10x50 Gohrischstein von DDoptics - Geheimtipp?

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Hallo, ich habe hier was sehr interessantes entdeckt wie ich finde. Ich war auf der Suche nach einem 10x50 im Bereich bis 300 €. Da ich gern ein Dachkant haben wollte wegen der Handlichkeit, suchte ich speziell nach Gläsern mit Phasenkorrektur. Allerdings fand ich in diesem Preissegment kein einziges 10x50 lediglich einige Modelle von TS in anderen Größen und das Vixen Atrek 8x56. Jedenfalls fand ich folgendes Gerät:

Dresdenoptics
Gorischstein-Serie
10x50 Dachkant
BAK-4
FMC H5
Phasenkorrektur
Fokus 2,5m-unendl.
101m/1000m (5,8°)
AP = 5mm
Lichtstärke 25
Wasserdicht 1m (20 min)
Stickstofffüllung
Innenfokussierung

Es hat nur einen Rechtsausgleich für Diop, was aber für mich keine Rolle spielt, da ich eh auf dem linken Auge eine Sehschwäche habe die nicht korrigierbar ist (Unfallfolge).

Auf den Bildern wirkt es sehr gut verarbeitet und das Gehäuse ähnelt keinem mir bekannten Design.
Dresdenoptics produziert in Japan und vermehrt in Deutschland.

Was sagt ihr dazu, hat jemand Erfahrungen mit dem Hersteller?

Hier der Link: DDoptics Gohrischstein 10x50 mit Phasenkorrektur
 
Zitat von Ueberlichtblitz:
Es hat nur einen Rechtsausgleich für Diop
Das ist normal bei Mitteltrieb.

Zitat von Ueberlichtblitz:
Auf den Bildern wirkt es sehr gut verarbeitet und das Gehäuse ähnelt keinem mir bekannten Design.
Dresdenoptics produziert in Japan und vermehrt in Deutschland.
Die Verarbeitung wird wohl nicht schlecht sein, jedoch ähneln die Designs den Geräten von United Optics (China), die unter verschiedenen Labels (auch Fujinon, Nikon, William Optics) verkauft werden.

Das Sichtfeld von 101m wäre mir persönlich zu klein.

Will das Gerät nicht madig machen und getestet habe ich es auch noch nicht, aber das sind halt die Dinge die mir spontan aufgefallen sind.
 
Hallo Überlichtblitz,

kannte die Fa. bis zu dem Posting nicht. Es werden wirklich ein paar schöne Gläser angeboten, leider liegen diese preislich über dem Gohrischstein-Modell (und dies wird mit Sicherheit seinen Grund haben...).

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Modelle im 300 € Bereich Made in Germany sind. Aus diesem Grund sollte man auch nicht zu optimistisch sein, was die optische und mechanische Qualität anbelangt ("You get what you pay for" wie man so schön sagt). Lass Dir einfach mal ein Glas zukommen oder teste es aus.

Die 101m Sehfeld für ein 10x50 wären mir übrigens auch zu wenig.

Gruß

Marco
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

klar geht man auch in dem Preissegment Kompromisse ein. Ich hatte vor das Glas Ende des Monats zu testen. Habt ihr vielleicht einen alternativen Vorschlag für ein 10x50 im Bereich um 250 €? Wie wichtig ist die Phasenkorrektur bei Dachkantgläsern?

Grüße

Yan


Nachtrag: habe mit den Geräten von United Optics verglichen un kann keinerlei Ähnlichkeit zum Gohrischstein 10x50 feststellen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo
Die Gläser sehen ähnlich den HBGläsern von Fujiinon
sind allerdings teurer wiss jemand mehr finde 10mal 56 interessant
clear skys
Thomas
 
Hallo Überlichtblitz!

...meine 2 Cent zu Deiner Frage...
...und in Ergänzung zu Curefan....

You get, what you paid for.....
Ich habe diese Erfahrung auch gemacht, wobei ich bemerken möchte, daß ich ein Lieblings-10x50 habe, das ist allerdings ein Porro:

Docter 10x50 Classic;

Es hat ein augenseitiges scheinbares Sehfeld von 72° und ist zwar schwer, aber gut ausgewogen und gerade noch vernünftig (Zittern der Hände) für mich verwendbar.
Zugegeben, die Randschärfe ist nicht berauschend, aber für mich eben wegen des Sehfeldes das ideale Spaziersehen-Fernglas.
Es ist auch als Zeiss Dekarem auf diversen Flohmärkten bzw. eBay zu erhalten, allerdings muss man vorsichtig sein, daß man keinen Schrott er(steigert)wirbt, aber ich gehe einmal davon aus, daß Du da erfahren genug bist. Sowas bekommst Du zum halben von Dir veranschlagten Budget - ist aber dann halt kein Dachkantglas.
Bei Dachkantern ist meiner Erfahrung nach die Sache so, daß Du (kann ich wiederum aus eigener Erfahrung sagen), etwas tiefer in die Tasche greifen solltest; ich besitze ein Docter B/CF 8x42 - ebenfalls ein hervorragendes Glas (liefert halt nur 8x), dafür ist es m.E. aber für einen Preis um ~ 600€ eine Empfehlung wert. Selbiges hat ebenfalls ein sehr schönes Sehfeld. Das von Dir angegebene Gohrischstein liefert zwar auch (gerechnete)58°, das wäre mir aber schon an der Untergrenze. Dazu kommt noch, daß Chinaferngläser (und darum handelt es sich offenbar) nicht gerade erste Wahl bei der Optik sind (obwohl ich ein sehr gutes 7x30 Porro besitze).
Da würde ich lieber dann doch zu den Nobelmarken greifen (vielleicht über eBay), ein Swarovski (selbiges kenne ich sehr gut, weil ich eins habe) 10x42 ist bemerkenswert - hell, kontrastreich, knackige Bilder, super Service....
Leica, Pentax und Zeiss, Nikon sind ebenfalls sehr gut; mein Eindruck - die haben ganz einfach bessere Glassorten und Vergütungstechnologien sowie Optikrechner - Kontrast, Schärfe, Farbfehler sind bei denen genz einfach besser!

Ich hatte einmal vor ein paar Jahren einen Dachkant-Chinesen - 8x42, der war schlecht und hat sich als Spielzeug für meine Neffen geeignet.

Lieber noch etwas sparen, und gleich Geld für was ordentliches ausgeben, Du wirst es nie bereuen.
Ich war auch lange Jahre Nobelmarken-Marketingpreis-Verweigerer.... aber in der Praxis hat sich dann doch bald herausgestellt:

You get what you paid for.....

CS
Hans
 
War ja nur eine Frage der Zeit, bis "DDoptics" hier beworben wird ... da kaufe ich dann doch lieber bei TS oder ICS, die ehrlich sagen, wie chinesisch ihre Gurken sind. Wenn es denn sein müsste ... Wobei die ICS Dachkant gar nicht so schlecht sein sollen.

Ansonsten ist dem von HansR gesagten wenig bis nichts hinzuzufügen. Das erwähnte Docter 8x42 B/CF kann ich ebenfalls als jahrelanger Besitzer wärmstens empfehlen.

Gruß
Adson

 
Hi Adson,

wieso "beworben", der Threadstarter hat nur gefragt, ob die Gläser was taugen... Haste mal schlechte Erfahrungen mit der Marke gemacht? Könnte man Deinem Ton fast entnehmen.

Abgesehen davon, dass ich mich nicht pauschal der Meinung anschließe "you get what you paid for", finde ich die Homepage von Inhalt und Gestaltung her sehr gut gelungen - ist natürlich kein Qualitätshinweis was die Gläser selbst betrifft, aber immerhin ;) ...
Bin gespannt, ob sich noch wer meldet, der bereits durchgesehen hat...

Grüße,
Norman
 
Hallo Norman,

ich bin immer skeptisch, wenn jemand mit < 50 Beiträgen so interessante Anbieter erwähnt. Im Einzelfall mag ich mich irren, in der Gesamtheit ist das wiederum normal.

Zu den Gläsern von DDoptics kann ich nur sagen, dass ich bisher zwei vor Augen hatte und die kurz gesagt als durchschnittliches China-Niveau in der jeweiligen Preisklasse ansehen würde. Nicht mehr und nicht weniger. Von "Made in Japan" habe ich daran nichts gesehen.

Die Firma sitzt übrigens immerhin 70 km von Dresden entfernt und ich frage mich bei solchen Spezialisten immer, wie so eine "Marke" zustande kommt. Selbst entwickeln oder gar selbst fertigen ist auf diesem Markt inzwischen selbst bei den großen Anbietern nicht mehr unbedingt üblich - vor allem nicht im Segment unter 500 EUR. Man sehe sich einfach die preiswerten Fujinon an (nur mal als Beispiel). Also wird das fertige Fernglas irgendwo gelabelt und dann als (eigene) Marke in den Markt geworfen. Da gute Ferngläser teuer sein müssen, kann man sogar recht brauchbare Qualität dafür bekommen.

Dass die über die Website verkaufen wollen ist natürlich klar und dafür ist die auch recht gut gemacht. Über die Qualität der Produkte sagt eine Website aber herzlich wenig aus.

Meiner Meinung nach gibt es zwei Gruppen, die bei Ferngläsern wirklich auf Qualität achten: Ornithologen und Astronomen. Beide stellen höchste Anforderungen an die Optik und dementsprechend zuverlässig ist ihr Urteil. Diese beiden Zielgruppen werden aber soweit ich bisher gesehen habe von DDoptics nicht wirklich angesprochen.

Meint zumindest
Adson
 
erstmal danke für eure zahlreichen meinungen. ich muss jetzt mal stellung nehmen zu dem gesagten

ich habe gestern mal bei ddoptics angerufen weil ich unter anderem auskunft über das gewicht haben wollte. dort war man sehr freundlich am telefon und als ich fragte ob in japan produziert wies man darauf hin, dass die gohrischstein serie für den preis natürlich nicht in japan produziert wird, die japaner produzieren nicht in dieser preislage. man hätte sich an den besten chinesischen hersteller gewendet und geschaut wie die qualität aussieht und was die so drauf haben damit man für einen günstigen preis trotzdem eine gute optik bieten kann. ddoptics entwickelt hier und lässt die gohrischstein-serie in china nach ihren angaben fertigen. der ansprechpartner erklärte das ohne, dass ich nachhaken musste. sie verschweigen das nicht. die höherpreisigen produkte werden aber in japan und teilweise sogar in deutschland gefertigt.

jetzt zu euren vorschlägen...da ich ein 10x50 als ergänzung zu meinem 8" newton und meinem spektiv suche und daher regelmäßig auch in teleskop-zubehör investieren muss kann ich kein 600 euro docter oder ähnliches kaufen. nebenbei bemerkt bin ich student. 250 euro ist wirklich schon fast schmerzgrenze. je mehr ich auf ein fernglas spare desto weniger kann ich meine andere ausrüstung erweitern oder verbessern. das geht einfach nicht. später nach dem studium mit nem richtigen job ist das drin aber momentan liegt diese preisklasse jenseits von gut und böse :)

ich weiß wenn man einmal durch so eine nobelmarke gesehen hat ist man verwöhnt aber ich denke dass ich mit dem unterschied leben könnte. ihr kennt ja den spruch...es gibt immer einen größeren fisch. wenn ich sagen würde mein budget wäre 600 euro würden sich immernoch welche melden und sagen hey spar lieber nochn bissel und kauf dir gleich nen anständiges fernglas von leica etc. und daher ist das wahrscheinlich eine unendliche geschichte. bisher hab ich durch ein altes 8x30 czj deltrintem geguckt und ein schielendes, klemmendes, überschweres 8x40 nikon sportage II. wenn es eine bedeutende verbesserung darstellt bin ich schon zufrieden aber natürlich will ich trotzdem das beste was für das geld zu kriegen ist.

mein beratungsgesuch an euch gilt dem preis/leistungs verhältnis wobei ihr den preis jetzt wisst.

die anforderung ist:

10x50 bei ca. 250 € (allerhöchstens 300 € wenn das in einem signifikanten qualitätssprung endet, sonst nicht)
kein gebrauchtes gerät, will neuware mit garantie (ddoptics bietet 30 jahre!). von mir aus auch ein porro wenns wirklich merklich besser ist als dachkant in der preisklasse. bisher nach meinen recherchen steht das gohrischstein recht allein da als dachkant, phasenkorrektur etc.
alternativen wären vixen atrek 10x50 wobei dies keine phasenkorrektur hat und das gesichtsfeld ist noch kleiner! nämlich 96/1000m. laut vixen produzieren die ALLES in eigenen produktionsstätten aber das glaub ich irgendwie nicht.
vielleicht sollte ich darauf hinweisen, dass ich auf einem auge nur unscharf sehe (60%) wegen einem netzhautriss nach einem unfall. kann man also nicht korrigieren. bino sehen ist deswegen für mich nicht derart vorteilhaft wie für euch. vllt sehe ich einige unzulänglichkeiten der gläser gar nicht oder nicht in dem ausmaß.

freue mich auf weitere vorschläge und meinungen :)

grüße

yan
 
Hallo Yan,

warum sollte es denn unbedingt ein Dachkantglas für Himmelsbeobachtungen sein?
Nach meiner Erfahrung schneiden Dachkantgläser unter 1000,- Euro immer schlechter gegen sehr gute Porrogläser ab.
Für Himmelsbeobachtungen benutze ich persönlich noch immer am liebsten das gute alte CZJ 10x50. Wenn ich allerdings ein Glas den ganzen Tag umhängen habe, um nach Vögeln zu schauen, macht sich dann ein leichteres Dachkantglas bezahlt. Dafür habe ich ein Zeiss Victory 10x42 Fl. Ich hatte gehofft, dass ein kostengünstigeres Dachkantglas ausreichend sein wird. Das getestete Nikon-Dachkantglas habe ich aber reumütig wieder zum Händler getragen, um dann das Zeiss Victory zu kaufen. Aber wohlgemerkt, ein Dachkantglas wollte ich hauptsächlich für die Ornithologie haben, am Nachthimmel ist ein CZJ für mich noch immer erste Wahl.
Für die Tagbeobachtung empfehle ich ein hochwertiges Glas mit neuen Glassorten, da das Bild brillanter und farbneutraler erscheint, als beispielsweise in einem CZJ.
Bei Himmelsbeobachtungen spielt das nach meiner Erfahrung und Ansicht keine große Rolle. Hier musste ich sogar feststellen, dass mein Victory schlechtere Beugungsbilder liefert, als meine CZJ (zur Zeit habe ich noch ein Dekarem und ein Jenoptem 10x50). Bei Tag ist das Bild über jeden Zweifel erhaben.
Ganz wichtig ist natürlich das scheinbare Gesichtsfeld. Da schließe ich mich den Vorrednern an - 101m/1000m ist eigentlich zu wenig. Ein großes Sichtfeld sollte Priorität gegenüber der Bauform haben.
Hier wurden im Forum Porrogläser von Nikon beschrieben. Da habe ich selbst keine Erfahrungen - kann mir aber vorstellen, dass diese besser taugen, als die Dachkantgläser (Nach meiner Kenntnis erfodert die Herstellung von Dachkantprismen eine höhere Genauigkeit, und es treten Phasenverschiebungen auf, die dann korrigiert werden müssen. Diese Probleme treten bei der Porro'schen Bauart eben nicht auf.) Karstadt (gibt' das noch?) handelte mit Nikon-Gläsern. Da gab es ein 14-tägiges Rückgaberecht, wenn das Glas unversehrt zurück gebracht wurde. Da kann man nicht viel falsch machen.

Viel Glück
Hans-Jürgen
 
Hallo,

ich verstehe zunächst einmal nicht, was Du gegen (gute) Gebrauchtgläser hast.

Im Klartext: Die 30 Jahre Garantie von DDoptics kannst Du in der Pfeife rauchen - und zwar aus zwei Gründen:

1. Selbst renommierte Firmen können in dieser langen Zeit aus welchen Gründen auch immer insolvent werden. Bei einer namhaften Firma ist dennoch davon auszugehen, dass es dann zumindest noch Anbieter gibt, die den Service dafür übernehmen. Eigene Dummheit ist sowieso kein Fall für die Garantie und ansonsten wüsste ich wenig, was einem Qualitätsglas kaputt gehen kann. Ja man hört hin und wieder von Problemen bei irgendwelchen Vergütungen o.ä., aber das ist wirklich sehr selten.

2. Seit wann ist DDoptics am Markt? Wie sie Dir selbst bestätigt haben, kommen die Gläser aus China (auf der Website versuchen sie zumindest den Eindruck zu erwecken, dass die Gläser aus Japan oder sogar aus Deutschland kommen). Bei China-Gläsern sind in 10 oder 20 Jahren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gar keine Ersatzteile mehr verfügbar, um eine Garantie wirklich erfüllen zu können. Da gäbe es dann Geld zurück (was sind in 10 Jahren 250 EUR von heute noch wert - soviel wie 250 DM von 1999 heute wert sind?) oder die Gurke wird einfach in ein dann aktuelles Gurkenmodell umgetauscht. In der Praxis laufen Garantien in diesem Preissegment ohnehin nur als Verkaufsargument und es gilt vereinfacht gesagt das Gesetz der großen Zahl + die menschliche Trägheit. Das kann Dir jeder Kaufmann kalkulieren und vielleicht gibt es sogar noch BWL-Studenten, die das können.

250 EUR sind zu schade, um sie in minderwertigem Kram zu verbrennen. Durchaus gute 10x50 Porro-Gläser kosten max. 100 EUR, kommen auch aus China (ehrlich und ohne Kundenverdummung) und genügen für's erste vollauf.

Dann hast Du noch genug Geld, um Dir einen Karkoschka dazu zu kaufen. Den brauchst Du ohnehin.

Wenn Du mehr Geld ausgeben kannst und willst, dann schreibe eine eMail an Simone Hauptmann von optixxx.de und erkläre ihr Deine Vorgaben, incl. des Preises. Simone verkauft auch geprüfte und generalüberholte Ferngläser und kann Dir damit ggf. helfen, Deine Abneigung gegen Gebrauchtgläser zu überwinden. Bei ihr gibt es besten Service und weil sie so eine gute ist, erwähne ich sie gern einmal an passender Stelle ;-) ... sie hat aber außer mir auch andere zufriedene Kunden hier im Forum.

Viele Grüße
Adson
 
hallo adson,

das garantieargument teile ich mit dir, den gedanken hatte ich auch schon. das ist so ein tick von mir...ich will immer alles neu haben :) , nenn mich einen neurotiker hehe. ich habe ein problem damit, dass ich das gleiche geld für ein gebrauchtes hinlegen soll. ich werde mich an die genannte person aber auf jeden fall trotzdem noch wenden. vielleicht bleib ich dann sogar unter dem budget. allerdings habe ich mich weiter umgesehen nach 10x50 dachkant und mir ist das fujinon HCF 10x50 aufgefallen. von den 8x42 gibt es überraschend positive erfahrungsberichte und tests. das wurde hier auch schonmal diskutiert. ansonsten bin ich noch auf das nikon monarch 10x56 gestoßen welches hierzulande ca um die 500 euro kostet. ich denke darüber nach es in den usa zu bestellen, da ist man mit versand und zoll bei 300 euro was noch im rahmen des möglichen wäre. ich glaube das wäre dann preis leistungsmäßig unschlagbar.
 
Hallo,

wenn Du ein Fernglas in den USA kaufen willst bzw. würdest, dann ist das Garantie-/Neukauf-Argument aber komplett absurd.

Auch sehr gute Optik hat erheblichen Wertverlust und - nur mal als Beispiel - ein Fujinon 10x50 FMT-SX2 (was in der 10x50 Klasse für reine Astronomie-Anwendung ein Referenzglas ist) kostet neu ~ 600 EUR; gebraucht bekommt man so ein Glas ab ~ 400 EUR. Diese Gläser sind robust, fast unverwüstlich, optisch ein Genuss und sind tatsächlich "Made in Japan".

Deshalb würde ich immer ein gepflegtes Gebrauchtglas einem Neukauf vorziehen. Einfacher kann man kein Geld sparen und all die Jagd nach vermeintlichen Schnäppchen kann man auch vergessen. Billig rausgeramscht wird nur China-Ware, und die Vor- und Nachteile davon kann man u.a. hier schon zuhauf nachlesen.

Die Vorteile erschöpfen sich regelmäßig im Preis, wobei die Importeure da schon gelernt haben: Gute Optik muss teuer sein, um so größer die Marge.

Das die Jungs von DDoptics bei den Ferngläsern irgendetwas "entwickeln", halte ich übrigens auch für ein Gerücht. Die Chinesen haben genug Auswahl in ihrem Sortiment, da wird einfach geguckt, was "passt" und dann kommt das entsprechende Label drauf.

Gruß
Adson
 
Hallo Yan,

ich möchte Adson hier ausdrücklich zustimmen. Wenn Du viel Fernglas für wenig Geld haben möchtest und das Glas neu sein soll, kann ich Dir das Porroglas TS 10x50 WP ( Preis um 100 € ) empfehlen. Das ist zwar kein Spitzenglas, aber für das Geld kann man wahrlich nicht meckern. Ich habe es selbst und wundere mich beim Durchschauen immer wieder, wie gut es selbst im Vergleich zu den absoluten Spitzenmodellen von Leica, Zeiss oder Swarovski abschneidet. Im Gegensatz zum hochgepriesenen und optisch klar überlegenen Fujinon Porro hat es sogar einen Mitteltrieb und ist erheblich leichter.

Ansonsten wäre ein gutes Gebrauchtglas bis 300 € interessant, sowohl ein Fujinon ( Porro, Einzelokularverstellung ) als auch ein Docter ( Porro und Dachkant ) sind mögliche Kandidaten. Wenn Du kein Brillenträger bist bzw. die Brille zum Schauen absetzen kannst, ist auch ein gut erhaltenes Carl Zeiss Jena 10x50 Dekarem eine gute Wahl, für ca. 150 € werden solche Gläser immer mal wieder angeboten.

Ein wirklich gutes 10x50 Dachkantglas, welches neu unter 300 € kostet, ist mir nicht bekannt.

Gruß

Manfred
 
Hallo Manfred,

danke für die Info, habs soeben bestellt (TS 10x50 WP).
Ein modernes Glas scheint mir doch vorteilhafter zu sein als alte Zeiss 10x50.
 
Hallo,

das TS 10x50 WP ist ein echter Preis-/Leistungs-Tip - eben ein ehrlicher Chinese.

Inzwischen gibt es die guten Minolta 10x50 fast nirgendwo mehr und so bleibt eigentlich kaum eine echte Alternative zu dem TS Glas.

Gruß
Adson
 
Hallo Leute
Gibt es so einen Tipp auch im 10 mal 56 Bereich ich mag die "GROSSEN" Objektive Vieleicht kennt ja Jemand ein gut und nicht so teuer
danke schon mal
Thomas
 
Im Biete-Forum verkauft einer ein neuwertiges TS Marine 10x50, für max. 130 EUR wäre das für reine Astro-Anwendung sicher ein guter Tipp.

Gruß
Adson
 
Zitat von Adson:
Im Biete-Forum verkauft einer ein neuwertiges TS Marine 10x50, für max. 130 EUR

Das ist auf jeden Fall ein Knaller bei dem Preis. Ich bin mit meinem Fuji-Klon immernoch sehr zufrieden, hab aber damals noch 300Euro dafür bezahlt.
Gerade wegen dem Wertverlust werde ich meins nicht verkaufen.
Der einzige Nachteil ist das hohe Gewicht (was jedoch wenigstens dem Zittern entgegenwirkt), aber ein echtes Fuji ist auch nur 200g leichter.
 
Zum Beobachtungsgewinn habe ich gerade in La Palma mein neues
TS 10 x 50 Porro Fernglas - Weitwinkel - Stickstoff - Outdoor für €99 auf einem Einbeinstativ benutzt
und bin nach leider nur geringem Gebrauch (der 13" Newton war einfach zu verlockend) mit dem Glas
und der Einbeinunterstützung zufrieden. Genaueres Vergleiches habe ich nicht angestellt (besitze auch ein Zeiss 8x32 FL),
der Gesamteindruck ist jedenfalls überzeugend.
 
Hallo zusammen

hier einige Erfahrungen am Himmel bei Vergleichen mit anderer Leute Ferngläser:

Mein Canon 15x45 IS (4,5° - 67° - 85m/1000m) gegen Fujinon 16x70 (4,3° - 68° - 70m), sehr dunkler Himmel La Palma.
Das Fujinon zeigte Deepsky Objekte mit einem deutlich besseren Nebeleindruck.
Die Bildstabilisierung des Canon erleichterte die Detailerkennung, beim Fujinon mit sehr guter Haltetechnik auch erreichbar.
Fazit AP 3,0 (Canon 15x45) sind bei dunklen Objekten zu wenig.

Mein Nikon 7x35 Action EX (9,3° - 65° - 163m) gegen Zeiss Dekarem (7,3° - 73° - 128m), beide mit sehr großem Gesichtsfeld.
Für das Finden von Deepsky Objekten ist 10x besser, das geringere Verwackeln des 7x gleicht das nicht aus.
Beim "Spazierengehen" am Himmel mit dem Nikon 7x35 sind stören die am Rand auftauchenden Deepskyobjekte,
die sich dann als komatisch-aufgeblähte Sterne herausstellen.

Nach diesen Erfahrungen erwarb ich das von Manfred Müllers empfohlene 10x50 TS (6,5° - 65° - 114m)
und bin damit noch am Praktizieren (Nutzung mit meinem Teleskop ohne optischen Sucher).
Der bisherige Eindruck ist sehr gut, es war noch kein Vergleich möglich.

 
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