Hallo Uwe,
das war der ehemalige 12" von Michael Hoppe,so sagte es mir der neue Besitzer.
Auch wenn f/4 für Deep Sky oder auch für Photo steht:
Wenn sie für die Teile "besser als beugungsbegrezt" garantieren dann sollte
der Spiegel auch "besser als beugungsbegrenzt" sein. Der vom Sven war
irgendwas unter 0.50 (I-Meter-Messung) und der vom M.Hoppe zeigte in etwa
die gleichen Beugungsbilder, eher schlechter als besser.
Wieviel Strehl man für Photo braucht weis ich nicht da ich nicht photographiere.
Für Deep Sky muß man die Sache differenziert sehen. Für bestimmte Objekte wie
etwa Kugesternhaufen braucht man einen hohen Strehl. Hier muß man hoch vergrößern
können um im Haufenbereich einzelne Sterne trennen zu können. Wenn wegen
eines schlechten Spiegels (oder schlechter Kollimation) Sterne keine Punkte
sondern kleine Flatschen sind kann man sie nicht trennen.
Bei flächigen Nebeln ohne größere Anforderungen an die Darstellung feiner
Verästelungen reicht auch ein geringerer Strehl aus. Besonders dann wenn
ein Teleskop seh groß ist,weil dann das Beugungsscheibchen sehr klein ist.
Aber auch hier gilt daß ein Teleskop unter etwa 0.70 richtig "abstürzt".
Einen geringeren Strehl sollte ein "Deep Sky Lichtsammler" also auch nicht
aufweisen.
Ich habe gerade einen 6" f/5 Newton eines namhaften Herstellers hier, der es gerade mal auf 0.61 Strehl schafft.
Meine Vermutung ist, dass es viele schwarze Schafe bei diesen Öffnungsverhältnissen gibt.
Da könntest du richtig liegen. Für mich ist f/4 absolut ätzend, ich würde
mir das zumindest als Hauptgerät nicht antun (es sei denn es geht nicht
anders weil das Teleskop 16" oder so hat).
Vielleicht sollte man die Orionteleskope etwas differenzierter betrachten, vor und nach der ZYGO anschaffung. Es haben sich ja auch schon viele der hohen Strehls bestätigt die bescheinigt wurden. Inkl. meinem.
Von deinem 8"f/8 weis ich daß er bei einem wirklich unabhängigem Tester
die Werte bestätigt bekam. Bei anderen weis ich es nicht. Habe auch nie
bei anderen als den beiden 12"f/4 durchsehen können und bleibe deshalb
erstmal skeptisch.
Es gab seinerzeit auch viiiiele Bath-I-Meter-I-Gramme von gaaanz tollen GSO
mit immer Strehl in den hohen 0.90ern. Da habe ich etliche Auswertungen
zugespielt bekommen. Nur war dann leider der Asti auf aus geschaltet,
so daß mein eigener 8"f/6 von 0.90 auf 0.98 aufgewertet wurde und bei
anderen war es ebenso. Ja schlimmer:
Es gab angeblich gute Teleskope die dann am Stern eher mäßig waren.
Zum Teil wegen des Fangspiegels,aber zum Teil auch wegen des Hauptspiegels.
Also ich bleibe für mich persönlich erstmal dabei:
Solange ich selbst nicht mal durch einen guten (nicht ausgetauschten) Orion
Spiegel gesehen habe bleibe ich sehr vorsichtig, den ich habe 2 Negativbeispiele
mit eigenen Augen gesehen.
Nun findet man die Orion anders als die 8" oder 10" GSO/ICS-Galaxy oder auch
Skywatcher/Synta/Celestron die man ja in großer Zahl zu sehen bekommt
nicht gerade häufig. Aber zum ITV sollte es ja doch mal klappen durch
mehrere Orions durchzusehen.
Das dieser nachgearbeitet wird, oder gegen einen höherwertigen ausgetauscht wird ist doch ein gutes Zeichen.
Auf jeden Fall! Nur:
Wieviele Besitzer schlechter Spiegel haben es bis jetzt nicht bemerkt?
"Es liegt sicher am Seeing, oder an der fehlenden Auskühlung, aber nicht
am Spiegel, denn ich habe ja eine Garantie".
Ich meine: Gab es aussagekräftige hochaufgelöste Photos die mit dem 12"f/4
gemacht wurden? Planeten? Kugelhaufen? Diese hätten den Spiegel entlarft...
Und hatte dein Spiegel nicht auch ein Problem? Ich meine mich an so etwas
erinnern zu können?!
Naja, soweit meine Gedanken zu dem Thema. Ich denke daß es hier auch
langsam off-Topic wird.
Ach ja, eine Sache noch: Egal was das I-Gramm sagt:
Wenn das Teleskop auch bei guten atmosphärischen Bedingungen niemals einen
guten Sterntest zeigen kann ist es eben nicht gut. Papier ist geduldig.
MfG,Karsten