26mm Plössl

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blackhawks61

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Morgen,

da ich mich ja auch noch recht Jungfräulich durch die Astrowelt bewege und langsam aber sicher anfange durch zu blicken. Bei meinem 114/900 Newton waren bisher nur Kellner Okulare dabei (der letzte ......) auf der ATT in Essen hab ich mir dann ein 3,8 mm ED Okular von Omegon geholt. Nützt mir nur selten was. Aber gestern auf der HATT hab Ich mal geschaltet und gesagt Moment versuch doch mal das was du hast auf zu bessern. Also wurd sich ein einfaches 26mm Plössl geholt und siehe da. Ich war sprachlos, den gestern Abend konnte es direkt eingesetzt werden.Das Okular hat ein Bild geliefert was ich nicht vergessen werde. Das lag zum Teil auch, denke ich , an den guten Bedingungen. Den den Orionnebel sah ich so noch nie.Ebenso wie die typischen Winter- und Herbststernhaufen.
Ich würd sagen mit der Astronomie hat es gestern Nacht erst richtig angefangen.

gruß, Daniel Bierig
 
Hallo Daniel,

an deinem 114/900 was ungefähr f8 ist eignen sich Plössl ganz gut. Sie bieten halt nicht so ein großes Feld sind aber an Teleskopen mit langen Brennweiten knackscharf. Gerade bei der Vergrößerung mit 26mm Okularbrennweite wirken sich auch Justagefehler noch nicht stark aus. Die könnten evtl. die Ursache sein daß du das 3,8mm ED Okular selten benutzen kannst, da es an der Grenze der Vergrößerungsfähigkeit für einen 114 mm Spiegel liegt. Da wirken sich kleinste Ungenauigkeiten in der Justage aus. Außerdem sind im 114/900 Kugelspiegel verbaut die vermutlich etwas früher schlappmachen. Ich denke da wäre ein 5mm Okular etwas alltagstauglicher, das bringt 180x und den Spiegel vermutlich schon an seine Grenze.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

Was könntest du mir den empfehlen?
Ja das mit dem 3,8 hatte ich dann wirklich als Mond/Planeten Okular gedacht. Es verhält sich wirklich so, das die Grenze des möglichen ereicht ist. Es klappt...ganz gut. WENN wirklich das Seeing optimal ist. Das hatte ich erst 1 oder 2 mal dieses Jahr. Das war im Frühsommer am Jupiter. Da hat sich das Ed Okular wirklich als Sahneteil bewiesen. Mit dem 26er gestern Abend das war eine wahre Freude. Schade nur das M 1 und M 31 wirklich nur kleine Nebelfleckchen bleiben. M 35,M 42 und h und x Persei waren eine sowas von Augenweide im Plössl. Bin am überlegen ob es jetzt nicht mal an der Zeit ist einen Justagelaser zu kaufen, ´seit April hab ich den 114er und 1 oder 2 Stöße haben ihn bestimmt ein bisschen verhauen. Brauchen tut man das Ding ja eh.



danke; Daniel
 
Hallo Daniel,

tja, eine konkrete Empfehlung für ein 5mm Okular kann ich dir leider auch nicht geben da ich da selber noch suche...zur Zeit habe ich ein 5mm Baader Hyperion, das ist zwar vom Einblick her ganz nett aber optisch nicht der Weisheit letzter Schluß, da such ich selber noch einen Nachfolger. Ich habe auch gestern in Hattingen "zugeschlagen", allerdings nur bei längeren Brennweiten - je ein 12,5 und 18 mm Baader Genuine Otho (absolut genial, einfach empfehlenswert!! ) die bei diesen langen Brennweiten auch noch einen relativ angenehmen Augenabstand bieten. Außerdem zum Messe-Schnäppchen-Preis ein 17,5 mm LOMO Okular mit 60° Gesichtsfeld aus Neugier was es kann, gibts hier: http://www.optooffice.de/okulare.htm ist auch sehr empfehlenswert. Habe es leider gestern nicht so richtig mit dem Ortho vergleichen können, Seeing und Hochnebel...an einer Weihnachtsbeleuchtung in ca. 1,5km Entfernung waren die Unterschiede im direkten Vergleich erstaunlich gering, wenn überhaupt sichtbar, das unterschiedlich große Feld irritiert da etwas.
Was bei kürzeren Brennweiten anzuraten ist weiß ich nicht...

Viele Grüße Felix

P.S.: wenn du das 3,8mm Oku ab und zu einsetzen kannst scheint dein Teleskop nicht allzu weit vom Idealzustand entfernt zu sein, die restliche Justage solltest du wenn nötig hinkriegen...

P.p.s.: guck mal hier: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/556903/Re_Welches_Planetary_HR_fur_ei#Post556903

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Zusammen,

wir wollen doch mal ganz ehrlich festhalten, dass Justage hin und Justage her ein 3,8mm Okular die Optik auf 236x bringt und dass dies eine Übervergrößerung ist, die allenfalls an Mond und Saturn noch eine gewisse Überzeugungskraft hat, weil das Auge dann schon wegen des dunklen Bildes in seiner Auflösung schlechter wird und die Unschärfe nicht auflösen kann. Justage wird womöglich das Bild verbessern, wenn das Gerät wirklich nicht gut justiert war, aber eine wirklich überzeugende Abbildung wird nicht herauskommen. Fragt sich, ob man als Vergleich mal eine überzeugende Abbildung gesehen hat - ist ja auch immer so ein Ding (und keine Kritik am Beobachter).
Auch 180x sind schon recht viel am 114er, man kommt ideal für Jupiter und Mars eher auf 165x also ein 5,5mm Okular.
In der Gegend gibt es ein ED-Okular, das mit 5,2mm dicht dran liegt. Aber man sollte sich da mal einlesen:
http://www.svenwienstein.de/HTML/eds_in_serie.html
Kommen Dir die Okus bekannt vor? Ich möchte ahnen, dass dein 3,8mm aus dieser Reihe kommt. Dann lies zur speziellen Panne nur bei 3,8mm einfach mal den ganz zu Anfang verlinkten Artikel speziell zu dieser Brennweite. Vielleicht traust Du Dich, das Ding bastlerisch aufzubrezeln.
Die EDs wurden im Preiskrieg für 20 Euro bei Ebay rausgehauen, jetzt haben sich die Händler heimlich wieder so hochgemausert, dass 50 Euro ein Sonderangebot sind. Ups... Korrektur, ich sehe gerade, dass es die Dinger auch für 45 Euro gibt. Ändert aber ansonsten nicht viel.

Was bringt die dazu, den Preis wieder so hochzumausern? Naja, man hat keine Wahl, in diesen Brennweitenbereichen sind alle anderen Okulare mit gutem Augenabstand deutlich teurer, zum Beispiel ist der nächste Schritt ein TMB/Burgess / Planetary HR / APM New UWA (wird allgemein für gleiche Optik gehalten). Immerhin haben diese Okulare mit 60° scheinbarem Feld schon etwas mehr Weitwinkel, als die ED-Okulare, die man wohl mit 55° benennen kann, wenn auch die Angaben je nach den verschiedenen Herstellern schwanken.

Bei Okularen wie Plössl, Kellner oder Ortho landet man bei einem Augenabstand, der jeweils zwischen 2/3 und 3/4 der Okularbrennweite liegt. Das ist bei 5mm dann unangenehm und schon nicht mehr nur eine Gewöhnungsfrage. Tränt das Auge dann vor Anstrengung oder weil das kalte Okular so nahe ist, kann es sein, dass man sich nie daran gewöhnt und auf diese Weise nahezu nichts sieht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Bei Okularen wie Plössl, Kellner oder Ortho landet man bei einem Augenabstand, der jeweils zwischen 2/3 und 3/4 der Okularbrennweite liegt. Das ist bei 5mm dann unangenehm und schon nicht mehr nur eine Gewöhnungsfrage. Tränt das Auge dann vor Anstrengung oder weil das kalte Okular so nahe ist, kann es sein, dass man sich nie daran gewöhnt und auf diese Weise nahezu nichts sieht.
Speziell unter diesem Aspekt würde mich interessieren wie Du den Einsatz einer hochwertigen Barlowlinse bewerten würdest. Hältst Du rein aus der Beobachtungspraxis heraus den optischen Verlust einer Barlow oder das ich nenn es mal "Komfort-plus" eines etwas größeren Augenabstandes für ausschlaggebender? Oder aufgrund individueller Sehgewohnheiten nicht beantwortbar?

Viele Grüße Felix
 
moin,

wer es sich leisten kann, der sollte zu baader greifen, wenn es um orthos geht. ich nutze ein 7mm am 114/900. wirklich tolles bild.
als 5mm hab ich zur zeit ein kasai, aber das haut mich jetze nicht vom hocker. im vergleich zu den genuine sind sie ca. 30 öro günstiger. vom prinzip auch kein fehlkauf. ich werd mir noch ein 6mm zulegen und das wird wieder ein baader werden.
beim f8 machen bestimmt so ziemlich alle okular oberhalb von 12mm gute bilder. mein vixen ortho 18mm am mond ist wirklich stark. war mein erstes okular und der mond war brilliant. hab dann bissel investiert in ein 10mm vixen LV und naja, im vergleich zum ortho war ich etwas enttäuscht. es ist im vergleich zu anderen 10mm bestimmt gut, nur rein subjektiv sieht alles durch das 18mm besser aus.
mein 32mm TS plössl ist mit um die 40öro ein echter tip für nen übersichtsokular. dazu nutzt es nach oben hin das maximalste was am 114er geht aus.

zur justage...ganz ehrlich? ich mach das mit augenmaß und damit fahr ich glaube ganz gut, denn mit meiner saturnaufnahmne bin ich recht zufrieden, vorallem weil ich nocht hinter ner festerscheibe saß... :blush:
ansonsten kannste dich ja mal auf meiner seite umschaun http://home.arcor.de/nexiagsi16v/ in der rubrik astro. leider hab ich grad nicht soviel zeit für das hobby, daher fehlt es noch etwas an inhalt.
aber schön das es noch 114er hier gibt :huhu:

tschau norman
 
schlägst du dann die Filmdose vor Martin?

Genau. Man braucht eigentlich nur ein zentrisches Einblickloch. Bei 4" f/8 ist die Justage recht unkritisch, und verstellt sich bei diesen kleinen Geräten auch nicht sooo leicht.

Ein Laser macht vor allem Sinn bei Gitterrohr-Dobsons, zur schnellen Justage nach dem Zusammenbau im Feld. Man kann damit aber auch nur die Neigung der beiden Spiegelflächen justieren. Eine Komplettjustage geht allein mit dem Laser nicht... aber mit der Filmdose ;)

cs
Martin
 
Ich stimme Martin voll zu, Filmdosenjustage ist einfach, billig und funktioniert normalerweise tadellos.
Laser ist nur für die Hauptspiegeljustage zb von Dobsons am Feld hilfreich. Wenn du mich Fragst in deinem Fall herrausgeschmissenes Geld.
Die Hauptspiegeljustage ist nämlich noch das einfachste am Ganzen das bekommst du auch ohne Laser ohne Probleme hin.
 
Hallo Felix,

das muss jeder individuell entscheiden oder auch ausprobieren. Wer feststellt, dass er bei knappem Augenabstand anfängt zu heulen, was durch Wind und kalte Okulare besonders in der jetzigen Jahreszeit (genau wenn die Planeten hoch stehen - in ein paar Jahren) gefördert wird, der wird mit einem High-End-Okular eben auch nur Tränensuppe sehen, dann ist die Variante mit einer hochwertigen Barlow letztendlich eine gute Lösung.
Wer das Letzte herausholen will, wird sicher eine solche Lösung nicht einsetzen, es sei denn an einer schnellen Optik, f/6 und schneller. Oder f/5 um auf Nummer sicher zu gehen.

Clear Skies
Sven
 
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