152/760 oder 152/1200

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cyber07

Aktives Mitglied

Hallo zusammen,
als neues Mitglied in diesem Forum benötige ich noch einige Erfahrung mit diesem Medium umzugehen. Deshalb vorab mal vielen Dank für Euer Verständnis wenn mal etwas nicht so rüberkommt wie gewünscht.
Da ich mich künftig intensiver mit dem wunderbaren Thema Atronomie in der Praxis beschäftigen will habe ich mir seit Wochen intensiver die Beiträge, auch in anderen Foren, mal gelesen und verinnerlicht. Wie mehrfach in diesen Foren erwähnt ist das Thema Erstausrüstung und Zubehör eine fast unendliche Geschichte. Ich habe mich entschlossen das Equipment auf meine Bedürfnisse abzustimmen (wo wohne ich, habe ich besten Beobachtungshimmel, muss nicht transportieren, finanzieller Rahmen usw.).
Was mir noch zu meiner Entscheidungsfindung fehlt ist ein Draufblick auf mein Equipment von einem Praktiker der mit diesen Dingen umzugehen weis und mir vielleicht und hoffentlich auch den einen oder anderen Rat und Tipp zu meiner Auswahl geben kann.
(Ich hoffe daß für meinen Beitrag alles technische gepasst hat und meine Datei auch sichtbar ist)
Ich habe mich nach langem, langem ... Überlegen mich für das BRESSER Teleskop AC 152/760 Messier EXOS-2 oder für das BRESSER Teleskop AC 152/1200 Messier EXOS-2 entschieden.
Mein Interesse liegt mehr auf DeepSky als auf Planeten. Wobei ich auch gerne Planeten beobachten möchte.
Welches von beiden Teleskopen wäre für DeepSky besser zu verwenden?
Für Eure Unterstützung zu meinem Anliegen bin ich Euch sehr dankbar !!
In der anhängenden Datei seht ihr noch das von mir gewählte Zubehör. Auch hier könnt ihr mir Ratschläge geben was sinnvoll ist und was nicht.
Gute Zeit und bis bald...
Erwin
 

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Deep sky: 152/760 (für geringe Vergrößerungen und großes GF)
Planeten: 152/1200 (für höhere Vergrößerungen)
... weiss aber nicht wie der Farbfehler bei den Geräten ist, denn
das sind Achromaten, und jeder Tubus wiegt außerdem ca. 11 kg und die exos 2 verträgt laut Hersteller nur 13kg visuell. Weiss nicht ob das so ideal ist. Ich würde von der Kombi die Finger lassen.
Grüße
Matthias
 
Hallo Erwin,

willkommen auf Astronomie.de! :)

Beschreibe doch mal, was deine Bedingungen sind und was du genau möchtest. Möchtest du nur mit dem Auge beobachten, d.h. erst mal keine Fotografie betreiben? Musst du mobil sein, d.h. raus fahren, um zu beobachten? Hast du (dann) einen guten, dunklen Himmel?



Ich habe keine Erfahrung mit diesen beiden Teleskopen einschließlich der Montierung. Es ist aber so, dass diese Teleskope nicht optimal für die Planetenbeobachtung und auch nicht optimal für die Deep Sky Beobachtung sind. Der sogenannte Farbfehler mindert die Abbildungsleistung beider Teleskope merklich, insbesondere die des 152/760ger Refraktors. Man kann damit sicherlich Beobachten, aber ich würde mich an deiner Stelle noch nicht festlegen und weitere Informationen einholen. Ich persönlich würde mir diese Modelle nicht kaufen. Du kannst dich hier auf A.de sowie auf Teleskoptreffen und vielleicht auch auf einer Volkssternwarte über verschiedene Teleskoptypen informieren bzw. sie dir live anschauen und durchschauen.



Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Matthias,
danke für Deine Info zum Thema !
Das mit dem Farbfehler ist mir bewusst. Das mit der Montierung inzwischen auch.
Muss meine Auswahl nochmals auf den Prüfstand stellen.
Bis dann und gute Zeit.
Gruss Erwin
 
Hallo Erwin,

ja, dazu kommt noch der jenseits Hebel den z.B. der 152/1200 Refraktor auf die Monit ausübt.
Falls Dir nach einem kurzen Achromaten ist, so ist der Skywatcher 120/600 wohl nicht soo schlecht, aber Bedenke, das sind Zweit- oder Drittgeräte gerade wegen ihrer Spezialisierung.
Wenn es denn ein Refraktor sein soll, würde ich an deiner Stelle etwas die Optik (~100mm Öffnung) verkleinern, eine passende Monti darunter (Überlegung ob azimutal oder parallaktisch). Deep Sky und Planeten optimal in einem Gerät zu vereinen, ist denke noch niemanden so richtig gelungen, und da du noch wenig Erfahrung hast, ist das Interesse noch nicht in die eine oder andere Richtung ausgeprägt. Fahr doch mal an die Sternwarte Bellheim und lass dir dort mal was zeigen.

viele Grüße vom anderen Rheinufer.
 
Hallo Christian,
ich möchte keine Astrofotografie vorerst betreiben. Ich wohne auf dem Land und kann auf meinem Grundstück ca. 80% vom Himmel beobachten. Es gibt so gut wie keine Lichtverschmutzung (keine größere Stadt oder dgl. in der Nähe, auch Strassenbeleuchtung ist recht bescheiden.
Ein Newton oder Dobson hätte schon auf Grund ihrer Leistung zum kleinen Preis ihren Reiz. Da ich aber Rückenprobleme habe und ich beim Newston oder Dobson recht schmerzlich eine Beobachtung machen könnte würde mir der Spass an einer Himmelsbeobachtung rasch vergehen. So entschied ich mich für einen Apochromaten bei dem ich auch in Sitzposition beobachten könnte. Alternativ dazu wäre ein RC, SC, Cassegrain. Aber die sind relativ teuer in der Anschaffung. Im Focus hatte ich das Meade Teleskop ACF-SC 305/3048 12" UHTC LX90 GoTo Aber leider gibt es dies nur mit goto Steuerung. Ich möchte keine goto Steuerung da ich nicht immer wieder das Teleskop bei Standortwechsel neu ausrichten will. Das Himmel-einmaleins wo sich was in welchem Sternbild findet habe ich schon erlernt (mit einem Feldstecher). Insofern möchte ich entspannt beobachten ohne in einen Stress zuverfallen wenn die goto Steuerung nicht recht funktioniert.
Da ich nun schon Monate und Wochen recherchiere welches Teleskop für mich in Frage kommen würde möchte ich nun recht bald eine Entscheidung treffen. D.h. nun aktuell: Apochromat oder RC (ohne goto).
Das in meiner Datei (s.o.) beschriebene Teleskop wäre austauschbar, das Zubehör würde bleiben.
Danke nochmals für Deine Unterstützung !
Gruß
Erwin
 
Hallo Erwin,

Da ich aber Rückenprobleme habe und ich beim Newston oder Dobson recht schmerzlich eine Beobachtung machen könnte würde mir der Spass an einer Himmelsbeobachtung rasch vergehen. So entschied ich mich für einen Apochromaten bei dem ich auch in Sitzposition beobachten könnte.

Bei einem Dobson sitzt man in der Regel auf einem höhenverstellbaren Stuhl, solange das Teleskop nicht so lang ist, dass man sich hinstellen muss, um noch ins Okular sehen zu können. Man steht also nicht gebeugt davor. Da würde sich wohl selbst ein gesunder Rücken nach einer Weile melden. Oder bekommst du auch bei wechselnden Sitzpositionen Rückenschmerzen, bei denen man mal etwas nach vorne gebeugt sitzt (horizontnahe Beobachtungen) und mal gerade (zenitnahe Beobachtungen)?

Wie gesagt, mit einem höhenverstellbaren Stuhl kann man die Sitzposition anpassen.
 
Danke Heiko,
ich denke das würde mir bei Beobachtungen, die in der Regel länger dauern, auch keine richtige Hilfe sein.
Dobson´s und Newton´s sind leider für mein Problem nicht das optimale.
Mal sehen was sich ergibt.
Gruß
Erwin
 
Hallo,

der Bresser 150/750 AC ist doch nur ein 150/1200 AC der vor dem OAZ noch eine Korrekturlinse hat und die Brennweite verkürzt. Also der 150/750 AC ist genau so lang und schwer wie der 150/1200. Der Vorteil ist das auch Farbfehler beim "kurzen" nur so stark ausgeprägt ist wie beim "langen".

Die EXOS-2 ist doch nur in der EQ-5-Klasse, da ist der lange und schwere Tubus viel zu gross für.

Ich würd davon auch eher abraten, denn Farbfehler ist nach wie vor da, der Tubus ist schwer und unhandlich, für das Geld was der kostet kann man auch besseres bekommen.

Einzig, so ein langer grosser schöner Refraktor sieht für den Laien richtig schön nach Teleskop aus, wenn man darauf wert liegt und auch ein Dekoobjekt für die Wohnung sucht ;)

Gruß, Gerry

EDIT:

Zitat von cyber07:
So entschied ich mich für einen Apochromaten bei dem ich auch in Sitzposition beobachten könnte.
...
D.h. nun aktuell: Apochromat oder RC

Also der Bresser ist sicher KEIN Apochromat. Ein Apochromat mit dieser Öffnung bewegt sich in Preisrahmen wo man auch neue Mittleklassewagen findet ;)

Zu dem Zubehör - ich kann aus persönlicher Erfahrung von den Omegon LE abraten. Die sind für das was sie können relativ teuer - im direkten Vergleich bei gleicher AP bildet ein einfaches Plössl mit halbwegs guter Barlow besser ab als diese Omegonteile. Omegon ist allgemein recht teuer, will wohl so ne Edelhausmarke sein, die Qualität ist aber meist bestenfalls durchschnittlich.

Der Satz Farbfilter ist unnötig.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke Gerry,
hilft mir weiter in meiner Entscheidungsfindung !!

Gute Zeit !
 
Hallo Erwin,

Wie schwerwiegend sind deine Rückenprobleme? Am Teleskop sitzt man mitunter immer mehr oder weniger unbequem, egal was für ein Teleskoptyp und Montierung man wählt, deshalb ist mit einer Minimalbelastung des Rückens immer irgendwie zu rechnen. Optimaler Weise hat man einen Stuhl mit Lehne, in dem man bequem sitzt und dazu ist das Okular am Auge in dieser bequemen Postion. Man sagt: Das Okular kommt zum Beobachter und nicht umgekehrt. :) Das ist der Idealfall. Der ist bei mir am 100/1000mm Refraktor und äquatorialer Montierung bei Beobachtungsobjekten gegeben, die so 20 bis 70 Grad über dem Horizont sind. Das Stativ ist dann maximal ausgefahren. Die Idee, einen Refraktor oder ein Teleskop mit rückseitigem Einblick zu nehmen, ist daher nicht schlecht. Allerdings würde ich ein Dobson nicht ausschließen. So hat zum Beispiel ein 8Zoll f/6 Dobson eine angenehme Größe, sodass man da auch sehr angenehm ins Okular schauen kann. Das können andere aus praktischer Erfahrung sicherlich bestätigen. Dazu kommt noch das einfache Aufstellen eines kleineren Dobsons, das dem Rücken zugute kommt. Das ist besser für den Rücken, als zum Beispiel ein 12" Meade SC auf die Montierung zu wuchten. ;)



Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Erwin,


wenn das Beobachten so beqeum wie möglich sein soll und ein von der Einblickhöhe zum Beobachtungsstuhl passender Dobson völlig unmöglich ist würde ich auf ein kurzbauendes Gerät wie ein SC setzen: da ändert sich die Einblickhöhe weniger als beim langen Refraktor so daß einmal alles passend zueinander eingestellt relativ entspanntes Beobachten möglich sein sollte.

Komische Beobachtungshaltungen beim Dobson sind nötig wenn die Geräte zu flach bauen oder der Beobachter etwas größer ist, dann kann sitzend wie stehend eine unbequeme Körperhaltung nötig sein. Den Dobson auf eine Kiste gewuchtet und man kann herrlich bequem davor sitzen.

Wenn das Rückenleiden maßgebend ist probier auf jeden Fall vorher aus wie man hinter einem Teleskop sitzt, egal ob paralaktisch oder Refraktor oder SC oder Newton oder Dobson, wenn man nach 10 Minuten einen Krampf kriegt taugt das gar nichts!


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,
ja es ist halt so. Ich bin ca. 190 groß und mit meinem Rückenproblem habe ich mit einem Newton oder Dobson keine so richtige Freude. Ich saß mal hinter einem Refraktor und einem SC, das war zu 100% angenehmer für mich. Deshalb liegt meine Entscheidungsfindung bei einem dieser Teleskope.
Machs gut und danke für Deine Info.
Gruss aus der Pfalz!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christian,
ich habe mich für einen Refraktor oder SC entschieden. Ich habe eine Wirbelsäuleversteifung im 4 und 5 Lendenwirbel, die mir eine Beobachtung bei einem Neweton oder Dobson fast unmöglich macht, da kommt keine Freude auf. Und das mit dem 12" Meade SC bin ich auf der Suche nach einer passenden Montierung (ohne goto). Mal sehen wann ich das umsetzen kann. Meine Entscheidungsfindung dauert schon einige Monate und ich möchte nun endlich was vor der Nase haben ;))
Danke für Deine Info!
Gruß aus der Pfalz
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Erwin,

bedenke bei deinen Wirbelsäulenproblemen auch das ein 12" SC eine ziemliche Wuchtbrumme ist, der Tubus wiegt über 20 Kg, eine entsprechende Montierung dazu ist insgesamt noch deutlich schwerer.

Du hattest auch geschrieben du möchtest das Teleskop in einer Beobachtungsnacht mehrfach abbauen und woanders wieder aufbauen, deshalb ja kein GoTo. Das ist mit so einem schweren Gerät aber mehr als mühsam. Abgesehen davon, auch ohne GoTo, eine parallaktische Montierung muss genau auf den Himmelsnordpol eingerichtet werden. Das wäre also körperlich jedes mal sehr anstrengend und kostet viel Zeit.

Auch das Benützen des Polsuchers könnte für dich schwierig werden da man sich da ziemlich tief runterknien muss und sich schön Verrenken um den Pol einzustellen...

Die SC von Celestron sind etwas leichter, vielleicht ein C9 oder C11 als handlichere Alternative zum Meade 12" SC ?

Gruß, Gerry

EDIT: Achja, wenn eine Montierung GoTo hat heisst das nicht das du auch ein aufwendiges Alignment (wobei das net sonderlich aufwendig ist, wenn man via Polsucher eingenordet hat auert ein 3-Star-Alignment nicht mal 5 Minuten....) machen musst. Du kannst die Montierung auch einfach nur nachführen lassen. Kannst durchaus auch eine günsige Chinamontis wie die EQ-6 als Syntrek ins Auge fassen, die sind in Ordnung, für ein SC 12" wäre die allerdings schon zu schwach. Aber ein C11 z.B. sitzen da gut drauf.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Erwin,

ich denke, dass es eine gute Entscheidung ist, wegen des Einblicks ein SC oder einen Refraktor zu nehmen.

Allerdings solltest du bedenken, dass ein SC mit 3 Meter Brennweite dich auch in seinen Möglichkeiten einschränken wird bezüglich größtmögliches Gesichtsfeld. Auch was das Auffinden ohne GoTo angeht, ist es sicher nicht ganz ohne. Langfristig kannst du vielleicht auch einfach 2 Teleskope einplanen, dann ginge es nur darum, was als erstes kommt.

Du könntest die Montierung und ggf das Teleskop (so ein 12" SC ist ein ganz schöner Klotz) ja auch sicherlich dauerhaft im Garten belassen oder? Dann könnte dessen Gewicht nämlich vernachlässigt werden und sowas wie die preiswerte EQ6 oder besser noch AZ-EQ6 dir Freude bereiten, auf der letztgenannten könntest du dann auch 2 Teleskope, die sich gut ergänzen, montieren. Im Übrigen gibt es keinen Grund, nach einer Montierung ohne GoTO zu suchen, es kann immer mal hilfreich sein und man ist ja nicht gezwungen es zu nutzen.

Da du das Meade 12" SC in die engere Auswahl nimmst, scheinst du ja auch bereit zu sein, ein wenig zu investieren. Vielleicht wäre ein Refraktor, allerdings kein Farbwerfer, sondern ein größerer ED o.ä. doch noch eine Überlegung wert.

 
Hallo Erwin,

ich versteh langsam nix mehr. Du hast einen eigenen Garten von dem du 80% des Himmels überblickst. Da träumt ein mancher von uns davon. Dennoch entscheidest Du
du möchtest das Teleskop in einer Beobachtungsnacht mehrfach abbauen und woanders wieder aufbauen, deshalb ja kein GoTo
. Ich versteh die Logik nicht. Wenn ich einen Garten hätte, würde ich doch eher an einer stationäre Lösung arbeiten und mir eine Sternwarte in den Garten stellen, insbesondere wenn ich Rückenprobleme hätte. Gleiches mit Goto. Wenn ich Rückenprobleme hätte, würde ich mich doch eher für ein Goto entscheiden um mir das Aufsuchen, bei dem man sich wieder verrenkt und verspannt, zu erleichtern und meinen Rücken lieber für die Beobachtung aufsparen.
Aber gut, du wirst selber wissen, was dir gut tut.
Matthias
 
Hallo Matthias,
danke für Deine Rückinfo!
Das auf- und abbauen sollte sich darauf beziehen, daß ich das Teleskop nach Beobachtungen immer wieder abbauen muß. Eine Sternwarte wäre ja das optimale. Aber ich muß ja auch meinen finanziellen Rahmen betrachten. Da ist es mir wichtiger den Focus auf die Optik und Montierung zu richten. Was die Gewichtung des Telekops angeht bin ich nicht alleine. Hilfreiche Hände würden mir beiseite stehen. Ich werde alle Ratschläge dankend entgegennehmen und mir zu Gemüte führen, das war ja auch der Grund Experten in diesem Portal zu befragen um meine Entscheidungsfindung zu konkretisieren.
DANKE !
Gruß aus der Pfalz
 
Hallo Roman,
vielleicht hast Du Recht! Leider kann ich das Teleskop nicht immer aufgebaut im Garten belassen. Eine Sternwarte kann ich im Moment nicht finanzieren. Deshalb mehr Gewicht auf Optik und Montierung.
Vielleicht wäre ein Refraktor, allerdings kein Farbwerfer, sondern ein größerer ED o.ä. doch noch eine Überlegung wert.
Welcher Refraktor käme Deiner Meinung evtl. in Frage ?
Gruß aus der Pfalz!
 
Danke Gerry,
ist eine Überlegung wert !
Mal sehen, werde nichts überstürzen.
Danke nochmals dafür !
 
Zitat von cyber07:
Welcher Refraktor käme Deiner Meinung evtl. in Frage ?

Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten, es ist abhängig vom Budget, was deine Vorlieben sind und ob es durch ein anderes Teleskop ergänzt wird oder nicht. Ich würde mich niemals auf ein Teleskop festlegen und langfristig mehrere Geräte einplanen, dann ist man nicht gezwungen, vergeblich einen „Allrounder“ zu suchen.

Eigentlich sollte erst noch die Frage geklärt werden, wie das nun wirklich in deinem Garten ablaufen soll. Rückenprobleme und das Equipment (derzeit tendierst du wohl zur G11 mit 12“ SC) immer wieder auf- und abbauen klingt widersprüchlich zu deinem Argument „Einblick von hinten zur Rückenschonung unbedingt notwendig“, findest du nicht? Du solltest es auf jeden Fall in Erwägung ziehen, die Montierung an einem geeigneten Platz augzustellen und stehen zu lassen, mit einer Abdeckung/Plane.

Was die Teleskopwahl angeht, kann ich nur von meinen Erfahrungen sprechen. Ich finde, dass 10“ schon einiges zeigen unter gutem Himmel. Ich finde auch, dass ein kleiner Apo oder zumindest ED Refraktor an Sonne, Mond, Planeten, offene Sternhaufen, hellere Emissionsnebel etc wirklich wunderbar ist, vor allem offene Sternhaufen und die Sonne sind damit ein Traum. Darum ergänzen sich ein Newton und Refraktor so toll. Durch ein 12“ SC habe ich auch schon ein paar mal geschaut, mein Fall ist es nicht so ganz: zu viel Brennweite, das Bild fand ich nicht überzeugend – leider, denn so ein SC ist schön kompakt bei großer Öffnung.

Ein Teleskop unter 1000mm Brennweite sollte man auf jeden Fall haben und eine Öffnung ab 100mm wäre schon sinnvoll. Der Astro Professional 130/900 und auch der 115/800 haben mir persönlich wirklich gut gefallen. Ich persönlich habe bewusst „nur“ einen 107/700 mm Apo genommen, weil ich etwas weniger Brennweite haben wollte und zudem auch Fotos mache, bei der Farbreinheit wüschenswert ist. Du hast aber als „Visueller“ deutlich weniger Stress, darum auch die Idee mit dem Halbapo. Ein Preis/Leistungstipp soll der Skywatcher Evostar ED 120 sein, ich selbst habe allerdings nie durchgeschaut. Ein fest aufgestelltes Gerät wäre für dich der Idealfall, da würde ich mir doch sogar glatt mal nen 6“ (Halb)apo wie den 150/1000 Triplet Apo von TS oder auch ggf das 150 ED Dublet von APM anschauen.
Ob es unbedingt eine G11 sein muss, würde ich mir überlegen. Nur zur Nachführung täte es auch eine EQ-6, dann hast du mehr Geld für die Optik(en) übrig. Und unterschätze die Vorzüge des GoTo nicht.

Eine Idee hätte ich noch, leider nicht von der Stange zu erwerben: Ein Dobson, das durch weitere Spiegel einen seitlichen, ca. mittigen Einblick ermöglicht, ich finde nur leider gerade das Foto vom letzten HTT nicht. Ich kann es dir gerne mal schicken.

Also: Mach dir Gedanken, was langfristig sinnvoll erscheint. Und ziehe es in Erwägung vielleicht gebraucht zu kaufen und erstmal damit zu arbeiten und dann erst richtig Geld zu lassen. Z.B so ein Skywatcher 120 ED + EQ6 wären sicher gebraucht für 1,6 k€ zu bekommen.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Roman,
danke für Deine ausführlichen Ratschläge!
Brauch mal ´ne Pause um die Dinge zu sortieren um mich evtl. zu entscheiden.
Bis dahin.
 
Seltsam, da ändere ich meinen Beitrag und auf einmal ist die Formatierung futsch und lässt sich nicht mehr ändern... Nun ist es total unübersichtlich geworden, sorry dafür.

Ich würde mir keinen Stress machen, es geht geht schließlich um viel Geld. Wenn man einen Garten unter gutem Himmel hat, lohnt es sich aber definitiv. Ich habe hier nur meinen Balkon in HH, was ich aber immer noch besser finde, als immer wieder neu aufzubauen.
 
Hallo Roman,
in diesem Sinne...
Grüße von der Pfalz nach HH
 
Hallo Erwin,

Ich habe mich nach langem, langem ... Überlegen mich für das BRESSER Teleskop AC 152/760 Messier EXOS-2 oder für das BRESSER Teleskop AC 152/1200 Messier EXOS-2 entschieden.

Zu den Unterschieden der beiden kann ich nicht viel sagen, da ich nur eines der beiden habe ;)

Die Interpolation Achromat -> Farbfehler trifft auch hier zu, sollte aber schon differenziert betrachtet werden, da diese Geräte keine gewöhnlichen Achromaten sind sondern Petzval-Systeme, also Achromat mit zusätzlichem zweilinsigem Petzval-Element in Richtung Okularauszug. Ich selbst habe den AR152S (152/760) und kann sagen, dass er noch mit zum mittleren Vergrößerungsbereich recht akzeptabel abbildet, darüber hinaus wird dann der Farbfehler immer deutlicher. Vermutlich ist dann also der Farbfehler beim längeren 152/1200 nochmal geringer.

Was mir mehr Bauchschmerzen bereitet ist die hierbei angebotene Montierung. Selbst der kurze AR152S ist schon ein mords Trumm. Zunächst wollte ich das Gerät für mobile Zwecke nehmen, habe es dann aber verworfen, seither steht er fest im Garten auf einer Skywatcher NEQ6, die das Teleskop dann auch ausreichend stabil trägt.

Gruß von der Pfalz in die Pfalz ;)
 
Hallo Erwin,
ich schreibe aus der angrenzenden Region Rheinhessen!

Ich habe mich auch eine Zeit lange für die Bresser- Petzval- Systeme interessiert. Es gibt wohl noch ein Problem insbesondere mit dem "großen" 152/760: die Justierung ist sehr kompliziert und es soll durchaus auch nicht gut justierte Geräte geben, d.h. dann entweder zurückgeben oder vom Spezialisten für teuer Geld justiern lassen.
Aus diesem Grunde haben soweit ich weiss, Teleskop-Spezialisten offenbar keine Bresser- Achromaten mehr im Bestand (InnoComp hat ja vor Auslieferung optimiert).
Der 127er Petzval soll da unproblematischer sein.
Sehr interessant, aber auch eine größere Montierung benötigend (also EQ6) ist der TS individual 152/900, analog dem teuereren Kassai Nerius gebaut: erstaunlich wenig Farbfehler für einen F/6 Achromat! Diesen habe ich nömlich bei einem Vereinskollegen testen dürfen.
Wenn es Dein Budget hergibt, würde ich diesen Refraktor auch noch in Betracht ziehen!
In Bezug auf die konventionellen kurzbrennweitigen FH- Refraktoren z.B. von Skywatcher, habe ich mehr Bedenken wegen des Farbfehlers, denn dieser ist bei 120 F/5 schon sehr deutlich!

Aber am Besten ist es wirklich, bei einem Astrotreffen oder nahegelegenen Verein einmal durch verschiedene Teleskope zu schauen: da kannst Du auch ausprobieren, wie es Deinem Rücken geht.
Hier noch ein Tipp zum Rücken- schonenderen Beobachten: grundsätzlich warm anziehen (Wärme lockert die Muskulatur), vor dem Spechteln und danach etwas Gymnastik machen zum Lockern, verschiedene Sitzmöglichkeiten ausprobieren (d.h. Hocker, Terassenstuhl, Hochstuhl etc.). Dann evtl. noch die Möglichkeit vorhalten, mal durch Zenitspiegel, mal im Amici-Prisma, mal in der optischen Achse (mit Verlängerungsstück zu beobachten; evtl. auch einen Sucher mit Winkelaufsatz verwenden... so dass Du Dich nicht zu sehr "verbiegen" musst.
Und: am Teleskop sollte ein Haltegriff dran sein, das erleichtert das "Aufsatteln" auf die Monti ungemein; so etwas hat Bresser glabe ich, an seinen Refraktoren dran.

So long, beste Grüße aus dem benachbarten Rheinhessen!
Carsten
 
Hallo Carsten,
hallo Toni,
DANKE für Eure Ausführungen !!
ich bin mittlerweile von dem Bresser Teleskop abgekommen. Grund war eine Vorort Beratung bei einem Astrotreffen und der Besuch einer Sternwarte bei uns in der Nähe, die u.a. solch ein Teleskop aufgebaut hatte. Farbfehler und eine evtl. bessere und teuere Montierung (2,5tsd€) haben mich für eine solche Anschaffung nicht überzeugt. Da ich nur visuell beobachten will und die Astrofotografie eine andere Liga für mich ist habe ich nun umdisponiert.
Im Focus habe ich einen Doppelrefraktor - siehe meinen Beitrag im Forum/Ferngläser/ Doppelrefraktor Halbapo Triplet 6" Semi Objektive (mit Bild)
(leider funktioniert die Verlinkung nicht, wie geht sowas?)
Am 14.09.2013 findet in Villingen-Schwenningen die Astro-Messe statt. Dort kann ich dieses Teil mal testen und hören was die Experten dazu sagen.
Bis dahin und gute Zeit!
Gruß aus der Pfalz!
 
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