15x70 oder besser 20x70?

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Hallo Markus,

VIEL Vergnügen!
Den Himmel können wir alle leider(gottseidank?) nicht beeinflussen. Höchstens insofern, als wir rausfahren. Hat aber bei ca. Vollmond auch wenig Sinn. DA wäre die geringere Lichtstärke des 20x70 dann auch von Berlin aus ausreichend und tüchtig durch mehr Vergrösserung "kompensiert" - (nur) für lichtstarke Objekte. Oder - wie gesagt - ein 10x40/42...
Mit einem anständigen Fernglas (so auch TS 10x60) aber ÜBERHAUPT in Ruhe in einen auch nur annehmbar klaren Nachthimmel (notfalls durch Wolkenlücken) zu blicken, ist schon ein Vergnügen an und für sich. Und man kann ja so schnell reagieren!

CS
Herbert
 
Die vermeintliche Vorteile der Zentralfokusierung sind relativ.
Meisten verfügen Ferngläser mit Einzelfokussierung über eine enorme Tiefenschärfe und es muß lediglich etwas bewegt werden wenn man das letzte Quantchen an Schärfe herauskitzeln möchte.

Mein Zhumell 8x42 hat eine Zentralwalze und ich bin ständig am drehen, weil dieses Fernglas METERGENAU fokussieren MUSS.
Es ist nicht uninteressant, dadurch ist nur das scharf, was man beobachtet, aber auf die Dauer möchte man auch mal ein "normales" Fernglas halten.

Fazit: Man kann nicht generell behaupten die zentrale Fokussierung sei bequemer, es hängt auch davon ab welche andere Eigenschaften das Fernglas hat.
Beispiel: Nikon Ocean Pro. Das Fernglas hat eine Zentralwalze. Ich kann es aber nur mit Brille verwenden. Ferngläser mit Okulareinstellungen wie das Fujinon FMT-SX2 kann ich auch ohen Brille verwenden.

Gruß
 
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Zitat von philippe49:
Meistens verfügen Ferngläser mit Einzelfokussierung über eine enorme Tiefenschärfe ...

Es ist technisch nicht möglich, Tiefenschärfe in ein Ferngas hineinzukonstruierten wie in ein Fotoobjektiv durch Wahl der Blende. Der scharf gesehene Tiefenbereich ergibt sich aus der Vergrößerung, und die Tiefenschärfe aus der (inividuell unterschiedlichen) Akkomodationsfähigkeit.
 
Hallo Uwe,
da muss ich ich widersprechen. Keine Ahnung, was die Optik dazu meint, aber meine Erfahrung gibt philippe49 recht. Habe gerade die Tage ein Fujinon FMT-SX 7x50 bei Tage getestet, und bin von den Socken ob der Tiefenschärfe. Ich verwendete bisher zwei gute 7x-Gläser (eins von Rollei, und ein Leitz Trinovid) und kann einfach nur sagen, dass das Funinon mehr Tiefe hat.
Mein Senf, Christopher
 
servus Herbert,

auch ich favorisiere für Astro das 15x70, eben weil es freihändig noch nutzbar ist. Damit kann ich neben Wien so gut wie alle Messier Objekte sehen, es ist wirklich fantastisch. Das scheinbare GF ist mit 65° optimales Weitfeld, die 10x60 haben ein engeres scheinbares GF, meist 60°. Das Celestron 15x70 Skymaster das ich kenne hat keine Vergütung auf den Prismen, es gibt aber welche die wirklich voll vergütet sind.

Die Optiken sind nicht völlig randscharf, das ist zu dem Preis nicht zu machen. Die Fujinon und Fujinon-Klons sind optisch besser, aber nicht mehr freihändig nutzbar.

lg Tommy
 
da muss ich ich widersprechen. Keine Ahnung, was die Optik dazu meint, aber meine Erfahrung gibt philippe49 recht. Habe gerade die Tage ein Fujinon FMT-SX 7x50 bei Tage getestet, und bin von den Socken ob der Tiefenschärfe. Ich verwendete bisher zwei gute 7x-Gläser (eins von Rollei, und ein Leitz Trinovid) und kann einfach nur sagen, dass das Funinon mehr Tiefe hat.

Wenn Du nominell identische 7x50 Gläser unter gleichen Beobachtungsbedingungen (also etwa bei Tageslicht) bei gleicher Akkomodationsfähigkeit des Beobachters vergleichst, dann solltest Du nach der gängigen Lehrmeinung der Optik keinen Unterschied in der Schärfentiefe feststellen können.

Jedenfalls solange Transmission und Abbildungsqualität der Optik keinen Unterschied machen, wovon man bei den von Dir genannten Fabrikaten ausgehen sollte.

Näheres dazu könnt ihr in diesem Uralt Beitrag von Walter. E. Schön und weiteren dort erwähnten Beiträgen nachlesen:

Schärfentiefe von Ferngläsern

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
hallo,

naja, ein 7x50 bei Tage testen, das ist ja kein 7x50 mehr - ausser man war grad beim Augenarzt und hat Atropin getropft bekommen ;-)

Da wird das Öffnungsverhältnis durch die eingeengte Augen-Pupille viel langsamer, entsprechend vielleicht einem 7x20 mit längerer Brennweite. Bei echten Unterschieden in der Tiefenschärfe muss ja das Öffnungsverhältnis eine Rolle spielen, das verändert nämlich die Grösse des Schärfebereichs. Dasselbe Glas hat also tagsüber eine höhere Tiefenschärfe. Ich nehme an dass auch die Okularkonstruktion eine grosse Rolle bei der Durchzeichnung spielt.

lg Tommy
 
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