2 Summenbilder addieren oder alle Einzelbilder ?

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komposer

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Hallo,

wenn ich z.B. Aufnahmen von M81/82 an zwei verschiedenen Nächten mache und aus den Einzelbildern jeweils ein Summenbild erstellt habe, macht es dann einen Unterschied ob ich einach nur die beiden Summenbilder addiere oder besser nochmal alle Einzelbilder zu einem neuen Summenbild verarbeite ?

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

Ich setze PixInsight zur Bearbeitung ein. Für die Registrierung der Aufnahmen muss ein Referenzbild angegeben werden, dies sollte die Aufnahme mit dem besten durchschnittlichen FWHM-Wert sein. Das beste Ergebnis ist zu erwarten, wenn alle für gut befundenen kalibrierten (und mit CosmeticCorrection behandelten) Aufnahmen auf diese (ebenfalls kalibrierte, mit CosmeticCorrection behandelte) Aufnahme registriert und anschließend in einem Zug integriert werden.

Bernd
 
Hallo Holger,

Normalerweise verarbeitet man alle Aufnahmen in einem Rutsch.
So habe ich es bislang auch immer gemacht.

Deine Frage ging mir aber dabei auch schon mal durch den Kopf.

Ich vermute ein Stack aller Aufnahmen wird das bessere Ergebnis bringen.

Um das zu bestätigen könntest Du ja mal alle Aufnahmen stacken und einmal die beiden Summenbilder addieren.
Das Resultat würde mich interessieren.

Liebe Grüße
Heiko
 
Hallo Heiko,

wenn es zeitlich passt, werde ich das wohl mal ausprobieren.

Was mich auch sehr beschäftigt ist Folgendes:
Nehmen wir mal an ich habe 500 Frames bei guter Transparenz gestackt und mache ein paar Tage später nochmal 500 Frames bei schlechteren Bedingungen.
Ist es dann dennoch sinnvoll diese mit den ersten 500 zu addieren oder wird das Endergebnis dadurch sogar schlechter ?

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

Pauschal kann man das nicht sagen.

Es kommt darauf an, wie viel schlechter die Bedingungen waren.

Da hilft eigentlich nur 2 Stacks oder mehr zu machen und abzuwägen, ob es sich lohnt die Aufnahmen dazu zu nehmen oder nicht.

Ich muß sagen, daß ich mich immer unheimlich schwer tue Aufnahmen zu verwerfen.
Aber ich habe einmal eine ganze Aufnahmenacht gelöscht, weil die Durchsicht so schlecht war, daß die Aufnahmen das Ergebnis extrem negativ beeinflusst haben.

Liebe Grüße
Heiko
 
Hallo Heiko,

ich habe das jetzt mal getestet.
1. Bild: Alle Frames gestackt.
2. Bild: 3 Summenbilder gestackt.

Gestackt mit fitswork. Die Ergebnisse werden dann von fitswork leider etwas unterschiedlich ausgegeben (Histogramm).
Ich habe noch den Schwarzwert gesetzt aber ein Vergleich ist schwierig, tendiere aber dennoch zum ersten Bild, also alle Bilder komplett stacken.

Gruß,
Holger
 

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Hallo Holger,

Mein Eindruck: Bild 2 (Zielbild-summe_2c.jpg) hat im Vergleich mit Bild 1 (Zielbild-mix_2c.jpg) eine rundere und etwas kleinere Sternabbildung, aber die Farbkanäle sind etwas zueinander verschoben (sieht wie chromatische Aberration (Farbquerfehler) aus - ist es aber vermutlich gar nicht).

Man müsste die Integrationen der einzelnen Nächte zusätzlich sehen, um das richtig beurteilen zu können.

In diesem speziellen Fall würde ich Bild 2 (Zielbild-summe_2c.jpg) in die Farbkanäle zerlegen, den Rot- und den Blaukanal auf den Grünkanal ausrichten und die ausgerichteten Farbkanäle wieder zum RGB-Bild zusammensetzen. Dann hast Du runde, kleine Sterne ohne Farbsäume.

(Oder Du probierst mal PixInsight aus - dieses Programm ist meiner Meinung nach bezüglich Ausrichtung und Integration Spitzenklasse.)

Bernd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Bernd,

danke für die Antwort. Farbsäume sind generell ein Problem. Meist sind die Sterne im Rotkanal etwas schlechter / aufgeblähter.
Das bekomme ich recht gut in den Griff wenn ich das Summenbild in die 3 Kanäle aufteile und den Rotkanal mit der Funktion Sternradius verkleinern bearbeite.

Gestern blieb mir nur etwas Zeit zum Experimentieren mit einer Bahtinov Maske aus Fliegengitter. Das Sonnar135MC hat einen sehr kleinen Schärfebereich und die Wellenlängen ( blau zu rot ) haben einen anderen Schärfepunkt. Wenn ich nur auf rot scharf stelle ist blau leicht unscharf und umgekehrt. Da ist es echt eine Herausforderung eine guten Kompromiss zu finden.

Zurück zu meiner ursprünglichen Frage. Hintergrund ist ja folgender: Wenn ich z.B. schon 800 Bilder gestackt habe und die Anzahl später mal ergänzen möchte, könnte man ja auch nur die neuen Bilder stacken und dann die Summenbilder addieren. Aber wahrscheinlich werde ich die bisher gesammelten Frames abgespeichert lassen, um neue erweitern und doch lieber alles komplett neu addieren.

Gruß,
Holger
 
Ja, diese Frage habe ich Dir aber bereits in meiner ersten Antwort (siehe ganz oben) beantwortet:

Ich setze PixInsight zur Bearbeitung ein. Für die Registrierung der Aufnahmen muss ein Referenzbild angegeben werden, dies sollte die Aufnahme mit dem besten durchschnittlichen FWHM-Wert sein. Das beste Ergebnis ist zu erwarten, wenn alle für gut befundenen kalibrierten (und mit CosmeticCorrection behandelten) Aufnahmen auf diese (ebenfalls kalibrierte, mit CosmeticCorrection behandelte) Aufnahme registriert und anschließend in einem Zug integriert werden.

In der Theorie ist Möglichkeit A (Integration aller Einzelaufnahmen in einem Zug) gegenüber Möglichkeit B (Integration jeweils der Einzelaufnahmen einer Nacht, anschließend Integration dieser Summenbilder) vorzuziehen. In der Praxis (allerdings wie gesagt mit PixInsight) habe ich jedoch keinen relevanten Unterschied zwischen diesen beiden Möglichkeiten entdecken können. Das heißt aber nicht, dass es unter allen Umständen so ist.

Die Auswahl des Referenzbilds beim Ausrichten kann das Ergebnis der Integration durchaus deutlich beeinflussen.

Bernd
 
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