12" Light Bridge for Rookies?

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thebadhabbit2001

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Hallo liebe Sternfreunde,

ich heiße Sven und bin schon eine ganze Weile als fleissiger Leser hier im Forum unterwegs....nun hier mein erster Beitrag

Nach einigen Monaten des Lesens, theroetischen Lernens und mit den blossen Augen Sternhimmel Beobachtungen möchte ich mir gerne (nach unserem Unzug im April) ein Teleskop anschaffen.

Für die ersten Monate/Jahre möchte ich rein visuell beobachten, sprich keine Fotos machen. Lieber möchte ich das gesehene in Zeichnungen und Skizzen festhalten.

Meine Beobachtungen werden sich auf Planeten und DeepSky beschränken, da das die, für mich, interessantesten und erstaunlichsten Objekte darstellen.

Zuerst tendierte ich zu einem GSO 8" 200/1000mm Newton Teleskop. Aufgrund der für mich wegfallenden Fotooption dachte ich mir, ok dann geht auch mehr Öffnung für etwas mehr Geld.
So würde meine Wahl derzeit auf ein 12" LightBridge von Meade fallen. Ich habe das Glück auf dem Land (ein alter Bauernhof), im Erdgeschoß mit Kellerraum im Erdgeschoß (zwecks Lagerung) zu wohnen. Sprich der Transport von drinnen nach draußen wäre kein Problem da alles ebenerdig ist.

Würdet Ihr mich in meiner Wahl unterstützen und schlagt Ihr bereits die Hände über dem Kopf zusammen ??

Freue mich schon auf konstruktive Anregungen und ein hoffentlich lehrreichen Thread für mich :gutefrage:

Vielen Dank und bis später mal....
Sven
 
Hi Sven,

ich sehe da keinen Hinderungsgrund für einen 12"er. Hab auch so angefangen und es nie bereut.
Habe mir allerdings einen GSO Volltubus genommen. Die Stangenlösung von Meade sah mir nicht steif genug aus und ist auch keine Gewichtsersparnis.

Viele Grüße
Chris
 
Hey Chris,

Danke für Deine Antwort. Hört sich gut an, ich hoffe es kommen noch ein paar mehr Meinungen hinzu. Wie sieht es mit dem Streulichtschutz aus, hast Du einen, bzw. macht es Sinn von vornherein mit Schutz zu arbeiten? Ich habe im Moment noch keine Vorstellung was mir das wirklich an Vorteil bringt...

Danke und Gruß
Sven
 
Hi Sven,

ich habe mit 8" angefangen und wuchte nun seit Kurzem auch einen 12" Volltubus vom Keller ins Auto und wieder zurück ;) Die Lightbridges von denen ich bisher ein paar gesehen habe, haben micht nicht vollständig überzeugt, der Gewichtsunterschied zun Volltubus ist nicht gerade groß und bei denen die ich gesehen habe (8" und 10") war ne Menge in Sachen Gleichgewicht zu machen.

Vergiss aber keines Falls die Okulare aus dem Auge, die koten wenn sie auf Dauer glücklich machen sollen auch nochmal eine ganze Stange Geld. Ideal wäre wenn du dich vorher nochmal live mit Leuten vor Ort triffst. Wenn das Geld aber da ist, der Himmel und die Transportprobleme wie geschildert liegen, spricht eigentlich nichts gegen 12" - aber schau es dir vorher an :/

CS Benny
 
Hey Benny,

hab grade parallel (mal wieder) auf Deiner Seite gesurft. Auch hier habe ich schon wertvolle Tipps für Einstieger gefunden. Eine Superseite. Dies nur am Rande :applaus:

Du würdest einem Rookie also eher zu einem Volltubus raten, aufgrund der Gleichgewichtsthematik? Wie gesagt, da ich nicht vorhabe das Ding in einem Kofferraum zu wuchten, sondern nur ebenerdig hin unher rolle/schiebe ist mir das Gewicht (relativ) egal. Je stabiler umso besser wegen der Windanfälligkeit, richtig?

Welche Okus würdest Du für Planeten und DS empfehlen?
 
Hallo Sven,

ich würde erstmal dazu raten mir die Teile in Natura anzuschauen, das Gleichgewicht ist nur eine Sache und bei beiden Geräten in den Griff zu kriegen, ich persönlich würde mir (gerade wenn Autotransport erstmal nicht das grosse Thema ist) aber überlegen ob der doch merkliche Mehrpreis nicht in Okularen besser angelegt wäre, ein Gitterrohr ist unbestritten eine feine Sache und auch meiner wird nicht für immer Volltubus bleiben (denn ich muss immer transportieren) aber dann lieber gleich was "richtiges" also stabil und leicht.

Okulare sind ein endloses Thema, ich kann mal meine Lieblingsokulare in den Raum werfen: Die Antares Speers Waler Reihe, die gibts in 5,7,10,14,17 mm und 5-8 und 8-12 Zoom, mit einem 5-8 Zoom und ein oder zwei Festbrenweiten ist man im unteren Bereich sehr gut abgedeckt (insbesondere das 14er begeistert) die haben dann auch schon sehr viel Feld (82°) was am Dobson richtig Spass macht. Darüber wird es schwieriger bzw. teuer wenn man eine gute Abbildung an f/5 haben will. Ich habe da noch ein 22mm LVW dass wirklich optimal abbildet, im Übersichtsbereich wird es dann noch teurer, es gibt praktisch keine "billigen" Lösungen, ausser man muss erstmal auf solche zurückgreifen, ich habe ein 30mm UWA (reese) das aber nicht mehr sehr scharf abbildet und mich selbst stört, aber mir fehlt aktuell das Geld für etwas endgültiges (>500€) ;)

CS Benny
 
Hi Sven
anfangen kann man mit jedem Scope auch mit 12".
Die Frage ist paßt es zu Dir, wirst Du es händeln wollen können etc..
12" sind schon ein Brummer, den man schon mal gesehen haben sollte bevor man kauft.
mach das und probiere und trage das Teil mal und sei kritisch mit Dir selbst. Dann weißt Du ob es paßt.

Daben dann noch Okulare und Geld bedenken. 12" sind f/5 da kann man zwar erst mal mit Plösslbeigaben starten, aber fast sicher ist, das schnell ein Upgrade gewünscht wird. Soll es am Ende was gescheites sein wird der Okularsatz mehr kosten als der 12er.

CS
 
Hey Antares,

Danke für Deinen Beitrag. Ich werde im Mai auf der ATT in Essen sein, ist ja bei mir um die Ecke...ich hoffe dort ein paar Scopes dieser Größenordnung in Augenschein nehmen zu können.
Habe auf Benny´s Seite die Größenangaben und Tabellen gesehen, aber Du hast natürlich recht, in Natura wirken die Dinger nochmal anders.

Aufgrund unseres Umzuges zieht sich der Kauf ja noch ein Weilchen hin. Somit habe ich nocht genügend Zeit mich mit Impressionen und Informationen zu bereichern.

Wenn Du von Upgrade der Okus sprichst, welche meinst Du dann? (Hersteller und Größen?)
Ich habe die Plössls bis Dato nur positiv (vom Lesen) in Erinnerung. Welche sinnvollen Alternativen (für 12" f/5) gäbe es?

Besten Dank,Gruß und CS
Sven
 
Hallo Sven,

die beste Antwort auf die "optimalen" Okulare findest du meines Erachtens auf den Webseiten von Besitzern solcher Geräte die da ihr Equipment vorstellen, zum Beispiel auf Armins (Antares) Seite, es ist kein Zufall, dass die meisten irgendwann dort landen, sie machen an solchen Geräten eben am meisten Spass und wenn man einmal durchgeschaut hat weiss man auch warum ;)

Mit Abstrichen kannst du dich auch an Svens Empfehlungen für den 8"er orientieren, wobei die ersten zwei Pakete an einem 12" f/5 nicht mehr langfristig Freude bringen werden.

Plössl haben den Nachteil, dass sie wenig Gesichtsfeld bieten - zum einen ist das eine Frage der Ästhetik, man blickt dort eben wie "durch ein Rohr" das relativ eng begrenzt ist, während man bei Weitwinkelokularen das Gefühl hat "im Raum vor dem Objekt zu schweben" - zum anderen ist bei wenig Gesichtsfeld ein Objekt auch schneller aus selbigem gewandert - gerade beim Dobson nicht unbedingt wünschenswert, mit viel Feld muss man nicht so oft/schnell nachführen.

Grüße Benny

Viele Grüße Benny
 
Hallo Sven,

Zitat von thebadhabbit2001:
Ich habe die Plössls bis Dato nur positiv (vom Lesen) in Erinnerung. Welche sinnvollen Alternativen (für 12" f/5) gäbe es?

Die Frage ist nicht, ob Plössls gut sind, denn es gibt sogar sehr gute Exemplare davon und man wird sicherlich einige davon in den Okularkoffern der Beitzer von Mak, SC und anderen langbrennweitigen Teleskopen finden. Und auch Leute mit f/5 Geräten werden an und wann mal Plössls haben, wenn sie a) gerade keine Alternative haben oder b) ein recht liebgewonnenes Okular für Planetenbeobachtung behalten wollen. Wenns also jemandem nicht so viel ausmacht, daß das Bildfeld zum Rand hin verzerrt gezeigt wird. Aber, und das musste ja kommen :/, für f/5 würde und sollte man nicht eigens mit Plösslokularen anfangen, weil Du sicher davon ausgehen kannst, daß Dir das gezeigte Bild sehr schnell fad wird. Die Devise sollte also lauten, lieber weniger, aber brauchbare Okulare.

Neben der Verzeichnung behalte auch das Gesichtsfeld im Auge. Gerade beim Dobsonschubsen bist Du recht schnell um jedes Grad Gesichtsfeld dankbar. Mit zunehmendem Gesichtsfeld dauerts einfach auch länger, bis das anvisierte Objekt aus dem Bild wandert, man muss weniger nachschubsen.
 
Hallo Sven,

plane noch etwas für Zubehör ein, wie Filter, Bücher/Karten, Okulare.
Welches Startbudget hast du eigentlich zur Verfügung?

CS,
Stefan
 
Hallo Sven,

ich habe einen 12" Lightbridge und bin zufrieden damit. 12" f/5 als Vollubus bekommt man nur noch sehr schwer ins Auto und stabil genug sind die Teile allemal.

Wenn du auf dem ATT bist (übrigens eine sehr gute Idee) und genug Geld dabei hast, kannst du mit etwas Verhandlungsgeschick am Ende das gute Stück direkt als Messeware mitnehmen.

12" sind auch eine andere Liga als 8" oder 10". Man sieht wirklich einen Unterschied. Zu den Okularen kann man nur sagen, das f/5 schon hochwertige Okulare benötigt um bis zum Rand scharf zu sein, für den Anfang muss man aber nicht gleich alles optimal haben und kann durchaus in der Mittelklasse anfangen.

Viele Grüße

Carsten
 
Zitat von thebadhabbit2001:
Wie sieht es mit dem Streulichtschutz aus, hast Du einen, bzw. macht es Sinn von vornherein mit Schutz zu arbeiten? Ich habe im Moment noch keine Vorstellung was mir das wirklich an Vorteil bringt...

Hallo Sven,

ich habe den Tubus und den OAZ mit Velour ausgekleidet. Zusätzlich habe ich den OAZ gegenüber noch eine Streulichtblende angebracht, die ca. 7-10 cm über das vordere Tubusende hinausragt.
Als wichtigstes erachte ich den Streulichtschutz bei allem, was man mit unbewaffnetem Auge durch den OAZ erblicken kann, denn das ist der Weg, den Streulicht Richtung Okular nimmt. Auf "Schraubenschwärzen" kann man m.E. verzichten.
Der Kontrast hat sich durch diese Maßnahmen merklich verbessert.
Aber spar Dir diese Arbeiten für ein verregnetes Wochenende auf - es geht auch ohne. Besonders beim Einstieg empfehle ich, erst mal das zu nutzen, was da ist. Nur so kannst Du auch beurteilen, ob z.B. der Aufwand des Streulichtschutzes etwas gebracht hat.
Also: erst First-, Second-, Third-Light ... und dann tunen.

Viel Spaß und CS
Chris


 
Hi Sven
gute Idee das mit der Messe. Mach das. besser wäre Du würdest es auch im Einsatz erlebt haben. Neben der Benutzung etc will man ja auch wissen was man hinterher an Seherlebnis haben kann.

Okulare: Benny hats gesagt.
Wer lange genug dabei ist wird irgendwann ne ********* an Okularen haben /wollen. Wie die aussehen kann, kannst auf meiner HP bei meinem Equipment sehen. So oder so ähnliche Kombis haben einige, wobei ich bei mir 2 Sachen anmerken muß:

1. So viele Okulare wie ich habe, braucht man nicht zwingend - ich bin irgendwo halt auch Sammler. Aber 4 oder 5 davon werdens schon die man braucht.

2. Meine Seite ich nicht ganz aktuell eben was die Okus betrifft. Muß da endlich mal wieder ran.

CS
 
Moin moin ihr lieben,

vielen Dank für die konstruktiven Beiträge. Ja genau das ist meine Hoffnung, das ich auf der ATT einen "Schnabber" machen kann. Mein Budget beträgt ca. 1500 Euro, ich hoffe damit hinzukommen.
Literatur in Form eines Karkoschkas und diversen Lehrbüchern habe ich mir bereits zugelegt und auch gelesen.

Mit den Okularen und deren Einsatzgebiet kann ich mich allerdings noch nicht anfreunden, ich denke hierfür fehlt mir die nötige Praxis.
Leider kenn ich keinen im Umkreis Hattingen, bzw. Ruhrgebiet der einen 12" Dobs hat um selbst mal live durchzuschlinsen.

Freue mich schon auf die ATT, ist jemand von Euch auch dort? GGf. könnte man ja ein kleines Meet and Greet einrichten....

So long
Sven
 
Hallo Sven,

Du kannst gerne bei uns vorbeischauen, und den LB "in Ruhe" ohne Messestress ausprobieren. So weit ist Rhede ja nicht weg. Ruf uns aber bitte vorher an, damit wir auch Zeit für Dich haben, am besten folgenden Kollegen:
02872-8074-152 Primoz Bole

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Sven,

wenn schon F/5, dann gleich 12", ist so ein Gedanke, den ich immer hege.
Also schau Dir das an und wenn Du so ein Teleskop bewältigen kannst und willst, spricht m.E. nichts dagegen, auch für einen absoluten Einsteiger nicht.

Ans Herz legen will ich Dir, dass Du Dich mit einem guten Peilsucher UND einem guten optischen Sucher, z.B. 8x50 Winkelsucher, ausstattest.
Ein 8" F/6 bietet ca. 2° Feld mit Übersichtsokularen, der 12" F/5 "nur" maximal 1,5°.
Das scheint kein großer Unterschied zu sein, spielt aber bei der Aufsuche eine größere Rolle als Viele wahrhaben wollen.
Der bereits versierte Hobbyastronom bemerkt das kaum, weil er schon seine Strategie zum Suchen und Finden hat.
Der Rookie scheitert aber öfter als ihm lieb ist, denn nur was er findet kann er auch beobachten.
Ein guter 8x50/10x50 Sucher bringt Dir um 5° Feld bei angenehmer Einblickposition und zeigt schon sehr viele Messierobjekte und auch NGCs wen die äußeren Rahmenbedingungen stimmen und Du gut gepeilt hast. Starhopping und auch "rühren" um den Zielpunkt bei Standartobjekten fallen damit deutlich erfolgversprechender aus als mit dem Übersichtsokular am 12" F/5.
Irgendwann stellt sich dann die Aufsuchroutine ein, aber zumindest bis dahin ist so ein Teil als Frustvermeider viel wert.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Sven,

Mit den Okularen und deren Einsatzgebiet kann ich mich allerdings noch nicht anfreunden, ich denke hierfür fehlt mir die nötige Praxis.

Zu Okularen gibt es wirklich eine Menge zu erzählen.
Einen kleinen Überblick kannst Du Dir z.B. hier verschaffen:
http://www.astro-okulare.de/Okutyp.htm

Das Okular ist letztlich der 'Bildmacher' und wird von Einsteigern leider allzu oft in der Anschaffungsbetrachtung unterschätzt. Da es hier Leute gibt, die schon durch weit mehr Okulare gekuckt haben als ich, spare ich mir hier das Vorbeten eines Referates.
Eine Empfehlung aber: Ich für mich konnte einen guten Kompromiss zwischen Abbildung und Preis in den Baader Hyperion Okularen finden, wobei ich da nur die alte Serie kenne von 3,5 bis 21mm Brennweite.
Ein Namensvetter von Dir hat sich mal die Mühe gemacht, die Hyperions zu testen und mit bau ähnlichen Okularen von Vixen und Orion zu vergleichen.

Letztlich ist es eine Frage des Geldbeutels und des persönlichen Geschmacks. Und um diesen Geschmack zu finden ist und bleibt es das beste: Selber durchkucken bevor gekauft wird.
Teleskoptreffen und private Treffen mit Sternfreunden bieten da immer noch die besten Möglichkeiten.
 
OFF TOPIC:

Ich habe bei irgendjemandem auf der Seite folgendes gelesen:

"Wußten Sie, dass man mit einem Teleskop einen Menschen auf dem Mond (es ist der Erdmond gemeint) nicht sehen kann"

Auch auf die Gefahr hin, dass ich aufgrund grundlegender Wissendefizite achtkantig aus dem Board geschmissen werden, frage ich trotzdem.... :blush:

Warum könnte ich einen Mensch nicht sehen, wenn ich mit meiner Linse bis zum Saturn und weiß nicht wohin gucken kann, warum soll ich dann nicht einen Menschen auf dem Mond sehen können??
?)

Thx & CS
Sven

 
Zitat von thebadhabbit2001:
OFF TOPIC:

Warum könnte ich einen Mensch nicht sehen, wenn ich mit meiner Linse bis zum Saturn und weiß nicht wohin gucken kann, warum soll ich dann nicht einen Menschen auf dem Mond sehen können??
?)

Thx & CS
Sven
Hi,

das hat etwas mit dem Auflösungsvermögen eines Teleskops zu tun. Die Details überlasse ich den Profis ;)
 
Hallo Sven,

hm, ja, die Auflösung auf dem Mond wird ein paar hundert Meter betragen. Darunter geht wohl nichts. Einen Menschen oder eine Raumfähre, welche dort noch stehen sollte, wirst du nicht sehen können.
Mal eine einfache Rechnung:
Der Mond ist 380 000 km entfernt. Mit 1000facher Vergrößerung siehst du es so, als ob du noch 380km vom Mond entfernt bist. Das ist schon nah, aber aus der Entfernung erkennst du keinen Menschen. Das gibt die Auflösung der Teleskope nicht her, ist zu klein und das Seeing der Luft macht dir auch einen Strich durch die Rechnung.

Nee, sorry, aber es wird bei eindrucksvollen Kratern, Rillen und Gebirgen bleiben.

CS,
Stefan
 
Hallo Sven,


warum soll ich dann nicht einen Menschen auf dem Mond sehen können??

öhm....weil gerade keiner da ist?

Ne, Spaß, es hat was mit dem Auflösevermögen zu tun.

Als Faustformel gilt für die beugungsbegrenzte Auflösung:

d = 115 / D
d : Auflösungsvermögen in Bogensekunden
D : Öffnung in Millimetern

Das würde, das Seeing mal aussen vor, heissen, ein 12" Teleskop könnte 0,37" Auflösen.
Nun kommt aber eben das Seeing dazu, was kaum Werte unterhalb einer Bogensekunde zulässt.
Nehmen wir also für die Praxis diese eine Bogensekunde als Winkel an und geben dem Mond eine mittlere Entfernung zur Erde von 384 401 km. Dann ergibt sich daraus trigonometrisch eine Auflösestrecke auf dem Mond von etwa 1800m, alles mal stark gerundet und gestutzt.

Also, kein Mensch,
kein Mondauto
kein Landemodul


 
Code:
Heilige S......, Antares ist ja ein gewaltiger Brummer!

...dabei hat er "nur" ungefähr 15 Sonnenmassen. Also muß seine mittlere Dichte sehr klein sein. Seine äußersten Schichten würde man auf der Erde Ultrahochvakuum nennen.

Gruß

Kurt
 
Hi Sven,

habe für dich mal eine kleine Grafik dargestellt, die die Gesichtsfelder von Plössl, Nagler und Ethos Okularen etwa gleicher Brennweite darstellt.

Zielgebiet ist M65 und M66 im Löwen.

Link zur Grafik: http://foto.arcor-online.net/palb/alben/18/3992218/6336353934623665.jpg

Wie du sieht sind die Plössl Okulare hier schon kaum mehr geeigent, mal abgesehen von dem recht unscharfen Bildfeldrand, da sie ein zu kleines GF haben (50°), während du beim Nagler (82°) und Ethos (100°) wesentlich mehr Umfeld + scharfer Bildfeldrand dazu hast.

Es soll hier natürlich nicht verheimlicht werden, das Nagler Okulare etwa 8x und Ehos Okulare 15x so teuer wie Plössl Okulare sind.

Gruß
Lots
 
Zitat von Markus77:
Heilige S......, Antares ist ja ein gewaltiger Brummer!
CS,
Markus

Ohja das war auch mein erster Gedanke...Burn Baby Burn :erschreck:

@Lots:
Vielen Dank für die interessante Darstellung. Das macht es sehr deutlich. Also ein Nagler sollte minimum schon an den Start...ich seh schon ich werde noch viele Bücher und noch mehr Einträge lesen müssen bis ich die Welt der Okus verstehe....

Nice Weekend
Sven
 
Hallo Sven,

na mach Mal langsam. Nagler sind sehr gut, aber nicht Jeder kann/will sich davon zu Anfang einen ganzen Satz leisten.

Naglerfeld und durchaus vergleichbare Abbildungsleistung gibt es auch schon günstiger, das wären dann die Speers Waler.
An F/5 ab dem 14er (13,4er) nach unten empfehlenswert, das 17/18er fällt gegenüber den kleineren Brennweiten von der Randschärfe her deutlich ab.
Ähnliches gilt auch für die Hyperions bis etwa runter zum 13er (ab da gehts an F/5 mit der Randschärfe), das Feld ist aber schon nicht mehr ganz so üppig.
Bei den teureren Vorbildern der Hyps (immer noch deutlich unter naglerpreisen aber eben "nur" 65° Feld), den LVWs, findet man das günstigste Weitwinkel um 20 mm Brennweite mit Eignung bis F/4 mit dem 22er LVW.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Hallo Sven,


Bei den teureren Vorbildern der Hyps (immer noch deutlich unter naglerpreisen aber eben "nur" 65° Feld), den LVWs, findet man das günstigste Weitwinkel um 20 mm Brennweite mit Eignung bis F/4 mit dem 22er LVW.

Gruß und CS
Günther

Bei den aktuellen Vixen LVW-Preisen 3.5mm bis 22mm (259.- Euro) ist ein Nagler von 3,5 (240.-) bis 13mm (259.-)wenn überhaupt gar nicht mehr groß teuerer . Beim 20mm Nagler sähe es schon ein wenig anders aus (359,- Euro). Vielleicht wird es ja durch die aktuelle Entwicklung des Dollars noch attraktiver.
 
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