2" Okular am Acuter Elite Phoenix

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wilcox

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Hallo!

Ich habe vor kurzen erst wieder mit der visuellen Astronomie angefangen und mir ein Acuter Elite Phoenix zugelegt.
Wir fahren jetzt Mitte August ins Salzkammergut in den Urlaub und wohnen dort etwas abgelegen in einen EFH mit Garten.

Jetzt ist mir der Gedanke gekommen mein Acuter mit einen 2" Zenitspiegel und einem 24mm Explore Sc. 82° Okular auszurüsten um die hoffentlich dunklen Nächte aus zu nutzen. Wir leben ja selbst am südlichen Rand von Wien und das ist es mit der Lichtverschmutzung schon heftig.

Ich bin mir, aufgrund fehlender Erfahrung nicht sicher ob das sinnvoll ist und ich nicht lieber bei dem 1,25er 24mm WF Okular bleiben soll, das ich eh schon habe.
Sind die 2" Dinger bei einem Richfield zum Milchstrassen-Spazieren wirklich um so viel besser?

Vielen lieben Dank im voraus!
 
Hi!

Vorweg, ich habe das Teleskop nicht, und weiß nicht, ob es überhaupt einen 2“-Okularauszug hat. Es sieht auf den Bildern nicht so aus... Falls nicht, gewinnst du dabei eh nichts, dann beschränkt der Okularauszug das Bildfeld. Aber Astroshop schreibt von 55mm Backfokus. Kommst du mit einem 2“-Spiegel überhaupt in den Fokus?

Ansonsten bringt dir ein 2“-Okular halt ein größeres Bildfeld bei langen Okularbrennweiten; bei kürzerbrennweitigen Okualren bringt es nichts mehr.

Bei 400mm Brennweite würde ich eher zum Fernglas greifen.

Bei der Sonnenbeobachtung natürlich darauf achten, ob irgendwelche Filter im Original-Zenitspiegel verbaut sind, bzw. nur die Originalzusammenstellung verwenden.

Beste Grüße,
Alex
 
Das weiß man nie, ich habe hier schon tollere Fragen erlebt :)
Okay, es steckt ein 80/400 drin.

Nehmen wir mal ein 32mm-Okular für 6.5mm Austrittspupille (also ziemlich dunklen Himmel und gute Dunkeladaption) an den Plejaden:
astronomy_tools_fov.png

Bildquelle: astronomy.tools ; mit Sternfreunde Münster - Okularrechner/Teleskoprechner, Auswahl von über 600 Okularen lässt sich das auch sehr anschaulich durchspielen.

Gelb ist ein 32mm 2" Okular mit 70°, rot ein 32mm Plössl mit 50°.

2" zeigt mehr vom Himmel und hat meist einen bequemeren Einblick, dafür kostet und wiegt es mehr.

Ich sag mal so: Am 80/600 habe ich den Ausbau auf 2" nie bereut, und der Acuter ist wohl auch ein Achromat und daher eher für niedrige Vergrößerungen als Richfielder geeignet denn für Hochvergrößerung. 24mm sind auch mit Blick auf die Austrittspupille keine schlechte Wahl. Ein 24mm/68° zeigt dir 4° statt 5° vom Himmel, das sind immerhin zwei Vollmonddurchmesser.

Von daher sollte nichts dagegen sprechen, solange dir klar ist, dass das "nur" mehr Bildfeld bringt (verglichen mit 1,25"-Okularen gleicher Brennweite und Qualität), und somit auch ein "immersiveres" Beobachten, weil das scheinbare Bildfeld auch größer ist.

Beste Grüße,
Alex
 
Du verlierst dann aber die H alpha-Beobachtungsmöglichkeit und kannst das Gerät nur ohne Etalon als kleines achromatisches Teleskop verwenden.
Im Zenitspiegel des Phoenix sind notwendige Filter eingebaut, die mit dem Etalon die sichere H alpha-Beobachtung ermöglichen.
Der zweite, beigefügte Zenitspiegel ist nur zur Beobachtung ohne H alpha-Einrichtung vorgesehen. Dafür hast du dir doch sicher eher nicht den Phoenix angeschafft?
 
Hallo,

Du verlierst dann aber die H alpha-Beobachtungsmöglichkeit und kannst das Gerät nur ohne Etalon als kleines achromatisches Teleskop verwenden.
Im Zenitspiegel des Phoenix sind notwendige Filter eingebaut, die mit dem Etalon die sichere H alpha-Beobachtung ermöglichen.
Der zweite, beigefügte Zenitspiegel ist nur zur Beobachtung ohne H alpha-Einrichtung vorgesehen. Dafür hast du dir doch sicher eher nicht den Phoenix angeschafft?

Nein, die Möglichkeit die Sonne in der H-alpha Linie zu beobachten geht dadurch nicht verloren.
Das ist der Clou an diesem Teleskop, dass das Etalon abgeschraubt und der Zenitspiegel mit der Blockfiltereinheit abgenommen werden kann. Dadurch wird dieses Teleskop zu einem ganz normalen 80/400mm Achromat, der für weite Felder am Himmel eingesetzt werden kann.
An meinem 80/400mm Achromat setze ich ebenfalls Okulare mit großem Eigengesichtsfeld ein, um große Felder am Himmel zu erreichen.
Am Tag kann das Teleskop wieder einfach für die Sonnenbeobachtung zurückgebaut werden.

Viele Grüße
Gerd
 
Ich dachte im Acuter Elite Phoenix steckt ein 40/400 Achromat....
Falls ja, wäre es mir zu wenig Öffnung um groß etwas zu investieren.

Gruß Horst
 
Hallo Gerd, hast du auch das Phoenix? Ich glaube kaum daß man daran ein 2 Zoll Zenitspiegel und ein 2 Zoll ES-Okular daran bauen kann. Es wird ja ein 1,25 Zoll Zenitspiegel mitgegeben, mit dem man gut beobachten kann. Der 2 Zoll Zenitspiegel hat einen viel größeren optischen Weg.
Und ja, das Etalon ist schraubbar, einmal abgeschraubt muß man es nicht wegwerfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube kaum daß man daran ein 2 Zoll Zenitspiegel und ein 2 Zoll ES-Okular daran bauen kann.
Doch kann man. Ist ein normaler Crayford 2" OAZ.
In meiner ersten Antwort hab ich ein Erklärbär-Video verlinkt. Einfach ansehen, damit sollten die technischen Fragen geklärt sein.
Weil um die geht's mir gar nicht. Ich hab ja nur so Kleinkram, wie eine 102/1300 Russentonne und eben jetzt das Acuter.

Mir ging's eigentlich nur um einen Erfahrungsaustausch ob sich 2" auch lohnt, weil ich das nie hatte und viele davon schwärmen.
 
Hier mal der Unterschied im Gesichtsfeld zwischen dem angedachten ES 2" 24mm 82° und dem ES 1,25" 24mm 68°:
Messenger_creation_DA88BE1C-4BC7-4FA0-91F1-6D91A87D608F.jpg

Bildquelle: astronomy.tools

Vielleicht wäre das ja eine 1,25" Alternative...

Gruß Horst
 
Hallo Wilcox
nach dem Video scheint es ja wirklich zu gehen, natürlich nur im Weißlicht. Und dann benimmt sich das Acuter wie ein normaler Achromat. Bei schwächeren Vergrößerungen kannst du dann mit 2"Okularen größere Gesichtsfelder genießen. Ich habe selbst einige 2" Okulare. Beachte, daß sie auch schwergewichtig sein können.
Grüße
Dietrich
 
Falls dein Acuter den größeren Strahlengang sauber ausleuchtet, kann sich ein 2"-Setup durchaus lohnen. Das würde ich vorher aber nochmal prüfen.
 
Wenn ein Zenitprisma oder - Spiegel schon vorhanden sind, dann hat man ja auch passende Okulare und dann kann man das ja ausprobieren. Aber eigens anschaffen würde ich 2Zoll-Teile dafür nicht. 2Zoll Okulare sind ja auch nur mit längeren Okularbrennweiten sinnvoll und die erzeugen an den 400mm Objektiv-Brennweite Vergrößerungen, die schöner mit einem Fernglas zu erreichen sind. Da hat man dann einen größeren Bildwinkel, aufrecht stehend und seitenrichtig. Und leichter. Mein 30mm Okular wiegt allein schon ~800 Gramm.
 
So, ich hab mir jetzt ein dielectric beschichtetes Zenitspiegel und dazu ein 21mm mit 82°, beides von Lacerta geholt.
Eigentlich wollte ich das 24er von ES, gab's aber nicht und die Bestellzeiten waren jenseits von gut und böse.

Finde das schon ziemlich geil und ist kein Vergleich zum 1,25er Equipment.
Freu mich schon auf den Urlaub und hoffe auf ein paar schöne Nächte um ganz entspannt spazieren zu gehen :)
 
Ich wäre nach wie vor beim Maximum eines 1,25" Systems geblieben und hätte mir ein ES 24mm 68° Okular (gibt's für 120 Euro) geholt, denn der "Gewinn" durch ein 21mm 82° Okular ist nicht hoch.

astronomy_tools_fov (2).png

Quelle: astronomy.tools

Aber Du mußt mit Deiner Entscheidung zufrieden sein, nicht ich.

nichts für ungut
Gruß Horst
 
Der Gewinn am Himmel ist dabei nicht so hoch, aber das größere Eigengesichtsfeld ist schon nett. 82° statt 68° merkt man schon, wobei man mit 68° auch sehr gut leben kann.

Okulare sind sehr individuell...

Clear Skies,
Alex
 
Wobei man die 68° noch im Blick hat und mit größerem Gesichtsfeld das Auge immer mehr wandern muß um das wahre Gesichtsfeld in Gänze zu überblicken.

Neben meinem z.B. ES 17mm 92° am 16" Dobson, weiß ich mittlerweile auch kleines Besteck wie das ES 16mm 68° am 72/432 Refraktor sehr zu schätzen....

IMG_20260731_155734.jpg

Aber es stimmt, Okulare und Vorlieben sind sehr individuell und am Ende zählt, wie zufrieden ich mit meinem Gerödel bin und nicht was andere machen würden...

Gruß Horst
 
Deshalb finde ich die 78° vom Morpheus sehr ideal – ich sehe die Feldblende gerade noch am Bildrand, aber sie stört nicht. Im Verein haben wir ein 100° Explore Scientific – da sehe ich den Bildfeldrand nicht, und für das Okular bin ich zu sehr Schwabe – ich will das ganze Feld sehen, was ich bezahlt habe :) Das ist daher nicht mein Favorit, andere lieben es. Die 68° wie bei den Hyperion sind bei mir Preis-Leistungs-Sieger, daher hatte ich die ja auch empfohlen.

Zum Glück gibt es heutzutage ausreichend Auswahl!

Beste Grüße,
Alex
 
Wir hatten gerade einen Thread mit einer ähnlichen Frage, wo ich als Alternative zum Morpheus ein Hyperion empfohlen hatte, damit hatte ich diesen Thread verwechselt. Aber stimmt, das warst nicht du. So oder so: Viel Spaß mit dem Upgrade!

Schönen Urlaub,
Alex
 
ich brachte übrigens das 24mm 68° Okular ins Spiel, da es mit einem wahrem Gesichtfeld von 4,1° fast die 4,3° des größeren, schwereren, teureren und 2" Zenitspiegel benötigenden 21mm 82° Okulars hat.

Gruß Horst
 
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