10" Dobson GSO oder Skywatcher

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baraber

Mitglied
Hallo zusammen,
ich bin neu auf dem Gebiet der Astronomie und möchte mir ein Teleskop zulegen, mit dem ich Planeten und auch soweit möglich DeepSky beobachten möchte. max. Budget 500 Euro. Ich bin jetzt auf zwei Teleskope gestoßen, die zu meiner engeren Auswahl gehören:

http://www.zudensternen.de/Teleskop Skywatcher Dobson 250_1000.html

oder:

http://www.astroshop.de/gso-dobson-teleskop-n-250-1250-dob/p,6680#tab_bar_0_select

Ein anderes Stativ mit Nachführung kann man sich ja bei Gelegenheit immer noch anschaffen.
Welches der beiden Teleskope sollte ich bevorzugen. Von den Daten sind sie ja ziemlich gleich. Vielleicht gibt es noch qualitative Unterschiede?

Grüße
Jörg
 
Hallo Jörg,


ich bin selber noch ein blutiger Anfänger (und warte gerade darauf, dass mein Teleskop ankommt), was ich aber bei meinen Recherchen und der netten Hilfe hier im Forum raus-gefunden habe ist, dass das Teleskop nur die eine Hälfte ist. Ohne ordentliches Zubehör hat man eventuell Anfangs weniger Spaß. Und bei den Beiden ist anscheinend nur ein 25mm Okular enthalten...

Was das "Stativ" angeht. Da muss die Gelegenheit schon sehr gut sein, da z.B. die beim Skywatcher erwähnte EQ6 Montierung (samt Stativ) neu über 800 Euro kostet und somit deutlich mehr als das Teleskop (ohne Zubehör). Bei Astroshop, wo Du das GSO verlinkt hast, kostet die EQ6 SynTrek 895 Euro.


Gruß,
Christian
 
hi

ich würde eher zu der deluxversion deines verlinkten tendieren.
http://www.teleskop-express.de/shop...----250-1250mm-Teleskop---Deluxe-Version.html
vorteile sehe ich vor allem in den verstellbaren höhenrädern. die kannst du zu dem gewicht der okulare oder anderer sucher (telrad) anpassen.
weiterer vorteil sind bessere okulare. zb das skywatcher hat okulare, die meiner meinung nach austauschkandidaten sind.
beim gso delux ist ein 2" okular zu übersicht bereits integriert. außerdem ist das teleskop mit einem stabilen 1/10 untersetzer ausgestattet, welcher vor allem bei hohen vergrößerungen von nutzen ist.
das 9mm plössl kannst du auf wunsch sicher gegen etwas aufpreis gleich gegen ein besseres austauschen lassen. ebeso der sucher durch den telrad-finder austauschen.
außerdem sind die rollenlager in stahlplatten gelagert. diese drücken sich also nicht in das holz ein.

bye michael
 
hallo,

der Skywatcher hat IMHO auch einige Vorteile:

- der Fangspiegel ist nicht in Plasrikfassung die ihn quetschen kann wenn es kalt ist
- der Fangspiegel ist mit Offset aufgeklebt und lässt eine bessere Justage zu
- die Justierschrauben des Hauptspiegels kommen paarweise und nicht gleichmässig verteilt, damit ist die Justage des HS einfacher

Der Okularauszug sieht genauso aus wie der an meinem Dobson, da lässt sich die Anpresskraft schlecht einstellen, entweder er rutscht durch oder die 1:10 funktioniert nicht und dreht durch - weiss aber nicht ob der wirklich derselbe ist.

Dass ein "einfaches Teflonlager" eine zu strenge Verstellung verursacht, kann ich nicht nachvollziehen. Da habe ich auf Starpartys schon welche gesehen, die brauchte man nur antippen und sie fuhren Karussell - das war offenbar zu wenig streng.

Damit möchte ich den GSO nicht schlechtmachen, sondern auch einige Punkte aufzeigen die für den Skywatcher sprechen.

lg Tommy
 
Hallo und Danke für die Antworten!

Genau deswegen habe ich meine Frage gestellt.
Ich kenne mich halt noch nicht so gut in der Welt der Astronomie aus und möchte jetzt ein Teleskop kaufen, auf das ich aufbauen kann. D.h. das Teleskop soll qualitativ gut und auch leistungsstark genug sein. Zubehör wie Okkulare, Linsen oder später auch mal eine neue Montierung mit Nachführung können dann von Zeit zu Zeit dazu gekauft werden.
Also ich höre bis jetzt, dass die Tendenz zum GSO geht, es aber noch keinen eindeutigen Sieger gibt. Die 75 Euro mehr für die GSO deluxe Version könnte ich auch noch dazunehmen. Oder einer von euch kennt noch einen anderen Hersteller von Teleskopen, der mir für 500 Euro vergleichbares oder besseres bieten kann.

Grüße
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hmmm.
wirklich interessant, so hat mir das bis jetzt noch keiner geschildert.
das mit dem offset ist aber nicht unbedingt sooo wichtig oder?
in verschiedenen justageanleitungen steht geschrieben, dass es nur für extrem weitwinklige okulare (ethos?) wirklich relevant ist.
auch ohne offset ist die justage am gso sehr einfach. leider kann ich dazu nicht mehr sagen, da ich noch nie ein offset justiert habe.
die lager diskusion habe ich schon öfter mitverfolgt, und kam auf den entschluss -> persönliche vorlieben
zu dem 1/10 untersetzung geb ich dir voll recht. manchmal rutscht sie durch und man muss leicht korregieren. evtl auch temperaturabhängig!?
auch von dem astiproblem habe ich des öfteren gehört, was ja eigentlich sehr relevant ist. leider kann ich hierzu nichts sagen, da mir die optiktesterei sehr den spaß verdirbt.
weiß aber, dass man das ausbessern kann, mit etwas aufwand.
vielleicht werde ich hier mal genauer nachprüfen.
die justageschrauben des hs halte ich für eher unwichtig. an dieser stelle sollte man evtl erwähnen, dass der skywatcher mit werkzeug justiert werden muss. madenschrauben.

aber danke für deine ansicht.

auch ich will nicht die skywatcher schlecht reden. bin mit meinem teleskop aber sehr zufrieden.
evtl hilft auich ein direktvergleich auf ner sternwarte, sollten verschiedene modelle zur verfügung stehen.

es gibt auch noch die galaxy dobsons von ics. die haben ein anderes ww okular 15mm dabei. das 30mm dürfte das gleiche sein.
lager sind auch unterschiedlich. aber dazu hab ich ja auch grad was geschrieben.

bye michael
 
Hi,

da die Fangspiegel sowohl bei Skywatcher als auch bei GSO üblicherweise zu groß dimensioniert sind, braucht man sich keine Gedanken um den Offset zu machen.

Erwähnenswert ist m.E., dass das Öffnungsverhältnis von f/4,8 beim Skywatcher höhere Anforderungen an Justage und Okulare stellt, als das f/5 des GSO.

Spaß kann man mit beiden haben.

CS
Chris
 
Hallo Chris,

das differenzierte Posten über zwei Geräte, die man eigentlich von Grund auf auseinanderreissen und sinnvoll neu bauen müsste, ist recht amüsant.
Offset, 50mm Brennweitenunterschied (kennt einer die Brennweitentoleranzen beim Spiegelschliff?), Okularanforderungen von Geräten, die beide weniger kosten, als die Okulare, die man mit etwas Anspruch dafür fordern kann...

Meine Meinung dazu ist: Selbst zu beiden Geräten ein Komplettpaket aufstellen, was man vor allem an Okularen dazu haben möchte und kann, und dann schauen, welcher Händler ein sinnvolles Angebot machen kann. Und zwar, ohne aus der Wunschliste gleich wieder alles wohlüberlegte durch 08/15 Krempel zu ersetzen und es dem Kunden schön zu reden.

Clear Skies
Sven
 
hallo Sven,

ich denke wir als Leute die schon sehr lange dabei und tief in die diversen Problematiken eingetaucht sind, sollten einem Einsteiger nicht gleich das Teleskop schlecht machen, nur weil einiges anders und besser gebaut sein könnte. Wir sind mit der Nase zu nahe dran. Die Dinger werden einem jeden Einsteiger sehr viel zeigen und Spass machen, und das aus der Box heraus ohne Umbauten.

Deinen zweiten Absatz kann ich nur unterstreichen!

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

es kann aber auch nicht sein, dass hier über Details diskutiert wird, die in der Priorität weit hinter Veloursauskleidung und Teflon-Pads stehen. Es ist unsinnig, wenn hier im Thread auf diese Weise zwischen zwei Angeboten differenziert werden soll, zwischen denen sich eben kaum differenzieren lässt. Das hilft doch nicht weiter. Daher eben mein zweiter Absatz, damit man was zu differenzieren hat.

Wobei ich das noch erweitern würde: Es ist normal, dass nicht alle Wünsche von einem Händler erfüllt werden können. Eine vernünftige Inzahlungnahme von überflüssigem Equipment eines Sets kann daher auch entscheidend sein - leider bekommt man dafür meist so wenig, dass man den Kram lieber auf eigene Faust verkauft. Ist für den Händler ja auch ein bekanntes Problem, dieses Beilege-Zeug anders los zu werden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Jörg,

ich denke, im Grunde geben sich die beiden Geräte nichts. Sollte es noch so sein wie vor ein paar Jahren, dann sind die Skywatcher etwas stabiler aufgebaut und damit schwerer. Die GSO sind aber ebenso ausreichend stabil. Die Optiken selbst sind miteinander vergleichbar, meiner Beobachtung nach ist auch die Serienstreuung vergangener Tage nun nicht mehr so ausgeprägt. Das ist aber eher ein Gefühl aus Gesprächen und Gelesenem, verglichen habe ich bisher nur den 10" GSO gegen einen 8" Skywatcher.

Das Problem mit dem umlaufend gefassten Fangspiegel am GSO und dem damit einhergehenden, temperaturbedingten Astigmatismus kann ich bestätigen und habe ich durch eine minimale Bastelei abgestellt. Für den Anfang geht es aber auch ohne die Optimierung.

In den Foren wird immer gerne dargestelt, daß die China/Taiwan-Dobsons immer Baustellen sind, die man nach einigem Werdegang optimieren sollte oder möchte. Das ist nicht falsch und auch ich habe ordentlich an meinem GSO-Dobson herumgefrickelt bis er das machte, was er soll, weitgehend auf der mechanischen Seite. Ich habe mittlerweile aber auch auf genügend Teleskoptreffen solche Teleskope in der Originalkonfiguration gesehen, da gewöhnte sich halt der Anwender an das Gerät und nicht umgekehrt. Da bist Du also völlig wahlfrei.

Die 10"er von der Stange gibt es meines Wissens nur um die f/5, somit stellt sich die Wahlfrage für (noch) günstigere Okulare so zunächst nicht, wenn es denn ein 10"er sein soll. Aber auch hier müssen keine Unsummen ausgegeben werden und die Okularpalette kann mit der Zeit ausgebaut werden, dann, wenn Du auch herausgefunden hast, ob Du bei dem Hobby bleiben möchtest.
 
Hallo zusammen!

Ich klinke mich hier mal kurz ein, da ich einen anderen GSO hab: (auch wenns nicht unmittelbar zum Thema passt, sorry)
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p42
Mir gehts da Primär um die Fangspiegeljustage bzgl. des Ortes des Fangspiegels:
Die wäre ja mit Offset etwas anders einzustellen, aber so wie ich das höre haben die GSO keinen Offset?
Hätte gedacht, dass die schon einen hätten, naja, wie Justiert ihr das dann genau? Per Auge durch den OAG, oder dass ihr dann das Ausmesst, dass die Fangspiegelspinne genau Mittig sitzt. Macht ja mit und ohne Offset doch nen unterschied und ist meiner ansicht nach mit nem großen Fehler behaftet die ganze Sache.

@ Toni: Wie hast denn das Problem des Astigmatismus in den Griff bekommen? Die äußere Fassung weggeschliffen?

Zur eigentlichen Sache:
Ich kann eigentlich nur sagen, dass der GSO ordendlich Mechanisch verarbeitet ist, zumindest meiner. Ist vom Stahlblech her sehr robust, die Lakierung ist auch voll ok, Spiegelfassung wirkt auch wertig. Wiegt insg. 15,8kg, also kein leichtpacket. Die Innenlakierung, ist naja schon Matt, aber naja eher Graumatt. Habs mit Velour ausgekleidet und man sieht schon nen Unterschied. Zum Skywa. kann ich leider nichts sagen. Prinzipiell bin ich mit meinem GSO zufrieden.
(Der mittlerweile auf einer EQ6 sitzt.)

Deshalb würde ich an der Stelle auch noch einen anderen Aspekt aufreißen, das Gewicht des Tubus. Ein Dobson ist sehr nett, wenn aber irgendwann geplant wird, fotographisch zu werden, dann bleibt für den kleinen Geldbeutel nur die EQ6, die so nen 10" ganz grenzwertig schleppen kann. Da machen sich natürlich 1-2kg weniger schnell positiv bemerktbar. Wenn nicht Fotographiert werden soll ists dann nicht so tragisch.

Jetzt kann man sagen, dass ein Dobson nicht Fototauglich ist. Ja, stimm, hab nen nen OAZ, das wars dann schon:
Ungeguidet, bei den ersten Versuchen:

Link zur Grafik: http://s7.directupload.net/images/110615/vdlezw87.jpg

Link zur Grafik: http://s1.directupload.net/images/110615/97rw2sbq.jpg

<a href="http://www.directupload.net" target="_blank"><img src="http://s1.directupload.net/images/110615/mca4uyqe.jpg" title="Kostenlos Bilder und Fotos hochladen"></a>

Link zur Grafik: http://s1.directupload.net/images/110615/dwn7at89.jpg

Link zur Grafik: http://s1.directupload.net/images/110615/ezjjca4n.jpg

Link zur Grafik: http://s1.directupload.net/images/110615/mca4uyqe.jpg

Link zur Grafik: http://s7.directupload.net/images/110615/dmrgfnf4.jpg

Ich lösche die Bilder später wieder raus, da ich den Thread nicht verschandeln will.
Viele Grüße
Michael
 
Hallo,
vielen Dank für die Antworten.
Ist ja echt ein super Forum hier mit netten Leuten!
Dann wird meine Wahl wohl auf dieses Teleskop fallen, welches mir Michael empfohlen hat:

http://www.teleskop-express.de/shop...----250-1250mm-Teleskop---Deluxe-Version.html

Sieht alles ein bischen wertiger aus als die Standart Version.
Wenn ich mich mit der ganzen Materie dann besser auskenne und weiß worauf es ankommt, dann werde ich meine Ausrüstung weiter aufrüsten und verbessern. z.B. andere Okulare oder Montierung mit Nachführung usw.

Gruß
Jörg
 
Hallo Michael,

für die Fotos hast Du einen Dobson zerlegt und die enthaltene Newton-Optik auf eine motorisierte Montierung gesetzt.
Damit ist es kein Dobson mehr.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!
Ja ne, ist klar, ich dachte das wäre rausgekommen.
Dobson ist ja nur die Art der Montierung.

Warum ich die Richtung weiter Argumentiert habe, war, weil die Dobson Newtons gar nicht Fotographisch ausgelegt sind.
Backfokus, Fangspiegelgröße...

Aber es ist alles Lösbar, das Gewicht ist nur ein Argument, wenn man sich evtl überlegt den Dobson Newton auf eine Montierung zu schnallen und zu Fotographieren.
Das ist halt doch nicht ganz so einfauch
CS
Michael

P.S.: Bilder kommen jetzt zur besseren übersicht wieder raus.
Hm... dumm, ich kann das nicht rausnehmen, da Ändern nicht mehr angezeigt werden.
Naja dann bleibts halt drin, sorry
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michael,

lass die Bilder doch drin, sie stören nicht.
Derzeit geht ja der Trend bei den dobsonmontierten Newtons zu eine zumindest halbwegs fototauglichen Auslegung, das stört allerdings die rein visuellen Dobsonnutzer sehr, da deutliche Einbußen für sie die Folge sind.
Nett wäre, eine wahlweise und dann konsequentere Auslegung, aber davon sind wir noch sehr weit weg.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Michael,

Zitat von trendsetter:
@ Toni: Wie hast denn das Problem des Astigmatismus in den Griff bekommen? Die äußere Fassung weggeschliffen?

Ja genau, den Rand habe ich weggedremelt und den Spiegel mit 3 Silikonplops aufgeklebt. Weiterhin habe ich da, wo die Justageschrauben andrücken eine Blechscheibe untergelegt, das verhindert nicht nur, daß sich die Justageschrauben ins Plastik einfressen können, sondern auch, daß sich der FS-Halter verwinden kann. Die mittige Halteschraube habe ich durch eine längere ersetzt und eine Feder untergelegt, die den FS-Halter gegen das Spinnenmittelteil zieht. Über die Schraube selbst ist die Zugkraft einstellbar. (Nebenbei, die Justageschrauben habe ich durch Rändelschrauben ersetzt.)

Im Endeffekt werd ich aber, wenn ich mal wieder Lust habe, den FS-Halter komplett neu aufbauen, ich habe mir da beim Matthias Wirth ein paar geniale Ideen abgekuckt, aber das wird jetzt zu offtopic hier.
 
Moin zusammen!

> Weiterhin habe ich da, wo die Justageschrauben andrücken eine Blechscheibe untergelegt
...und...
> eine Feder untergelegt, die den FS-Halter gegen das Spinnenmittelteil zieht

Nur, um das klarzustellen: Die neueren GSO besitzen bereits U-Scheibe und Feder am FS-Stellmechanismus. Da hat der Hersteller schon vor einiger Zeit reagiert.

Da ich sowohl SW (6" + 8") als auch GSO (6", 8", 12") schon in Besitz hatte bzw. die Gerätschaften von eigenem Augenschein kenne, noch ein paar (rein subjektive!) Anmerkungen:
Fangspiegel:
Ich bevorzuge rückseitig befestigte FS - bei den SW sind die flächig verklebt auf Alu-Vollmaterial, GSO benutzt da leider immer noch die anfällige Umfassungshalterung, die zudem etwas mehr Obstruktion erzeugt. Teilweise flächig verklebte FS haben nach Berichten auch schon Bildprobleme erzeugt - mir sind sie in 5,5 Jahren Benutzung meines 8"-SW-Newtons nie aufgefallen.
Spiegel an sich:
Pluspunkt für GSO, die seit einiger Zeit Verspiegelungen mit höherer Reflexion (94%) verwenden.
HS-Halterung:
GSO plaziert die Konterschrauben genau mittig zwischen den Justageschrauben. Das führt u.U. zur Verwindung des HS-Halters und beeinträchtigt die Justage. Bei den SW sitzen die Konter- direkt neben den Justageschrauben. Das ist IMO die bessere Lösung. Leider friemelt man bei SW mit Kreuzschlitz und zwei verschiedenen Inbus-Größen an den Schrauben herum.
Unter die Justageschrauben der GSO gehören auf alle Fälle stärkere Druckfedern. Bei SW arbeitet man AFAIR mit Druck und Zug an den Schrauben, die Andruckfeder spart man sich hier (oder ist das neuerdings abgestellt?), was beim Justieren nicht ganz so komfortabel ist.
Okularauszug:
Heutzutage sollte der Dobson schon den Crayford mit 1:10-Untersetzeung besitzen. Sowas ist zwar nicht überlebensnotwendig, aber wenn man's einmal hat, will man's nicht mehr missen.
Besonders bei den GSO gehört auf jeden Fall eine 2"-Auszugsverlängerung ins Bestellpaket, weil man sonst mit 2"-Okus evtl. nicht in den Fokus kommt. Leider vergessen einige Händler immer noch, sowas dem Paket standardmäßig beizulegen. Immer ärgerlich, wenn man so eine Kleinigkeit teuer nachkaufen muß.
Dobson-Achslagerung:
Die neue GSO-Lagerung der Höhenachse wird wahrscheinlich auch in meinem nächsten Dobson verbaut sein. Das alte GSO-System mit den Spannfedern halte ich doch für zu primitiv. Bein den SW stören mich die langen Feststellschrauben, die man sich schön in die Kniescheibe rammen kann. Bei den Höhenlagern sind aber alle diese Kaufdobsons mit zu kleinen Radien ausgerüstet. Die klassische Bauweise mit den großen Höhenrädern ist immer noch die beste.
Bei der Azimutachse würde ich letztendlich doch ein leichtgängiges Gleitlager bevorzugen. Mit dem Stahlrollenlager spielt mein 12"-Lightbridge (GSO) leider bei Starkwind zu oft Wetterfahne, wenn der Neigungswinkel des Tubus' nicht allzu hoch ist. Das nervt. Andererseits ist die Bewegung nahe am Zenit mit dieser Lagerung besser als mit Gleitlager (so mein Eindruck).
 
Kann ich durchweg bestätigen.
En Detail hätte hier noch Anmerkungen zum Tuning, das ist aber hier nicht die Frage.
 
Macht es eigentlich einen großen Unterschied ob der Parabolspiegel aus Pyrex oder BK-7 hergestellt ist? Das Skywatcher ist nämlich aus Pyrex.

Gruß
Jörg
 
Hi
die Auskühlzeit ist bei beiden Spiegeln etwa gleich. BK7 ist jedoch Kratzer anfälliger als Pyrex, wobei das kein wirklich Kaufgrund ist. Ich habe Pyrex nur als Geldmache empfunden. Ich besitze einen BK7 und würde ihn jederzeit wieder kaufen, da er erheblich billiger ist.
CS
Lordfelice
 
Moin Jörg!

> Macht es eigentlich einen großen Unterschied

Nein, einen "großen" Unterschied macht es nicht. Pyrex ist einen Deut schneller einsatzbereit, weil das Material weniger als BK7 auf Temperaturschwankungen reagiert. Haben die Spiegelmaterialien Umgebungstemperatur erreicht, unterscheiden sie sich nicht.
Für mich wäre bei dieser Spiegelgröße das Trägermaterial noch kein entscheidendes Kaufargument.

@lordfelice:
> BK7 ist jedoch Kratzer anfälliger als Pyrex

Wie ist das denn gemeint?
 
Hallo Jörg,

es macht in der Auskühlphase einen Unterschied, wenn der Tubus korrekt belüftet wird. (Ich halte die ab Werk rückwärts auf den Spiegel blasenden Lüfter für nicht korrekt und für nicht in der Lage einen Vorteil durch Pyrex zu erzielen.)

Und zwar ist Pyrex verspannungsärmer weil es sich weniger ausdehnt. Der Spiegel kühlt von außen nach innen ab, es gibt also einen warmen (ausgedehnten) Kern und eine kalte (zusammengezogene) Außenzone. Da arbeitet dann Verspannung an der Spiegelform und der Spiegel wird dann aus der Parabelform gebracht und es können auch noch ganz irreguläre Verformungen auftreten. Das Bild wird dadurch schlechter, Sterne werden keine sauberen Punkte mehr (fällt bei Hochvergrößerung auf, sonst eher nicht).

Da aber auch ein nur um zehntel Grade Celsius gegenüber der Luft wärmere Spiegel auch schon Warmluftschlieren im Tubus aufsteigen lässt, sind deren Bildstörungen dominant. Das heißt - man sieht vom besseren Bild eines Pyrex-Spiegels nichts, wenn man die Warmluftschlieren nicht absaugt, verquirlt oder sonstwie abströmen lässt.

Übrigens, Pyrex ist nicht das Ende der Fahnenstange. Pyrex und anderen Borosilikat-Spiegelträger (Suprax) sind nur der erste Schritt. Optimal sind Materialien mit einer Ausdehnung nahe null, also Zerodur, Sitall, Zero Expansion, etc. Die haben allerdings je nach Werkstoff den Nachteil, sich nicht so gut polieren zu lassen. Bei Interesse daran, müsstest Du mal recherchieren, was die Spiegel-Selbstschleifer für Erfahrungen mit solchen Materialien haben.

Clear Skies
Sven
 
Hi Micha,
ich habe mal irgendwo gelesen, dass die Zahl der aussortierten BK7 Spiegel höher ist als die der Pyrex. Die BK7 sind eben leichter zu beschädigen sei es durch Kratzer oder irgendwas anderem
Gruß
Lordfelice
 
Hm - davon lese ich zum ersten Mal.
Wenn viele angeblich "zerkratzte" Spiegel schon im Vorfeld aussortiert werden, was interessiert mich das als Verbraucher im Endeffekt?! Das ist doch nur positiv zu sehen, wenn mangelhafte Spiegel aussortiert werden. Seltsame Schlußfolgerungen werden aus "irgendwo mal gelesenen" Dingen gezogen... ?)
Ein Spiegel "zerkratzt" in einem Teleskop nicht von sich aus.
 
hi
das bei einer unsachgemäßigen Reinigung bei BK7 eher Kratzer enstehen können als bei Pyrex. Wobei bei einer sorgsamen Reinigung keine Kratzer entstehen können, aber man weiß nie
CS
Lordfelice
 
Hallo Leute,

Kratzer hin, Kratzer her, man macht einfach keine rein und von Plate-Glas bis Pyrex ist mir das auch noch nicht gelungen. ;)
Die Spiegelqualität ist vom Trägermaterial grundsätzlich nicht abhängig, wir haben Pyrex, BK 7 und auch einen guten Plate-Glas Spiegel in der Gruppe.
Pyrex ist, ich würde sagen bis 10" und bei normaler Dicke des Spiegels, von Vorteil für eilige Leute, die 10/15 Minuten nach dem Aufstellen hochvergrößerungsfähig sein wollen, richtig bemerkbar wird der Vorteil aber erst mit funktionierender, saugender Lüftung. Je nach Temperaturgefälle dauert die Anpassung bis zur Hochvergrößerungsfähigkeit bei BK 7 schon mal 10 bis 30 Minuten länger. diese Aussage bezieht sich auf 8" F/6.
Gemütliche Leute bauen länger auf als das dauert, dann ist der Vorteil wenig nützlich.

Bei dicken Trägerklötzen oder größeren Spiegeln wird Pyrex wichtiger, weil die Anpassung dann länger dauert, ich habe schon einen über 2" dicken 12,5" GAT Spiegel gesehen, der die ganze Nacht trotz aktiver Belüftung einfach nicht zur Ruhe kam. Da half noch nicht mal mehr Pyrex, es war aber auch eine Nacht mit ständig sinkender Temperatur, der Spiegel lief ständig zu weit hinterher.

Gruß
*entfernt*
 
Ich habe das Skywatcher jetzt sogar noch 40 Euro günstiger gefunden:
http://www.astroversand.com/Skywatcher1-p195h4s20-Sky-Watcher-Dobson-S.htm

Das sagt mir jetzt ziemlich zu, zumal der Spiegel auch aus Pyrex ist.

Wie ist eigentlich die zu erwartende Bildqualität von solchen Teleskopen? Die gezeigten Astrobilder hier sind ja teilweise schon spektakulär. Kann man das auch von diesem Teleskop erwarten? Wie sehen die Bilder live aus, also ohne Fotografie und langen Belichtungszeiten, wenn man direkt durch die Linse schaut? Kann man die Nebel wie sie Trendsetter hier in diesem Beitrag reingesetzt hat auch so durchs Teleskop sehen, oder sieht man da nur was verschwommenes?

Gruß
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ne. das verlangt nach langen belichtungszeiten dami so wa stolles raus kommt und überhaupt in farbe sonst ist alles schwarz/weiß. ich dachte vielleicht, dass der orion etwas grünlich ist. vielleicht aber nur einbildung. galaxien sind flecken (bei mir zumindest) ohne spiralarme. vielleicht liegt das aber an meinem evtl schlechten himmel.
an der stelle mal ein tip, fahr mal zur sternwarte und bvergleich verschiedene öffnungen miteinander. bzw schau dir die sache mal live an.
den shop kannte ich ja noch garnicht. keine ahnung, warum der dob da billiger ist. aber interessant.

bye, michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Lordfelice,

das ist unlogisch. Kratzer auf der optischen Fläche betreffen zuerst die Verspiegelung und die ist bei beiden Substraten gleich, es wird Aluminium aufgebracht, teils in mehreren Schichten, und am Ende kommt eine Quarz-Schutzschicht eben gegen Kratzer und Umwelteinflüsse oben drauf.
Geht ein Kratzer durch bis auf den Glaskörper ist ohnehin schon etwas gründlich daneben gegangen.

Ich halte das für ein weitergetragenes Pyrex-Werbegerücht.

Clear Skies
Sven
 
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