10" Imaging Newton auf EQ6 + CCTV - am Fenster

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

cblomert

Neues Mitglied
Hallo liebe Sternenfreunde,

Ich bin blutiger Anfaenger auf dem Gebiet des Sterneguckens - interessiere mich aber seit langem fuer theoretische Astronomie & Kosmologie. Nachdem ich mir vor kurzem guenstig einen 60mm discounter Refraktor gekauft habe und anfing mich hier in den Foren einzulesen, wuchs mein Interesse stetig und es wurde mir klar dass etwas anderes her musste.

Zu meiner Situation: Ich wohne am Rand von Berlin im 5. OG direkt unterm Dach - ohne Moeglichkeit mein Equipment kurzfristig an einen dunkleren Ort zu schaffen. Da ich nicht ueber einen Balkon verfuege und ich (noch nicht) auf unser Flachdach darf, habe ich mir ueberlegt - gegen alle guten Argumente in den Foren - ein Teleskop vorerst fest im Zimmer zu installieren.
Mit dem billigen Refraktor hat das erstaunlich gut funktioniert - und zusammen mit diesem Artikel hat es sehr viel Lust auf mehr gemacht!

Das angedachte Zimmer verfuegt ueber 2 grosse Fenster, aus denen man relativ freie 180° Sicht auf den Suedlichen Himmel hat.

Im moment interessiere mich fuer den TS 10" f/4 Imaging Newton TSIMN10s in Kombination mit einer EQ6 Pro von SkyWatcher.

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p4763_TS-10--f-4-Imaging-Newton---94--Reflektion---3-3--Auszug.html

Mein Plan ist es, das Teleskop hauptsaechlich mit einer Video CCTV zu betreiben, die mit dem Fernseher und evtl einem Framegrabber verbunden ist (vorlaeufig Samsung SCB 2000 - demnaechst Mallincam Xtreme).
Guiding soll ueber eine CCD Webcam in Verbindung mit PHD und EQMod durch den Sucher erfolgen.
Da ich in einer WG wohne traeumen hier schon alle von gemuetlichen Astroshows zuhause ;-)

Nun meine Fragen:

- Reicht eine maximale Fensterhoehe von etwa 2,40m um das Teleskop ueberhaupt herausschauen zu lassen? oder sollte ich zu einem kleineren Modell greifen?

- Gibt es statt des Stativs aehnlich stabile Loesungen, die rollbar + hoehenverstellbar waeren?

- Wuerde die SkyScan Variante gegenueber der SynTrek ueberhaupt Sinn machen, wenn ich die Montierung ausschliesslich per EQMod mit dem Computer steuern moechte?

- Gibt es bei der Kombination Dinge die man unbedingt beachten sollte? Evtl bestimmte Filter gegen die Lichtverschmutzung Berlins?

vielen Dank & viele Gruesse,
Chris

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sternfreund ( wie heißt du?),

ich bin mir nicht sicher, ob du mit dieser Variante glücklich sein wirst. Der von dir angedachte Newton scheint doch eher für die Photographie konzipiert zu sein. Auch ist bei 10 Zoll das Seeing schon oft problematisch; ein solches Gerät muss auskühlen. Wenn man dann in der Nähe von Häusern bzw. aus einem Fenster heraus beobachtet, wabert da die ganze Abwärme am Spiegel vorbei - ich vermute, dass du nicht alzuviel sehen können wirst.
Auch muss das ganze Ensemble ja auch ausgerichtet werden; bei einem freien Blick auf den Polarstern sicherlich unproblematisch, aber den hast du ja scheinbar nicht, und die EQ 6 muss über den Polarstern ausgerichtet werden (Alternative: Montierungen von Celestron).
Nebenbei erscheint mir der ganze technische Aufwand mit dem Guiding etc. zu hoch, als dass man als Anfänger daran Freude finden wird.
Mein Vorschlag wäre zu überlegen, ob du nicht doch eine Möglichkeit findest, die Wohnung zu verlassen und z.B. mit einem 8-Zoll-Dobson ( meinetwegen auch mit einem Computer wie beim Orion XT 8) an einem dunkleren Ort die Astronomie zu betreiben.
Es ist viel schöner, draußen zu sein; Astronomie ist ein Hobby, das man gewöhnlich im Freien betreibt.
Ich hoffe, dich nicht zu sehr enttäuscht zu haben, aber ich denke, dass du so auch ganz schön viel Geld sparen kannst!

CS Frank
 
Hallo Chris!

Ich kann Frank nur zustimmen!
Ich fing auch so wie du an. (Nur aus dem Fenster Beobachten). Aber der unterschied zu einem dunklen Himmel ist enorm!!!. Und erst das Seeing (die Luftunruhe) wirst du vom Fenster aus immer haben (du kannst einfach nicht Sinnvoll hoch vergrößern!).
Mir hätte es fast die Freude am Hobby verdorben!

Wenn du von der Couch aus den Himmel mit deinen Freunden beobachten willst, dann lade die einfach Microsoft´s World Wide Telescope herunter. Das ist ein kostenloses Programm, mit dem du den Himmel erkunden kannst (greift auf Fotos von Spitzer, Hubble, usw.. zu, ist einfach genial! Und das mit einer sehr schönen Auflösung UND IN FARBE)

lg martin
 
Hallo Chris,

wilkommen im Forum :)

Deine Idee hatten schon viele Sternfreunde und mußten feststellen, daß es keine Freude macht, bei geöffnetem Fenster zu beobachten.

Durch die aus dem Fenster rausströmende warme Luft (das letzte Stockwerk unterm Dach erwärmt sich zu stark) ist es nicht möglich, hoch zu vergrößern. Da wabert und blubbert das Bild dermaßen, daß einem jede Lust vergeht. Du kannst überhaupt nicht scharf stellen.

Natürlich kannst Du den Mond bei sehr niedriger Vergrößerung anschauen. Aber auf Dauer ist das unbefriedigend. Bis Du alles beisammen hast, was Du benötigst um ein Livebild auf den Fernseher zu bringen, hast weit über 2000 Euro ausgegeben.

Das ist so, als ob Du Dir ne komplette Tauchausrüßtung mit Flossen, Bleigürtel, Maske, Lungenautomat kaufst und dann im 20 cm tiefen Kindeplanschbecken auf Tauchstation gehst. :mauer:

Das einzige, was problemlos funktioniert ist ein Fernglas. Da ist die Warmluft egal.

Da ich nicht ueber einen Balkon verfuege und ich (noch nicht) auf unser Flachdach darf, habe ich mir ueberlegt - gegen alle guten Argumente in den Foren - ein Teleskop vorerst fest im Zimmer zu installieren.

Ehe Du viel Geld zum Fenster rauswirfst, kläre doch erstmal ab, warum Du nicht auf das Flachdach darfst. Nur wenn sich dieses Hindernis umgehen läßt, macht die Anschaffung eines größeren Teleskopes Sinn.

Im moment interessiere mich fuer den TS 10" f/4 Imaging Newton TSIMN10s in Kombination mit einer EQ6 Pro von SkyWatcher.

Das Gerät ist für Fotografie geeignet. Aber:

Wenn jemand Langzeitbelichtete Fotos machen möchte, darf da keiner rumlaufen, seinen Hintern auf der Couch hin und her bewegen, schon garnet aufstehen und in der Küche ein Bier holen. Die Erschüterung durch zuknallende Türen, rumlaufende Leute, Klospülung... machen jeden Fotoversuch zunichte.

Ich denke, Du hast noch nicht wirklich verstanden, was Astrofotografie bedeutet. Da kommt alle 2, 3 oder 5 Minuten ein einziges Bild von der Kamera zum Rechner. Und das ist dann normalerweise s/w, verrauscht, verpixelt und viele "Sterne" sind in Wirklichkeit Fehlerstellen auf dem Chip, die man erst nach der Aufnahme durch sogenannten Darkabzug mit Bildbearbeitung aus den Einzelbildern entfernt.

"Live" auf dem Fernseher geht nur Sonne, Mond und Planeten mit einer Webcam oder Videokamera. Da brauchst kein Autoguiding dafür.

Aber die Planeten sind winzig auf nem Monitor. So groß wie ein 10 Cent Stück, drum rum ist alles schwarz. Um die in hoher Auflösung auf nem Fernseher zu sehen, mußt Du Dein Teleskop sauber auf den Himmelsnordpol ausrichten und dann mit sehr hoher Brennweite aufnehmen.

Wenn Du bei so hoher Brennweite arbeitest (Okularprojektion, Barlow-Linse), dann bringt jede noch so kleine Erschütterung das Bild zum Wackeln. Machst Du nen Schritt, ist der Planet erstmal außerhalb vom Gesichtsfeld der Kamera! Wenn Du Glück hast, kommt er wieder zurück ins Gesichtsfeld.

Mein Plan ist es, das Teleskop hauptsaechlich mit einer Video CCTV zu betreiben, die mit dem Fernseher und evtl einem Framegrabber verbunden ist (vorlaeufig Samsung SCB 2000 - demnaechst Mallincam Xtreme).

prinzipiell geht sowas. Hab ich vor ein paar Jahren auch schon gemacht. Aber ich hab mich dazu alleine ins Dunkle verkrümelt und das Videosignal mit nem Videorecorder aufgezeichnet. Und später dann den Film auf nem Fernseher vorgeführt.

Den Zuschauern wurde es sehr schnell langweilig, weil ich weder Galaxien noch sonstige Deepsky Objekte zeigen konnte. Und auch alles nur s/w. Denn die Farbkameras sind nur halb so empfindlich wie die s/w Modelle.

Die Kameras, auf die Du verlinkst, schaun aus wie Videoüberwachungskameras für die Industrie. Die sind für Astro nur sehr beschränkt einsetzbar. Wenn man die Optik nicht abnehmen kann, kannst die Idee eh knicken. Ein Okular abzufilmen ist grauslich.

Da ich in einer WG wohne traeumen hier schon alle von gemuetlichen Astroshows zuhause ;-)

Die Körperwärme von mehreren Personen in einem Zimmer verhindert, daß Du scharf stellen kannst. Da kommt laufend Nachschub an warmer Luft. Ist so, als ob Du ne Heizplatte neben das Teleskop stellst. :totlach:

Ich mach Dir Euren Traum ungern kaputt, aber das funktioniert so net.

Und stell Dir mal vor, wie affenkalt es wird, wenn Ihr im Winter gucken wollt. Da müßte dann das Zimmer, aus dem Ihr beobachten wollt, den ganzen Tag vom Rest der Wohnung abgeschottet sein. Heizung aus, Fenster offen. Zum Beobachten müßt Ihr Euch dann genauso warm anziehen wie für ne Schneeballschlacht. Aber mit dem Unterschied, daß Ihr auf m Sofa hockt, die Nase läuft und alle gebannt auf den Fernseher gucken, ohne sich zu bewegen... Das macht man genau 1x, das wars dann...

Fenster zu ist auch keine Option. Durch ein Fenster hindurch hast immer Doppelbilder. Macht keinen Spaß, so zu beobachten...

Für das Geld fürs Teleskop und den ganzen Krempel drumrum könnt Ihr jahrelang in die Berliner Planetarien gehen. Da kriegt Ihr ne tolle Show geboten. Und bei schönem Wetter könnt Ihr auch ganz spontan in eine der zahlreichen Sternwarten in Berlin gehen. :Trost:
 
Hallo ihr beiden,
Edit: ihr drei!

vielen Dank fuer eure Antworten!

Ich sehe das durchs-Fenster-beobachten im Moment hauptsaechlich als vorruebergehende Loesung.
Im Moment versuche ich meinen Hausbesitzer zu ueberreden mich samt Teleskop auf unser Dach zu lassen - von wo man den kompletten Himmel bis zum Horizont sehen koennte.

Alternativ werde ich wahrscheinlich in einigen Jahren abermals umziehen - und dann die Astronomietauglichkeit gleich in die Wohnungsauswahl einfliessen lassen ;)

Ich ueberlege einfach mir das Hobby jetzt schon anzueignen - auch wenn es noch etwas dauern kann bis ich es perfekt betreiben kann. Der Blick auf den verschwommenen kleinen Saturn durch den kleinen Refraktor war ein echter AHA Moment - nicht vergleichbar mit bildern aus dem Netz oder von Software. Ich schaetze, ihr kennt das Gefuehl ! :)
Also eher eine Sache des: Lieber jetzt und halb als gar nicht. Da hat mir der Artikel im ersten Post wirklich Mut gemacht.
Irgendwann hoffe ich das Teleskop nach draussen bringen zu koennen - evtl mach ich mit meinen 26 Jahren ja doch noch den Fuehrerschein.. ich bezweifle einfach mal dass Astronomie ein Rennrad-taugliches Hobby ist ;)

Das Seeing war durch den kleinen Refraktor am Mond kaum zu sehen - wahrscheinlich da es einen deutlich kleineren luftausschnitt mitnimmt als der 10" Newton?
Eine Frage zum Auskuehlen: bezieht sich das auf die Umgebungstemperatur oder eine bestimmte (niedrige) Temperatur X?
Es waere moeglich die Fenster durchgehend zu oeffnen - waerend und vor der Beobachtung. Das Teleskop kann theoretisch im geschlossenen Raum stehen und die beobachtung im Nachbarraum passieren.

Mein Ziel ist es mit der CCTV Astrovideographie zu betreiben - visuelles beobachten ist mir nicht ganz so wichtig. Daher der Foto-Newton samt Autoguiding.
Spaeter moechte ich mit einer Canon EOS evtl. auch Langzeitbelichtungen probieren.
Dazu muss ich sagen: Ich bin Vollzeit-Nerd - das Spiel mit der Technik ist fuer mich der halbe Spass. Mein Langzeit-plan ist es eine iPad/iPhone app zu entwickeln, die die Steuerung der Montierung uebernimmt und evtl das Livebild der Guidecam oder der CCTV ausgibt.

Gibt es bei der EQ6 keine alternativen zur polaren Ausrichtung? Oder eventuelle hilfsmittel fuer den fall, dass man polaris nicht sehen kann? Ansonsten bliebe bei Celestron fuer diesen Newton fotografisch nur die CGEM oder?
Wenn ichs richtig verstanden habe kann man bei Celestron jeden beliebigen Stern anpeilen?

Hat denn schon jemand Erfahrungen mit dem Foto Newton von TS gemacht?

nochmals vielen Dank!

lg,
Chris

Edit:
Die Mallincam - die ich mir eventuell anschaffen moechte - ist eine handgearbeitete CCD CCTV aus Kanada die fuer die Astrovideographie entworfen wurde. Gekuehlter Class 1 Chip, Noise reduction usw.
Mit der Mallincam ist es wohl moeglich Deep Sky Objekte in Farbe live auf nen Monitor zu bekommen. Belichtungszeiten variieren da von etwa 2,2-56 sekunden.
Hier ist ein Review dazu:
http://www.cloudynights.com/item.php?item_id=2590
In deren Forum finden sich dazu noch weitere Berichte.

Nachdem ich mich zu der Cam eingelesen hatte war mir klar dass das meine Art der Astronomie ist - vergleichsweise einfach zur Langzeitfotographie, Live, teilbar mit vielen und nicht astronomisch teuer. Mich wundert nur, dass das in den deutschen Foren bisher noch nicht gross beachtet wurde.

Auf www.nightskiesnetwork.com kann man Livestreams von astronomen weltweit verfolgen, die damit Deep Sky Objekte filmen - auch eine tolle Alternative falls bei uns das Wetter mal verhangen ist :)

Die Planetarien & Sternwarten Berlins sind auch eine tolle Idee - werde ich mal vorbeischauen :)

Viele liebe Gruesse,
Chris



 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Chris,

Das Seeing war durch den kleinen Refraktor am Mond kaum zu sehen - wahrscheinlich da es einen deutlich kleineren luftausschnitt mitnimmt als der 10" Newton?

- Du hast anscheinend noch nie durch ein gut ausgekühltes und richtig justiertes Teleskop geguckt.

- bei kleinen Vergrößerungen spielt das Seeing kaum eine Rolle. Bei hohen Vergrößerungen macht es wahnsinnig viel aus.

Eine Frage zum Auskuehlen: bezieht sich das auf die Umgebungstemperatur oder eine bestimmte (niedrige) Temperatur X?

das bezieht sich auf die Temperatur der Außenluft. Nachts wird es lange Zeit immer kälter, bis irgendwann ein stabiles Niveau erreicht wird. Erst wenn das Teleskop (der Spiegel und das Blech drum rum) genau die selbe Temperatur hat, wird das Bild ruhig und Du kannst scharfstellen.

Zur Verdeutlichung: wenn es im Winter draußen nachts - 21 °C hat, dann muß das Zimmer auch diese Temperatur haben. Und zwar nicht nur die Luft, sondern auch der Fußboden, die Wände, die Möbel.

Da platzen Dir die Zuleitungsrohre der Heizung, die in den Wänden oder dem Fußboden verbaut sind. Und in den Nachbarzimmern läuft das Wasser von den Wänden, weil sich die normale Luftfeuchtigkeit an den eiskalten Wänden zu diesem Zimmer niederschlägt. Keine gute Idee. :mauer:

Mein Ziel ist es mit der CCTV Astrovideographie zu betreiben - visuelles beobachten ist mir nicht ganz so wichtig. Daher der Foto-Newton samt Autoguiding.

Zitat aus der Beschreibung der Kamera:
SOFTWARE. EXPOSURE TIME CAN ALSO BE FULLY CONTROLLED VIA THE
SOFTWARE. PRESET EXPOSURE TIMES OF 7, 14, 28 AND 56 SECONDS CAN BE SELECTED (LIKE THE MALLINCAM HYPER PLUS), OR CUSTOM EXPOSURE TIMES CAN BE CHOSEN FROM 3 SECONDS UP TO 100 MINUTES

Die Planeten belichtet man üblicherweise mit etwa 1/30 - 1/250 Sekunde. Hältst Du 3 Sekunden drauf, hast nen hellen Matschfleck. Das Seeing verschmiert das Signal vom Planeten auf die 2-3 fache Fläche bei so langer Belichtungszeit.

weiteres Zitat aus der Kamerabeschreibung:
- RS 232 Interface offering complete PC camera control using the Control Cable and FREE MallinCam Control Software. A Serial Port is needed on the PC, and if one is not available, a USB to Serial Adapter can be utilized.

Kein moderne PC/Laptop hat mehr einen seriellen Ausgang. Adapter USB-> seriell funktioneiren nur ab und an. Freunde von mir haben mittlerweile den 17. gekauft. Alle vorherigen haben nicht funktioniert. Geht so langsam echt ins Geld und der Frust steigt ins unendliche...

Das ist der Grund, warum eine solche Kamera äußerst selten für irgendwas eingesetzt wird...

Wenn Du Planeten beobachten willst und zwar in Farbe, dann entweder mit einer Webcam am Teleskop oder für mehr Geld mit einer Farbkamera z.B. von The Imaging Source. Die schicken das Signal per USB Stöpsel oder Firewire in den Rechner. Von da aus kannst per Videoausgang (falls Dein Rechner sowas hat), das Bild zu nem Fernsehmonitor schicken... Und dann kommt der nächste Schock. Die Planeten schaun verzerrt aus. Kommt daher, daß die astrotauglichen Kameras quadratische Pixel haben, der Fernseher aber rechteckige.

- Full Shutter Speed Adjustment including OFF, 1/100, 1/120, 1/180, 1/250, 1/350,
1/500, 1/750, 1/1,000, 1/1,500, ½,000, 1/3,000, ¼,000, 1/6,000, 1/8,000, and 1/12,000
second making it possible for Lunar, Planetary and Solar (with the proper USER supplied H-Alpha or White Light Filters). There is no need to use an aperture mask to reduce the telescope’s light gathering ability.

Es scheinen auch kurze Belichtungszeiten mit der von Dir ausgesuchten Kamera zu gehen.

Dazu muss ich sagen: Ich bin Vollzeit-Nerd - das Spiel mit der Technik ist fuer mich der halbe Spass. Mein Langzeit-plan ist es eine iPad/iPhone app zu entwickeln, die die Steuerung der Montierung uebernimmt und evtl das Livebild der Guidecam oder der CCTV ausgibt.

gibt es schon. Wozu das RAd nochmal erfinden?

Lerne erstmal, was es in der Astronomie an "Spielfunktionen" schon alles gibt. Und nimm was, das andere auch haben. Dann hast nämlich die Möglichkeit, die um Rat zu fragen, wenn es Probleme gibt. Und glaub mir, die kommen! :totlach:

Gibt es bei der EQ6 keine alternativen zur polaren Ausrichtung?

Die gibt es. Scheinern :Trost:

Lerne erstmal die Grundbegriffe der Astronomie und visuelle Beobachtung sowie den korrekten Umgang mit dem Gerät, ehe Du fotografische Experimente machst.


Mit der Mallincam ist es wohl moeglich Deep Sky Objekte in Farbe live auf nen Monitor zu bekommen. Belichtungszeiten variieren da von etwa 2,2-56 sekunden.

Deepsky braucht immer viel Zeit. 56 Sekunden Wartezeit bis zum nächsten verrauschten Bild wird schnell eine Ewigkeit.
Glaub mir, das ist nicht "Live". Hab ich schon hinter mir... Das ist wie ein kaputtes Radio, das nur alle 56 Sekunden einen Ton von sich gibt. So macht weder Musik noch ein Livebericht von men Fußballspiel Spaß...

Nachdem ich mich zu der Cam eingelesen hatte war mir klar dass das meine Art der Astronomie ist - vergleichsweise einfach zur Langzeitfotographie, Live, teilbar mit vielen und nicht astronomisch teuer. Mich wundert nur, dass das in den deutschen Foren bisher noch nicht gross beachtet wurde.

Weil es unbefriedigend ist. Die Signale aufzeichnen und dann 100 Bilder zu nem Bild verarbeiten, das bringt was. :super:

Aber verrauschte, verpixelte Bilder Live angucken, das ist kappes...




 
Hallo Chris,

ich kann mich allen anderen nur anschließen, aber ich möchte meine Erfahrung bezüglich 10" TS Fotonewton und CGEM einbringen.

Diese Kombination hat ein neues Vereinsmitglied neulich zu einem Beobachtungsabend mitgebracht. Auch er ist Anfänger.

Da ich selbst eine CGEM mit 8" f/4 Fotonewton besitze, habe ich ihm beim Aufbau und Einnorden geholfen.

Unterschätz die Größe und das Gewicht eines 10" F5 Newtons nicht. Ich bin nicht der Schwächste und Frank - dem die Kombi gehört - auch nicht. Das Teleskop auf die Montierung zu wuchten und auszubalancieren ist nicht leicht. Na ja, wir haben es hinbekommen, aaaber ...

Für die Beobachtung zenitnaher Objekte braucht es schon einen Tritt um ans Okular zu kommen, so hoch ist der Okularauszug, ca. 2m vom Boden. Wohlgemerkt das Stativ war ganz eingefahren. Aber Du möchtest ja mit einer Kamera arbeiten und nachführen und später evtl. mit EOS fotografieren.

Meine Erfahrung, vergiß den 10er auf der CGEM ganz schnell. Das Teil alleine wiegt schon ca. 15kg. Die CGEM packt zwar ca. 20kg, aber die würde ich der CGEM auch nur visuell zumuten. Auch der Hebel des 10ers ist nicht zu vernachlässigen.

Mein Tipp: Wenn CGEM oder EQ6, dann maximal 8" und alles Geraffel max. 15-16kg. Dann macht das Fotografieren auch Spaß.

Just my 2 cent

Dirk
 
Hmm, Dirk - ich hoffe Du hast unrecht!
ich bau mir doch gerade einen 10" f/4,5 ... und ich habe nur die CGEM :augenrubbel:

Aber andere schaffen das doch auch (fotografisch)?!

Gruß
Ernie
 
Hallo Ernie,

das mag sein, dass andere das schaffen und ihrer Montierung zumuten. Ich würde es nicht tun.

Du baust den Newton selbst und sparst Gewicht bei dem Tubus. Löblich, aber achte darauf das Gesamtgewicht nicht zu übertreiben. Den Hebel und die Angriffsfläche darfst Du nicht unterschätzen.

Nach meiner Meinung sind 20kg fotografisch auf der CGEM nicht zu empfehlen. Ich hatte zuerst ein Setup mit Leitrohr, aber das brachte immense Probleme die Kombi auszubalancieren. Deshalb bin ich jetzt auf OAG umgestiegen um Gewicht zu sparen.

Mein ganzes Gerödel - 8" Fotonewton + Rohrschellen + 3" Losmandyschiene + Komakorrektor + SXVR-H9 + Filterrad + MGEN Kamerakopf - kommt auf ca. 15kg. Die Gewichtsverteilung ist nun auch einfach zu beherrschen.

Mag sein das ich zu konservativ denke, aber ich lasse meiner Montierung lieber ein paar Reserven. Dann klappt es auch bei ein wenig Wind.

Versuch es mit Deinem 10" Leichtbau. Wenn Du nicht zu sehr an die Grenze von 20kg rangehst, wird es schon werden :Trost:

Dirk
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben