10 Zoll Dobson // Tipps für optimiertes Suchen ?

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astrofax66

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Hallo zusammen,

nach meinen ersten Gehversuchen im Bereich „Suchen und Finden von Deep Sky Objekten“, muss ich sagen – eigentlich habe ich mir das ganze ein bisschen einfacher vorgestellt.

Aber nichts desto trotz lautet mein Motto –„aufgegeben wird ein Brief“ ;)

Was mir trotz meiner derzeit noch fehlenden grossen „Erfolgserlebnisse“ wirklich Spass macht, ist das Orientieren am Nachthimmel, von Stern zu Stern zu hoppeln (zumindest vorerst nur bei Sternen mit großer Helligkeit) – und die fallweise auftauchende Sternschnuppen – ist das schön…..

Was jedoch ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, daß das Bild im Okular immer spiegelverkehrt dargestellt wird.
Gibt es eigentlich Hilfsmittel, die das beheben bzw. irgendwelche Tricks?
Irgendwie fand ich Berichte, dass es ein Prisma gäbe, um die spiegelverkehrte Darstellung auszugleichen– aber leider nicht geeignet für DOBSONs :Trost:

Weiters musste ich feststellen, das die Suche mit dem Suchfernrohr, etwas „unbequem“ von statten geht, da ich mich ziemlich „verdrehen“ muss, um mit dem Auge durchschauen zu können – auch hier die Frage: Hilfsmittel für eine ergonomischere Suche gibt es nicht ?
Bin gerade am "Informationen sammeln" zum Thema Telrad; was ich bis dato rausgefunden habe, sollte dies das Suchen doch um einiges einfacher machen.

Na ja , heute ist der Himmel eh wieder dicht – daher habe ich Zeit zum Stöbern in Diskussionsforen, um meine nächste Jagd erfolgreicher gestalten zu können :biggrin:
Irgendwie macht das Thema süchtig... :D

Danke im voraus,

LG
Hans
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Servus.

Der Telrad ist ein effektives Werkzeug zum finden der Objekte. Es gibt dafür auch Erhöhungen falls man mit dem Einblick nicht zurechtkommt.
Es gibt auch Karten mit eingedruckten Telradkreisen, z.B. den Deep Sky Reiseatlas.

Ansonsten: Erst mal den Nachthimmel kennenlernen, sich die Sternbilder einprägen. Eine drehbare Sternkarte kann dabei helfen.

Es gibt Umkehrprismen, die sind aber wirklich nicht zu empfehlen. Besser ist es, sich an die Orientierung im Okular zu gewöhnen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Hans,

hast du schon mal versucht, Software zum Ausdrucken von Aufsuchkarten zu verwenden? Cartes du Ciel und Eye&Telescope (das kostet aber so 80 €) kannst du dir die Karten gleich mit der "richtigen" Orientierung ausdrucken, dann hast du Karte und Anblick im Okular/Sucher übereinstimmend.

Bei Suchern gibts auch welche mit einem Winkel hinten dran, dann kannst seitlich reinschauen und musst vor deinem Gerät keinen Kniefall machen. Der Telrad ist aber um einiges kostengünstiger als ein Winkelsucher.

Viele Grüße
Markus
 
Hi Hans,

Was jedoch ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, daß das Bild im Okular immer spiegelverkehrt dargestellt wird.
Gibt es eigentlich Hilfsmittel, die das beheben bzw. irgendwelche Tricks?

Das sollte doch eigentlich kein Problem sein. Einfach die Aufsuchkarte auf den Kopf drehen.
Ich habe mit einem Refraktor + Zenithspiegel angegefangen. Das ist wesentlich mehr verwirrender, da du 3 verschiedene Anblicke hast. Normal, Kopfstehend und Aufrecht + Spiegelverkehrt.

Weiters musste ich feststellen, das die Suche mit dem Suchfernrohr, etwas „unbequem“ von statten geht, da ich mich ziemlich „verdrehen“ muss, um mit dem Auge durchschauen zu können – auch hier die Frage: Hilfsmittel für eine ergonomischere Suche gibt es nicht ?

Da gibt es die 90° Sucher, das ist aber m.e. Geschmacksache. Ich mag meien 8x50 Geradesucher. Nur der augenabstand dürfte etwas mehr sein. :)

Gruß
Lots
 
Zitat von astrofax66:
Was jedoch ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, daß das Bild im Okular immer spiegelverkehrt dargestellt wird.

Im Dob ist das Bild nicht spiegelverkehrt, sondern kopfstehend. Du nimmst die Sternkarte, hälst sie so, wie die Sterne am Himmel stehen und drehst sie dann um 180°. Dann stimmt sie.

Cassegrain-Abkömmlinge und Refraktoren mit Zenitspiegel liefern gespiegelte Bilder. Dafür braucht man wirklich andere Karten.

Das Starhopping kann man auch bei nicht optimalen Bedingungen üben - am Anfang braucht man ohnehin sehr lange. Wichtig ist, dass man den Ausgangssteern sicher eingestellt hat. Man kann über den Tubus peilen oder eben einen dieser Peilsucher benutzen.
 
Hallo Hans,

ich bin auch noch nicht so lange dabei und kann Deine Probleme nachvollziehen.

Mir wurde ein Telrad Sucher (eher Finder) empfohlen - eine der besten Investitionen die ich machte! Ich kann da Gerd nur zustimmen.

In Planetariensoftware wie z.B. Stellarium und selbst in iPhone Apps wie StarWalk kannst Du die Option "Telrad" aktivieren und Dich anhand dieser wunderbar, schnell und ohne großartiger Verrenkungen orientieren. In der entsprechenden Applikation werden Dir dann die Telradkreise maßstabsgetreu angezeigt - quasi mundgerecht serviert. Sternkarten gibt es wie oben erwähnt auch passend.

Viele Grüße und Clear Skies,
Ralf



 
hallo ralf

kannst du mir genauer sagen, wo man in stellarium die telradkreise ein/aus schalten kann?

habe gerade alles durchsucht, finde aber irgendwie nichts ?)

bye michael
 
Einen verregneten guten Morgen Michael,

um bei Stellarium in den Genuß der Telrad Kreise zu kommen, bedarf es eines kleinen Tricks. Ist aber nicht weiter tragisch und in 2 Minuten erledigt. Man bedient sich der "Telescope Control plug-in" Erweiterung und legt ein simuliertes Teleskop an. Hier findet man das Plug-in:
Link zur Grafik: http://www.figiel.org/bilder/s1.png

Nachdem das Teleskop angelegt wurde, konfiguriert man dieses:
Link zur Grafik: http://www.figiel.org/bilder/s2.png

Nun bedient man sich der FoV Anzeige, indem man das entsprechende Feld antickt und die Dimensionen der drei Kreise definiert (Achtung! Punkt und Komma nicht verwechseln):
Link zur Grafik: http://www.figiel.org/bilder/s3.png

Anschliessend verbindet man das Teleskop (virtuell oder das echte, je nach persönlichem Setup) und fährt das Objekt in Stellarium per CTRL+1 (als Beispiel) an. Sieht dann so aus:
Link zur Grafik: http://www.figiel.org/bilder/s4.png

Geht einfach und zuverlässig.

Viele Grüße,
Ralf
 
hi

bei uns regnet es jetzt erst ;-)

danke, das hast du gut erklärt. werde das mal versuchen.

bye und sternenklare grüße, michael
 
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