Hallo fquadrat,
Die Abbe-Zahl reicht nicht aus, auch eine relative Teildispersion, üblicherweise im Blauen, ist wichtig und sollte angegeben werden.
warum liest Du nicht vollständig was ich schreibe?
Hast ja den Satz voll zitiert und da steht „dann weiß jeder sofort wie „extrem „ dieses Glas nun bezüglich Dispersion wirklich ist.“
Die Kennzahl für die Dispersion ist die Abbe Zahl und wenn hier Gläser nach ihrer Dispersion eingeteilt werden dann ist das die Zahl die interessiert und sonst keine.
Das ist nicht anders wie die Einteilung zwischen Kron und Flintgläsern.
Die Grenze liegt bei Abbe Zahl 50, alles darunter sind Flint und alles darüber Krongläser, die relative Teildispersion interessiert für diese Einteilung nicht.
Und wenn ich Gläser mit besonders niedriger Dispersion als ED bezeichne dann sehe ich die Grenze bei einer Abbe Zahl von 80, alles oberhalb von 80 sehe ich als Extra Low Dispersion oder kurz ED.
Das ist völlig unabhängig von der relativen Teildispersion!
Darum geht es in dieser Einteilung überhaupt nicht.
Offenbar interpretierst Du da wesentlich mehr rein.
Welches sekundäre Spektrum sich nun mit konkreten Partnergläsern ergibt kann allein aus der Dispersion also der Abbe Zahl der Gläser natürlich nicht abgeleitet werden.
Selbstverständlich benötigt man dann zusätzlich die relativen Teildispersionen und zwar beider Gläser.
Aber auch das sekundäre Spektrum der Glaspaarung ist längst nicht alles.
Ob eine Glaspaarung nun gut ist hängt auch davon ab wie angespannt das Design damit wird und wie groß der Gaußfehler dann ist.
Ein besonders kleines sekundäre Spektrum der Glaspaarung hat leider in der Regel ein angespanntes Design mit ausgeprägtem Gaußfehler zur folge.
Auch auf die SA höherer Ordnung muss bei schellen Öffnungsverhältnissen aufgepasst werden.
Grüße Gerd