150/750 Newton vs 203/800 oder 205/800 Newton

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas JozefZ
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JozefZ

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Hallo zusammen,

ich habe aktuell ein Skywatcher 150/750 Newton und eine Touptek mit einem IMX533 C Sensor. Ich denke gerade darüber nach welche Vorteile ich zu meinem jetzigen Newton hätte wenn ich mir ein 203/800 von TS-Optics oder 205/800 Quattro von Skywatcher zulegen würde? Die Brennweite ist es nicht, da es gerade mal 50mm mehr sind.

Vielen Dank schon mal vorab für die Infos die wahrscheinlich folgen werden:)

Viele Grüße

Jozef
 
Hallo Jozef,

bei F4 Newton wird genauste Justierung absolut wichtig !
Dann muss man aufpassen ob die Montierung dann nicht schon zu nah an ihre Grenzen kommt.

Das bei der Fotografie nicht die Öffnung der nur wesentliche Faktor ist, zeigen ja die herausragenden Fotos mit Öffnungen von 50 - 100mm !

Gruß Günter
 
Hallo Jozef,

da wirst du nicht wesentliches gewinnen. Da ist die optische Leistung des 150PDS einfach zu nah am 8" dran.
Theoretisch löst der 8" eine Spur besser auf (0,58" zu 0,77") und die Lichtleistung f4 zu f5 ist rund 35% besser jedoch mit dem Nachteil eines erhöhten Aufwandes bei der Kollimation. Zudem wird die theoretisch bessere Auflösung unter unseren Seeing Bedingungen nur sehr selten zum tragen kommen.

CS,
Franz
 
Ich habe eine Celestron CGEM, die packt bis zu 18 kg.
Das ist die angegebene maximale Tragkraft fotografisch sagt man 1/2 - 2/3, auch je nach Hebel

Hatte die cgem dx übrigens mal länger her
8 Zoll schafft die aber locker hatte mal auf ner Betonsäule auf ner eq6r pro nen 10zoll f4 Carbon fotografisch gut laufen länger her.
 
ich habe aktuell ein Skywatcher 150/750 Newton und eine Touptek mit einem IMX533 C Sensor. Ich denke gerade darüber nach welche Vorteile ich zu meinem jetzigen Newton hätte wenn ich mir ein 203/800 von TS-Optics oder 205/800 Quattro von Skywatcher zulegen würde?
Hallo Jozef,

mit dem kleinen Sensor würde nicht noch weiter hoch gehen mit der Brennweite, sondern eher runter. Das ist zumindest meine Erfahrung mit dem Chip. Mit 400mm kann man mit der 533 noch Bilder produzieren, die auch Fullscreen mit 1m Diagonale oder mehr scharf aussehen. Mit dem Doppelten wird das schon schwieriger. Da muss das Seeing schon richtig gut sein. Außerdem wird das Feld immer kleiner, sodass Gasnebel und Staubwolken nicht mehr wirken und auch nicht mehr ins Format passen. Für EAA mag das noch ok sein, für klassische Astrofotografie ist es nicht optimal.

Es ist dann auch so, dass der Wechsel von f/5 auf f/4 jetzt nicht den Mega Unterschied macht. Ein f/4 hat durch den größeren Fangspiegel und/oder schlechtere Ausleuchtung auch wieder weniger Transmission. Das bringt dich von der Integrationszeit von einem Verhältnis von 25:16 vielleicht auf 25:18. Damit man wirklich anfängt einen Unterschied zu sehen, muss man aber etwa die doppelte Belichtungszeit investieren. Und das gilt nur für die dunklen Bereiche. Die hellen Bereiche sehen auch mit f/8 schon gut aus nach derselben Zeit. Damit es wirklich einen Unterschied wie Tag und Nacht ausmacht, muss man schon die vierfache Anzahl an Photonen sammeln. Dafür müsstest du von f/5 unter f/2,5 gehen. Von 6" f/5 auf 8" f/4 zu gehen, wird dir also nicht so extrem viel bringen, wie du dir vielleicht erwartest.

Mit f/4 muss man dann auch etwas mehr in die Justage investieren als mit f/5, wo das mit dem Laser noch erledigt ist.

Zusammengefasst lohnt sich meiner Meinung der Umstieg auf 8" f/4 eigentlich nur, wenn du gleichzeitig auch einen größeren Sensor nimmst. Mit der 533 hätte ich persönlich eher über einen kleinen Apo nachgedacht. Ein f/6 Apo hört sich vielleicht langsam an, aber bei den Newtons musst du wegen der geringeren Transmission mindestens eine halbe Blendenstufe in der Mitte bis zu eine ganzen Blendenstufe oder mehr zum Rand dazu rechnen. Ein f/6 Apo mit 0,8x Reducer wird dir also eine vergleichbare Lichtstärke liefern wie ein f/4 Newton.

Grüße,
Joachim
 
Hallo Jozef,

es kommt doch darauf an was du Fotografieren möchtest. Große Nebelgebiete, Galaxien, Ausschnitte in Nebeln etc. Also ich muss einfach sagen das mehr Öffnung bis zu einem gewissen Maß immer gut ist. Ich habe beim Sprung vom 130pds auf den 150p Quattro schon einen guten unterschied gesehen. Ich habe die Asi533mc pro. Ich bin auch seit langen am überlegen ob ich mir einen kleinen Apo Kaufen soll, wegen größerem Feld, habe mich aber dagegen entschieden. Ein kleiner Apo bietet nicht die Auflösung, habe mir Tausende Bilder bei Astrobin angeschaut. In der kleinen Vorschau sieht das ja noch gut aus, aber schon bei 40% sieht man die Schwächen, wenig Detailschärfe. Die ganze Theorie dahinter was besser ist bringt gar nichts, alles nur wenn, aber und sollte. Ob jetzt zwischen dem 8" F/4 und F/5 so ein unterscheid ist, glaube ich eher weniger, wenn Geld egal ist würde ich den F/4 nehmen :p. Wenn natürlich das Seeing und Transmission meist eher Schlechter ist von deinem Standort wird der Unterscheid zwischen 6" und 8" vielleicht auch nicht das erhoffte bringen. Vielleicht mal einen Gebrauchten kaufen und notfalls wieder verkaufen, wenn der unterschied dir nicht gefällt, dann verliert man nicht soviel Geld wenn überhaupt.

Gruß Christian
 
Ein kleiner Apo bietet nicht die Auflösung, habe mir Tausende Bilder bei Astrobin angeschaut. In der kleinen Vorschau sieht das ja noch gut aus, aber schon bei 40% sieht man die Schwächen, wenig Detailschärfe.
Das wundert mich aber. Hier ist eins von meinen Bildern mit einem 80mm Apo mit Reducer bei f/4,7 und der ASI533. Eigentlich sollte jedes Astrofoto so bearbeitet sein, dass man es bei 100% noch anschauen kann. Je niedriger die Brennweite, desto einfacher ist das. Schwammige Bilder bekommt man doch eher bei höheren Brennweiten, wenn das Seeing mal nicht so mitspielt.
andromeda_mini_version3.jpg
 
Hallo

Ich würde aber sagen das der mechanische Aufbau beim 8" er günstiger ist, obwohl der Tubus dicker ist ist der OAZ zB nicht um gleichem Maß höher. Das Verhältnis FS zu freier Öffnung wird auch besser.
Die Schnellere Öffnungnung macht kleinere Sterne, passt besser zu Kleinpixeligen Kameras. Du gewinnst wenn alles passt schon Auflösung.
Ja die Justage ist ein Tick kniffligen
Mit 0.75 Komakorrektor hast du dann mehr wie ein 180er Epsilon
Ja die Justage
Das erfordert ganz einfach sehr stabiele Mechanik, mit dünnwandigem Blechtubus ist das nicht zu empfehlen.

Gruß Frank
 
Das wundert mich aber. Hier ist eins von meinen Bildern mit einem 80mm Apo mit Reducer bei f/4,7 und der ASI533. Eigentlich sollte jedes Astrofoto so bearbeitet sein, dass man es bei 100% noch anschauen kann. Je niedriger die Brennweite, desto einfacher ist das. Schwammige Bilder bekommt man doch eher bei höheren Brennweiten, wenn das Seeing mal nicht so mitspielt.
Den Anhang 469681 betrachten
Ich habe auch nicht gesagt das man mit einem 80er Apo keine guten Bilder machen kann, aber Jozef wollte eine größeres Scope, keine kleinen Apo und wenn ich einen 8" F/5 haben möchte und mir dann jemand sagt nimm lieber einen 80er F/6 Apo + Reducer dann ist das doch kein vergleich.
M31 ist kein gutes Beispiel dafür, mach mal einen vergleich bei M51 zb.
Bei größere Öffnung vergrößert du automatisch auch die Luftunruhe und alles was dazu gehört.
Im vergleich zur IMX571 ist das ja so als würdest du mit der IMX533 einfach nur Digital reinzoomen bei gleichem Teleskop, ich hoffe du verstehst was ich meine.

Jozef hat ja leider auch nicht gesagt was der Einsatzzweck ist, aber wenn ich mir die Bilder anschaue braucht er wohl kein neues Teleskop. Er sollte erstmal seins erstmal voll ausschöpfen.

Gruß Christian
 
Hallo Christian , Hallo alle anderen,

Mein Einsatzzweck ist , wären Aufnahmen von Galaxien und Nebeln. So wie ich das langsam sehe, werde ich nicht um einen Apo mit einer geringeren Brennweite als die meine (750mm ) drum herum kommen. Evtl. könnte es aber auch ein Apo mit einer größeren Brennweite und einem Reducer werden damit ich die ein oder andere Galaxie größer darstellen kann, und mit dem Einsatz eines Reducers den ein oder anderen Nebel komplett aufs Bild bekomme. Ich möchte, wenn es sich vermeiden lässt nicht zig verschiedene Teleskope besitzen, was mich auch viel Geld kosten würde, und trotz allem verschieden Objekte aufnehmen können. Die Kamera würde ich als letztes tauschen wollen.
Die Aussage das ich erstmal mein Teleskop voll ausschöpfen soll, da stimme ich dem Christian zu, denn auch mit dem Teleskop gibt es noch sehr viel zu Belichten.
Was ich aber auch gelernt habe, ist das wenn ich mir ein neues Spielzeug zulegen sollte, das ich erst einmal kläre , was passiert wenn ich das eine mit dem anderen Verbinde usw. usw,

Vielen Dank noch mal für die Infos.

Viele Grüße

Jozef
 
Hi Jozef,

dann würde ich aber den 150/750 behalten und mir zusätzlich einen kleinen Apo Kaufen, auch wenn du nicht mehrere Teleskope haben möchtest.
Der 150er macht doch an Galaxien mehr Spaß und du bist nicht so eingeschränkt was den Apo betrifft. Ein Askar FRA300 wäre doch was, vor allem wäre das ein Flatfield Apo, 55m Abstand, Scharfstellen und fertig, kein gucken ob der Arbeitsabstand passt oder nicht. Oder ein Askar SQA55 ebenfalls Flatfield.

Gruß Christian
 
Hi Christian,

behalten werde ich das 150/750 Skywatcher auf jeden Fall. Ein Apo kommt wahrscheinlich als Zweites Teleskop dann eben noch dazu. Welches , das werde ich noch sehen, aber deine Vorschläge werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen.

VG Jozef
 
Hallo Jozef

Die meisten Galaxien benötigen mehr Brennweite und mehr physikalisch mögliche Auflösung, auf keinen Fall brauchst du was kleineres, am ehesten benötigt es was funktionirendes das auch Beugundsbegrenzt abbildet.
Gerade das Prachtbild von M31 zeigt in den Ecken furchtbare Sterne schon am Handy, und das bei dem kleinem Chip, von Apo mit Flatner erwarte ich andres.
Vielleicht machst du mal einen visuellen Sterntest ob dein Spiegel überhaupt taugt, wenn ja einfach richtig justieren und mech. Driftprobleme beseitigen. Ein guter 150/750 Newton steckt einen 80er Apo fotografisch locker in die Tasche.
Vieleicht hast du wackeligen OAZ , vielleicht Tubus aus dünnen Wabbelblech oder eine lappoge FS Halterung, wenn sich die Justage beim Meridianflip ändert hast du mechanische Probleme,
Das kann man beheben falls man nicht zwei linke Hände hat und den Newton verstanden hat.

Gruß Frank
 
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