10" GSO-Dobson

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Harald_M

Aktives Mitglied
Hallo zusammen!

Ich suche ein Deep Sky - Teleskop mit 10" Öffnung f/5-f/6.
Es soll nur visuell und nur für Deep Sky eingesetzt werden und außerdem noch günstig sein.

Aus etlichen hier im Forum laufenden Diskussionen habe ich entnommen, daß für mich wohl nur ein 10" Dobson in Frage kommt.
Die Anschaffung dieses Teils steht ungefähr im Sommer an und da kommt es mir eigentlich recht gelegen, daß dann auch die LOW EXPANSION Spiegel lieferbar sein werden und auch schon Erfahrungen damit vorliegen werden.

Ich habe mir auf den Seiten von Wolfi den GSO 10"-Dobson 880 f/5 angesehen und kann dort nur Eigenschaften finden, die mit entgegenkommen. Vor allem wird GSO die neuen Low-Expansion-Spiegel in ihren Geräten einbauen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Besitzt jemand von Euch so ein Teil und kann was dazu schreiben?
Wie genau (ruckelfrei?) kann damit nachgeführt werden?
Wie transportabel ist der Tubus/Rockerbox?
Wie gut ist der OAZ? Eventuell direkt vom Händler gegen einen anderen austauschen lassen?
Ist der Tubus für Rohrschellen geeignet, damit man ihn später auch auf einer EQ-6 montieren kann?
Wie stabil ist der Tubus (Ich habe von Tuben gelesen, die sich durchbiegen sollen!)?

Gibt es eine ähnlich günstige Alternative zu dem GSO?
 
Hallo Harald!

Ich habe zwar nur einen 8"-Dobson von GSO (mit BK7-Spiegel), aber ich denke, dass ich Dir

trotzdem was erzählen kann.
Für den 10-Zöller legst Du einfach noch was drauf.

Also, ein 8"-Dobson ist wesentlich größer, als man ihn sich vorstellt. Ich kannte die Maße

zwar, war aber am Tag der Lieferung völlig überrascht.
Ich benutze für meine Fahrten zum Beobachtungsplatz einen kleinen Citroen AX, und der Tubus (113cm) paßt hinten quer auf die Rückbank. Aber viel Platz ist dann nicht mehr zu den Türen hin (wegen den Türgriffen)

Wenn man sich austreckt, um den Tubus auf die Rückbank zu legen, merkt man, wie schwer er ist.

Die Rockerbox muß ich schon auf den Beifahrersitz stellen.
Sie ist an der Grenze dessen, was ich noch gerne trage, eine größere will ich nicht haben.
Der Azimut läßt sich bei meiner Rockerbox weich verstellen, auch die Höheneinstellung arbeitet gut, wenn man das Gewicht eines Okulars mit einem Magneten am anderen Ende des Tubus ausgleicht. Nichts zu meckern.

Was den OAZ angeht: Ich finde ihn gut. Er ist stabil, läuft ruckelfrei, aber etwas schwergängig. Man müßte das Fett auswaschen, dann dürfte es gehen. Ist wohl das gleiche Problem wie bei den Skywatchern.

Das der Tubus sich durchbiegt, ist mir nicht bekannt. Ich denke, man kann ihn problemlos später auf eine EQ6 setzen kann.

Eine ähnlich günstige Alternative zum GSO sind mit Sicherheit die Skywatcher-Modelle. Sie haben vor einiger Zeit in einem Test gut abgeschnitten.
Allerdings überzeugt mich die Höhenverstellung der Rockerbox nicht, ich habe sie mir auf der Photokina angeschaut.
Sie wirkt mir zu empfindlich.

Ich persönlich bin mit meinem GSO-Dobson (hinten offene Spiegelzelle) sehr zufrieden und gebe ihn nicht mehr her.

Ein 10"-Dob wäre mir wirklich zu gewaltig.

Grüße
Thomas

 
Ich besitze den GSO 880 Dobson, allerdings zur Zeit in der Vesion mit Fensterglas und bin mit ihm, zumal für den günstigen Preis, sehr zufrieden.

Zu diesem Preis stellt er natürlich in einiger hinsicht einen Kompromiss dar, er ist aber nach meinung vieler hier das beste, was man für Deep-Skye in diesem Bereich erwarten kann.

Der Tubus und die Rockerbox sind noch gut transportabel, das heißt von einer Person jeweils gut zu tragen.
Die Rockerbox ist OK, allerdings meiner Meinung nach im Auslieferungszustand in Azimut besonders zenitnah nicht mehr gut zu bewegen. Hier lässt sich allerdings mit Teflon nachhelfen, am besten gleich mitbestellen.
Bei meiner Vesion vom September waren die Schrauben, mt denen die Friktionsfedern an der Rockerbox befestigt werden, etwa 5mm zu lang, was dazu führte, dass an einer Seite der Lack aufgeplatzt ist. Das ist nur ein kosmetischer Fehler, aber man sollte vielleicht aufpassen.

Zumindest die version mit "Plate Glass" ist mit Sucher, Telrad und einem der mitgelieferten Plössl etwas "hecklastig", durch Magnete aus dem Aquarienhandel lässt sich das aber sehr gut kompensieren.

Der OAZ ist meiner Meinung nach gut zu gebrauchen, lediglich in der letzten Woche bei etwa -15 °C fand ich ihn etwas schwergängig. Durch Entfernen oder Austauschen des Fettes soll sich das auch noch verbessern lassen, ausprobiert habe ich es aber noch nicht.

Von einem Durchbiegen des Tubus habe ich bisher absolut nichts gemerkt, vielleicht messe ich das mal nach, kann es mir aber eigentlich nicht vorstellen, da der Tubus einen sehr soliden Eindruck macht.

Rohrschellen (300mm) gibt es für 99 Euro auch beim Teleskopservice. Dobsonaut hat einen auf einer EQ6 und ist damit scheinbar sehr zufrieden, ich überlege mir auch gerade, ihn auf eine solche zu schnallen. Wenn du das allerdings jetzt schon absehen kannst, solltest du vielleicht lieber die leichtere 8" - Version wählen.

Wenn du ein paar Modifikationen vornimmst, glaube ich das der 880er eine gute Wahl ist. Über das Spiegelmaterial ist ja schon einiges geschrieben worden, da würde ich es auch vom Preis und deinen Anforderungen hinsichtlich der Auskühlgeschwindigkeit abhängig machen, ob sich der Aufpreis lohnt.
 
Hallo Harald,
auch für den 10" gilt das Gleiche, wie für den 8er vom Thomas, nur ist alles eben etwas grösser und entsprechend schwerer.
Der OAZ ist "out of the box" super, vielleicht etwas zu schwergängig, kann man aber ändern. Die Frage bei den Teilen aus China/Taiwan ist allerdings immer, wie lange ein tadelloser Fabrikzusatnd erhalten bleibt. Gerade die Synta-Produkte haben eine enorme Qualitätsstreuung gezeigt, hier gibt/gab es mal im Laufe der Zeit ausgeleierte/dejustierte OAZ´s zu Hauf, bei einigen Modellen der 150/1200er Refraktoren war das Blech so dünn, das beim falschen Anbringen der Rohrschellen sich der Tubus minimal und Richtung Frontlinse verbog oder durchbog und die Kollimation hin war. Ist beim 10" GSO nicht zu befürchten, da das verwendete Blech recht stark ist und schliesslich will man ja nicht darauf sitzen!
Allgemein ist bei der Frage nach der Qualität immer auch die Frage zu stellen, womit man vergleicht. Ein Taiwan-OAZ ist kein JMI, verrichtet jedoch seine Aufgabe in der Regel ordentlich. Ob mit einem Gerät etwas nicht stimmt, zeigt sich erst im Laufe der Zeit, da erst würde ich entscheiden ob man an geeigneter Stelle nachrüstet oder nicht, oder man kauft (recht teuer) von vorneherein ein "Markengerät" für ein Vielfaches, hat dann aber die ganzen Basteleien nicht am Hals. Ist nicht zuletzt eine Frage des Geldes und der Philosophie. Markengeräte sind in der Regel besser verarbeitet, jedoch ungleich teurer als noch-no-names wie GSO.
Die Rockerboxen sind auch ordentlich, nach dem ersten Ikea-Flashbak zeigen sie sich erstaunlich stabil (im Gegensatz zu manch einem Ikea-Produkt). Die Gleitfähigkeit der Nachführung ist beim 10er trotz der 15-16kg erstaunlich sanft, über beide Achsen - kein Hacken und Ruckeln - ich habe keinen Vergleich zu anderen Dobs, finde diese "out of the box" Lösung jedoch sehr gelungen, auch wenn hier hunderte Bastelanleitungen existieren, wie man diese noch weiter für kleibnes Geld verbessern kann. Mein GSO tront jetzt auf der EQ6 und hat auch einen neuen (LOMO-)Spiegel, ist somit nicht das gleiche Gerät wie geliefert, aber Blech, FS, Spiegelzelle und OAZ sind (noch) Original GSO und sauber und ordentlich verarbeitet - immer gemessen am dafür bezahlten Geld. Ein AOM-Dobson mit gleichen Daten kostet mehr als das Doppelte, ist aber auch anders verarbeitet, hier kannst Du nach dem Thread von Philip Noack suchen, er hat da was mal vor ein paar Wochen zum AOM-DOB gepostet und war begeistert.
So long
Nikita
 
Hallo Harald,

ich besitze so ein GSO 10" schon seit längerem. Dies war noch eines aus den ersten Serie, diverse Verbesserung die mittlerweile werksseitig vorgenommen wurden habe ich zum Teil eigenständig vorgenommen. Deine Frage bzgl. Nachführung kann ich Dir also nicht exakt beantworten, es soll aber auch im Azimut leichtgängiger geworden sein. Die Rockerbox selber muss leichter geworden sein, auf den Abbildungen ist der untere Drehteller als Dreieck ausgebildet. An meinen Dobson ist es noch eine komplette Scheibe. Ich kann mein Gerät in einem Ford Ka (!) unterbringen, natürlich bevorzuge ich den größeren Wagen aber wenn der mal unterwegs ist nehme ich halt den Ka. Über das Gewicht kann man nicht viel schreiben, das ist "Geschmackssache". Ich würde es mal ausprobieren wenn Du dir nicht sicher bist und ein Händler in Deiner Nähe hast. In der Regel transportiert man Tubus und Rockerbox getrennt womit ich keine Probleme habe. Manchmal setze ich über kurze Strecken das komplette Gerät um.
Ich habe immer noch den ersten OAZ und finde ihn "preiswert", er schlackert ganz wenig. Das macht die Justage mit dem Laser nicht hundertprozentig genau. Vielleicht tausche ich ihn deshalb irgendwann mal aus. Er ist aber durchaus tauglich! Das Tubusblech ist ausreichend dick aber vermutlich empfindlich gegen Schläge (Dellen). Für den Transport würde ich eine Kiste bauen oder für weiche Unterlagen sorgen. Für Rohrschellen ist er aber durchaus geeignet. Ich werde demnächst den neuen Low-Ex Spiegel erhalten und einbauen, die Qualität dieser Spiegel soll sehr gut sein, lassen wir uns (mich) überraschen. Ich erhalte zu diesem Spiegel ein Interferogramm bin also auf der sicheren Seite. Im Allgemeinen bin ich mit diesem Teleskop sehr sehr zufrieden und habe damit schon wundervolle Stunden erlebt. Bisher habe ich es noch nie bereut dieses Teleskop gekauft zu haben. Auch wenn mein Spiegel entgegengesetzt Werbung nicht mit einem Pyrex sondern mit einem Spiegel aus BK7 ausgestattet ist (aber das wird ja bald korrigiert).


Viele Grüße


Andreas
 
Hallo Harald,

kann ich Dir leider nicht sagen, ich erhalte den Low-Ex. Spiegel im Rahmen eine Austauschaktion. Es soll aber Anfang dieses Jahres über die Bühne gehen. Reguläre Bestellungen werden, so weit mit bekannt, zunächst etwas zurückgestellt bis diese Austauschaktion abgeschlossen ist.

Gruß

Andreas
 
Ich fände es klasse, wenn Du uns von Deinen Erfahrungen mit dem neuen Spiegel berichten würdest. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Harald,

richtig, als erstes kommen die Kunden dran, die im Rahmen der Austauschaktion die Spiegel bekommen.

Ich möchte die Freunde von GSO (Guan Sheng Optik) in Taiwan nicht drängen, denn Qualität hat Vorrang.

Ich vermute, daß ich die Spiegel in kleinen Mengen reinbekomme. Sobald ein effektiver Liefertermin für den Verkauf abzusehen ist, melde ich mich.

Erste Tests bei W. Rohr haben auf jeden Fall ergeben, daß die Eigenschaften dieses neuen Materials mit extrem dunkelroter Färbung sehr ähnlich zum Zerodur sind.

Jeder Sternfreund hat übrigens die Möglichkeit, gegen Aufpreis, seinen GSO Dob auch nachträglich mit einem Low Expansion auszurüsten.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Hallo Harald,

ich werde davon auf meiner Homepage und auch hier davon berichten. Aber wie gesagt das kann noch ein wenig dauern.


Viele Grüße


Andreas

 
Hallo Andreas!

Ich habe jetzt gelesen, daß der Tubus vom 10" GSO bei der Auskühlung stark reagiert. So soll während dieser Zeit (bis zu 4 Stunden!) die Kollimation extrem schlecht sein.

Hast Du das bei Deinem GSO mal kontrolliert?

Wenn das typisch für den 10er GSO sein sollte, dann ist das eigentlich ein KO-Kriterium!

Wie sieht es mit Sono-Tuben aus? Reagieren die auch so starkt auf Temperaturgradienten wie Metalltuben?
Ich denke da an einen Discovery-Dobson. Den gäbe es auch mit mehr als 1400mm Brennweite - ist aber dummerweise deutlich teurer.
 
Hallo Harald,

da hast Du was falsches gehört. Metalltuben beschleunigen die Auskühlung sogar, da Metall die Temperatur besser leitet, während ein Papptubus, aufgrund der eingeschlossenen Luft, eher isoliert und die Auskühlung verlängert.

Die Kollimation ist davon nicht betroffen.

Da der Hauptspiegel auf der Rückseite frei von Luft umströmt wird, ist sogar eine relativ schnelle Auskühlung möglich.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Hallo Harald,

wo hast Du denn das gelesen? Ich habe davon noch nie was gehört, geschweige denn was gelesen. Ich konnte an meinen Dobson nicht beobachten das die Kollimation 4 Stunden extrem schlecht ist. Natürlich hat Metall einen höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten als z.B. Sonotubes. Aber dieses Eigenschaft hat sich bei mir noch nicht negativ bermerkbar gemacht. Im Gegenteil, ich empfinde es als Vorteil das der Tubus aus Metall ist, gibt er doch die Wärme schnell ab. Ich will damit sagen das der Tubus sich wesentlich schneller der Umgebungstemperatur anpasst als vielleicht sonst üblich. Die Auskühlzeiten bzw. die Zeiten die ich nicht beobachten kann beschränken sich auf das normale Maß, nämlich die Zeit, die der Hauptspiegel braucht um sich an die Umgebungstemperatur anzupassen. Die Wartezeit verkürze ich durch eine aktive Entlüftung.
Es gibt aber auch die Möglichkeit seinen Tubus zu dämmen, mit Dämmtapete, das ist aber im Zusammenhang mit einer bestimmten Belüftung zu sehen. Auf meiner Homepage DeSAstro kannst Du den Bericht von Bernd nachlesen.

Gruß

Andreas

P.S.: Noch ein kleiner Nachtrag, wenn es solche großen Probleme in der Form geben sollte, warum werden dann empfindlich Bereiche Hauptspiegelzelle, Fangspiegelhalterung und Spinne, Okularauszug in Metall gefertigt ?
 
Hallo Harald,
jetzt leg mal nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Ein KO-Kriterium wäre es dann, wenn die gesamte Serie davon betroffen wäre. Dies ist nicht gesagt! Daher hier noch mal die Situation bei meinem 10er GSO, mache Dir daraus Dein eigenes Bild.
Bei über 30 Grad Temperaturdifferenz "arbeitet"das Metall doch recht ordentlich und bei gut 1 Meter Umfang kommen so schon 2-4 mm oder mehr zustande. Metall kühlt extrem schnell ab. Dies erfolgt im Ideallfall symmetrisch. Allerdings brauche ich dafür auch Idealbedingungen. Je grösser jedoch die temperaturdifferenz, um so "schockartiger" ist auch die Entstehung möglicher Spannungen. Hat mit aktiver Kühlung des Spiegels oder des Tubusinneren jetzt wenig zu tun. Durch die vielen angebauten Teile und dem Tubusfalz entstehen jedoch bei den einzelnen Komponenten Spannungen, welche nicht symmetrisch den Tubus verformen und welche nicht parallel mit dem Abkühlprozess abgebaut (oder aufgebaut) werden. Diese Spannnungen können auch Stunden nach dem vollständigen Auskühlen der Konstruktion noch wirken werden und darurch ein leichtes Verkippen von HS zu FS verursachen. Dadurch wandert der Laserstrahl um den idealen Mittelpunkt. Lösen kann man das Problem, wenn man nicht im Warmen alle Schrauben fest anzieht, sondern das Teil locker aufbaut, abkühlen lässt und dann kollimiert. Werden während des Auskühlens keine oder nur minimale Spannungen aufgebaut, dann wirken diese später auch nicht oder nur minimal nach.
Als Ursache bei meinem 10er konnte ich u.A. die bereits Händler/Herstellerseitig sehr fest mit dem Tubus verschraubte Spiegelzelle ausmachen. Dort finden/fanden sich richtige Minidellen im Tubus, um die Schrauben herum. Auch scheint die Tubusfalz eine Rolle zu spielen - nach mehrmaligem in die Wohnung, aus der Wohnung ins Kalte ist die Falz tatsächlich locker, man kann einen Fingernagel dazwischen schieben. War bei Lieferung nicht der Fall. Hier scheint sich durch das Ständige auf und ab der Umgebungstemperatur die Falz etwas gelockert zu haben. Im Lieferzustand bot diese somit eine gute Quelle, zusammen mit der zu fest verschraubten Spiegelzelle und dem wirklich fest angeschraubtem OAZ, für Verspannungen der Gesamtkonstruktion. Dadurch wanderte der Laserstrahl in der ersten Nacht um den Idealpunkt herum. Letzte Nacht, bei einer Temperaturdifferenz von nut 15 Grad trat das Phänomen erat nach ca. 25 Minuten und dann auch nur lediglich für 3-4 Minuten auf, minimale Anbweichungen von ca. 2-4 mm. Allerdings ist jetzt die Spiegelzelle und der OAZ zwar fest aber nicht zu fest mit dem Tubus verbunden, sodass hier keine Verspannung mehr nachhaltig wirken kann. Auch die gelockerte Falz scheint positiv die Situation zu beeinflussen.

Noch mal - das kann ein unglücklicher Zusammenbau meines Gerätes sein, muss jedoch nicht für die Serie als Ganzes gelten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> und die Problemlösung ist nicht allzu kompliziert und mit wenigen Handgriffen zu erledigen.
So long
Nikita
 
Hallo Harald !

Seit September besitze ich einen 12,5 Zoll Discovery Dobson mit Sonotubus.
Durch den dicken Spiegel (fast 6 cm !) und den Papptubus dauert die Auskühlzeit relativ lange.
Letzte Woche transportierte ich den Dobs von der warmen Wohnung (ca. 22 Grad C) ins Freie (-12 Grad C). Bei einer Temperaturdifferenz von 34 Grad dauert die Auskühlzeit ewig. Selbst nach zwei Stunden gab es keine scharfen Planetenbilder bei mittlerer Vergrößerung ! Der Temperaturunterschied ist einfach zu gewaltig. In lauen Herbstnächten ging es wesentlich schneller...
 
Hallo Oliver,

das war bei meinem 12.5er PB mit 6cm dicken Spiegel nicht anders. Wirklich knackscharfe Bilder habe ich erst nach Einbau eines starken Lüfters (200 Kubikmeter pro Stunde) gesehen. Und auch die 30 Grad Temperaturunterschied der letzten Tage sind nun in etwa 30 Minuten geschafft.
 
Hallo Jochen,

danke für den Link, das sind wirklich interessante Beobachtungen die Nikita gemacht hat. Sie sind logisch und decken sich mit meinen Vorstellungen über Wäremausdehnung und Spannungen. Nur scheint es wirklich im Detail zu liegen wie stark und wie lange sich ein solcher Tubus verformt. Vermutlich sind diese an jeden Tubus anders, je nach Auf- und Anbau und je nach Verarbeitung und Ausführung des Tubus.
Mir ist nach den gesagten 30 bis 45 Minuten nichts weiter aufgefallen, ich habe aber, um ehrlich zu sein, nicht so sehr darauf geachtet. Ich werde in Zukunft mal nach 45 Minuten (Auskühlzeit) den Laser in in OAZ stecken und schauen was passiert. Sollten auch an meinen Tubus die beschriebenen Spannugen und Verformungen auftreten haben sie zumindestens mein Beobachtungsspaß nicht gemindert. Die Frage stellt sich dann, unternehme ich dagegen etwas was mir zuvor gar nicht aufgefallen war. Das ist wieder so ein Punkt wo man sich ganz allgemein die Frage stellen muß, ob man nicht den "goldenen Gral" hinterher jagt.

Gruß

Andreas
 
Hallo Oliver,

ich habe einen Papst 4312NHH genommen. Bei dem mir zur Verfügung stehenden Platz bekam ich damit die grösste Strömung hin (200 Kubikmeter pro Minute) Varianten mit 2 oder 3 kleineren Lüftern brachten wesentlich weniger Luftdurchsatz bei ähnlichem Strombedarf. Auf der Papst Website kann man alle Datenblätter ansehen und auch online Bestellen. Trotzdem musste ich das Gehäuse des Lüfters (4-Kant) auf der einen Seite rund abdrehen, damit ich ihn unterbekommen habe. War aber alles kein grosses Ding, da ich die Spiegelzelle ja auch zeitgleich neu angefertigt habe. Empfehlenswert ist noch eine Motorsteuerung zur stufenlosen Drehzahlregelung. Den Lüfter auf die Spiegelzelle zu montieren ist wegen der Vibrationen nicht ideal, besser am Tubus befestigen. Wie Du schon selbst bemerkt hast geht es beim PB aber nicht anders. Ich habe mir heute 4 Gummi-Metall Elemente besorgt und hoffe das Problem damit zu lösen. Hier kannst Du Dir das ganze mal ansehen:

Spiegelzelle mit Lüfter

Grüsse

Jochen
 
Re: Transport auf dem Motorrad ? oder ...

Hallo Amü,
die Rockerbox ist eine mit Nietenleder überzogene und tätowierte Holzkonstruktion, welche den Tubus trägt. Bisweilen auch mit einem 1,5 PS V-Motor anzutreffen. Geht bei gutem Seeing ab wie die Luzi <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Spass beiseite, schau einfach mal hier nach http://www.teleskop-service.de/gsseiten/GSVorschau/Dobsons/dobson.htm#GS880
So long
Nikita <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 
GSO 680

Hi!

Ich habe den gleichen Eimer wie Du, allerdings heißt er "GSO 680" (nicht "860"), wenn es ein 8"-Rohr ist.
(Der 10-Zöller hieße dann GSO "880".)

Vielleicht solltest Du das auf der Webseite noch ändern. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Grüße
Thomas
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben