Hi Rene,
ich denke, ich mache mal konkrete Vorschläge, ich finde, das hilft am besten.
Also Vorschlag 1:
Der Klassiker: Ein Newton 114/900. Für ca. 350 Euro auf einer EQ-3 Montierung, z.B. von Skywatcher. Den gibt es zwar auch auf günstigeren Montierungen, aber das wird dann wackelig und macht keinen Spaß.
Im Grunde ist der 114/900 mit dem bereits vorgeschlagenem TAL 1 vergleichbar. Ich kann mich aber mit dem TAL nicht anfreunden, weil es nicht nachträglich mit Motor ausgestattet werden kann. Entweder gleich mit Motor kaufen, oder für immer ohne... :-( Das TAL ist auch nicht gerade leicht. Allerdings ist das TAL mechanisch besser gebaut.
Ob Tal oder Skywatcher, dieses Gerät ist das Einsteigerteleskop mit den besten Allroundfähigkeiten. Es bietet sehr schöne Planetenbeobachtung und zeigt schon ein Wenig DeepSky. Die mitgelieferten Okulare könnten sich je nach Anbieter als Schwachpunkt erweisen.
Mindestens sollte man Kellner Okulare erhalten, nicht etwas Huygens (H), oder Ramsden (SR).
Schöne Okularbrennweiten dazu: 20mm (oder gern auch 25mm), 10mm und 6mm. Beim 6mm sind Kellner meist etwas "schwach auf der Brust", deshalb würde sich genau hier ein 6mm Plössl sehr lohnen.
Zweiter Vorschlag:
Etwas kompaktes für Planetenbeobachtung. Gerade an der Preisgrenze gibt es den Skywatcher Travelmax 90 auf EQ-1. Dieses Maksutov-Teleskop ist für Planetenbeobachtung gut, zeigt auch etwas DeepSky. Es ist optisch nicht ganz so leistungsfähig, wie der o.g. 114/900. Dafür aber hat das Teleskop sehr kompakte Abmessungen und es ist sehr leicht. Das ist genau das richtige Teleskop, um es mal schnell mitsamt Stativ aus dem 4. Stock auf die Wiese (oder ins Auto) zu tragen. Der 114/900 ist mit seinen gut 80cm Baulänge ein sperriges Ding.
Das Paket von Teleskop-Service enthält ein 25mm und ein 10mm Kellner Okulare. Damit kann man zunächst gut auskommen, vielleicht ist aber noch ein 8mm Plössl für Planetenbeobachtung interessant, oder ein 30mm oder 35mm Plössl um bei schwacher Vergrößerung mehr Überblick zu haben.
Dritter Vorschlag: Ein Linsenteleskop (Refraktor).
Hier kommt man in der gewünschten Preislage ebenfalls bei 90mm Öffnung zum Zuge. Das Gerät sollte mindestens 900mm Brennweite haben (also 90/900), kürzere Brennweite schafft Probleme mit störenden blauen Farbsäumen an allen hellen Objekten (Mondkrater, Planeten, helle Sterne).
Wegen des Farbfehlers, der auch bei 900mm und auch 1000mm Brennweite noch vorhanden ist, ist die optische Leistung ersteinmal nicht besser als die das 90mm Maksutovs. Man kann allerdings mit einem Gelbfilter noch mehr Schärfe herausholen, wenn man das gelbe Bild ertragen will.
Das Gerät ist ebenfalls eher für die Planetenbeobachtung gut. Ich würde es eigentlich nur dann empfehlen, wenn man gerne ein Teleskop "in der klassischen Form mit Linse" haben möchte.
Ich denke, das sind mal einige Möglichkeiten. Wenn Dich eines der Geräte interessiert, dann stell uns doch ruhig dazu weitere Fragen.
Ansonsten empfehle ich Dir, Dich auf den verschiedenen Homepages ein wenig über Astronomie und Teleskope zu informieren. Zum Beispiel auf
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Clear Skies
Sven