2. Versuch: Planeten fotografieren

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Tobyas M

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Hallo,
da es heute früh Cirren gab, die die Plejaden "schluckten", habe ich (neben Neowise) die Planeten durchs Teleskop fotografiert.
Meine Ausrüstung: Canon 50D, Zoomokular (7-21) Plössel, und nicht nachführbares Spiegelteleskop ( Skywatcher 150, 6 Zoll und 1200mm Brennweite)
Bei Venus und Jupiter gab es keine Probleme, dagegen war es bei Mars und Saturn schwieriger. Uranus war eine kleine Herausforderung, da noch zusätzlich das Mondlicht störte.
Hat jemand Fototipps oder weiß was, das ich besser machen könnte. Reihenfolge (Jupiter-Jupitermonde-Mars-Uranus-Venus-Saturn)
Jupiter.JPG
Jupitermonde.JPG
Mars.JPG
Uranus.JPG
Venus.JPG
Saturn.JPG

VG Tobias
 
Hallo Tobias,

das ist doch schon mal was. Glückwunsch! Ich habe auch nach Jahren keine Gelegenheit gefunden Uranus aufzunehmen ;)

Okularprojektion würde ich nur machen, wenn ich sonst nicht in den Fokus komme. Da hast du immer nochmal zusätzliche optische Elemente im Strahlengang, die deine Qualität im günstigsten Fall nicht großartig verschlechtern.

Sind das Einzelbilder? Für Mond und Planeten solltest du auch mit der Systemkamera viele Aufnahmen machen und die Bilder danach stacken. Meine Erfahrung ist, dass es ab ca. 100 Bildern möglich ist so effektiv zu schärfen, dass die Details richtig gut raus kommen. Für Planeten mache ich daher immer Videos. Meine DSLRs haben bis jetzt aber die Bilder immer etwas "optimiert". Daher verwende ich mittlerweile eine Astrokamera für Mond und Planeten. Die sind nicht so teuer, extrem schnell und du kannst das ROI sehr klein halten, damit du praktisch nur den Planeten hast. So kannst du in relativ kurzer Zeit tausende Bilder aufnehmen. Schärfen kann man ganz gut mit Freeware a la Fitswork (iteratives Gaußschärfen) oder Registax (Wavelet Schärfen).

Dann solltest du die Planeten optimal belichten. Ich belichte so, dass die hellsten Stellen maximal bei etwas 2/3 Sättigung sind. Heller brennt gerne beim Stacken und spätestens beim Schärfen aus. Wenn deine Bilder zu hell sind, würde ich nach dem Stacken probieren das Histogramm etwas runter zu regeln. Unter 25% würde ich aber auch nicht gehen, da sonst meine Erfahrung war, dass die Stackprogramme nicht mehr mit dem Material klar kommen.

Dann ist noch die Belichtungszeit wichtig. Je höher, desto mehr Ausschuss hast du. Mit 1/10s hast du schon mehr Ausschuss als brauchbares Material. Bei so 1/30s würde ich sagen, fängt der Spaß an. Ich habe schon mit 1/30s aber auch schon mit
1/1000s gute Ergebnisse erzielt. Mit deiner DSLR kannst du vermutlich nicht so viele Bilder pro Sekunde aufnehmen, daher würde ich mich am oberen Rahmen orientieren. Bei 1/30 kannst du mit der ISO runter, die Bilder rauschen weniger und das Ergebnis ist mit wenigen Bildern besser. Bei sehr kurzen Belichtungszeiten muss du mit der ISO hoch, weil sonst der Planet zu dunkel wird. Das Bild wirkt dementsprechend pixliger, obwohl theoretisch das Kamerarauschen niedriger ist

Ich hoffe das hilft dir.

CS Joachim

PS: wieso eigentlich jetzt Plejaden aufnehmen? Die stehen doch morgens noch sehr tief. Im Moment sind doch eher die Sachen in Schwan, Adler und co. auf dem Präsentierteller.
 
Ja hilft mir, danke. Mars und Uranus stehen morgens hoch im SO und heute früh wollte ich einfch mal die Planeten aufnehmen, vor allem mal Uranus (zum ersten mal gelungen). Neptun ist aber deutlich zu schwach. Sonst schaue ich schon im Sommerdreieck herum. Es waren Einzelbilder.
 
Oh, und die Plejaden aufnehmen: Das war eigentlich ein Experiment Joachim. Ich hab vorhin statt Plejaden Planeten gelesen.
 
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