13mm UWA die richtige Entscheidung?

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tonabnehmer

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Hallo,

ich habe mal wieder eine Okularfrage ;-)

Zwischen meinem 9mm HR Planetary im Zommset und meinem 20mm TSWA fehlt noch etwas. Als Großstadt-Südbalkonspechtler freue ich mich auf die M42 Saison. Genau dafür und auch für den Mond im Überblick tendiere ich zu einem 13mm UWA. Im Auge habe ich das Speers Waler 13,4mm oder ein Nagler T6 13mm. Gebraucht um die 100 bzw. 180 Euro zu haben. Laut Oku-Rechner käme ich mit meinem 6" f/8 auf:

Vergrößerung: 89/92 (SW/Nagler)
Austrittspupille: 1.6 mm
Gesichtsfeld: 0° 53'

Frage 1: Sind die anvisierten 13mm günstig gewählt, die 1,6mm AP sind ja nicht gerade viel?

Frage 2: Welches ca. 70° Weitwinkel wäre als preisgünstige Alternative zu empfehlen falls SW und Nagler gebraucht mal nicht erhältlich sind? Vielleicht Baader Hyperion oder TS Expanse?

Frage 3: Es gibt noch das Speers Waaler Zoom 8,5-12mm. Damit könnte ich gleich noch höher vergrößern (Trapez im M42 oder Krater auf dem Mond). Oder eben das Lacerta UWA im Zoomset mit ca. 15-10mm Brennweite. Könnte ich das Speers 13,4mm oder das Nagler T6 13mm oder eine der 70° Alternativen ebenfalls verzoomen?

Wäre toll, wenn Ihr mir bei der Entscheidungsfindung wieder helfen könntet!

Besten Dank und CS,
Marcus
 
Hi Marcus,

ich habe zwei Zoomsets mit UWAN´s: das 7mm für Hochvergrößerung (7 bis unter 4mm)und seit wenigen Tagen das 16mm (ca. 15 bis unter 11mm). Letzteres konnte ich an M42 noch nicht probieren, aber gerade heute bei allen drei großen Sternhaufen im Fuhrmann sowie DoubleCluster und M31 einsetzen. Mond vor einigen Tagen kam trotz miesem Seeing mit dem 16mm Zoomset bestens ins Bild, fast formatfüllend, aber noch mit schönem, schwarzen Rand drum herum. Ein Genuss (freu mich schon auf besseres Seeing am Mond).

Beide 82°-Okulare sind in meinem f6-Newton bestens untergebracht. Randschärfeprobleme gröberer Natur sind nicht auszumachen.

Will sagen: investiere in ein weiteres Zoomset, wenn du schon Erfahrung damit hast. Die 82° kommen richtig gut und das variable Vergrößern macht richtig Spaß...

Nagler T6 geht nach Aussage von Günther *entfernt*, Speers Waler nur mit einer Sonderhülse, soweit ich weiß. Aber hierzu wird Günther selbst etwas sagen können.



CS

Logi
 
Hallo Markus,

als ich 2009 wieder in's Beobachten eingestiegen bin fiel meine Wahl unter anderem auch auf ein Speers Waler 13.4mm. Ich bin mit dem Okular immer sehr zufrieden gewesen. Das Einblickverhalten fand ich schön und die Abbildungsleistung auch an meinem 10" f/5 gut. Ich würde dieses Okular immer bedenkenlos empfehlen. Ob die 13.4mm Brennweite zu deinen Bedürfnissen passt ist für mich dabei uninteressant. In einem Zoomset habe ich das Speers Waler allerdings nicht eingesetzt und kann daher keinen Kommentar dazu machen, ob die Abbildungsleistung dadurch negativ beeinflusst wird.

Vor gut einem halben Jahr habe ich mir ein paar weitere Okulare im Bereich um 14mm besorgt, unter anderem auch ein 13mm Nagler T6. Das Okular finde ich auch gut. Ich habe es gekauft, um das Speers Waler gegen ein Okular mit noch besserer Abbildungsqualität zu ersetzen. Weil das Nagler verglichen mit dem Speers Waler enorm teurer ist, war mein Plan, das Okular in einem Zoomset einzusetzen und somit mehr Brennweiten für die Anschaffungskosten zu erhalten. Durch die Benutzung im Zoomset blieb die Qualität die ich mir durch den Kauf des teuren Nagler erwünscht hatte jedoch nicht mehr erhalten. Ich selbst interessiere mich nicht für Optik und habe auch kein Interesse Sachen nachzumessen - ich beobachte mit Freude und versuche Sachen festzustellen. Ich selbst habe keine eigene Messung durchgeführt, Bill Paonini aus den USA hat die Kombination jedoch vermessen. Er hat dabei festgehalten, dass sich das Gesichtsfeld von 84° auf circa 95° aufweitet. Dabei tritt eine Verschlechterung der Abbildungsleistung abseits der Bildmitte auf, die Feldblende wird unscharf und das Bild wird insgesamt schlechter.

Ich will von Optik nichts wissen. Bill vermutet, dass das Barlowelement im 13mm Nagler T6 so gerechnet ist, dass es bestimmte Korrekturaufgaben erfüllen soll. Dies kann es wohl nicht mehr tun wie es von den Designern gedacht war, wenn man das Okular auseinanderbaut und die Abstände verändert. Bill kommt zu diesem Schluss, weil das 13mm Nagler seiner Meinung nach eine starke Bildfeldkrümmung zeigt, sobald es auseinandergebaut und mit dem Zoomset verbaut wird.

Das klingt alles sehr negativ, ist es ja auch. Aber ich bin beim Beobachten nicht blind geworden. Das Bild ist immer noch recht gut und Zoomen zu können sehr bequem. Nur sehe ich den Sinn nicht mehr gegeben. Wenn ich ein teures Okular wie das Nagler kaufe, dann erwarte ich vorzügliche Abbildungsqualität oder zumindest nicht die oben beschriebenen Probleme.

Leider findet man kaum Berichte zum 13.4mm Speers Waler im Zoomset. Wenn es damit besser laufen sollte, würde ich diese Kombination wählen.

Meine eigene Wahl fiel im Endeffekt auf ein 14mm Meade UWA der Serie 4000. Eine Festbrennweite, ganz ohne Zoom.

Von Alternativen die qualitativ unterhalb des Speers Waler liegen würde ich die Finger lassen. Meiner Meinung nach ist sowas bloße Geldverschwendung.

Viele Grüße, Bernd.
 
Hallo Marcus,

ich weiß nicht, ob man schon irgendwo Feldblendenangaben zu den Speers findet. Vom 13mm T6 aber weiß ich, dass sein wahres Feld nur wenig größer als jenes eines LVW 13 ist. Ein 14mm XW hat trotz 70° etwas mehr wahren Himmel. Eventuell ist das Kriterium für Dich wichtig.
Die Abbildungsqualität insbesondere am Rand und bezüglich Streulicht ist beim Nagler etwas besser. Bei f/8 ist aber hinsichtlich der Randabbildung bei beiden Okularen kein Schwächeln zu erwarten. Dass ein SW Zoom ähnlich funktioniert, nehme ich einfach mal an. Nur zeigen die Speers dann eben am Rand doch etwas mehr Aufhellung als die Nagler. Irgendwo findet sich der Preisunterschied da halt wieder.

Die AP setze ich übrigens recht häufig ein, genauso aber auch 2mm. Das ist so der Bereich, der für kleine Objekte spannend ist. Also planetarische Nebel und Kugelsternhaufen als Beispiele.

Clear Skies
Sven
 
Hi Marcus,

Vielleicht Baader Hyperion oder TS Expanse?

eher nicht die Hyperions, die sind doch eine Klasse schlechter als SW und/oder Nagler. Die TS Expanse kenne ich nicht.

Würde dir eventuell auch ein 12mm Nagler T4 ans Herz legen. Das dürfte ein Okular für die Ewigkeit sein.

Ansonsten denke ich ein 13,4mm SW ist eine gute Wahl.

Gruß
Lots
 
Hallo Marcus,
Ich besitze ein 13mm Nagler T6 und bin vollauf zufrieden damit.
Eine Alternative in dieser Klasse waere in meinen Augen nur das teuerere Pentax XW 14mm (70°) welches eine sehr gute Transmission und Schaerfe hat und eine riesige Augenlinse besitzt. Der Einblick ist beim Pentax (im Besitz eines Freundes) etwas besser als beim Nagler.
Eine wirklich sehr guenstige Alternative waere gerade bei f/8 noch das 15mm Goldkanten-Okular welches lange Zeit an meinem 10" f/5 mein Lieblingsokular und Galaxiensucher war.
Interessant sind auch die Skywatcher ExtraFlat Okulare. Hier gibt es ein 16mm (65°) Okular. Ich besitze die 19mm Variante und bin sehr zufrieden damit.

CS
Kai
 
Ich nutze auch ein Nagler 13mm T6 aber am 8"F6. Habe es mir auch zugelegt da mir in dieser Brennweite auch etwas gefehlt hat für den Orionnebel und es verfehlt seinen Zweck nicht.

Das Okular ist dafür wie geschaffen und auch an PLaneten macht es mir sehr viel Spaß! Ein tolles Okular
 
Hallo zusammen,

viele Dank zunächst für Eure Meinungen! Ich habe noch Detailfragen.

Zitat von Sven_Wienstein:
Vom 13mm T6 aber weiß ich, dass sein wahres Feld nur wenig größer als jenes eines LVW 13 ist. Ein 14mm XW hat trotz 70° etwas mehr wahren Himmel.

Bedeutet das, dass ein 13mm T6 nur so um die 68° hat? Ich dachte mit einem so teuren Okular bekommt man die angepriesenen 80°. Sonst könnte ich ja an f/8 auch das TSWM 15mm (66°) oder das TSWA 12mm (70°) für einen Bruchteil des Preises nehmen.

Gibt es ausser der Brennweite einen wesentlichen Unterschied zwischen 14mm SW (1. Generation) und dem 13,4mm SW (2. Generation), der mich interessieren sollte? Und stimmen bei den SW die Angaben 82°?

Danke und CS,
Marcus
 
Hallo Marcus,

die angepriesenen 80 Grad sind das scheinbare Gesichtsfeld. Die können ja auch stimmen. Das sieht man sofort beim Durchgucken (auch tagsüber) anhand des Durchmessers des Bildkreises, wie er im Okular erscheint.

Aber das wahre Gesichtsfeld kann ja trotzdem unter 70 Grad liegen. Die Differenz erklärt sich aus der geometrischen Verzeichnung, i.d.R. ist das bei Okularen ja eine kissenförmige Verzeichnung.

CS
Thomas
 
Hallo Marcus,

ich zumindest konnte 14mm SW alt nie mit 13,4mm SW neu vergleichen. Ich kenne nur das 14mm L mit verlängerter Steckhülse für mehr Backfocus, das ich lange Jahre wirklich genossen habe. Es kommt auf 70°.
Da ich aber das 13,4mm kenne: Bei f/5 zeigt es schon einiges an Randunschärfe, mehr als das gelungene 14mm UWA Serie 4000. Es hält sich aber in Grenzen und es ist bei f/5 ein gutes Okular. Ich ziehe es da einem 13mm Hyperion eindeutig vor - wenn man die 20mm Augenabstand unbedingt braucht, dann lieber LVW.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Marcus,

ich weiß nicht, ob man schon irgendwo Feldblendenangaben zu den Speers findet. Vom 13mm T6 aber weiß ich, dass sein wahres Feld nur wenig größer als jenes eines LVW 13 ist. Ein 14mm XW hat trotz 70° etwas mehr wahren Himmel.


Hallo Sven,

eben habe ich ein bisschen im Buyer's Guide to Eyepieces von Don Pensack gestöbert. Dabei ist mir die Frage zur Feldblende des Speers Waler in diesem Beitrag hier wieder eingefallen. In der Excelltabelle die mit einem Kick auf Attachment heruntergeladen werden kann, wird die Feldblende des 13.4mm Speers mit 18.1mm angegeben. Da ich in der Tabelle jedoch bereits ein paar falsche Angaben gefunden habe, gibt es keine Garantie dafür, dass diese Angabe stimmt.

- Bernd
 
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