14"-Leichtbau-Newton für EQ-6 möglich?

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Lorchi

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Hallo liebe Leute!

Ich denke gerade darüber nach, ob es prinzipiell möglich ist, das folgende Ding zu bauen (mit Amateurmitteln, ohne Titan und Anti-g-Felder <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />):

Um einen dünnen 14-Zoll-f/5-Spiegel eine Art Tubus oder Halterung zu bauen,
der fotografisch(!) von der EQ-6 getragen wird und in ein normales Auto passt.
Schön wäre es natürlich, wenn er halbwegs justierstabil wäre. Dass er teilbar oder sonstwas wird, ist wohl zwingend. Als Maximalgewicht habe ich mir 20 kg vorgestellt. Und der OAZ muss ca. 1kg Kameragewicht (incl. Barlow) tragen können...

Oder bin ich größenwahnsinnig? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Grüße, Henning
 
Hi Henning,

frag doch mal Bernd "Deepsky". Der sagt bestimmt "JA". (Sorry, konnt ich mir nicht verkneifen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />)

Der teilbare Tubus allein wird dir nichts bringen ausser zusätzlichem Gewicht für Verschlüsse, etc. Nur der Transport wird einfacher.

Realistisch wäre wohl nur ein ultradünner Spiegel (1") in einer Art Gitterrohrkonstruktion, um die Windanfälligkeit zu mindern.
Machbar, aber wohl recht aufwändig.
 
Hi Henning.

Rachne mal zurück...

20KG Gesamtgewicht minus

?? KG für Hauptspiegel & Halterung
?? KG Für Fangspiegel & Spinne
ca. 1kg für OAZ und Telrad
ca. 2-3kg für Leitrohr und -Schellen
ca. 1kg für die Kamera

Wie viel bleibt dann noch übrig, für den gesamten Tubus...?

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />


Ich habe mal irgendwo im WWW einen Franzosen gesehen, der Baut Dobsons aus Styrpopr-Formteilen, welche er mit Glasfasermatten überzieht und das ganze mit Epoxydharz laminiert.

Das wäre vielleicht eine Möglichkeit, den 14zöller auf der EQ-6 zu betreiben, ohne Einsatz von "Antigravitationsfeldern" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Schaum mal hier

Flying Dobson

Mit extremem CFK-Sandwich-Selbstbau UND einem ultradünnen Spiegel lässt sich das schon realisieren, aber vermutlich ist dann eine leistungsfähigere Montierung schon wieder preiswerter..... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Erik
 
Hallo Henning!

Das ist unmöglich. Ein wirklich solides Verhältnis von Teleskop- zu Montierungsmasse ist rund 1:3 oder u.U. 1:2 ! Sonst hast Du eine Wackelkiste, einen Dobson oder nie wirklich beobachtet (oder gar fotographiert). "Ultraleichtgewichte" oder sog. "New Technology Teleskope" sind Augenwischerei.

Gruss Thomas
 
Hallo,

danke schonmal für die Antworten! Die Meinungen gehen ja doch auseinander.

Sagen wir mal, ich könnte einen 14" mit 26mm Randdicke bekommen.
Angenommen der wiegt 5 kg.

Der bräuchte eine gute Halterung, in Profilbauweise ca. 2 kg.
Fangspiegel und Spinne auch 1 kg.
OAZ 0,5 kg (Telrad brauche ich nicht, Kimme und Korn reicht mir).
Kamera 1 kg
Leitrohr 3 kg

Damit wären wir bei 12 kg. Bleiben 7,5 für den Rest.

@ Astrojockel: oh den frage ich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Ja an so etwas dachte ich:
Eine Gitterrohrkonstruktion à la Dobs. Die muss natürlich etwas anders aussehen, damit man sie auf die Monti kriegt. Damit wäre auch die Windanfälligkeit (weitestgehend) erledigt.

Ich bilde mir ein, dass bei meinem System (EQ-6 mit 8" und Zubehör) die Prismenschiene mit Aufnahme einen wesentlichen Wackelpunkt darstellt. Dem könnte man ja abhelfen, indem man eine andere Halterung auf die Monti bastelt. Diese Prismenschiene war mir noch nie geheuer.

Also sozusagen eine Gitterrohrvariante mit einem stabilen Element in der Mitte (für Monti-Montage), einer Verbindung zum Hauptspiegel und einer zum Hut.
Bei dem Hut dachte ich an sowas, und die Hauptspiegelhalterungsaufnahme analog dazu:
http://www.foothill.net/~sayre/Telescopeside4.htm

@ Erik: ja das sieht nett aus, aber ich bilde mir ein, es müsste auch anders gehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
@ Thomas: ich fotografiere, aber bisher mit einem unkritischen System, und so langsam auch mit schönen ersten Erfolgen. Im Moment habe ich ca. 15 kg auf der EQ-6 für 8". 5 kg mehr können alleine noch nicht so schlimm sein. Natürlich wären die Hebelkräfte dann viel größer. Aber mit Gitterrohr weniger windanfällig. Und wenn der OAZ motorisiert ist... ich denke, wenn ich den Spiegel bekomme, wäre es einen Versuch wert.

Und jetzt, immer noch so kritisch?

Grüße, Henning
 
Moin,

also, wenn ich so was machen wollte, dann wohl in dieser Art. Zwei "Ringe" mit dünnem Innentubus für den unteren Teil und den oberen Teil in Gitterrohrbauweise. Das dann teilbar für den Transport.
 
Moin!

Ich muß mich hier auch mal einmischen...

Sagen wir mal, ich könnte einen 14" mit 26mm Randdicke bekommen.
Angenommen der wiegt 5 kg.

Hochgerechnet von meinem 8 Zöller mit 25mm Randdicke würde ich auf 5,5kg kommen, das liegt nahe genug beieinander.

Der bräuchte eine gute Halterung, in Profilbauweise ca. 2 kg.
Fangspiegel und Spinne auch 1 kg.
OAZ 0,5 kg (Telrad brauche ich nicht, Kimme und Korn reicht mir).
Kamera 1 kg
Leitrohr 3 kg

Da hast Du aber schon recht großzügig gerechnet. 3kg für ein Leitrohr? Fangspiegel mit Spinne geht auch für deutlich weniger als 1kg... dafür wäre dann auch ein Sucher drin (ein Starpointer wiegt gerade mal 60g). Bei 14 Zoll werden dagegen die Trusses schon zu einem Gewichtsfaktor, Du brauchst ja dann zweimal acht Stangen mit mindestens 15mm Durchmesser. Bei www.alu-meier.de kannst Du Dich mal durch den Aluteile-Katalog klicken da stehen zu allen Produkten die Gewichte pro Meter dabei. Birke Multiplex wiegt etwa 0,72g/Quadratcentimeter, mit etwas Rechnerei sollte das Tubusgewicht schon recht präzise abzuschätzen sein.

BTW, hast Du Dir schon über den Hebelarm Gedanken gemacht?

Aber: IIRC bist Du aus München, warum kommst Du mit diesem Anliegen nicht mal zum Spiegelschleif- und Teleskopbaukurs in der Volkssternwarte? Da sind einige Experten, die Dir in vielen Fällen schon sagen können, was geht und was nicht.

CS Gernot
 
@ Jockel: naja, sieht wieder sehr massiv aus. Aber vom Prinzip her kommt es dem nahe.

In mir entsteht folgendes Bild:
- der Tubus besteht aus 3 Aluringen mit je z.B. 5 mm Dicke (je ca. 1 kg) (der untere nimmt die Spiegelzelle auf),
- Stangenverbindungen
Zwischen unterem und mittlerem Ring fehlen 2 Stangen, an deren Stelle kommt eine verwindungs- und biegesteife Profilkonstruktion (z.B. verschweißte Vierkantrohre oder Blech (> 5 mm) mit aufgesetzten Profilen), die die beiden Ringe miteinander verbindet, und die Montagebasis darstellt (statt Prismenschiene).

Was ich überlege: da das ein Newton wäre und auf einer dt. Monti säße, wäre der Einblick bei dieser Größe problematisch. Als Abhilfe könnte man den "Hut" drehbar auslegen, beispielsweise ein zweiter Ring, der auf dem Öffnungsring kugelgelagert und in Rastern klemmbar befestigt wäre, und OAZ, Spinne & FS aufnähme.

@ Gernot:

Ja, lieber mal großzügig. An das Leitrohr kommt noch die ST-4!
Warum habe ich den Sucher vergessen? Naja, wiegt eh nicht die Welt.
Ich bräuchte 13 m Stangen, das wären bei 15x2mm 225g/m*13m = 3 kg.
Macht 6 kg für Ringe und Stangen. Plus Halterungen und Profilkonstruktion für die Montage kommt 7,5 kg hin.

Ja der Hebelarm...:
Zu dem was ich jetzt habe (8" f/5) wäre der Hebelarm ein Faktor 1,7, und das Gewicht ein Faktor von 1,4. Macht zusammen 2,4.
Bisher läuft meine EQ-6 gut. Ich hoffe, das mit einer anderen Teleskopaufnahme in den Griff zu bekommen. Mal sehen, wo man noch Gewicht sparen könnte.
Am Hebelarm-Faktor könnte ich bestimmt auch noch sparen, denn momentan sitzt A) das Leitrohr gegenüber der Prismenschiene, und bildet B) diese eine Art Abstandshalter.

Müssen die Trusses wirklich so dick sein? Sie werden doch nur auf Druck / Zug beansprucht.

Sternwartenkurs: weil ich die Idee erst gestern hatte. Aber ein guter Vorschlag, ich werde da heute abend mal aufschlagen! (Ich war sowieso noch nie dort, aber nicht weitersagen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) Wollte ich mir schon lange mal ansehen.

Viele Grüße, Henning
 
Hallo Henning,

wenn du eh schon eine EQ6 hast, dann probiers doch einfach mal aus! Wenn die EQ unter der Last qietscht, dann bau dir doch einfach eine Montierung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ein anderes Problem solltest du aber nicht unterschätzen: Ein Leichtbaunewton in Gitterbauweise neigt zum Durchbiegen. Selbst kleinste Beträge resultieren in einer differentiellen Biegung der beiden optischen Achsen zwischen Leitrohr und Aufnahmeinstrument.

Daher würde ich den Gedanken an ein Leitrohr verwerfen und besser ein Off-Axis-System verwenden.

Außerdem sparst du so an Gewicht!

Viele Grüße und

 
Hallo Ralf,

naja, an Deine werde ich kaum rankommen, die ist ja wundervoll!

Ansonsten: stimmt voll und ganz! Nur erlebe ich manchmal den Terror, den ein Kollege mit seinem OAG am C10 hat, und deswegen jetzt auf ein Leitrohr umsteigen wird. Nicht gerade animierend...

Andere Idee: wenn ich mal nen Garten habe tauschen wir, ok??? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Viele Grüße, Henning
 
Hi Henning!


Kennst Du eigentlich meine "KATE MOSS" ? (6" f/8; Tubus wiegt 3kg!)

Link zur Grafik: http://zellix.bei.t-online.de/vds/kate.jpg


Schätze, sowas in dieser Art (Rahmen-mässig) schwebt Dir auch vor..

Ich habe mittlerweile die Zollstöcke durch Sperrholz-Leisten ersetzt; mit 20x5mm Querschnitt. Es ist kein einfaches Sperrholz, sondern "Flugzeugsperrholz". Das ist ähmlich wie Multiplex, aber mit 2 Lagen pro mm Dicke verleimt (und schweineteuer! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> )

Damit wird der Tubus 200g schwerer als mit den Zollstöcken, aber "in sich" seeeeehr stabil. Echt - am Mittelring gehalten und etwas "geschüttelt" - es fühlt sich an, wie ein Voll-Tubus!


Jetzt hat das Teleskop aber das Problem, dass der Übergang zur Montierung (Prismenschine ist senkrecht auf den Mittel-Ring geschraubt) das Drehmoment der Nachführung "stufenweise" ausführt, also zu wabbelig ist...

Merke: Prismenschine IMMER paralell der optischen Achse anbringen!!


Das Restwackeln werd'ich der KATE abgewöhnen, inden ich einen 2. Mittelring in den Tubus einbringe, welcher zum jetzt bestehenden etwa 150mm Abstand hat.

Zwischen den beiden Mittelringen wird dann ein kleiner, massiverer Gitterrohr-Rahmen eingesetzt (fest verleimt, so'n kleines Stück muss nicht auch noch zerlegbar sein) und die Prismenschine wird über beide Mittelringe verschraubt, entlang der optischen Achse.

Die jetzt schon bestehenden Flugzeugsperrholz-Stangen kann ich entsprechend kürzen - das ist kein Problem.

DANN wird die KATE MOSS auch endlich die ganze Planetenleistung entfalten, welche im HS drinsteckt...

(der HS wurde von einen erfahrenen Glaswurm geschliffen, ist krass gut...)


Naja, zum Schluss bin ich etwa bei der Konstruktion eines grossen Observatorium-Teleskopes angelangt, hald nur mit 6", dafür mit auch nur etwa 4kg Tubusgewicht.
 
Hi Silvio,

ich erinnere mich, das fand ich schonmal sehr witzig mit den Zollstöcken!

Tja, ungefähr so sollte es aussehen (vom Prinzip her). Nur werde ich es wohl aus Alu machen, ich habe bei Holzstangen doch etwas mehr Angst vor Durchbiegung (ich will langzeitbelichten).

Soso, das gibt es, 2 Lagen pro mm?? *staun*
Für Planeten ist Deine Kate Moss natürlich genial!
Ich bin mal gespannt, gehe gleich in die Sternwarte und versuche mal zu diskutieren... und ob ich den Spiegel bekomme, und ob ich das dann wirklich machen will... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />

Aber eigentlich ist ja alles viel einfacher als beschrieben, es wäre ja in Wirklichkeit nur ein 13,5- statt 14-Zoll-Spiegel <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Oh Mann, mich hat's Fieber gepackt! Wuaaah <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Henning,

mein Garten ist dein Garten... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Aber mal im Ernst: ein Leitrohr ist zweifellos ein Genuß fürs Auge, schöne runde und gut definierbare Leitsterne, schwächere sind daher auch möglich und die Verstellbarkeit ist auch von Vorteil. Auch eine CCD wird es danken. Aber... bei einer Konstruktion, die derart auf Minimalismus die schon an "Extremismus" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> grenzt ist die angesprochene diff. Biegung schwer in den Griff zu kriegen. Frust könnte da ein Thema werden. Ich hatte auch mal ein schönes 90/1300mm Leitrohr...

Aber probieren geht bekanntlich über studieren...

Auf jeden Fall viel Erfolg bei deinem Vorhaben!

Viele Grüße und
 
Hallo Henning

Ich denke, wenn das ganze Scope von Anfang an gewichtsoptimiert konzipiert wird, kann das durch aus hin kommen. Stathis hat seinen 14" f/4.5 Ultrathin Mirror auch auf 4 kg abgespeckt. Hier des Meisters Projekt!

Macht immer wieder Spass zu sehen, wie er alle Unkenrufer eines Besseren belehrt und dabei die Messlatte ständig höher schraubt.


Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter


PS: Bei meinem Leichtbautubus habe ich gerade von Alu auf Kohlefaser gewechselt. Ist gar nicht so schwer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> !!!
 
@ Clavius:
ich habe aber ehrlich gesagt noch nie davon gehört, dass ein OAG am Newton funktionieren würde... warum eigentlicht, wegen des Komas?

@ Peter:
Jo das stimmt. Aber er baut auch nur Dobsons.
Gestern wollten sie mir in der Sternwarte alle das Projekt ausreden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Mal sehen, was so wird...
Es Grüessli, Henning
 
Hallo Henning

Der Dobson wird aber erst zum Dobson, in dem man einen Newton in eine (für mich unmögliche) Dobson-Montierung reinhängt.

Ich denke dein Hauptproblem wird sein, einen entsprechend leichten/dünnen Hauptspiegel zu bekommen. Den Rest hast Du konstruktiv selber in der Hand.

Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter
 
Hallo,

ich bin gerade bei der Verwirklichung einer völlig verrückten Idee: Bis zum Treffen Vogelsberg nächstes Jahr will ich einen 14 Zoll F4 Dobson fertigstellen mit 19 mm dünnem Hauptspiegel (selbstgeschliffen) mit einem Gesamtgewicht ohne Okular von max. 9 kg!!! Dieser soll mich dann als Handgepäck im Flugzeug begleiten. Bei näherem Interesse zur Konstruktion einfach mal anrufen: 0171 - 642 5718
 
ich bin gerade bei der Verwirklichung einer völlig verrückten Idee:

Hallo,
Wieso ist das verrückt? Ich bin gespannt das Ergebnis zu sehen! Vor ein paar Jahren wog ein 20 Zoll Dobson so um die 60 Kg und keiner hat sich gewundert. Gewundert hat man sich nur wenn jemand plötzlich mit einem leichteren Teleskop ankam welches auch alles konnten.
Grüße Martin
 
Hallo Joachim,

verrückt finde ich die Idee zwar auch nicht, aber ich
hoffe, du bist dir darüber im Klaren, worauf du dich
da einlässt :-) Ich denke Voraussetzung ist, dass du
schon mehrere "normale" Spiegel erfolgreich geschliffen
hast.

Ein 14" f/4 hat eine Pfeiltiefe von gut 5.5mm, da bleibt
in der Mitte nicht wirklich viel Material übrig. Wie
hast du dir denn die Lagerung des Spiegels im Teleskop
vorgestellt?

Viel Erfolg bei der Aktion,
ciao, Heiner
 
Grüß dich Henning,

seit ungefähr 15 Jahren fotografiere ich mit einem solchen OAG an meinem 8"/f6 Newton ohne Korrektor. Am Anfang war ich wegen der stark deformierten Sternbilder sehr sekptisch, ob man an diesen Flecken überhaupt nachführen kann. Man kann! Es ist nämlich völlig egal, ob man einen runden oder ovalen Stern im Fadenkreuzmittelpunkt hält. Das Auge ist für Positionsänderungen sehr empfindlich. Mir gelingt es zumindest visuell ohne Probleme, die Sterne sind auf den Aufnahmen punktförmig, sofern ich nicht vor Müdigkeit vom Hocker falle...

Nun kann das Auge vielleicht schneller reagieren als eine Nachführung per CCD o.ä., deshalb habe ich da auch keine Probleme.

Also: Daß man einen OAG nicht an einem Newton verwenden ist ein Gerücht, mehr nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> Denn man fotografiert nicht durch einen OAG, sondern er ist lediglich ein Hilfsmittel, bei dem es nicht auf einwandfreie Abbildungsqualität ankommt.
 
Das geht!

Hallo Henning,
ohne zu bewerten, ob die EQ6 mit 20 kg optischer Last photographisch zurechtkommt, kann ich sagen: das geht!

Ich habe meinen 12,5" f/5 in einen selbst gewickelten Carbontubus gebaut. Der Spiegel hat 36mm Dicke, dürfte also sogar noch etwas schwerer sein, als das, was Du Dir vorstellst. Meine Hauptspiegelfassung ist auch sehr solide geworden und hätte ohne Stabilitäts-Einbußen auch leichter konstruiert werden können. Der Tubus (knapp 170cm lang) besteht aus je zwei Lagen 200g/m² Carbonfaser Gewebe mit einer Wabenflies-Lage dazwischen und ist unbedingt steif genug! Gewicht ca. 6,5 kg. Auch an den Rohrschellen hätte ich Gewicht sparen können. Gesamtgewicht des Tubus/Rohrschellen knapp 20 kg!
Du darfst hier aber nicht vergessen, dass Du dann je nach Lage des Hebelpunktes 25-30 kg Gegengewichte aufpacken musst. Die werden weit am entfernten Ende der Gegengewichttsstange sitzen müssen.
Das enorme Gesamtgewicht und die langen Hebel erfordern eine grundsolide Basis (nix mer mit Stativ!) und stellen erhebliche Anforderungen an die Biegesteifigkeit der Wellen und des Polblocks der EQ6. Da kommen wir aber schon zur Bewertung der photographischen Tauglichkeit. Und dazu kann ich nichts beitragen.

Grüße
Mike
 
Hallo Ralf,
Die verbreitete Meinung, daß man einen OAG nicht an einem Newton benutzen kann, rührt vielleicht daher daß man da natürlich zusätzliche Auszugreserve einplanen muß. Bei einem nur visuell ausgelegten Newton kann man i.d.R. nicht fotografieren, weil man mit der Kamera nicht in den Fokus kommt.
Grüße Martin
 
Hallo Martin

Bei einem nur visuell ausgelegten Newton kann man i.d.R. nicht fotografieren

Kann man sich aus diesem Problem mit einem Glaswegkorrektor herausmogeln oder hilft da nur die Spiegelverlagerung nach oben?
Mir fehlen für die Kamera ca. 2 cm. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
 
Nach Auswertung im Programm "Plop" ist eine 18 Punkt Auflage noch möglich. Als Besonderheit will ich den Spiegel allerdings nicht auf 18 "harten" Punkten lagern sondern auf ca. 20mm großen "Drops" aus Sorbothane. Dieses Material fließt quasi, so daß sich der Spiegel problemlos ausdehnen kann ohne zu verspannen außerdem hält dieser darauf durch Adhäsion. Der Gurt soll ebenfalls damit belegt werden. Das Gesamte Teleskop wird nur aus gedrehten und gefrästen Leichtbau Alu und Carbonteilen bestehen - nur so ist dieses geringe Gewicht überhaupt zu erreichen.
 
Hallo Norbert,
Kann man sich aus diesem Problem mit einem Glaswegkorrektor herausmogeln
Ich würde den Spiegel zum Okularauszug hin verschieben, und evtl. einen größeren Fangspiegel einbauen. Mit einem Glaswegkorrektor hab ich es nicht probiert. Welchen Durchlass haben denn Glaswegkorrektoren? Die sind doch meist für Binoansätze gerechnet.
Grüße Martin
 
Hallo Martin,

da hast du bestimmt recht. Trotzdem sollte die Brennpunktlage nicht zu groß sein. So kann man den Fangspiegel zur vollen Ausleuchtung z.B. des Kleinbildformats optimal klein halten. Folglich wäre es ratsam, einen niedrigbauenden OAZ zu verwenden.

Die Parameter Brennpunktlage, Tubusdurchmesser, Brennweite, Öffnungsverhältnis, Bauhöhe OAZ und auszuleuchtendes Bildfeld sollte man daher vorher genau durchrechnen. Aber dafür gibt´s ja einerseits genügend Programme im web oder man zeichnet es einfach 1:1 auf.

Viele Grüße und
 
Tut mir leid, daß ich erst jetzt antworte; leider hat der Rückversand mit der alten E-mail Adresse von Astronomie de nicht mehr geklappt. Ich habe das Material von Audioquest. Dort bekommt man selbstklebende Matten der Größe 15 x 15 cm ca. 2mm dick. Hieraus muß man sich dann mittels Henkellocheisen die Pads ausstanzen. Leider ist das Zeug sehr teuer: ca. 35 - 40 Euro! Du bekommst es in fast jedem High End Audioladen!

Viel Spaß
 
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