180mm ED APO?

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Hi Gerd

ED Glas ist eine Mischung aus verschiedenen Elementen . Beim FPL 53 sind knapp 30 % CaF2 enthalten , jetzt darfst du weiter argumentieren

Den Begriff ED gibt es zudem bei keinem Glashersteller , das ist eine Erfindung von Optikherstellern !!!!
 
Hallo Zusammen,
so wie ich gelesen habe bereichert Schott den Glasmarkt mit neuen extrem niedrig brechenden Gläsern und schreibt als Hersteller in den News:

.....dem optischen Glas N-FK58 XLD eine hochwertige Glasart mit extrem niedriger Dispersion (XLD = extremely low dispersion) und hervorragenden Bearbeitungseigenschaften an........


http://www.schott.com/advanced_optics/german/news/press.html?NID=4391

Ich möche schon sagen dass die Begriffe auch von Herstellern geprägt werden.

Besten Gruß
Ralf
 
Hallo Markus,

Beim FPL 53 sind knapp 30 % CaF2 enthalten , jetzt darfst du weiter argumentieren
ich hatte das ja nun extra an 2 Beispielen deutlich gemacht.
Noch mal, ein Diamant ist zwar chemisch ordinärer Kohlenstoff aber dieser Kohlenstoff liegt hier im kubischen Kristallgitter vor.
Nur Kohlenstoff mit dieser Kristallstruktur darf Diamant genannt werden.
Du kannst kein Stückchen Kohle als Diamant verkaufen und du darfst auch nicht behaupten das in irgendwelchen Werkstoffen in denen einfacher Kohlenstoff enthalten ist Diamant drin wäre.
Analog ist das mit dem Fluorite.
Glas ist nun mal ein amorphes Material, egal welche chemischen Verbindungen man da zusetzt.

@Ralf

dem optischen Glas N-FK58 XLD eine hochwertige Glasart mit extrem niedriger Dispersion (XLD = extremely low dispersion) und hervorragenden Bearbeitungseigenschaften an........

Ja da sieht man mal wieder welche Auswüchse die Werbung so nehmen kann.
Das N-FK58 ist ein normales ED Glas und ordnet sich mit einer Abbe Zahl von 90,9 zwischen FPL51 und FPL53 ein.
Die Dispersion des N-FK58 ist leicht größer wie die des OK4 von LZOS das eine Abbe Zahl von 92 hat.
Also schnell noch ne Steigerungsform von extrem überlegen und dann auf die OK4 APOs drauf ;-) haha.
Vielleicht so wie bei den Konfektionsgrößen, einfach XXLD drauf und auf die FPL53 Optiken kommt dann XXXLD haha ich lach mich kaputt.

Das XLT ist eine Erfindung von Schott und reine Werbung.
Anstatt mit derartigen neuen Wortkreationen uns hier etwas neuartiges noch nie dagewesenes vorzugaukeln sollte man gefälligst gleich die Abbe Zahl angeben, dann weiß jeder sofort wie „extrem „ dieses Glas nun bezüglich Dispersion wirklich ist.
Oder sich gefälligst an den allgemeinüblichen Sammelbegriff ED für solche Gläser halten.


Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,
Das XLT ist eine Erfindung von Schott und reine Werbung

Genau darum ging es und war auf Markus letzte Antwort gedacht, weil Schott mit "XLD" als Hersteller Werbung macht.

Markus schrieb:
Den Begriff ED gibt es zudem bei keinem Glashersteller , das ist eine Erfindung von Optikherstellern !!!!

Ich bin ja ganz bei Dir dass die Hersteller Begriffe ehrlich verwenden sollen wenn es denn verbindliche Begriffe sind.

Pentax hatte aus der Erinnerung heraus "SD" auf den 2Linser Optiken stehen. Den Begriff habe ich im Netz gesucht und bin bei Wikipedia auf weitere Begriffe gestoßen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Glas_anomaler_Dispersion

Folgende Begriffe tauchen dort auf:
Mit „Special low dispersion glass“ (SLD glass), „extraordinary low dispersion glass“ (ELD glass) werden Gläser mit besonders geringer Dispersion bezeichnet. Andere Gläser in dieser Kategorie sind „extra-low dispersion glass“ (ED glass), „ultra-low dispersion glass“ (UL glass).[1

Offenbar so wie in der Waschmittelwerbung, nicht nur sauber sondern rein!

Ich denke hier im Forum können wir die Begriffe der Hersteller nicht beeinflussen aber Deine Hinweise zur Einordnung rücken die Erwartung die sich aus solchen Begriffen ergeben zurecht.

Besten Dank
Ralf



 
Hallo Gerd,

Zitat von Gerd_Duering:
Anstatt mit derartigen neuen Wortkreationen uns hier etwas neuartiges noch nie dagewesenes vorzugaukeln sollte man gefälligst gleich die Abbe Zahl angeben, dann weiß jeder sofort wie „extrem „ dieses Glas nun bezüglich Dispersion wirklich ist.
Die Abbe-Zahl reicht nicht aus, auch eine relative Teildispersion, üblicherweise im Blauen, ist wichtig und sollte angegeben werden.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Ralf,

Genau darum ging es und war auf Markus letzte Antwort gedacht, weil Schott mit "XLD" als Hersteller Werbung macht.

ja eben, du hast da ja ein sehr schönes Beispiel gebracht.

Folgende Begriffe tauchen dort auf:
Mit „Special low dispersion glass“ (SLD glass), „extraordinary low dispersion glass“ (ELD glass) werden Gläser mit besonders geringer Dispersion bezeichnet. Andere Gläser in dieser Kategorie sind „extra-low dispersion glass“ (ED glass), „ultra-low dispersion glass“ (UL glass).[1

Das klingt ja fast so wie mein Scherz oben mit dem XLD, XXLD, XXXLD ;-)
Immer noch ne Schippe draufsetzen bis zum geht nicht mehr, bis hoffentlich irgendwann die Superlative ausgehen.

Na ja Gott sei Dank gibt man ja heutzutage oft das konkrete Glas an. Dann erübrigt sich schlicht der ganze Zauber mit der Unterteilung bei ED Gläsern.

Grüße Gerd
 
Hallo fquadrat,

Die Abbe-Zahl reicht nicht aus, auch eine relative Teildispersion, üblicherweise im Blauen, ist wichtig und sollte angegeben werden.

warum liest Du nicht vollständig was ich schreibe?
Hast ja den Satz voll zitiert und da steht „dann weiß jeder sofort wie „extrem „ dieses Glas nun bezüglich Dispersion wirklich ist.“
Die Kennzahl für die Dispersion ist die Abbe Zahl und wenn hier Gläser nach ihrer Dispersion eingeteilt werden dann ist das die Zahl die interessiert und sonst keine.
Das ist nicht anders wie die Einteilung zwischen Kron und Flintgläsern.
Die Grenze liegt bei Abbe Zahl 50, alles darunter sind Flint und alles darüber Krongläser, die relative Teildispersion interessiert für diese Einteilung nicht.
Und wenn ich Gläser mit besonders niedriger Dispersion als ED bezeichne dann sehe ich die Grenze bei einer Abbe Zahl von 80, alles oberhalb von 80 sehe ich als Extra Low Dispersion oder kurz ED.
Das ist völlig unabhängig von der relativen Teildispersion!
Darum geht es in dieser Einteilung überhaupt nicht.

Offenbar interpretierst Du da wesentlich mehr rein.
Welches sekundäre Spektrum sich nun mit konkreten Partnergläsern ergibt kann allein aus der Dispersion also der Abbe Zahl der Gläser natürlich nicht abgeleitet werden.
Selbstverständlich benötigt man dann zusätzlich die relativen Teildispersionen und zwar beider Gläser.

Aber auch das sekundäre Spektrum der Glaspaarung ist längst nicht alles.
Ob eine Glaspaarung nun gut ist hängt auch davon ab wie angespannt das Design damit wird und wie groß der Gaußfehler dann ist.
Ein besonders kleines sekundäre Spektrum der Glaspaarung hat leider in der Regel ein angespanntes Design mit ausgeprägtem Gaußfehler zur folge.
Auch auf die SA höherer Ordnung muss bei schellen Öffnungsverhältnissen aufgepasst werden.

Grüße Gerd
 
Hallo noch mal,

hatte MEADE nicht mal nen 178mm ED - APO? War in den 90ern... wie gut waren die, bzw warum gibt's keinen anderen in der Liga?

VG, Maiko
 
Hallo Maiko,

man hatte diese Geräte und es gibt eine bekannte Story um einen Besitzer, der das Ding in dem Moment entnervt verkauft hat, als er endlich eine verbesserte Fassung für das (inzwischen durch ein selektiertes ersetzte) Objektiv bekommen hatte.
Das Gerät hatte sehr angespannte Radien und war wohl in der ursprünglichen Fassung nie lange in justiertem Zustand zu halten. Daher bekamen die Kunden dann wohl auf Anfrage verbesserte Fassungen - und man liest nichts wirkliches davon, wie es damit dann wurde. Das Problem an sich ist aber bekannt. Die Optikrechnung geht noch, aber die Toleranzen werden so fies, dass der Bau einer adäquaten Fassung in Serie das größere Problem darstellt.
Aber gut, Meade war nicht der einzige Anbieter von Apos / EDs in dieser Größenordnung. Kein unlösbares Problem. Aber der Wille zum Refraktor muss schon sehr stark sein an dieser Stelle.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Maiko,
ja, es gab diese Refraktoren von Meade in 4,5,6 und 7 Zoll Öffnung und dem Öffnungsverhältnis 1:9. Es waren Zweilinser im Steinheil Design (1. Linse als Zerstreuungslinse, Glas KF3 und die 2. Linse war die ED Linse als Sammellinse aus FK01 Glas).
Die Vergütung des Objektivs ist noch verbesserungswürdig, Vorderseite 1.Linse Multivergütung, Hinterseite einfache Vergütung. Die ED Linse hat keine Vergütung. Es gab wohl besonders bei den größeren Geräten Probleme mit der Fassung, wenn sie aber richtig justiert waren, sollen sie nicht schlecht gewesen sein.
Ich habe den kleinen Vierzöller ED 102/920mm von Meade schon seit jetzt 19 Jahren im Einsatz und habe mit diesem Gerät schon unheimlich viel beobachtet, bin immer noch zufrieden (könnte aber langsam mal was größeres kommen...).
Heute wollen alle fotografieren, da ist wohl die Lichtstärke 1:9 nicht mehr verkäuflich bzw. gefragt, es muss ja 1:6 oder 1:7 sein.
Viele Grüße Olaf.
 
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