565:
Sehr beeindruckend schon im 17er aber erst das 9er
läßt das Staubband richtig deutlich werden.
M3:
Bei diesem Sternhaufen bin ich der Meinung das
10 Zoll einfach zu wenig sind. Kein Vergleich zu
M13. Der Unterschied im 20-Zöller ist riesig, auch
wenn nicht tausende Sterne zu sehen sind wie
häufig übereuphorisch behauptet wird. Das Seeing
wurde leider zusehends schlechter, und die
Ästhetik litt etwas darunter. Aber mit solch großer
Öffnung trot