152/900 mit dem 8-24mm. Eine brauchbare Kombi?

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skardas

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Hallo,
die ganze Frage lautet: 152/900 FH Refraktor mit dem Baader Hyperion Zoom 8-24mm Okular. Eine brauchbare Kombination?

Ich suche ein gutes Okular für den 152/900 FH Refraktor. Bei der Suche stieß ich auf oben genanntes Okular und bin erst mal von der Beschreibung und dem Preis fasziniert!
Nur: geht diese Kombi?

Für eure Hilfe wäre ich sehr Dankbar.

Dabei fällt mir ein: das scheinbare Gesichtsfeld beträgt bei diesem Okular 50-68°. Allerdings weiß ich nicht ob die z.b. 68° bei 24mm sind oder 8mm gelten. Auch dabei bräuchte ich mal Hilfe.

Cs Jörg
 
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Hallo Jörg,

die Frage ist, was Du Dir unter "gehen" vorstellst. Ein Übersichtsokular, was mit 24mm ja auch keins wäre, kann das Zoom nicht ersetzen, denn dafür ist mit 50° das Feld zu klein. Das zumal der 150/900 ja 2" Anschluss hat und seine stärken gerade im Widefield/Niedrigvergrößerungsbereich zu finden sind. Insofern sollte man lieber in diesem Bereich gute Okulare einsetzen, also 2" Okulare mit 30 bis 42mm Brennweite, je nach Standort.
Anmerken muss man, dass man besonders bei langen Okularbrennweiten diese nicht Wahllos in eine f/6-Optik stecken kann - jedenfalls wenn man Ansprüche an die Abbildung über das Gesichtsfeld bis zum Rand stellt. Und das macht wegen des Widefield-Gedankens bei diesem Gerät sehr viel Sinn.

Daraus ergibt sich schon Deine Frage: 50° bei 24mm, 68° bei 8mm. Beim Zoomen scheint die Bildebene im Okular näher zu kommen, sie nimmt also einen größeren Winkel ein. Das heißt aber nicht, dass der sichtbare Ausschnitt stets derselbe ist, beim Zoomen verschwinden schon Bildteile "hinter dem Rand".

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
sorry, aber deine Antwort ist zwar wie immer ausführlich, aber für mich "zu hoch".

Ich habe ein Übersichtsoklar hinter dem 2" Zenitspiegel (2" 38mm), jedoch suche ich weitere Okulare die bei meinem Refraktor "Sinn" machen. Und da das Baader mehrere Okulare ersetzt, dachte ich "das wärs".

Jörg
 
Hallo Jörg,

soso, zu hoch. Nun, die Info, dass ein Übersichtsokular da ist, ist doch schonmal was wert. Ja, ein Hyperion-Zoom ersetzt dann mehrere Okulare, aber nur in dem Rahmen des jeweiligen Gesichtsfeldes und ein wenig auch in dem Bewusstsein, dass ein normales Zoom eben optisch auch einen gewissen Kompromiss darstellt. Man braucht einfach mehr Linsen und man kann nicht alle Brennweiten gleich gut machen im Zoombereich.
Trotzdem ist die Frage, was Du beobachten möchtest. Wenn Du wirklich Deepsky beobachten willst, dann wäre ein 24mm Okular mit 50° scheinbarem Feld vielleicht nicht das, was Du Dir wünschst. Die 37,5x sind immer noch eine Deepsky-Vergrößerung, für die man sich vielleicht eher ein Nagler-Gesichtsfeld wünscht. Bei 8mm wirst Du mit den 68° sicher zufrieden sein, aber 113x ist schon eine Vergrößerung mit 1,3mm AP und da haben manche Deepsky-Objekte einfach nicht mehr genug Licht und nebenbei wird bei manchen Objekten, die so eine Vergrößerung brauchen auch der Farbfehler ein Thema. Ich meine damit Sternhaufen, egal ob kugelige oder offene, die dicht stehen. Dann werden die Sterne durch den Farbfehler (auch wenn man den nicht farbig sieht) matschig. Kugelsternhaufen sind da besonders betroffen.

Wenn Du also (ganz persönlich) eher um 20mm beobachten willst, wäre es besser, hier das Geld in eine ordentliche Festbrennweite mit schönem Gesichtsfeld zu stecken, als in ein Zoom, welches am besten bei Brennweiten funktioniert, die Du vielleicht nicht so gern nutzt. Aber welche Brennweiten Du nutzt, weißt Du eben am besten und daher hängt es von Dir ab, ob das Hyperion Zoom für Dich passt, oder nicht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Jörg,
so ein Zoom ist v.a. schön bequem und auch, wenn du dir später weitere Okus kaufst, keine schlechte Sache. Sicher sind Festbrennweiten von der Randschärfe und Sehfeld besonders bei 20-24mm dem Zoom überlegen, aber gute kosten eben auch viel Geld.

Gerade für Deep Sky schätze ich, dass du Spaß haben wirst. Und auch beim Aufsuchen hilft es, wenn du im 38er etwas gefunden hast, dann auf das 24er umsteigst und ohne weiteren Okularwechsel die optimale Vergrößerung einstellen kannst.
 
Hallo Jörg,

du hast einen interessanten Refraktor. Ich möchte selbst gern einmal ein paar Stunden durchgucken und verschiedene Okulare ausprobieren. Deine Hintergedanken sind aber unklar, besonders wenn man deinen anderen Thread noch hinzunimmt.

Dein Refraktor sollte gut sein bis 50-fach, vielleicht bis 60-fach. Für höhere Vergrösserungen (Mond, Planeten, Kugelsternhaufen, planetarische Nebel) musst du dir ohnehin etwas anderes überlegen. Kein Taschenspielertrick kann aus deinem Gerät hohe Vergrösserungen hevorzaubern. Auch kein noch so gutes Okular kann das.

Vielleicht sind die Erfle-Okulare etwas für dich. Bei deinem Öffnungsverhältnis F6 wäre das möglich. Das müsstest du in einer Beobachtungssitzung mit aktiven Beobachtern ausprobieren. Viele Leute haben Erfle-Okulare. Die sind auch nicht so teuer.

Der interesssante Brennweitenbereich geht von etwa 16mm ... 38mm. Man versucht doch immer einen möglichst grossen Kontrast zu erreichen, also einen möglichst schwarzen Himmel und davor helle Sterne und Nebel. Da die Sichtbedingungen nicht immer gleich sind, kannst du gerade im Bereich 38 mm bis 24 mm Okularbrennweite gut deine Austrittspupille von 6mm bis 4mm variieren. Dazu kommt noch, dass dein Scope schon gut für Filter geeignet ist. Wieder ein Argument, im Bereich von 38mm bis 24mm nicht einfach ein Loch zu lassen. Jedenfalls kommt so eine Abstufung zustande, die für dein Scope Sinn macht.

Ich sehe den Sinn nicht, 180 Euro auszugeben (für Zoom 24mm-8mm). Passt nicht für dein Scope.

Mit Grüssen,
Joachim


 
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Hallo Jörg,

ich bereibe einen 100/600er Refraktor, wie Deiner ein zu kurz-FH, mit
-38 mm Okular 70° (Erfle WA, nicht randscharf aber sehr großes Feld, mit Filter klasse)
-28 mm Okular 82° (UWAN, nicht randscharf aber sehr gute Abbildung auf der Aches bis weit ins riesige Feld)
-22 mm Okular 22° (LVW, randscharf und noch ordentlich Feld für OH, Gx und die kleineren der großflächigen Nebel)
-16 mm Okular 82° (UWAN nicht ganz randscharf, meine V-Max am Gerät, schon an manchen Objekten oberhalb meiner Akzeptanz für vom Refraktor eingeführte Farbe).

Die realtiv enge Abstufung von 6,3 mm AP bei 16fach bis 2,7 mm AP bei 37fach wird auch am 8" F/6 Newton genutzt und ist dacher nicht überzogen.
So macht ein Richfielder wirklich Spass, weil er zeigen darf was er kann.
Steht so ein Richfielder alleine, so ist sicher auch 12-10 mm Okularbrennweite noch anwendbar, aber auch schon Geschmackssache, zumal ein 150 F/6 noch deutlich farbfreudiger ist als ein 100 F/6.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Nochmals hallo Jörg,

wie du siehst, kennt sich Günther noch etwas besser aus.
Als Ergänzung kann man noch sagen:
Wenn du den Mond als Objekt noch dazunehmen willst, dann tut es ein vorhandenes Okular 9mm. Auch das Seben-Zoom 24mm-8mm würde ich für diesen Zweck nicht schlechtreden, das ist recht preiswert. Besonders ein starker Farbfilter wäre sinnvoll. Das gilt mit Einschränkung auch noch für Planeten. Nur sehe ich den Sinn nicht, im Bereich 100-fach und mehr 180 Euro zu investieren.

Irgendwie hast du doch deinen 6" Refraktor montiert. Man muss immer im Auge haben, dass ein Newton 130/900 dann auch auf die gleiche Monti passt, unter 120 Euro kostet und locker 200-fach vergrössert. Teure Okulare an deinem FH bringen in diesem Bereich nichts.

Das wollte ich sagen. Mit Gruss,
Joachim
 
Hallo zusammen,

Zitat von JoachimRiehn:
Deine Hintergedanken sind aber unklar, besonders wenn man deinen anderen Thread noch hinzunimmt.

um diese "Hintergedanken" zu erklären, folgendes:

Der Refraktor ist bestellt, angezahlt aber noch nicht ausgeliefert (Lieferung Mitte Mai). Von daher stelle ich diese Fragen um mir vorab ein Bild zu machen was geht und was nicht.

Um euch meine bisherige Ausrüstung näher zu bringen, hier mal eine Aufstellung. Ich besitze, neben dem kommenden Refraktor, ein Tal2M (150/1200) Newton der sich dem Refraktor die Monti teilen muss. Okularseitig bin ich mit einem 15mm Kellner, 25mm Plössle, einem 42mm Kellner (alle original Tal) sowie meinem Lieblings-Okular einem 18mm Speers Waler (72°) ausgestattet. Ein 2“ 38mm Erfle (70°) für große Übersicht am Refraktor ist mit dem Refraktor bestellt.

Für die hohen Vergrößerungen wird natürlich weiter der Newton benutzt. Jedoch möchte ich bis ca. 100fach auch den Refraktor nutzen und dafür fehlt mir ein passendes Okular. Und bevor ich jetzt für 1-2 weitere Okulare mit Festbrennweite, damit der Bereich 60x + abgedeckt ist, die 100-150€ ausgebe, dachte ich halt an das Zoom. Deshalb meine Frage zu dieser Kombi. Das Zoom soll schon primär für den Refraktor sein. Und am Newton habe ich bestimmt auch noch was davon.

cs Jörg
 
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Hi Jörg,

aha es gibt noch einen 6" F/8 Spiegel.

42, 38, 25, 18, 15 sind die vorhandenen Okularbrennweiten.

-Das 38er Erfle ist an dem F/6 Refraktor sehr brauchbar in jeder Beziehung (mit und ohne Filter), auch am Newton wird es Dich sehr erfreuen (mehr als das 42er Kellner).
-Das 25er Plössl bietet ähnliches Fled wie das Zoom auf 24mm, eher etwas mehr, wenn es ein gutes Plössl ist, bildet es gut ab.
-von da bis zum 18er Speers braucht es kein Zoom und das Speers bietet mehr reales Feld am Himmel als das Plössl und das Zoom bei 25/24 mm BW.
-das 15er Kellner wird nicht so der Reißer sein am Refraktor und hat dann auch erstmals kleineres Feld gegenüber dem Zoom, ist aber auch noch nahe dran am Speers. Da würde also dann das 8-24 mm Zoom so ganz allmählich Mal ab 13 mm Brennweite nutz- und sinnvoll angewendet werden können.

Du nennst das 18er Speers Dein Lieblingsokular, das kann ich verstehen, ich habe das 14er (13,4 neu), das 10er (9,4 neu) und das 5-8 mm Zoom zu den oben bereits genannten langbrennweitigeren Okularen im Einsatz.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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