10x50 für unterwegs gesucht

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wurzelwaerk

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Hallo werte Fernglas-Astro-Gemeinde,
ich plane mit einem Freund eine Motorrad-Tour durch Marokko für's nächste Frühjahr und bin derzeit mit der Recherche für ein Fernglas beschäftigt, das natürlich unbedingt mit muss unter den dunklen nordafrikanischen Himmel.

Eigentlich habe ich mich auf ein 10x50 festgelegt, weil es für mich als die leistungsfähigste noch transportable Möglichkeit erscheint. Die Wahl wird trotzdem etwas schwierig, da einer von uns beiden mit Brille schauen muss (ich bin's zum Glück nicht) und am Motorrad jedes Gramm Gewicht zählt. Mehr als ein Kilo sollte es nicht sein, gerne weniger.
Somit fallen das CZJ (Brille) und das Fujinon FMTR-SX2 (1.4kg, schade!!!) eigentlich schon mal raus...
Ein Berlebach Report wird mit dabei sein.

Besonders wichtig weiterhin ist mir ein großes GF und daß die Sterne am Rand nicht grad wie Bananen oder Kometen aussehen.
Vom Gewicht her müsste es eigentlich ein Dachkant werden, die bieten aber i.d.R. wieder keine großen GF. Mann ist das kompliziert...

Ich werde mir sicher kein 1500,- Glas in den Motorrad-Koffer legen, auch wenn ich sonst Leica-Fan bin. Der billigste Schrott soll es aber auch nicht sein.
Sooo viele Ideen habe ich bisher nicht gefunden...
Ich will mir mal ein Nikon Action EX ansehen, ev. Vixen Ascot ZR, ein Minox, - habt Ihr noch weitere Empfehlungen und Anregungen?
Oder doch das Fujinon und die 400gr. woanders sparen?
Und dann ist mir da noch das Vixen Ultima 9x63 virtuell über den Weg gelaufen...

Danke für Euren Input.
 
Hallo Ralf,

das ist wirklich schwierig... Das Vixen 9x63 ist zwar schön leicht, hat aber nur ein scheinbares Gesichtsfeld von 48,6 Grad. Das 10x50 Nobilem von Docter hat ein schönes Gesichtsfeld von 67 Grad wiegt aber 1300 g.

Ich habe da noch von dem Swift Audobon 8,5x44 ED gehört. Es ist zwar nicht ganz ein 10x50, aber kommt schon nah heran.
Laut www.fernoptik.com wiegt es 856 g, hat ED-Gläser und ein großes scheinbares Gesichtsfeld von 69 Grad. Ist bestimmt auch eine Überlegung wert.
 
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Hi Ralf,
ich würde auch ein 10x50 nehmen. Das mit dem Gewicht ist wirklich nicht einfach. Das größte Problem ist in der Tat die Randschärfe die Du/ihr haben willst/wollt. Es liegen einige FG unter 1kg mit großem Sehfeld und allinall guter Qualität auf dem Markt - aber die Randschärfe...
Ich war immer Fan vom MinoltaActiva, die Randschärfe würde ich mir bei einem Neukauf aber nicht mehr antun. Einer hier im Forum meint, dass das TS-Marine ähnlich gut ist wie das Fuji, aber wiegt auch 1400g...
Unter orniwelt.de gibts einen Haufen Ferngläser von sehr guten aber wenig bekannten Marken, bei optic-pro auch. Dummerweise stehen hier häufig nicht die relevanten Daten in der Form da, wie wir sie bräuchten...
Beim Fujinon sind die Okulare sehr dick, sodass ich bei einem Blick hierdurch das Sehfeld nur mit Naseanhaun leicht überblicken konnte...Ansonsten ist es das beste 10x50, das ich je an meinen Augen hatte (Zeiss,Leica, Svarowski...) (Randschärfe!!)
400 Gramm auf dem Motorrad ist doch kein Problem...alte Weichwurst ;) , aufm Fahrrad wärs anders :biggrin:

Schöne Grüße,
Norman

 
Hallo Andre, Hallo Norman,
danke für Eure Antworten.

Also das Vixen Ultima 9x63 ist wohl raus, das soll sehr stoßempfindlich sein und auch nicht dicht - wohl nicht das richtige auf dem Motorrad. Währe halt von den Werten her interessant gewesen.

Ein Swift Audubon 8,5x44 hatte ich mal, allerdings das alte Modell. Das GF war genial, aber die Sterne waren darin alle recht dick und die Randabbildung ziemlich schrecklich.
Muss mal mit Simone telefonieren - vielleicht kann ich mir das neue ja mal ansehen. Gewicht und GF klingen auf alle Fälle interessant...

Das Nobilem 10x50 hatte ich auch schon "im Auge", laut Holger Merlitz musste es aber in 2 Tests gegen das Fujinon zurückstecken und es hat nur 15mm Augenabstand, was mit Brille knapp werden könnte.

Das TS-Marine wiegt sogar 1.6kg, für ein 10x50 damit relativ unatraktiv.

Ich glaube fast, es führt wohl nix am Fujinon 10x50 FMTR-SX-2 vorbei...
Wobei, wenn man nach der AP geht, müsste man ja fast nach einem 10x60 oder 10x70 schauen bei dem dunklen Himmel dort? Der Sprung von 5 auf 6mm AP soll lt. Berichten noch mal ein echter Sprung sein.

Grübel, google, lesen, grübel - zum Glück ist noch Zeit...

Das Thema gabs sicher schon öfter, trotzdem würde ich mich über rege Beteiligung freuen.
 
Hallo Ralf,

wenn Du Dir sicher bist, dass Du mit der 10-fachen Vergrößerung klarkommst - Du willst das Glas ja sicherlich nicht ausschließlich mit Stativ verwenden - und Du in erster Linie ein Gerät zum Sternegucken suchst, würde ich das Fujinon FMT-SX2 wählen und das relativ hohe Gewicht anderswo einsparen.

Wenn Du aber ein Allroundglas für die Reise haben möchtest, welches auch tagsüber bei Wanderungen zur Naturbeobachtung eingesetzt werden soll, würde ich ein leichteres Modell mit Mitteltrieb bevorzugen. Hier wäre das aktuelle Swift Audubon sicherlich eine gute Wahl, die Sternabbildung ist, vom Randbereich mal abgesehen, wirklich gut. Allerdings ist der AP-Abstand etwas knapp, so dass nicht jeder Brillenträger das gesamte Gesichtsfeld überblicken kann. Vielleicht kann Dir Simone mal unverbindlich ein Testexemplar zuschicken bzw. Dir Alternativorschläge machen, sie hat ja mit Docter, Kowa, Pentax, Nikon und Swift viele interessante Marken im Angebot.



Beste Grüße

Manfred


 
Hallo Ralf,

ich werfe mal das Meopta 10x50 in die Runde.

Das Glas hatte ich zwar selbst noch nicht in der Hand. Aber von dem kleinen Bruder, einem 8x42 war ich sehr angetan und konnte es einmal am Taghimmel ausprobieren.


Hier mal zwei Links:

Meopta 10x50
Meopta 10x50


Viele Grüße, Jürgen
 
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Hallo Ralf,

Oder doch das Fujinon und die 400gr. woanders sparen?
Ich halte mich mal mit Fernglasempfehlungen zurück, wenn aber wie du schreibst, "am Motorad jedes Gramm Gewicht zählt" würde ich kein Berlebach Report mitnehmen. Ich weiß nicht, welches Report du nutzt, bin mir aber sicher, dass du beim Stativ bestimmt 1kg sparen kannst, wenn du nach leichten und stabilen Alternativen schaust (bspw. von Manfrotto, Velbon, etc). Dann sind das Fujinon und einige der anderen genannten Gläser auch wieder im Rennen.

Beste Grüße von einem, der ein Berlebach Report besitzt und sich gerade nach einer leichten Alternative für unterwegs umschaut.

cs, Klaus
 
berlebach report ..... jo manche leute klammern sich halt an einen report.

meine referenz sind meine augen, da ist mir ein "bla-sülz-report" soetwas von latte.

habe schon soviele wissenschaftliche abhandlungen gelesen, die mit aller gewalt versuchen darzustellen, dass atomkraftwerke absolut unbedenklich sind in dem umfeld, wo sie in betrieb sind aufnehmen :)

halte ich mich einfach an das motto >>> lass dich von "reports" [zensiert]en und fühl dich wohl oder bilde dir deine eigene meinung (allerdings ohne bild) .

in dem sinne und nun aber "rauf auf den feind"
andi
 
Ja hoi, was geht denn hier ab?
Das Stativ muss ich nicht mitnehmen, das hat mein Freund dabei, um dann seine Mittelformat-Kamera am Tage drauf zu stellen.
Ich dürft's halt in der Nacht mitnutzen...

Ansonsten erstmal danke für alle weiteren Vorschläge und Überlegungen.

Ist hier jemand, der das Fujinon 10x50 FMTR-SX-2 mit Brille nutzt, klappt das gut?
 
Hi Ralf,

eine Austrittspupille von 6 mm ist eine Überlegung Wert, aber 7 mm halte ich für zu viel. Auch wenn der Himmel dort sehr dunkel sein sollte - so dunkel wie im Wald wirds garantiert nicht ;) . Billiger wird ein gutes 70er zudem ja auch nicht gerade...
Mir ist ehrlich gesagt auch nicht ganz klar, was die Erhöhung der Austrittspupille für einen Vorsprung geben soll. Man sieht natürlich unter Umständen ausgedehnte Nebelgebiete damit besser. Allerdings ist bei allen anderen Objekten die höhere Vergrößerung bei kleinerer Pupille der klare Vorteil bei niedrigvergrößernden Geräten wie FG´s. Ein Kugelhaufen soll ja auch eine Kugel sein und nicht nur ein dicklicher Punkt...
10fach sollte die Vergrößerung jedenfalls schon sein meiner Meinung nach. 15 mm Augenabstand kann man mit Brille vergessen. Das Fernglas ist zwar nutzbar, aber das Sehfeld kann ich zumindest mit meiner Brille nicht ganz überblicken (bei Swarovski 10x42 SLC probiert). Wir wärs mit Kontaktlinsen?
Stimmt, das Marine hat sogar 1600g, da hab ich mich verguckt.

Viel Erfolg weiterhin bei der Suche und

clear skies,
Norman
 
Ich selber habe mit meinen aktuellen Augengläsern (jetzt trägt man ja kleinere Gläser näher vorm Auge...) kein Problem bei der Beobachtung mit Brillengläsern am 10x50 FMT-SX. Bei Tagbeobachtung mache ich das öfter, nachts kann ich es mir aber erlauben, ohne Brille zu beobachten, weil meine Sehschwäche sich nur auf die Kurzsichtigkeit beschränkt und ich keinerlei Astigmatismus habe. -4.75 Dioptrien sind kein Problem für´s Glas.
In diesem Zusammenhang lohnt es sich, in a.de noch einmal zu wühlen, es müsste ein paar ältere Threads zum Thema Zylinderlinsen und/oder Binobrillen geben, die für Leute mit ausgeprägtem Stabsehen interessant sind.

Stefan Korth

 
Hi Norman,

ich bin zwar nicht der absolute Fernglas Spezialist habe aber auch schon so das eine oder andere Glas für die astronomie benutzt.

Eine AP von 5mm und 10x hat sich dabei oft als optimal herausgestellt, sowohl bei dunklem als auch bei aufgehellten Himmel. Die 8x42 Gläser sind da oft zu klein und die 70er Klasse nicht mehr freihändig tragbar.

Wichtig ist natürlich auch das Gewicht und da sind die Fujinon und Fujinon Clone einfach zu schwer. Bis ca. 1kg lassen sich 10x50 Ferngläser noch ermüdungsfrei tragen, darüber hinaus braucht man schon richtig "dicke" Arme.

Der Augenabstand sollte mindestens so 17-18mm sein, damit es noch akzeptabel mit Brille geht.

Gruß

Lots
 
Hallo !

17-18mm Augenabstand halte ich für mich als Brillenträger nicht ausreichend. Bequemes Beobachten ist für mich erst mit 20mm Abstand möglich. Das Feld des Fujinon 10x50 FMT SX ist selbst für mich mit Brille gut überschaubar.

Gruss,
Thomas
 
Hi Burkhard,

bei dem Glas wird Ralf das Sehfeld zu klein sein (5,6 Grad).

Schönes Fest,
Norman
 
Also ich würde ja immer noch das Docter Nobilem 10x50 favorisieren. Es wiegt immerhin nur 1300 g, was ja nicht so weit von 1000 g entfernt ist (Gehäuse aus Alu-Magnesium) und hat eines der größten Sehfelder von 67° aller erhältlichen 10x50-Gläser. Der einzige Kritikpunkt in den Vergleichstests ist vielleicht die nicht ganz so perfekte Randschärfe, aber bei freihändiger Beobachtung blickt man ja eh im wesentlichen nur in die Bildmitte und das menschliche Auge sieht auch die sonst scharfen Sterne am Rand verschwommen. Es soll einen tollen Kontrast bieten. Ich würde es zumindest mit Brille mal ausprobieren, da das Nobilem ja offiziell als für Brillenträger geeignet gilt. Außerdem tut man mit dem Kauf eines Docter-Fernglases etwas gegen die heimische Wirtschaftskrise ;-).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Seefeld zu klein ... trotzdem war ich überrascht wie angenehm der "Durchblick" als Brillenträger war - und so klein kam mir das Seefeld nicht vor. Ich sag nur mal antesten.
Gruß
Burkhard
 
Hallo zusammen,
ich wollte mich noch mal bedanken für Eure Beiträge und ein Update geben, was es denn nun geworden ist.

Also das Fujinon 10x50 FMTR-SX-2 hatte ich in der Hand und am Auge - mir definitiv zu groß, zu klobig und zu schwer. Damit ist für mich keine entspannte Beobachtung möglich.
Durch einige andere 10x50 Gläser habe ich auch noch sehen können in versch. Läden - hmmmm...

Wie es so oft ist, hatte auch diesmal der Zufall die Hand im Spiel. Und dieser Zufall spielte mir ein Leica Trinovid 12x50BA zu einem Preis in die Hände, bei dem ich nicht nein sagen konnte. Ein Risiko gab es quasi nicht - bei Nichtgefallen wieder verkaufen...

Durch mein 7x42BA war ich ja schon "vorgewarnt" und alle Berichte im Netz waren voll des Lobes.
Da schrieb jemand, man könne das Glas besser freihändig nutzen als so manches 10x50 durch eine spezielle Balance.
Ich muss sagen: er hatte recht.

Das Teil ist eine Wucht - piekfeine Sterne auf samtschwarzem Untergrund, viele Details durch 12-fache Vergrößerung und ein fantastisches Handling dank passablem Gewicht und kompakter Bauweise.
Das ist ein Glas zum Spaß haben!
Fuhrmann, Hyaden, Plejaden oder Orion sind traumhaft schön damit - gestern war es passenderweise klar.
Auch heute am Tage lieferte es ein sehr gutes Bild, sehr kontrastreich, sehr scharf, tolle Farben.
Bingo - Treffer, that's it!

Da könnte ich glatt mein 7x42 verkaufen, jemand Interesse?
 
Hi Ralf, ein gesundes Neues!

Glückwunsch! Von Werner? DAS war dann wirklich ein Schnäppchen, und das zu Weihnachten...
Wie stehts denn mit dem Augenabstand? Hab jetzt keine Daten gefunden, aber bei 12fach fällt der doch meist geringer aus - so 16 mm vielleicht? Ist das nicht zu wenig für deine ursprüngliche Anforderung der Brillentauglichkeit?

Schöne Grüße,
Norman
 
Hallo Norman,
vielen Dank für die Glückwünsche.
Ich trage ja auch gelegentlich eine Brille (Auto, Computer) und habe es damit probiert - bei eingeschobenen Augenmuscheln kann ich den GF-Rand sauber sehen, das passt.
 
Hallo,

na das nenne ich mal Glück. Ich hätte das Fujinon genommen :)

Gruß
Adson
 
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