150/750 Newton + EQ5 + Motoren = Fotos+Visuell?

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sleepingstar

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Hallo liebe Sternfreunde,

Ich habe mich schon ausführlich mit der Materie beschäft, und möchte mir schon lange ein Teleskop zulegen. Nun ist es soweit, und ich bin mir noch immer nicht sicher, was es denn werden soll.

Ich hatte vor, meine Bestellung bei teleskop-express vorzunehmen. Ich habe da an eine Lösung gedacht, die mir visuell und fotografisch, beides von Anfang an, Spaß macht. Ich gehe jedoch davon aus, dass ich nicht immer eine große Batterie oder Ähnliches zur Verfügung habe....
Möchte (etwas altbacken vllt), wenn ich visuell beobachte, auf die Motoren verzichten können, bzw, das ganze halt auch komplett manuell steuern können, Teils dann aber vllt auch wieder mit Motoren arbeiten.

Fotografisch möchte ich (anfangs) nur mit Objektiven arbeiten, und die Kamera über Piggy Back Halterung ans Teleskop bringen. Dann mit der Option manuell nachzuführen (es halt wenigstens mal ausprobieren, bzw mit kleinen Brennweiten auch brauchbare Ergebnisse produzieren) und natürlich auch mit Nachführung zu knipsen...
Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft möchte ich dann auch noch durchs Teleskop fotografieren, aber auch eher Deep-Sky Objekte... Und Planeten testweise, am besten dann wahrscheinlich über Okular Projektion...

Kurz und knapp - ich möchte das, was viele Anfänger wollen, den Alleskönner als Teleskop, eine günstige Montierung, möglichst noch transportabel und trotzdem stabil, eine Kombination, die mir visuell und fotografisch auch längerfristig Freude bereitet.

Mit dem Hintergrund habe ich mit folgendes überlegt:

Ich möchte
- eine EQ-5 (weil ohne Motoren, die aber nachrüstbar sind incl Autoguiding, und vglw. transportabel),
- einen 150/750er Newton, vllt auch lieber nen 150/900er?? (weil lichtstark, aber noch nicht so extrem wie ein f/4er, dazu recht leicht und fotografisch hoffentlich gut nutzbar an einer EQ5, bzw als Nachführrohr bei Piggyback, vorerst manuell, dann autoguide und schließlich als Fotonewton über anderes Teleskop),
- eine 1:10 Untersetzung (zum besseren Fokussieren, auch hier verzichte ich lieber auf die Motoren ;) ),
- einen Komakorrektor (weil der F/5er ja schon auch anspruchsvoller ist als ein langsamerer Newton),
- einen 8x50 Sucher
- die Skywatcher Zweiachsenmotorsteuerung für die EQ5
- Ursa Minor Steuerbox für Autoguiding etc
- einen Polsucher
- einen Justierlaser


Soweit so gut. Was haltet ihr bis hierhin von meinen Vorstellungen?
Wäre es vllt doch besser, vorerst auf den fotografischen Einsatz wenigstens teils zu verzichten? Ich möchte halt vor allem auch erstmal mit Objektiven den Himmel fotografieren.
Sollte ich visuell/fotografisch trennen, was die Montierung oder generell die Ausrüstung angeht usw?

Habt ihr bessere Ideen, Vorstellungen? "Muss" ich mit den Motoren leben? Sollte ich vllt lieber eine kleinere reine Foto-Montierung nehmen, ohne Autoguiding? Wie weit käme ich damit bei Brennweiten von 18mm bis ca 300mm, vllt 500mm?

Also ich habe mir mal eine Liste zusammen gestellt:

TS 2" Koma Korrektor für Newton Teleskope ab f/4 - mehr Feld
Lacerta Mikrountersetzung z.B. für Skywatcher Crayford Auszüge
AKTION 150mm f/5 Parabol Newton - 2" Crayford - Tubus/Optik
TS 8x50 Sucher - mit Halter - schwarz - 90° Einblick
TS Adapter auf 2" mit Ringklemmung für Skywatcher Newtons
Newton Justierlaser 1,25" - Aktionsgerät
Skywatcher NEQ5 parallaktische Montierung mit Stahlstativ - 10kg
UrsaMinor Autoguiding Handbox für EQ5 Zweiachsen Steuerung
Skywatcher Zweiachsen Schrittmotorsteuerung für EQ5
Skywatcher HM6 Polsucher für EQ5 Celestron CGEM CAM uvm.

Damit bin ich bei etwa 1000Euro ohne Okulare. Preislich bin ich nicht ganz sicher, aber viel teurer sollte es für den Anfang auf einmal nicht werden.

Achso... Ist zum Beispiel der sehr billige Newton wohl die 150Euro wert? Oder sollte ich auch da schon mehr investieren? Ich wäre auch offen für evtl nen 8"er, wenns dann doch nur auf vorerst visuelle Beobachtung durchs Teleskop hinausläuft...

Ich hoffe ihr könnt mir helfen und danke schon mal dahin jedem, der das alles hier gelesen hat,
bis dahin CS und anderen Anfängern viel Erfolg,

Alexander


edit: Natürlich bin ich auch offen für entsprechend hochqualitative etwas teureren Alternativen und Gebrauchtartikel...
 
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Hallo Alexander!

Falls deine Ambitionen eher zum visuellen gehen, kannst du vorerst auf die UrsaMinor und den Komakorrektor verzichten. Das macht Luft für ein paar Okulare.
Geht deine Vorstellung eher in Richtung Foto, sieht deine Zusammenstellung gut aus, damit wirst du schnell die ertsen Erfolge haben. Die Optik an sich ist in den meisten Fällen so ziemlich das preiswerteste an der Sache. Wie du selbst siehst sind es die Dinge drumherum, die Geld kosten. Den 150/750 als billig zu bezeichnen paßt nicht recht. Einen 8" würde ich der EQ5 nicht antun. Visuell mag das noch funktionieren, fotografisch aber ein klares NoGo, zu schwer. Das betrifft auch den 150/900, f/6 ist im meinen Augen für einen Newton kein fotografisches Öffungsverhältnis. Ist fotografisch auch schon zu schwer für die EQ5.
So ein kompakter 6"f/5 auf einer EQ5 ist leicht zu transportieren und macht Spaß. Auch wenn es vorerst beim beobachten bleiben sollte, hast du eine Basis, auf der du später fotomäßig aufbauen kannst ohne teuer nachkaufen zu müssen.

Grüße,
Matthias

 
Es geht mir fast mehr ums Fotografieren, als die visuelle Beobachtung, die ich dennoch unbedingt auch betreiben will, die ja wahrscheinlich auch mit gute Grundlage ist...

Ich habe schon auf festem Fotostativ zB M31 und M42 fotografieren können - sehr beschränkt, da gar keine Nachführung...
Darum habe ich überlegt, erst einmal unabhängig vom Teleskop bzw der EQ5 eine kleinere Montierung, wie es sie mit Nachführung gibt, zum Fotografieren zu nehmen..
Lohnt sich sowas? Ist das auch preislich in Ordnung?

Außerdem bin ich mir halt nicht sicher, alleine bei der Montierung, ob ich die EQ5 nehmen soll, ohne alles, die Astro5 mit bel Polsucher schon dabei, die Celestron ADM, die noch mehr tragon können soll (damit dann vllt einen 200er Newton?)...
Oder doch die HEQ5 oder die EQ6? Die EQ6 dann aber eher gebraucht, der Preis ist ja schon deutlich mhöher... Außerdem bin ich mir da nicht sicher, was die Mobilität angeht, und Batterien etc... Ich komme ja schon bald an den Preis der HEQ5 ran, wenn ich mir Steuerbox+Motoren+Polsucher hole. Wäre es da nicht eigentlich sinniger, diese zu nehmen?

Zum Newton: Da gibts auch schon verschiedene, mit unterschiedlichen Konfigurationen, manche mit 1:10 Untersetzung, manche mit Koma Korrektor schon dabei, dies das...

Falls jemand eine konkrete Empfehlung hat, wäre ich dafür dankbar, ansonsten werde ich quasi "auf gut Glück" mal so eine Zusammenstellung (oder ähnlich) nehmen, wie oben geschrieben.


Vielen Dank schonmal Matthias, für deinen Rat.
 
Hallo Alexander,

sieht man davon ab, daß der von Dir angegebene Newton keine Untersetzung am Auszug hat, merkt man deutlich an, daß Du Dich wirklich "ausführlich mit der Materie beschäftigt" hast. Viel kann man nicht mehr ergänzen.

Ein Nachteil vieler Steuerboxen für diese Montierung ist, daß mehrere Kabel von der Box abgehen. Das sorgt für gelegentliches Verheddern.

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
Moin,


ich hatte einmal probehalber meinen 200/1000er Celestron C8-N Newton auf der EQ-5. Das war ein übeles Gewackel - schon visuell. Fotografisch kannste das auf alle Fälle knicken. Die ADM ist sicher ne Ecke besser, aber bei allem was länger ist als ein 200/800er, wird das auch auf der Montierung grenzwertig. Es ist ja meist der Hebel, der das Problem darstellt ...

Also bei ernsthaften Ambitionen im Bereich Fotografie würde ich in Verbindung mit einem 200er Newton auf jeden Fall zu einer Montierung in der EQ-6 Klasse raten ...
 
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Hallo Alexander,

prinzipiell hast Dich schon mal gut eingelesen, was Du schreibst ist stimmig. :super:

ich vermisse aber noch ein paar Angaben:

- wo willst spechteln/fotografieren? Garten, Balkon, (ändliche Gegend oder Stadt?) oder packst jedesmal alles ins Auto und fährst raus ins Dunkle?

- mit welcher Kamera willst fotografieren?

- bist kräftig genug, um das Geraffel notfalls dauernd über Treppen ins Auto zu schleppen und dann aufzubauen?

Geh mal zu nem Teleskophändler und nehm die gewünschte Montierung + Stativ in die Hand.

Das war bei mir der ultimative Punkt. Was schwereres als mein derzeitiges Equippment krieg ich net getragen...

Zur Frage wegen den Motoren: Ich empfehle sofort mit Motoren anzufangen. Das erleichtert ungemein das finden, halten und beobachten/fotografieren von Objekten, weil du beim Scharfstellen nicht auch noch von Hand nachführen mußt. :cool:

Die Motoren benötigen zwar Strom, aber mit nem vollen Akku kannst mehrere Stunden die Montierung einfach laufen lassen.

Ich kann mit einem vollen Akkublock (12V/7Ah) meine Sphinx ne ganze Nacht betreiben. Auch im Winter. Die EQ5 dürfte ungefähr gleich viel Leistung aus dem Akku ziehen, solange Du nicht andauernd per Goto wilde Schenks über den Himmel machst. :Trost:

Mit Teleobjektiv (bis 200 mm Brennweite) an der Kamera huckepack auf der Montierung kannst zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten ungeguidet Aufnahmen machen. Je nachdem, wie gut Du einscheinerst und ausbalancierst. Damit kannst erstmal Rohdaten einfahren, mit denen Du die Bildbearbeitung erlernst.
Jetzt im Winter hast da etliche Objekte, bei denen so prima Ergebnisse machbar sind. :)

Das Autoguidinggeraffel + Komakorrektor kannst als 2. Ausbaustufe für Sommer oder Weihnachten nächstes Jahr einplanen. :Trost:

Wenn Du den 6" f=5 Newton nimmst, kommt das gut aus. Mit dem kannst durchaus visuelle Deepskybeobachtungen machen. Den trägt die EQ5 problemlos. Auch fotografisch. Mit dem kannst gleich Sonne, Mond und Planeten mit Webcam oder Sonne und Mond mit DSLR fotografieren. Den Sonnenfilter bastelst Dir kostengünstig aus Baaderfolie und Pappe. :)

Die notwendige Brennweite für Planeten geht mit Okularprojektion super gut mit dem 6"er. Ich hab mehrere Jahre mit Webcam und Okularprojektion Bilder gemacht, ehe ich auf eine spezielle Planetenkamera und nen 8" Newton umgestiegen bin. Ich verwende allerdings keines der heutigen Projektionsokulare, sondern den Projektionsadapter von Baader und da drinn ein aspachuralt Plössel aus der Grabbelkiste. :D

Achte drauf, daß der Newton einen 2" Okularauszug hat (die gebrauchten haben meist 1 1/4" Auszüge und da kannst keinen Komakorrektor anschließen).

Achtung, bei den allermeisten Newtons ist Tuning angesagt: Velourfolie innen reinkleben, Spiel am Okularauszug einstellen, Fangspiegelhalterung optimieren, Ränder vom Fangspiegel schwärzen...

 
ich vermisse aber noch ein paar Angaben:

- wo willst spechteln/fotografieren? Garten, Balkon, (ändliche Gegend oder Stadt?) oder packst jedesmal alles ins Auto und fährst raus ins Dunkle?

-> Ländliche Gegend, anfangs zum Erfahrung sammeln im Garten, dann aber auch mal im Auto rausfahren.


- mit welcher Kamera willst fotografieren?

-> Ich habe eine Canon EOS 1000D und eine 7D, plane für die Zukunft aber grundsätzlich noch eine monochrome Astrokamera ein, bin mir da aber auch noch nicht sicher, was und wann es werden soll :)


- bist kräftig genug, um das Geraffel notfalls dauernd über Treppen ins Auto zu schleppen und dann aufzubauen?

-> Hatte das Zeug zwar noch nicht in der Hand, aber ich denke, das ist weniger ein Problem. Die Frage ist, ob die Motivation, bei viel hin und herschleppen dann so schnell da ist - das wird sich wohl zeigen müssen (ich gehe aber davon aus!)


Achtung, bei den allermeisten Newtons ist Tuning angesagt: Velourfolie innen reinkleben, Spiel am Okularauszug einstellen, Fangspiegelhalterung optimieren, Ränder vom Fangspiegel schwärzen...

Das habe ich auch schon gelesen, dennoch danke für die Tipps, zB wusste ich noch nichts von einer Optimierung der Fangspiegelhalterung,...


Ok, soweit so gut, ich danke schonmal allen, die mir helfen wollen. Für mich stellt sich gerade halt nur noch die Frage:

HEQ5syntrek = 695€ <-- bel. Polsucher, Motoren, Autoguider Schnittstelle

HEQ5 = 549€ <-- mit Polsucher+Motoren - Autoguiding möglich???


EQ5 = 279€
Skywatcher HM6 Polsucher = 41€
Polsucherbeleuchtung = 49€
dmdEQ5 (Motoren) = 90€
[AutoGHB5 (UrsaMinor Handsteuerbox für Autoguiding) = 89€]?
---------------------
alles = 458€ [547€]


Celestron ADM = 298€
Skywatcher HM6 Polsucher = 41€
Polsucherbeleuchtung = 49€
dmdEQ5 (Motoren) = 90€
[AutoGHB5 (UrsaMinor Handsteuerbox für Autoguiding) = 89€]?
---------------------
alles = 478€ [567€]


Astro5DX = 299€ <-- bel. Polsucher
dmdEQ5 auch möglich? Sonst die teuren DK3 für 198€
[AutoGHB5 (UrsaMinor Handsteuerbox für Autoguiding) = 89€]?
---------------------
alles = 497€ [586€]


Und die HEQ soll ja stabiler sein und mehr tragen können... Bräuchte ich da zB auch ne extra Steuerbox fürs Autoguiding? Lohnt es sich insgesamt nicht einfach eher, wenn ich die paar Euros mehr in die "bessere" Montierung stecke, auch wenn ich diese nur mit Motoren betreiben kann?

Wo ist die Rechtfertigung für den deutlich höheren Preis der HEQ5syntrek? Lohnt es sich wirklich, darein zu investieren?

Mir stellt sich halt die Frage: EQ5 oder HEQ5?
Wenn EQ5: ADM oder EQ5 oder Astro5? Preislich liegen die drei ja ähnlich...
Wenn HEQ5: die Syntrek Version? Evtl dann nen 8"er?

Wie einschränkend ist eine Montierung nur mit Motoren? Wie empfehlenswert haltet ihr eine Montierung ohne Motoren, wo die nachrüstbar sind?


Dann käme wohl noch sowas wie 12vAkku-12Ah = 49€ und Ladegerät = 35€ dazu... Das hatte ich bisher nicht mit eingerechnet. Zusammen 84€.



GoTo ist doch eigentlich auch mit Motoren + PC möglich, dafür brauche ich dann nicht wirklich eine GoTo Montierung/Steuerbox, die das alleine kann oder?


Ich danke nochmals allen :)


CS und Grüße, Alexander
 
Moin,


die HEQ-5 ist deutlich stabiler als eine EQ-5. Ich hatte früher die EQ-5, und jetzt die HEQ-5. Allerdings ist die auch die HEQ-5 mit einem F/5 200er Newton fotografisch sehr an der Grenze. Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht noch geht, wenn man einen sehr windgeschützten Standort hat, und das Zusatzequipment leicht ist. Aber grenzwertig ist es. Ich beobachte visuell, da ist die Kombination unproblematisch.

Also wenn Du 8" willst, und den Schwerpunkt auf der Fotografie, dann sollte es die EQ-6 Klasse sein.
 
Hallo Alexander,

bzgl. Montierung stellt sich die Frage, was Du brauchst und bereit bist auszugeben.

Bei der EQ5 und Astro5 würden mich die abstehenden Motoren, die Motorkabel, die filigrane Bauweise und die rel. geringe Tragfähigkeit stören. Solche Montierungen werden gerne als Reisemontierung und für die leichten Fotoptiken eingesetzt.

Die HEQ5 hat langsame Motoren verbaut und ist nicht autoguidingfähig.

Die HEQ5 Pro Syntrek hat schnelle, gotofähige Motoren verbaut und ist autoguidingfähig (ST-4 Port an der Montierung), hat aber keine Goto-Handbox. Goto geht über PC, allerdings braucht es dazu zusätzliche Hardware, z.B. EQ Direct von Shoestring (http://www.store.shoestringastronomy.com/products_eq.htm).

Die HEQ5 Pro Synscan bzw. SkyScan ist identisch mit der HEQ5 Pro Syntrek, hat aber eine Goto-Handbox, die per PC über das LX200-Protokoll autogeguided und ferngesteuert werden kann. Man hat hier dann zwei Möglichkeit autozuguiden.

Für die EQ6-Versionen gilt dasselbe wie für die HEQ5 plus die NEQ6, die zusätztlich über eine 3"-Teleskopaufnahme verfügt.

Für einen 8" f/5 Newton würde ich keine HEQ5 nehmen. Auch bei f/4 und off Axis wäre mir das schon zu zweifelhaft.

Eine Montierung ohne Motoren taugt nur für visuell. Aber auch für visuell ist die Motorisierung kein Luxus sondern eine Notwendigkeit für eine entspannte Beobachtung.

Wegen der Kosten für z.B. Akku: in der Astrofotografie sind Einzelbeträge unter 100 EUR eher Peanuts. Da kommen einige Einzelteile zusammen, die je nach Motivation in Summe 1000 Euro und weit mehr kosten können (Korrektor/Flattener/Reducer, Off Axis Guider, Doppelbefestigung, Leitrohr, stabilerer Auszug für Leitrohr, stabilere Leitrohrschellen, Guidingkamera, Adapter, Filter, Filterhalter/rad, Motorfokus, Kamerarotator, Taukappenheizung, Mikrofikussierer, Bathinovmaske, ...).
Den "Kleinkram" solltest Du also schon auch berücksichten. Mit Montierung, Teleskop und Akku allein ist es nicht getan.

Gruß
Markus
 
Hallo zusammen,

Markus hat´s auf den Punkt getroffen, was Montierungen usw. Betrifft, allerdings habe ich bei meinem Einstieg den "Kleinkram" nicht berücksichtigt. Ich habe Piggyback angefangen, dazu braucht es den ganzen Kleinkram noch nicht. Wenn du Anfängst fokal zu Fotografieren, dann merkst du sehr schnell, dass ein Korrektor sein muss... Wenn dann die Sterne bei längerer Belichtung zu Strichen werden, dann muss man sich Gedanken ums Guiding machen...

Aber von Anfang an das ganze Gerödel in den Griff zu bekommen, hätte mich vermutlich ziemlich überfordert/frustriert. Also mein Tip, kauf eine vernünftige Basis (EQ6) und bau darauf langsam auf. Sammel deine ersten Erfahrungen/Erfolge mit kleiner Brennweite Piggyback und steige dann motiviert immer tiefer in die Materie ein.

MfG Markus
 
Okay, also fassen wir zusammen:

EQ6 - 8" Newton - vorerst Piggyback

Dann werde ich wohl das mehr Geld investieren und direkt etwas gescheites haben...

Lohnt sich die NEQ6? Ich zitiere: "Unterschied EQ6 - N-EQ6:

Die NEQ6 nimmt Prismenschienen mit Vixen- und Losmandy Level auf. Auch die Klemmung ist verbessert, anstelle von 2 Schrauben fixiert eine komplette Fläce die Prismenschiene. Das erhöht die Stabilität."

Ansonsten wirds wohl die EQ6 + 8" f/5 Newton... Dann muss ich aber wohl mit allem drum und dran eher mit bis zu 2000Euro rechnen oder? Ich denke zusätzlich halt an extra Kamerahalterung, Okulare, Filter, Akku (Wie groß sollte er für die EQ6 sein?), Koma Korrektor... Oder vllt vorerst weniger Okulare, kein Korrektor, um den Preis ein wenig zu senken...

Was haltet ihr davon für den Einstieg? Was brauche ich noch zur EQ6? Anschluss an PC etc, was ist noch nötig?

Ich habe schon andere Threads gelesen, aber auch nochmal: Welche Okulare würdet ihr für einen 200/1000er Newton empfehlen?
Ich hatte so an ein 32mm (TS WA32), 20mm (TS WA20), 12mm (TS WA12), 5mm (TS HR) gedacht. Andere Okulare? Noch ne Barlow dazu? Bin auch hier für Hilfe dankbar :)


Grüße
Alexander


edit: Was für Verbindungskabel brauche ich von nem Bleiakku zur EQ6 / Über welchen Anschluss kann ich die EQ6 mit Strom versorgen? Reicht ein 40Ah Bleiakku?
 
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Hallo liebe Astronomie Begeisterte,

Ich habe mich jetzt für eine (auch wenn sie deutlich teurer ist) EQ6 entschieden. Da dürfte aber doch auch mit einer 7D und BG noch gescheit durch einen 10"er geknipst werden können oder? Wenn ich mir schon eine EQ6 hole, dann kann ich diese ja auch auslasten dachte ich mir. Ist es realistisch, oder schon wackelig, mit einer schweren DSLR am 10"er auf der EQ6 zu fotografieren? Vorerst mit zusätzlichen Objektiven, später dann durch den 10"er?


Vielen Dank schonmal, für eure Antworten, diese haben mir geholfen! :)


CS, schönen und für einige ggf einen erfolgreichen Abend (Nacht) noch ;)

Alexander
 
Hallo Alexander,

ein 10"er hat ja nochmal 25% mehr Angriffsfläche als ein 8"er. Wind sollte dann wohl keiner mehr wehen bei einer EQ6.
Ein 10"er für die EQ6 ist wie ein 8"er für die HEQ5: grenzwertig.

Die Traglastangabe für Montierungen gelten i.d.R. nur für visuell. Fotografisch geht dann eher nur 50-75% davon.

Viele Grüße,
Markus
 
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Hallo helly,

danke für deine erste Einschätzung. Angegeben sind ja 20kg - ich habe irgendwo gelesen, bis 18kg wäre fotografisch gut möglich.

Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit einem 10 Zoller auf einer EQ6 fotografisch?


Alexander
 
Ich glaube nach diesen Berichten ist klar, dass es der 8 Zöller wird - damit ich auch langfristig Spaß daran habe, und nicht beim kleinsten Windhauch das Fotografieren vergessen kann...

Dankeschön Markus, dankeschön an all die anderen :)
 
Hi Alexander,

ich habe selbst eine 7D, aber warum willst du unbedingt einen BG dran packen? Die Kamera allein wiegt schon 1kg und der Akku reicht meiner Meinungn nach auch so locker aus, das ein zusätzlicher BG eher Probleme macht, als Nutzen bringt.

Der Schwachpunkt ist vor allem der Okularauszug, wenn du durch das Teleskop selsbt fotografieren willst. Bei einer Piggy-Back-Montage spielt es keine Rolle ob der BG dran ist oder nicht.

Ich würde allerdings von Anfang an eine Schiene zur Parallelmontage von 2 Optiken mitbestellen. Gerade wenn du am Anfang mit einem Tele an der 7D fotografieren willst, lässt sich dieses sehr einfach montieren. Auch ein Kugelkopf lässt sich so sehr gut neben dem eigentlichen Teleskop montieren...

Gruß Markus
 
Das werd ich ja noch sehen, bin nur davon ausgegangen, dass ein Akku im Winter vllt kritisch wird...

Aber dennoch danke für den Hinweis, Markus ;)


Reicht denn der Crayford OAZ, oder sollte es ein Monorail sein?


Ich hatte vor, einen weiteren Sucheranschluss an das Tele zu machen, und daran dann einen Fotoaufsatz...Wäre eine Parallelmontage besser?
 
hallo,

sowohl ich als auch einige meiner Bekannten fotografieren mit 10" auf EQ6Pro ohne nennenswerten Ausschuss. Wind sollte allerdigs nicht gehen, wobei ein konstanter Lufthauch unkritisch ist, nur keine Böen. Ich habe auch den 8" oft drauf, das ist einiges handlicher, aber Böen wünsch ich mir auch keine damit - dann lieber nen kleinen Apo.

HEQ5 und EQ6 sind nicht nur stabiler als EQ5, sondern haben auch Kegelrollenlager und fest im Gehäuse verbaute Motoren, statt Gleitlager mit Fett drin und aussen an 1 Schraube befestigten Motoren. Das sind wesentliche machanische Unterschiede, die ein starkes Argument sind wenn man Fotografie betreiben und unter 1 Bogensekunde nachführen will.

lg Tommy

 
Hallo Alexander,

wenn es von Anfang an zu wählen ist, würde ich auf einen Monorail setzen! Ich habe derzeit noch einen "normalen" Crayford OAZ und dann auch noch ohne 1:10 Untersetzung... Allerdings habe ich den mit Teflontapes so getuned dass er recht plan in der optischen Achse liegt, selbst mit der 7D dran.

Noch mal zum Akku, ich habe es bisher nicht geschafft während einer Session den Akku lehr zu bratzeln. 2 Stunden reine Aufnahmezeit sind absolut kein Thema. Wenn du das ganze dann aber irgendwann mal automatisiert einfach laufen lassen willst und dass auch noch während du schläfst, dann würde ich auf einen 12V-Adapter setzen.

Gruß Markus
 
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