klawipo
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Liebe Freunde des gepflegten Beobachtungsberichts,
Gestern war es endlich soweit und ich konnte meinen neuen 12 Zoll Gitterrohr-Dobson ein wenig ins Dunkle kutschieren. Ausnahmsweise parkte ich diesmal gegen 21:30 legal in der Nähe von Rheinbach auf einem Wanderer-Parkplatz, von wo der Osthimmel in Gänze und der Rest teilweise über Bäumen zu sehen war. Der Himmel war klar, die Milchstraße im Zenit und gegen Westen klar strukturiert zu sehen.
Ich begann meine Reisen durch das Universum mit den Messier-Objekten um den hochstehenden Schwan. Der Ringnebel in der Leier stand zunächst auf dem Programm. Mit 60facher Vergrößerung zeigte er sich als verwaschenes Oval. Das Innere ist sichtbar heller als der sonstige Himmelshintergrund, einen Zentralstern konnte ich nicht ausmachen. Verdoppelung der Vergrößerung brachte kaum mehr Details. Dafür gibt es einen recht schönen Anblick mit einem angrenzenden Stern ab. Im Vergleich mit dem Achtzöller konnte ich keine große Verbesserung feststellen. Gerade hier bei M 57 habe ich immer den Eindruck dass ein Mehr an Öffnung nicht so richtig viel bringt. Vor bald 30 Jahren am 2 Zoll Tasco-Refraktor bei 100fach konnte ich ihn schon im Prinzip ähnlich sehen.
Der Hantelnebel (M 27) als weiterer Planetarischer Nebel habe ich mir gestern nacht erstmals angeschaut. Erstaunlich hell und nur leicht unsymmetrisch zeigte sich die bekannte Hantelform mit dicken Griff in der Mitte und sanft auslaufenden Seiten.
Die beiden Kugelsternhaufen M 58 und M 71 waren bis 120fach unspektakulär. Bei Letzterem konnte ich noch im Inneren Sterne oder helle Stellen erkennen, würde aber nicht sagen dass er bis zum Kern aufgelöst war. M 58 war noch ziemlich diffus bis auf den körnigen Rand. Mit höherer Vergrößerung wäre bei beiden Objekten wohl noch mehr drin gewesen. Kugelsternhaufen profitieren ja besonders von niedrigen Okularbrennweiten. Ich ließ es aber dabei bewenden.
Damit schwenkte ich rüber zur Andromedagalaxie M 31, die ich schon mit bloßem Auge gut und flächig ausmachen konnte. Erstmals konnte ich im Dob deutlich ein großes Staubband ausmachen, mit etwas gutem Willen noch ein zweites. Ein schöner Anblick mit Begleiter M 32. M 101, zu weit weg um sie gleichzeitig mit M 31 zu sehen, war deutlich elliptisch und etwas strukturiert.
Runter zu M 33. Dort konnte ich zunächst nur einen unregelmäßige Nebel sehen. Nach einer Weile verstärkte sich der Eindruck zweier Arme um einen verwaschenen Kern.
Bei der Erkennung der Mitglieder unserer lokalen Gruppe griff ich auf den Bewegungstrick zurück, schwenkte das Teleskop also ganz leicht, und schon wurden mehr Strukturen sichtbar. Indirektes Sehen bringt bei mir im Vergleich weniger.
Weiter ging es mit dem Kleinen Hantelnebel. Im englischen auch Cork Nebula genannt. Und das trifft es sehr gut. Man hat den Eindruck eines kleinen Rechteckes mit einem dickeren "Knubbel" an einer der kurzen Seiten, also wie ein Weinkorken von der Seite. Erste Assoziation bei mir war ein Pilz mit ziemlich kleinem "Hut". Das Gebilde ist nicht nur kleiner, sondern auch deutlich dunkler als der "große" Hantelnebel, dennoch im 12er deutlich zu sehen.
Als letztes kam M 74 an die Reihe. Der Spiralgalaxie war beim besten Willen kein strudeliges Aussehen abzugewinnen. Sie war zwar irgendwie flächig aber auch sehr dunkel. Vielleicht spielte hier auch der leicht aufgehellte Osthimmel eine Rolle.
In der Hoffnung auf wieder besseres Wetter
Euer Klaus
Gestern war es endlich soweit und ich konnte meinen neuen 12 Zoll Gitterrohr-Dobson ein wenig ins Dunkle kutschieren. Ausnahmsweise parkte ich diesmal gegen 21:30 legal in der Nähe von Rheinbach auf einem Wanderer-Parkplatz, von wo der Osthimmel in Gänze und der Rest teilweise über Bäumen zu sehen war. Der Himmel war klar, die Milchstraße im Zenit und gegen Westen klar strukturiert zu sehen.
Ich begann meine Reisen durch das Universum mit den Messier-Objekten um den hochstehenden Schwan. Der Ringnebel in der Leier stand zunächst auf dem Programm. Mit 60facher Vergrößerung zeigte er sich als verwaschenes Oval. Das Innere ist sichtbar heller als der sonstige Himmelshintergrund, einen Zentralstern konnte ich nicht ausmachen. Verdoppelung der Vergrößerung brachte kaum mehr Details. Dafür gibt es einen recht schönen Anblick mit einem angrenzenden Stern ab. Im Vergleich mit dem Achtzöller konnte ich keine große Verbesserung feststellen. Gerade hier bei M 57 habe ich immer den Eindruck dass ein Mehr an Öffnung nicht so richtig viel bringt. Vor bald 30 Jahren am 2 Zoll Tasco-Refraktor bei 100fach konnte ich ihn schon im Prinzip ähnlich sehen.
Der Hantelnebel (M 27) als weiterer Planetarischer Nebel habe ich mir gestern nacht erstmals angeschaut. Erstaunlich hell und nur leicht unsymmetrisch zeigte sich die bekannte Hantelform mit dicken Griff in der Mitte und sanft auslaufenden Seiten.
Die beiden Kugelsternhaufen M 58 und M 71 waren bis 120fach unspektakulär. Bei Letzterem konnte ich noch im Inneren Sterne oder helle Stellen erkennen, würde aber nicht sagen dass er bis zum Kern aufgelöst war. M 58 war noch ziemlich diffus bis auf den körnigen Rand. Mit höherer Vergrößerung wäre bei beiden Objekten wohl noch mehr drin gewesen. Kugelsternhaufen profitieren ja besonders von niedrigen Okularbrennweiten. Ich ließ es aber dabei bewenden.
Damit schwenkte ich rüber zur Andromedagalaxie M 31, die ich schon mit bloßem Auge gut und flächig ausmachen konnte. Erstmals konnte ich im Dob deutlich ein großes Staubband ausmachen, mit etwas gutem Willen noch ein zweites. Ein schöner Anblick mit Begleiter M 32. M 101, zu weit weg um sie gleichzeitig mit M 31 zu sehen, war deutlich elliptisch und etwas strukturiert.
Runter zu M 33. Dort konnte ich zunächst nur einen unregelmäßige Nebel sehen. Nach einer Weile verstärkte sich der Eindruck zweier Arme um einen verwaschenen Kern.
Bei der Erkennung der Mitglieder unserer lokalen Gruppe griff ich auf den Bewegungstrick zurück, schwenkte das Teleskop also ganz leicht, und schon wurden mehr Strukturen sichtbar. Indirektes Sehen bringt bei mir im Vergleich weniger.
Weiter ging es mit dem Kleinen Hantelnebel. Im englischen auch Cork Nebula genannt. Und das trifft es sehr gut. Man hat den Eindruck eines kleinen Rechteckes mit einem dickeren "Knubbel" an einer der kurzen Seiten, also wie ein Weinkorken von der Seite. Erste Assoziation bei mir war ein Pilz mit ziemlich kleinem "Hut". Das Gebilde ist nicht nur kleiner, sondern auch deutlich dunkler als der "große" Hantelnebel, dennoch im 12er deutlich zu sehen.
Als letztes kam M 74 an die Reihe. Der Spiralgalaxie war beim besten Willen kein strudeliges Aussehen abzugewinnen. Sie war zwar irgendwie flächig aber auch sehr dunkel. Vielleicht spielte hier auch der leicht aufgehellte Osthimmel eine Rolle.
In der Hoffnung auf wieder besseres Wetter
Euer Klaus