14.4. - ein Haufen Sterne und Sternhaufen

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Adson

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Gestern abend hatte ich unerwartet 2 h Zeit, also schnell den 10" Dobson rausgestellt und dann mit Canon 12x36IS II bewaffnet nach oben geblickt.

Zuerst schnell zum Saturn. Man ist ja geneigt zu sagen: "Wie immer" Gestern fiel mir zum ersten Mal so spontan und bewusst auf, dass ich den Saturn nun schon über einen kompletten "Ring-Zyklus" hinweg recht kontinuierlich betrachte. Interessant wird es für mich wieder, wie lang ich den Ring sehen werde. Und wann werde ich ihn zum ersten Mal "wieder" sehen? Also es bleibt spannend, auch wenn natürlich eine weite Öffnung des Ringsystems spektakulärer aussieht, vor allem wenn man mal anderen (nicht-Astronomen) etwas zeigen will.

Dann einen Schwenk zu Praesepe, zuletzt beobachtet im Januar. Dieses Mal mit meinem "neuen" Maede 8-24 mm Zoom. Ich liebe Zoom-Okulare, weil man da gerade an Sternhaufen so schön spielen kann. Jede Vergrößerung sieht anders aus, Umstecken der Okulare stört dann nur. Mein bevorzugtes Okular gestern war dann das 13er Hyperion, eines meiner Liebingsokulare.

Dann habe ich mit dem Canon FG ein wenig ziellos die Gegend um Saturn bis zu Praesepe angesehen und dabei fiel mir ein Stück tiefer M67 ins Auge ... also gleich mal den Newton draufgehalten, auch ein bisschen hin und her gezoomt. Dann aber noch das Speers Waler Zoom rein und dieser Haufen wird richtig schön tief aufgelöst. Gerade solche Nebelfleckchen haben auf mich einen besonderen Reiz, wenn ich sie denn in Einzelsterne auflösen kann. M67 ist übrigens einer der ältesten Sternhaufen unserer Galaxis, ca. 3,9 Mrd. Jahre.

Damit war dann auch das Thema des Abends klar, nach M67 einen Schwenk mit dem Fernglas über den Westhorizont. M45 noch kurz besehen, die helle Venus verflucht (im Fernglas blendet die ja erheblich) und dann zu den 3 Fuhrmännern raufgezogen. Alle drei sind schon im 12x36 ein sehr schöner Anblick, die Stabilisierung des Canon-Glases ist eine Freude. M37 ist für mich immer der beeindruckendste von den dreien, wobei diesmal (dank 12x) auch M36 und M38 bereits im Fernglas eine gute Figur machten. Eine anschließende Betrachtung im 13er Hyperion machte für mich dann M38 zum gestrigen Star unter den "Fuhrmännern".

Wo M36 - M38 sind, ist M35 nicht weit und auch hier habe ich zunächst die Umgebung wieder mit dem Fernglas erkundet. Auch hier kam das 13er Hyperion zum Einsatz und bei 92x konnte ich dann auch gleich noch einen Blick auf den Nachbarn NGC2158. Der Unterschied könnte größer nicht sein, während M35 fast das Bildfeld sprengt sind die Sterne bei NGC 2158 sichtbar "weiter weg", was auch den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.

Alles in allem ein schöner Abend. Vor allem mein neues Canon 12x36IS II hat sich bewährt. Das geringe Gewicht in Verbindung mit der Stabilisierung machen es zu einem sehr nützlichen Hilfsmittel beim Aufsuchen. Die 12x Vergrößerung zeigt schon wesentlich mehr als ein 8x Fernglas, bietet aber aufgrund AP 3 mm natürlich nicht so viel Licht wie ein 8x50 Sucher. Dennoch werde ich das Canon wohl in nächster Zeit öfter einsetzen.

Das Maede 8-24 mm Zoom macht auch am f/5 Newton eine erfreulich gute Figur, das Gesichtsfeld ist natürlich nicht wirklich "Weitwinkel", aber es hat eben alles Vor- und Nachteile. Die Randschärfe ist übrigens spürbar besser als im Seben/Bresser-Billig-Zoom.

cs
Adson
 
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