200mm Öffnung was soll ich kaufen?

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frasax

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Hallo, ich möchte mir ein Teleskop zulegen mit 200mm Öffnung, welches ich ausschliesslich zur Fotografie vornehmlich Deep Sky benutzen will. Montierung ist eine Eq-6. Standort Köln aber zur Beobachtung natürlich Eifel oder Berg. land. Wer kann mir einen Tipp geben, ich hätte ja sehr gerne ein C8 aber mich eigentlich auf ein billigeres Gerät eingestellt. Nun hab ich aber Disskusionen über das Vixen R200S gelesen (welches ja noch teurer als der C8 ist) und bin vollends verunsichert. Also gibt es für meine zwecke einen guten 200 newton mit dem ich zufrieden sein werde, oder soll ich mir das C8 leisten?

Schonmal danke für die Antworten.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
 
Hallo,

wenn Du das Teleskop hauptsächlich für Deep Sky verwenden willst, würde ich kein C8 kaufen: ein C8 hat 2000mm Brennweite, also f/10. Das verlängert die erforderlichen Belichtungszeiten erheblich im Vergleich zu f/5 oder gar f/4. Natürlich gibt es für ein SC auch Shapleylinsen, die das Öffnungsverhältnis vergrössern, z.B. auf f/6.4. Aber da ist selbst das Kleinbildformat vignettiert.
Also: nimm einen Newton mit f/5 oder f/4, wenn Dir der Vixen 200S zu teuer ist, gibt es als Alternative noch den GSO 200/800 für weniger als 500 Euro. Dazu noch einen Komakorrektor.

Grüsse und CS,
Jochen
 
Hallo!

Ich würde Dir folgendes Teil empfehlen > GSO -Newton

Mir selber sind Refraktoren aber lieber.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 
Tja, eigentlich ist alles gesagt. Ein kurzer Newton ist Dein Gerät der Wahl. Entweder der Vixen oder der GSO. Beim ersteren hast Du den Komakorrektor schon drin und ein qualitativ hochwertiges Gerät. Beim GSO sparst Du eine Menge Geld, kriegst eine gute bis sehr gute Optik, allerdings ist die Mechanik nicht mit dem Vixen-Gerät vergleichbar. Mich stört's nicht, ich hab letzteren; es könnte eine Rolle spielen, wenn Du ein echtes Arbeitspferd brauchst.
Der GSO hat keinen Komakorrektor, den mußt Du dazu kaufen (für fotografische Zwecke). Dabei hast Du dann die Qual der Wahl.
Beide Geräte (der Vixen eventuell noch eher als der GSO) erlauben wundervolle Deep-Sky-Beobachtungen und geben auch am Planeten einiges her (solltest Du doch mal durchkucken wollen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Die GSO-Spiegel sind in der Regel von guter Qualität und ziemlich glatt.
Deine EQ-6 als Unterbau ist für beide Geräte gut geeignet.
 
Hi,

ich denke auch, ein F/4 Newton wäre das richtige für Dich. In der Praxis aus 2 ganz gewichtigen Gründen:
- F/4 bedeutet, daß ein 200ASA-Film unter Durchschnittshimmel nach 7 Minuten durchbelichtet ist, wo ein F/10 SC 40-60 Minuten dran "arbeiten" muß
- 2m Brennweite nachführen stellt hohe Ansprüche an Montierung und Fotograf. 800mm Brennweite sind hier zunächst viel leichter zu beherrschen und dennoch bietet sich die Möglichkeit z.B. mit einem 2xTelekonverter den Newton auf 1600mm zu bringen, wenn einmal die Vergrößerung nicht ausreicht.
Konkret kommen dann 3 Geräte in Frage:
- Vixen R200SS
- GSO 8" F/4
- 200/1000 F/4 Newton (gibts einige ähnliche Label)
Das R200SS bietet eine ordentliche Verarbeitung, eine volle Ausleuchtung des KB-Formats (schafft das SC nichtmal bei F/10 in dieser Qualität) und saubere Randabbildung durch Komakorrektor
- Das GSO hat inzwischen eine optimierte Fangspiegelhalterung und kann dank allgemein guter Optik dem R200SS durchaus etwas abgewinnen, allerdings Fehlt der Komakorrektor. Der ist meiner Meinung nach für Fotografie ein Muß, lässt sich natürlich kaufen. Die Verarbeitung ist für den Preis ganz OK.
- Die F/5 Newtons machen es der Montierung nicht gerade einfacher. F/5 macht aber die nötige Abschattung kleiner, so daß hier der besserre Kompromiss zwischen Fotografie, Planetenleistung und visueller Beobachtung liegen mag. Wenn die Qualität stimmt. F/5 bedeutet auch, daß diese Geräte mit günstigen Okularen verträglicher sind. F/4 heisst in der Praxis, daß nur aufwendig konstruierte Okulare damit klar kommen. Trotzdem ist auch ein F/5 noch anspruchsvoll, was Okulare angeht.

Um mal auf Deinen Zweifel bezüglich C8 und 8" Newton einzugehen: Das C8 ist für mich überhaupt nicht fotografisch ausgelegt, das R200SS hingegen kompromisslos fotografisch.
Mit F/10 ist das C8 ein visueller allrounder. Es kann auch fotografisch genutzt werden, mit den Nachteilen langer Belichtungszeiten und des kleinen Gesichtsfeldes. Wer chemisch mit einem SC und F/6.3 Kompressor arbeitet, der bekommt im 24x36mm KB-Format einen ca. 20mm Kreis voll beleuchtet, was bei langen Belichtungen deutlich sichtbar wird. Für kleinflächige CCD-Chips ist das natürlich egal.
CCD ist überhaupt der einzige Modus, in dem ein C8 dem Newton den Rang ablaufen kann, aber nur bei sehr (!) kleinen CCD-Chips am C8 mit Fastar-Option. Hier kann der CCD-Chip statt des Fangspiegels eingesetzt werden und man erhält ein 8" F/2.8 (ja, wie heisst das nu? Schmidt Newton?).

Welche Gedanken hast Du Dir denn bezüglich Nachführung gemacht? In den kurzen Fokussierweg des Newtons wird man nicht leicht einen Off-Axis-Guider hineinbekommen, aber 800mm sind ja unproblematisch per Leitrohr nachzuführen.
Das SC braucht ja zur Fotografie einen Off-Axis-Guider, da führt meienr Meinung nach kein Weg dran vorbei, ausser man entscheidet sich für ein Meade 8" SC mit Spiegelfixierung. Aber für die Spiegelfixierung stehen Erfahrungsberichte mit Leitrohr eigentlich noch aus...

So. Genug Info auf einem Haufen! Frag einfach nach, wenn etwas unklar ist!

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

> (ja, wie heisst das nu? Schmidt Newton?)

Primärfokusteleskop. Auch wenn man darunter eigentlich einen Newton mit einer Kamera an Stelle Fangspiegels versteht. Sorum kommen halt noch Die Schmidtplatte und ein paar Linsen in dem FaStar-Adapter dazu ...
 
Hallo...

Eine Frage zu den 200/800-er Newtons, wie siehts denn da
mit der Ausleuchtung aus ?

Hat das mal einer nachgerechnet oder (noch besser) probiert ?

Ich hab nämlich neulich einen 6-Zöller für KB gesucht, der keine
Vignettierung zeigen sollte, und da
zeigte sich, das manche angebotene "Astrokamera" zumindest
laut Berechnung KB nicht eindeutig ausleuchtet...der Vixen
tuts scheints, aber wie siehts beim GSO und Co aus ?

Berechnet habe ich das mit dem Diagonal Calculator:

http://www.efn.org/~mbartels/tm/diagonal.htm

Wenn ich da mal die Daten des GSO 200/800 eingebe (200mm HS,
Fokus 800mm, FS 64mm, Abstand FS-Fokus geschätzt 240mm) dann
komme ich auf eine Ausleuchtung des KB-Feldes (36mm-Kreis)
von ca. 80%...die Frage wäre jetzt, wieviel
Prozent braucht man etwa, damit man die Vignettierung nicht
sieht bzw. sie unbedeutend wird ?

Reichen 80% oder müssen es 90% sein oder gar volle 100% ?


 
Kleine, rein informativ gemeinte Anmerkung:

Ich habe am 200/800er GSO keinen Komakorrektor und komme auch mit dem 25er TAL-Plössl und einem 7,5er Antares SP gut klar, ohne daß mich die Koma anspringt. Soll heißen: nicht durch die teuren Okulare abschrecken lassen, es gehen auch andere. Daß mein Pentax 5,2 ein besseres Bild liefert, als die preiswerten Okus, möchte ich nicht in Abrede stellen. Aber meiner Meinung nach ist es nicht zwingend notwendig, gleich nochmal das vierfache des Teleskopwertes für einen Okularsatz auszugeben. (Dafür ist später noch genug Zeit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )
 
erstmal danke an alle für die Antworten, also es scheint sich ja abzuzeichnen das der GSO Newton wohl DAS Gerät für mich ist. Wolfi Ransburg hat mir als Alternative noch den Celestron Newton angeboten, was gibt es denn dazu zu berichten?
Um die Frage der Nachführung zu beantworten, ein kleiner Refraktor soll als Leitrohr eingesetzt werden.
Würde mich freuen noch ein paar Denkanstöße zu bekommen.

Grüße
 
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