130/920 oder 150/750

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Saider
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Saider

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Hallo zusammen,

Aktuell steht bei uns der Kauf eines neuen Teleskops an. Nachdem wir durchein paar vorangegangene Beobachtungen mit einem nahezu 15 Jahre alten "Billig Gerät" Bresser 70/700 Refraktor mit grusel Montierung uns den himmel beguckt haben und feststellten "Ja das ist was für uns", steht nun ein "neukauf" an um sich zu mindestens gegenüber dem Zeug ein wenig zu verbessern.

nun zur eigentlichen Frage:
Aktuell stehen zwei verschiedene Optiken zur Auswahl:
ein 130/920 und ein 150/750 zur Auswahl die uns nahezu mit identischem Preis angeboten wurden.

beide sind auf einer EQ-3 befestigt ... wobei ich vom aussehen davon ausgehe das es die billige version ist. anyway soll sowieso ausgetauscht werden sobald wir eine EQ-5 zu erschwinglichen preisen finden. eilt ja nicht.

welches, von den oben gennanten, ist für relative Anfänger mit dem Ziel Planeten und ansatzweise Deep-Sky Beobachtungen machen zu wollen das geeignetere?

Grüße,
Jan und Freddy
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo ihr zwei,

wenn es unbedingt eins von den beiden Teleskopen sein soll, dann der 150/750er. Er ist eher für die Beobachtung von DS-Objekten ausgelegt, erfordert jedoch teurere Okulare, um bis zum Rand ein scharfes Bild zu haben. Plameten gehen damit natürlich auch.

Der 130/920er von Omegon hat einen Kugelspiegel, die Version von SkyWatcher (130/900) hat laut TS einen besseren Parabolspiegel. Bei den Geräten ist der Lichtverlust durch die überdimensionierte Fangspiegelhalterung zu beachten. Für DS ist der 150er also klar die bessere Wahl, allein schon wegen der größeren Öffnung und Lichtstärke (schwächere Vergrößerungen und damit ein helleres Bild sind möglich).

Noch zwei grundsätzliche Dinge: Wenn es parallaktisch sein soll, würde ich etwas länger sparen und gleich die richtige NEQ-5 nehmen. An einer stabileren Montierung hat man viel mehr Freude. Eine zu schwache Montierung bringt das Bild zum Zittern, was das Scharfstellen erheblich erschwert.

Unabhängig davon würde ich für Planeten UND Deep Sky zum 8" f/6 Dobson raten. Er liefert für beide, grundverschiedene, Objektklassen sehr gute Ergebnisse. Der Dobson ist auch einfacher zu justieren und wegen der etwas langsameren Öffnungsverhältnisses weniger justagekritisch (wichtig für Anfänger), und er kommt mit preiswerteren, einfacheren Okularen aus und liefert trotzdem ein sehr gutes Bild (okularunkritisch). Die Dobson-Montierung ist auch extrem stabil.

VG Christian
 
Hi Christian,

Danke dafür zunächst :)

okay, beide Geräte wären die von Omegon gewesen die wir für relativ günstiges Geld hätten gebraucht erstehen können. Aber so wie ich das verstanden habe sind die wohl auch das Geld nicht so richtig wert. (wären rund 200 Euro gewesen).

Den Rat zu einem 8" Dobson haben wir jetzt auch schon von mehreren Seiten bekommen. Da wäre allerdings das Thema das die ja wohl nur optisch nutzbar wären. Da zu mindestens ich auch mal versuchen wollte eine Kamera durch die Optik schauen zu lassen.

und das alles unterhalb der NEQ-5 wohl rausgeschmissen Geld ist habe ich nun auch schon mehrfach gelesen. Deshalb wäre sowieso der Plan gewesen zu der Größe oder größer umzusteigen wenn man eine erschwingliche angeboten bekommt.

Budget grenzen haben wir uns jetzt nicht wirklich gesetzt. für etwas vernünftiges sollte es auch kein Problem sein mal den ein oder anderen Euro mehr auszugeben.

demnach heißt die Devise an wohl nochmal die Augen aufhalten.

Grüße,
Jan + Freddy
 
Hallo Jan und Freddy,

wie weit wollt ihr bei Astrofotografie gehen? Eine DSLR anzuschließen und eine Gesamtansicht von Mond oder einer Sonnenfinsternis zu machen, geht auch mit einem Dobson, und das wegen der stabilen Montierung sogar sehr gut.

Mit Astrofotografie würde ich wegen der Kosten (Montierung und Optik mit Nachführeinheit ca. 3000 Euro, zuzüglich der mindestens 6 monatigen Einarbeitungszeit, wenn die Ergebnisse gut werden sollen), zunächst mit kleinen Objektiven (Brennweite ca. 18 bis 50 Millimeter) und einem einfachen Fotostativ anfangen. Bereits damit erreicht man unter gutem Himmel eindrucksvolle Ergebnisse.

Mit Brennweiten bis ca. 200 Millimeter kommt man noch ohne Nachführeinheit (Leitrohr und Autoguider) und lediglich mit einer leichteren Montierung aus. Viele eindrucksvolle Nebelfotos entstehen mit einer solchen Ausrüstung.

Dass die NEQ-3 nichts taugt, würde ich pauschal nicht sagen. Visuell trägt sie Maksutovs bis fünf Zoll Öffnung. und klassische Richfielder sehr gut. Es kommt da auf die verwendete Optik und die Ansprüche an die Stabilität an.

Ein Budget würde ich mir auf jeden Fall setzen, sonst artet die Gerätesuche ins Uferlose aus. Beim Dobson wäre man mit einem Satz guter Okulare und Justierlaser als Neuware mit ca. 650 bis 700 Euro dabei. Bei einer stabilen, parallaktischen Montierung und okularkritischem Newton wie dem oben beschriebenen 150/750er wird es schnell das Doppelte

VG Christian
 
Hi Christian,

naja wie weit will man gehen, das ist eine sehr gut frage ... wie weit sich das entwickelt kann ich wahrscheinlich noch nicht mal sagen. Aber Hauptsache da irgendwo mal einen Einstieg finden. mh, einige kleinere objektive hätte ich tatsächlich zuhause. mal gucken was sich damit schon was machen lasst. danke für denn Hinweis. denke mal werde zunächst mal damit etwas ausprobieren.

soweit dann schon mal zu fotografischen Bemühungen, allerdings sind ja trotzdem etwas vernünftiges her was man auch visuell nutzen kann :)

Naja rein vom aussehen her ist es allerdings nicht mal eine NEQ-3 sondern dieses Teil was gerne unter dem Titel EQ-3 verkauft wird. die optische unterschied zwischen den beiden ist nämlich schon recht immanent.

nach ein paar Abstimmungen sind wir dann doch dem Rat gefolgt und habe mal ein Budget angesetzt sind ei "um die 1000 Euro" angekommen. damit sollte sich ja schon mal was anfangen lassen denke ich.

alles in allem sind die beiden Geräte die ich oben gennant habe vom Tisch und es soll nach einer vernünftigen "alternative" gesucht werden.

Grüße,
Jan und Freddy
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan und Freddy,

das ist ein sehr vernünftiger Ansatz. Mit 1000 Euro Budget kann man schon eine hochwertige Ausrüstung anschaffen, insbesondere würde ich hier Okulare mit zwei Zoll Steckhülse empfehlen. Der Gewinn an Gesichtsfeld ist beträchtlich.

Dann hat man das Gefühl, im Weltraum zu schweben, da spreche ich aus Erfahrung. Bei Deep Sky gibt es nichts Erfüllenderes, als mit einem zwei Zoll Weitwinkelokular zu beobachten.

Wenn man einen Dobson verwendet, ist der Gesichtsfeld-Gewinn auch bei Mond und Planeten sehr nützlich: Man muss nicht so oft nachschubsen, da es länger dauert, bis der Planet oder die beobachtete Mondformation durch das Gesichtsfeld gewandert ist. Beim Mond sieht man bei gleicher Vergrößerung zusätzlich einen größeren Ausschnitt.

Mit entsprechendem Budget sind solche Okulare also ein enormer Gewinn an Beobachtunsspaß.

VG Christian
 
Hi,

am Anfang sind ja mal die Stichworte "Beugungsbegrenzt" und "Parabolisch" gefallen.

völling unabhängig von der möglichen Montierung, ob nun Parallaktisch oder Dobson und unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Größe würde uns das zu dieser Optik führen :)

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php?products_id=51#ebericht

wäre ein 200/1000 f/5 in diesem Fall jetzt auf EQ5 - die wenn ich mir das richtig ansehe fotografisch auch wieder zu schwach sein dürfte aber zumindestens Visuell doch eine ganz gute Figur machen sollte.

2 Zoll OAZ hätte die Optik auch so das man da auch noch Spielraum mit den Okularen hätte .... nun die frage, ist die Optik eher in dem bereich "verzeiht auch kleine Fehler im Okular" oder in der "je 'teurer' = besser' Kategorie angesiedelt?

denn zu mindestens wenn man an das Budget denkt ist da ja noch ein wenig Spielraum für vernünftige Okulare oder andere Spielerrein ;)

Grüße,
Jan + Freddy
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo nochmal,

der 200/1000er hat auch f/5, auf die Okulare trifft also das Gleicht zu wie auf den 150/750er. Das hängt NUR von der f/x-Zahl und nicht von der absoluten Öffnung ab.

Zur Montierung: Einige bezeichnen die Kombination visuell als grenzwertig bis untermontiert, andere sagen, damit kann man gut beobachten. Im visuellen Bereich hängt das sehr stark von den individuellen Ansprüchen an die Stabilität ab, was für den einzelnen Beobachter noch als gut bzw. stabil empfunden wird.

Fotografisch ist die EQ-5 mit dem Tubus aber definitiv überlastet.

VG Christian
 
Hallo Jan + Freddy ,

Zitat von Saider:
und das alles unterhalb der NEQ-5 wohl rausgeschmissen Geld ist habe ich nun auch schon mehrfach gelesen. Deshalb wäre sowieso der Plan gewesen zu der Größe oder größer umzusteigen wenn man eine erschwingliche angeboten bekommt.

Hier
http://www.deepsky-brothers.de/
-> Einsteiger -> Rund um Montierungen -> Tabelle
gibt es ein schöne Übersicht über Montierungen und ihre Grenzen.

Und auch hier findet man einiges
http://www.montidatenbank.de/Montierungen_Visuell_select.php

Bei mir selber kommt eine Bresser Mon2 (~EQ5) mit einem 100/1000 Refraktor (Lidl 250€ komplett) zum Einsatz. Da ist die Montierung schon grenzwertig. Weniger wegen dem Gewicht des Refraktors, sondern eher wegen dem Hebel. Bei einem Astrotreffen konnte ich mal durch einen 150/750 Newton auf einer Mon2 schauen. Visuell besser als mit meiner Kombi. Fotografisch, keine Ahnung.
 
Hallo,

ich möchte mich mal kurz zu Wort melden wegen der f5 Problematik. Ich beobachte viel mit 12 Zoll f5 und recht preiswerten Erfles verschiedener Brennweiten bei 70 Grad Gesichtsfeld. Die gibt es schon ab 30 EUR neu. Wenn ich mich nicht extra drauf konzentriere sehe ich da bei Deepsky keine Randunschärfe. Bei Jupiter kommt da zugegebenermaßen ein bisschen Farbe ins Spiel. Aber bei Galaxien und Sternhaufen? Top Bild.

Kleiner Nachteil der günstigen Dinger ist bei niedriger Brennweite der kleine Augenabstand. Wer ohne Brille nicht spechteln kann wird damit nicht froh. Wimperntusche sollte man sich auch vorher abschminken.

Ich will damit nicht sagen dass teurere Okulare nicht besser wären. Aber f5 ist in meinen Augen (im Wortsinn) noch nicht so kritisch wie hier oft behauptet wird. Es geht jedenfalls auch ohne 500 Euro Okus. Was wirklich negativ reinhaut ist dagegen unzureichende Kollimation bei meinem 12 Zoller. Wenn f5 Newton, dann muss eine gescheite Justierhilfe her.


CU
Klaus
 
Hallo zusammen,

Okay das Thema mit der Optik währe soweit verstanden. Dann stellt sich nun noch die Frage was man "sonst noch kaufen sollte" da ja im Budget noch ein wenig drin ist.

Okulare? .... ja definitiv eine idee denn die wir aktuell haben sind gelinde gesagt nicht mal den Namen wert. Gibt es da bestimmte Größen die man unbedingt haben sollte?

Filter? sollte man sich da mal einen Satz besorgen?

Grüße,
Jan + Freddy
 
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