1. Nacht mit Teleskop

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robertosbk

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Hallöchen Ihr Lieben, also habe nun mein 8er Dobson zum ersten Mal rausgeholt und heute waren tatsächlich mal ein paar Sterne zu sehen.

Der Mond war wirklich fantastisch, ganz klar ud riesengross aber ich habe ein problem.
Sicher wird das Problem jeder Anfänger haben, doch ich weiss gar nicht mehr weiter.
Nun wollte ich mal einen hellen Stern ansehen aber bekomme gar nichts zu sehen.
Schaue ich durch das Teleskop in den Stern hinein, erscheint wieder nur ein Stern und wenn ich vergrössere dann wird alles verschwommen und zu guter Letzt sehe ich einen schwarzen Punkt mit verschwommenen Licht drumherum.
Kann man denn keinen Stern sich ansehen?
Jetzt habe ich keine Ahnung was ich eigendlich sehen kann, auf gut Deutsch, wohin ich eigendlich schauen soll.
Oder lag es an dem schlechten Wetter?
War ja sehr bewölkt und so.

War natürlich zum Schluss direkt langweilig, weil ausser dem Mond nichts zusehen war.
Die Sterne blieben Sterne und mehr war ja nicht.

Ihr seht, ich hab noch keine Ahnung! Und zwar nicht mal Ahnung wohin ich mein teleskop schwenken soll, ziemlich schwer ,phuuu
 
Hallo Roberto,

na also, es wird doch langsam, zumindest hast jetzt mal den Mond gesehen wie zuvor wahrscheinlich selten oder gar nie.

Ein Stern bleibt ein Stern, also ein Pünktchen, egal wie hoch Du vergrößerst. Sie sind einfach zu weit weg, um sie als Fläche anzusehen, mit Ausnahme eines einzigen Sterns, unserer Sonne, die mit MIT FILTER schon einiges zeigen wird.

Nebst Sternen und Mond gibts ja aber noch vielerlei anderer sehr sehenswerter Objekte, Planeten (wobei die sehenswertesten noch eine Weile auf sich warten lassen, bis man sie wieder des Abends sehen kann, Saturn anfang November, Jupiter anfang Februar), Kugelsternhaufen, offene Sternhaufen, planetarische Nebel...

Leg Dir nun einen Sternatlas zu, gern und oft wird hier der Karkoschka (Kosmos-Verlag) genommen. Dazu noch das Kosmos Himmelsjahr (würd ich aber erst für nächstes Jahr nehmen). Damit bist Du schon gut gerüstet. Hilfreich sind auch einfache Aufsuchkarten, wie man sie für den Telrad-Finder verwendet (entweder fertig aus dem Internet oder mittels Sternkartenprogramm selbst ausgedruckt), sind auch ohne Telrad eine gute Sache. Solche Karten sind im Feld auch schnell bei der Hand und man gewöhnt sich gleichzeitig an das Auffinden und Lernen der gängigsten Sternbilder.

Du sagtest, beim 'Vergrößern' wurden die Sterne unscharf?
Ich glaube, Du meinst mit Vergrößern das drehen der Räder am Okularauszug?
Damit vergrößerst Du nicht, dies dient NUR zum Fokussieren, zum Scharfeinstellen des Bildes, die Vergrößerung ist (außer bei Zoomokularen) fest durch deren Brennweiten vorgegeben und keinesfalls variabel.
Die Vergrößerung errechnet sich aus Teleskopbrennweite : Okularbrennweite
Beispiel
Teleskopbrennweite 1200mm
eingesetztes Okular 20mm
Vergrößerung=1200mm:20mm=60fache Vergrößerung
Das ändert sich auch nicht durch Drehen am OAZ
 
Hallo Robert,

na, das war ja kein optimaler Start!

Schau Dir erst mal an, welche Okulare bei Deinem 8er Dobson dabei sind. Ein Übersichtsokular mit mehr als 30 mm Brennweite sollte für den Anfang schon dabei sein, damit die Orientierung am Himmel nicht so schwer fällt. Falls Du noch keines hast, alle Astrohändler haben günstige Einsteigerokus in diesem Bereich für 50 - 100 EUR im Angebot.

Weiterhin ist eine drehbare Sternkarte (z.B. von Kosmos) unheimlich wichtig. Die gibt es für unter 20,-EUR. Dort siehtst Du, wenn Du die Uhrzeit einstellst, was momentan am Nachthimmel zu sehen ist. Die lohnenswerten Objekte sind besonders markiert. So wird es Dir nicht schwer fallen, schöne offene Sternhaufen wie h und Chi Perseii oder die Plejaden (M 45) zu finden. Auch Galaxien wie der Andromedanebel (M 31) bieten in Deinem scope einen atemberaubenden Anblick.

Hast Du ein Fernglas? Falls ja, solltest Du es unbedingt parallel zu Deinem scope benutzen, es bringt Dir den groben Überblick und viele Objekte sehen im Fernglas sogar besser aus als im Teleskop. Übe das schubsen Deines Dobson (Plejaden einstellen und dann ein Stück links und rechts wegschubsen und wieder zurück zum Objekt), damit Du die entsprechende Feinmotorik trainierst.

Und gaanz wichtig: schließe Dich Sternfreunden in Deiner Gegend an! Poste einfach im Treffpunktboard wo Du wohnst und daß Du Anschluß suchst. Ein Abend mit Gleichgesinnten wird Dich sehr schnell weiterbringen.

Nicht verzagen, aller Anfang ist schwer, aber was meinst Du, wieviel Spaß das erste selbst gefundene Objekt macht!

carpe noctem
Matthias
 
Hallo Roberto,

mit unseren Instrumenten sind und bleiben Sterne immer Punkte, sie sind zu weit weg, als dass man sie als Scheiben erkennen können.
(Das Very Large Telescope der ESO hat schon Sterne auf Scheibchengröße gebracht, aber nur mit immensem technischem Aufwand)

Das Phämomen des schwarzen Punktes und des hellen Bereiches um dieses herum deutet darauf hin, dass Du defokussiert hast, also an den Rädern des Okularauszuges gedreht hast.
Du hast den Brennpunkt nicht mehr getroffen.

Mit einem normalen Okular hast Du stets immer nur eine Vergrößerung, es sei denn, Du hast ein Zoomokular.

Man sucht eigentlich stets mit dem Okular der kleinsten Vergrößerung auf.
Da sich die Vergrößerung über "Teleskopbrennweite in mm geteilt durch Okularbrennweite in mm" ergibt, heisst das, dass das Okular eine möglichst hohe Brennweite haben muss, als 30m, 32mm oder besser noch mehr.
Du kannst dann ein größeres Gebiet absuchen, weil das Gesichtsfeld größer ist.
Wenn man das Objekt dann hat, kann man vergrößern, soweit es Sinn macht. Hier ist ein Zoomokular (wie z.B. das günstige aber gute Seben-Zoomokular, siehe Board Okulare) sinnvoll.

Was das Auffinden von Himmelsobjekten angeht, so ist der Atlas für Himmelsbeobachter von Erich Karkoschka sicherlich das Standardwerk, ich finde ihn aber nicht so doll, mir gefällt die Aufmachung nicht.(Es gibt einen neuen, vielleicht ist der besser)
Ich ziehe den "Großen Kosmos Himmelsatlas" vor, mit fotografierten Himmelsregionen und darüberlegbaren Folienkarten, auf denen die Verbindungslinien der Sternbilder und die Position der Objekte verzeichnet ist.
Ich habe ihn immer dabei, und seit ich ihn habe, steht der Karkoschka im Regal.

Du solltest Dir auch auf unserer Seite www.eifeltwister.de mal die Aufsuchkarten für die Messier-Objekte herunterladen.
Ebenfalls empfehlenswert für den Anfang ist das kleine, kostenlose Programm Star Calc, ein Planetarium für den PC. Einfach mal googlen.
ES lässt sich mit Sternkatalogen erweitern. ICh benutze es oft, um mal kurz zu schauen, wo Planeten stehen, welche Mondphase gerade ist, wann er auf- und untergeht.

Ein Tipp mit Aha-Erlebnnis für jeden Einsteiger ist der Kugelsternhaufen M13 im Herkules. Ein sehr schöner, heller Kugelsternhaufen, den Du mit Deinem Teleskop in Einzelsterne auflösen kannst.

Viele Grüße
Thomas

 
Hi Robert,

also ich würde dir empfehlen, dich unbedingt etwas mehr mit Astronomie zu beschäftigen. Mal eine Frage: Was hast du erwartet, bei dem Stern zu sehen? Hier ein Zitat aus dem Kosmos Himmelsjahr 2005:

"Beteigeuze ist einer der ganz wenigen Sterne, auf dessen Oberfläche Einzelheiten gesichtet wurden, während sonst selbst in Riesenteleskopen von Fixsternen nur die Beugungsscheibchen zu erkennen sind."

Deine Objekte, die du beobachten kannst sind neben Mond, Planeten und Kometen die Objekte des Messier- und NGC-Katalogs. Hier wirst du aber ohne entsprechende Literatur keine Freude haben! Erstens musst du die Objekte finden (das ist neben der Übung eine Sache der richtigen Aufsuchkarten) und zweitens steigert es den Spaß um 1000%, wenn man weiß, was man da eigentlich betrachtet, wie weit es entfernt ist und was da gerade passiert.

Im Idelfall erfolgt eine Anschaffung eines Teleskopes dann, wenn man grundlegende Astronomiekenntnisse hat... Sonst ist man, wie du ja gesehen hast, sehr schnell enttäuscht. Als ich bei ICS meinen 8"-Dobson gekauft habe, hat nebenher ein Mann einen 12"-Dobson mit meinem vergleichen - und zwar an einem Funkturm! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Natürlich liegen die stärken des 12ers nicht beim Betrachten eines Funkturmes, sondern bei DeepSky-Objekten -> das habe ich ihm dann auch gesagt und folgende Antwort bekommen: "Was ist DeepSky?" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Hmmmm, also fplgende Bücher sind zum Beispiel toll:

1. DeepSky-Reiseführer (oder Karkoschka?): Hier findest du Infos über DeepSky-Pbjekte und Aufsuchkarten

2. DTV-Atlas Astronomie: Etwas theoretisches Hintergrundwissen -> was sind Planetarische Nebel...?

3. Das aktuelle Kosmos Himmelsjahr

4. Eine Drehbare Sternkarte

Ich hoffe, du bist jetzt nicht allzu enttäuscht. Wenn du noch etwas Zeit und Arbeit investierst, ist das ein tolles Hobby!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Roberto,

Tipp zum scharfstellen:

beim Drehen des Rädchens am Okularauszug (OAZ) wirst Du feststellen, dass die Sterne zunächsten flächig und aufgebläht sind, dann irgendwann wird das runde Scheibchen kleiner und kleiner bis der Stern punktförmig geworden ist. Drehst Du weiter, wird der Stern wieder scheibenförmig.

Scharf ist das Bild, wenn die Sterne punktförmig sind.

Den Besuchern unserer Sternwarte sage ich immer, sie sollen schauen, dass die Objekte (zB. Sterne, Sonne, Mond) so klein wie möglich sind, dann ist der schärfste Punkt erreicht.

Es ist schon lustig, wenn die Leute völlig begeistert vom Okular weggehen, dass Bild bei einem Kontrollblick aber total unscharf war <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Viele Grüße
Jens
 
Hey Robert,

freu Dich über den Blick in den Himmel.
Zuerst ist die Orientierung für Einsteiger immer etwas gewöhnungsbedürftig.
Tips hast Du schon viele bekommen. Ergänzen kann ich da nicht viel - vielleicht hast Du noch PC-Software beim Teleskop dazu bekommen. Hilft Dir evt. bei der Orientierung.

Such Dir irgendeine Orientierungshilfe aus und suche danach die verschiedene Objekte am Himmel.
Du findest dann schnell interessante Stellen.
 
Hallo Roberto,

in diesem Thread hier, der bei einer anderen Diskussion mit Dir abgetrennt wurde, habe ich einiges zur Mondbeobachtung zusammengestellt - ich weiß nicht, ob Du das schon gesehen/gelesen hast, da das ja aus dem ehemaligen Diskussionsfluß abgetrennt und verschoben wurde.

In ausgeprägten Mondnächten können Deep-Sky-Objekte (siehe die anderen Postings) wegen dem Streulicht des Mondes in der Erdatmosphäre kaum beobachtet werden. Diese häufig sehr schwachen Objekte "saufen" dann im hellen Himmelshintergrund ab (kein Kontrast mehr). Mitten in Großstädten ist dieser Himmelshintergrund durch die allgemeine Lichtverschmutzung eigentlich immer gegeben. Ein dunkler Standort ist unbedingt zu empfehlen.

Allgemein gilt wohl für Deep-Sky-Beobachtungen, daß man es häufig mit sehr schwachen Objekten oder Details zu tun hat, hier trifft wohl der Begriff Wahrnehmungsgrenze/schwelle.

Voraussetzungen idealer Beobachtung sind hier (DS):

1. dunkler Himmel (Neumond plus Hinterland/Wüste/Gebirge...),

2. dunkeladaptierte Augen (eine halbe Stunde absolute Dunkelheit, höchstens schwaches Tiefrotlicht)

3. ausgekühltes Instrument (bes. bei höheren Vergrößerungen)

4. passende Luftruhe der Atmosphäre (bes. bei höheren Vergrößerungen)

5. gute Transparenz (der Atmosphäre: nicht etwa Dunst/Hochnebel/"zarte" Cirrus-Wolkenschicht...)

Da müssen - wie Du siehst - schon einige Faktoren ZUSAMMENkommen, damit es klappt. Ohne Atlas (als Anfänger) und Rotlampe und vor allem bei aktuell fast Vollmond geht mit Deep-Sky eigentlich nix. Blieben die Planeten, doch gerade die "hübschen" kommen erst in den nächsten Monaten. Bleibt der Mond, doch der ist gerade voll, was wegen fehlenden Schattenstrukturen nicht sehr reizvoll ist - im Moment ist halt echt mal Ebbe, so gesehn hast Du ausgerechnet jetzt eher relatives Pech.

Astronomische visuelle Beobachtung geht natürlich nur in Wolkenlücken oder bei klarem Himmel.

Meist ist - für den Beginner - viel Suchen nach "geringsten Auffälligkeiten" angesagt. Klasse bunte Bilder kriegt man nur bei Fotos, da sind die Ansprüche an die Bedingungen noch härter und es kommt noch das ganze technische hinzu (Nachführgenauigkeit...).

Mit Geduld und den Tips aus dem Forum wirds aber schon schiefgehn, gerade für den Anfänger ist der Mond aber eigentlich auch sehr dankbar, da kannst Du schon mal prima den Umgang mit dem Scope und den Okus üben. (Tip von mir in sochen "Großwetterlagen": befasse Dich doch mit der Theorie: Objektklassen und Beobachtung, Optik und Justage, Himmelsmechanik und Aufsuchtechniken; gerade im WWW sind Unmengen von Informationen.)

Wünsche weiterhin guten Einstieg und viel Spaß mit dem Scope,

dunkle Nächte mit ruhender Luft höchster Durchsicht bis zum Horizont,

Matthias.
 
Hallo,

viele meiner Bekannten, die mit Astronomie wenig am Hut haben, denken auch immer: Was kann man schon groß außer Sternen und vielleicht Mond da oben beobachten? Viele Anfänger denken, dass man wirklich die Sterne beobachtet, da gibt es aber, außer wenn diese sich extrem zusammenballen, an sich nicht viel zu sehen. Wie gesagt: offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen, Doppelsterne und Galaxien im weiteren Sinne bilden da die Ausnahme.
Der Begriff "Sterngucker" gibt da also schon mal die falsche Richtung vor. Dem Hobbyastronomen geben die Sterne selbst eigentlich nur die Orientierung für die oben schon beschriebenen Objekte vor. Man findet halt den Kugelsternhaufen M13 viel besser, wenn man weiß, dass sich dieser im Herkules auf einer Geraden zwischen zwei Sternen befindet usw. Mein Tipp: Auf alle Fälle mal am Himmel zurechfinden und die Sternbilder lernen. Dies ist gerade am Anfang recht mühsam, weil sich das Ganze übers Jahr (und natürlich auch während einer Nacht) ziemlich ändert. Die meiner Meinung nach schönsten Momente, gerade für einen Anfänger, sind die, wenn man ein neues Objekt sucht und findet. Versuchs mal mit h/x im Perseus und M31 (Andromedagalaxie). Auch M27 müsste noch gut gehen.
Sehr viel Spaß dabei !!

Grüße
Rolf
 
Hallo Roberto

da bald wieder der Winter kommt, empfehle ich Dir mal den Orion Nebel M42 zu beobachten. Der ist einfach zu finden und schon (fast) mit blossem Auge zu erkennen.

..falls es mit dem Mond... mal zu langweilig wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallöchen Ihr Lieben,

also vielen Dank für Eure Tips.
Sicherlich habe ich mich relativ wenig mit der Astronmie beschäftigt.
ich weiss aber, dass ich mich schon immer dafür interessiert habe und bin ein Mensch, der wenn er schon etwas macht, es auch richtig macht.
Die Beschäftigung mit der theoretischen Astronomie hätte ich ohne Teleskop nie angefangen, denn der Wunsch danach käme dann wahrscheinlich innerhalb der nächsten Woche.
Jetzt habe ich ein teleskop und jetzt fange ich an mich mit allem zu beschäftigen.
ich glaube, dass das der richtigere Weg ist.

Nun war es tatasächlich recht schwer anzufangen, denn ich hatte keine Ahnung.

Ich habe mir heute die Sternenkarte von Karkoschka geholt, den DTV-Atlas bestellt und vor allem aus dem Internet alle Sternbilder herausgedruckt.
Die sind allerdings ja auch auf der Sternkarte drauf, so lerne ich jetzt ersteinmal die Sternbilder und dann sieht man ja gleich, was darin oder drumherum alles zu sehen und vor allem erst einmal zu suchen ist ( :-) )

Dieser kleine Anstoss , hihi, hat mir sehr geholfen.
In einem jahr werde ich über diese Frage sicherlich lachen, aber so soll es ein.

Kann mir jetzt eventuell noch jemand sagen, was direkt jetzt zu dieser Jahreszeit zu suchen sich lohnen würde?
Mit den Sternbilder bin ich zwar schon beschäftigt, doch viuelleicht gibt es was, was sich wirklich lohnt.

Letzte Frage noch, die Karte ist für den Nord und Südhimmel.
Brauche ich beides oder ist nur der Nordhimmel von uns aus zu sehen?

Bis denne, ich meld mich wenn ich was neues entdeckt habe .

Euer Roberto
 
Hi,

uns interessiert eigentlich nur der Nordsternenhimmel. Was gibt es zu sehen? Hmmm...eigentlich immer sehr viel! Zur Zeit zwar keine Planeten. Aber ich würde an deiner Stelle mir mal M31 - die Andromedagalaxie - anschauen. Außerdem würde ich noch M13 im Herkules und M57 in der Leier (beide Objekte sind in ein paar Wochen weg) anschauen. Leider ist es zur Zeit ja bewölkt und wenn es am Wochenende besser wird, herrscht Vollmond, was leider DeepSky sehr einschränkt. Auch der Mond ist bei Vollmond kein dankbares Beobachtungsobjekt. Aber probier doch einfach mal, die Sternbilder zu identifizieren...
 
Nord und Süd

Hallo Roberto,

selbstverständlich kannst du einiges vom Südhimmel sehen.Wenn du auf 50°
nördlicher Breite wohnst kannst du bis 30° Süd alles sehen,die letzten
paar Grad ghehen wegen des Dunstes in Horizontnähe seltenst.

Und gerade am Sommerhimmel finden sich in den Sternbildern Scorpion und
Schütze etliche lohnenswerte Objekte des Südhimmels.

Viel Freude mit deinem Teleskop,Karsten
 
Re: Nord und Süd

Wobei diese südlichen Sternbilder eigentlich auf deinem nördlichen Teil noch mit drauf sein müssten soviel ich weiß, oder?

"Zum Glück" kommt ja jetzt die kalte Jahreszeit. D.h. spätestens nach der Uhrumstellung in einigen Wochen ist es ab 18 Uhr oder 18.30 Uhr dunkel und man kann schon zu halbwegs normalen Zeiten raus...Juhuuuu!
 
Hallo Roberto,

kleine Anmerkung: Keine Deiner Fragen ist etwa lachhaft oder dumm. Manch einen lässt es höchtens schmunzelnd zurückdenken an die eigenen Anfänge.
OK, da ist mein Teleskop, hier stehe ich und da oben ist der Himmel, und nun?

Der Himmel, bzw die Sterne und Objekte die er zeigt, ändern sich natürlich im Laufe der Nacht und im Wechsel der Jahreszeiten. Wir befinden und gerade im Wechsel zwischen den noch Sommersternbildern und dem schon herbstlichen Sternenhimmel. Für die meisten ist das wie ein neues Erwachen oder so. Das liegt daran, das nun bald die Zeit kommt, in der es früh genug dunkel wird und man ausgedehnte Himmelsstreifzüge wagen kann ohne am nächsten Morgen in der Firma Streichhölzer für die Augen zu brauchen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />

Nu aber genug geschwelgt, los gehts mit den 'Most wantet' des späten Sommers:

Da wäre natürlich erstmal der Kugelsternhaufen(GC) M13 im Herkules genannt, DEN kann man eigentlich gar nicht übersehen, mit blossem Auge schon zu erahnen und im Scope eine wahre Pracht. Mit 8" schon in sehr viele Einzelsterne auflösbar. Da sich M13 in direkter Linie zwischen zwei Hauptsternen des Herkulesvierecks befindet ist er sehr leicht auffindbar.

Weiter gehts mit dem planetarischen Nebel(PN) M 57 in der Leier. Hoch am Himmel müssen hier die wenigsten Luftschichten durchdrungen werden, sodaß sich dieses Objekt sogar bei (etwas) Mondlicht beobachten lässt, die Ringstruktur hebt sich aber deutlich besser in den Deepskynächten ohne Mondlicht ab. Auch hier handelt es sich um ein EasyToFind, da es wieder genau zwischen zwei Sternen (Diesmal sogar noch näher zusammen) befindet.

Lust auf einen schönen Doppelstern? Albireo im Schwan soll hier als (Parade)Beispiel dienen, sehr hell und von großem Farbunterschied geprägt eines meiner persönlichen Lieblingsobjekte.
Wenn wir gerade mal bei den Doppelsternen sind, schau Dir mal den Polarstern genauer an <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Nochmal zurück zum Herkules...wenn man sich das zentrale Viereck mal als Oberkörper eines gut gebauten Mannes vorstellt, kann man sich leicht vorstellen, wo sich wohl dessen Kopf befinden würde, auch dort finden wir einen schönen Kugelsternhaufen(GC), M92

So, das soll mal für einen Abend reichen, sicherlich gibts noch viieeel mehr zu sehen, hier sei Dir mal die Seite mit den Starhoppings hier bei a.de empfohlen.
Ansonsten gilt immer das 'Grundgesetz': Such Dir ein paar Leute in Deiner Umgebung, erstens macht es viel mehr Spaß zusammen zu beobachten und zudem wäre der Text, den ich nun in 10min geschrieben habe, live in kürzerer Zeit erklärt und viel einprägsamer, wenn man dazu auch gleich den Bezug am Himmel hat. Glaubs mir, live lernst Du soviel ohne es überhaupt zu merken.

Die drehbare Sternkarte die Du brauchst ist natürlich die Nordhimmelkarte. Die Südkarte könntest Du ja evtl. mal im Urlaub gebrauchen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


 
Hallo Rostmu,

der Mann hat nicht den Funkturm angeschaut, nur dort auf den Antennen nach einer Reflektion gesucht für'n Startest.
Somit hast Du mit Deiner Behauptung recht; ein 12" dient nicht primär der Beobachtung von Funktürmen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.
Aber gut, dass Du es Ihm gesagt hast! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gruß
Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Kann mir jetzt eventuell noch jemand sagen, was direkt jetzt zu dieser Jahreszeit zu suchen sich lohnen würde?
Mit den Sternbilder bin ich zwar schon beschäftigt, doch viuelleicht gibt es was, was sich wirklich lohnt.

Das kleine Büchlein "Stars am Nachthimmel" von Stefan Korth und Bernd Koch bietet eine Übersicht, welche Paradeobjekte zu der jeweiligen Jahreszeit mit Amateur-Teleskopen zu sehen sind. Es ist allerdings mit 15 Euro ziemlich teuer geraten und du hast ja auch schon einiges an Literatur angeschafft. Vielleicht kannst du das Buch ja in einer Bibliothek in deiner Nähe ausleihen und dir die interessanten Sachen rauspicken.

Freundlich Grüße,
Moritz
 
Re: Nord und Süd

Hallo Rolf,

ich weis nicht,ich habe den Karkoschka nicht...
Ja,nach der Zeitumstellung wird alles besser <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

MfG,Karsten
 
Re: 1. Nacht

Hallöchen Ihr Lieben,

danke für Eure Tips.
Seit ich das Scope gekauft habe sind nur Wolken, Wolken, Wolken am Himmel.

Es gibt viel zu sehen, warten wir´s ab.

Euer Roberto
 
Moin!

Ich musste damals 6 Wochen auf mein Teleskop warten.
In dieser Zeit habe ich mir jeden klaren Tag ein Sternbild eingeprägt
und versucht zu finden. Einige hatte ich schnell andere dauerten mehrere Nächte.

Bis ich den Schlangenträger gefunden hatte. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />

Als ich das Teleskop hatte begann, ich mit den 5-Würfeln im Karkoschka.

Grüße

Sabine






 
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