KlausLowitz
Aktives Mitglied
... und dennoch keine Hetze sondern Genuß pur.
Beobachtungsort: Hungen-Inheiden (Mittelhessen)
Zeit: 22.50 - 23.50 Uhr
Instrument: Vixen BT 30x125
Bedingungen: etwas diesig und leider mit seitlicher Lichtbelästigung (der Landwirt war mal wieder mit dem Traktor und den grellen Scheinwerfer auf dem Feld an der Arbeit)
Wie soll das gehen 19 Objekte in einer Stunde und trotzdem genüßliches beobachten? Nein, kein GOTO sondern Großfernglas.
Endlich hatte die Wolkendecke aufgerissen und den Platz frei gemacht für die Wintersternbilder. Das war meine erste Beobachtung der Winterobjekte in dieser Saison und dann gleich mit dem Großfernglas. Also jedesmal bin ich hin und weg wenn ich durch dieses Bino gucke.
- M35: herrlich, einfach nur herrlich! Sehr groß, mit mehreren dunkleren Streifen die den Haufen in verschiedene Gebiete einteilen. Mir kam es vor als wäre der Haufen viergeteilt und ds gleichmäßig. Mit im Gesichtsfeld war auch der Nachbarhaufen NGC2158, jedoch nur als verwaschener Nebelfleck zu sehen, aber immerhin direkt sichtbar.
- M37: sehr schön, kompakt, indirekt eine sehr große Zahl von Sternen sichtbar, direkt nur die helleren Sterne auf nebligem Untergrund. Schöner da größer als M11. Östlich von M37 befinden sich interessanterweise viele Sterne die heller sind als die im Haufen, westlich jedoch ist das Gebiet fast sternenleer.
- M36: lockerer Haufen, die Sterne scheinen heller als die in M37 zu sein, in etwa 30 Sterne gezählt. Geht beinahe unter im Sternenfeld des Fuhrmanns weshalb ich ihn gar nicht auf Anhieb gefunden habe.
- M38: wieder ein sehr schöner Haufen, größer als M37. Der Nachbarhaufen NGC1907 war auch deutlich sichtbar als Nebelfleck.
- Saturn: Wow, ich kann ja die Ringe sehen mit 30x! Ich hatte das nicht erwartet denn der Vorbesitzer des Fernglases hatte mir gesagt, daß man die Ringe des Saturn damit nicht sehen kann. Aber da waren sie, ganz deutlich, mit dunklem Raum zwischen Ring und Planeten. Ein sehr ästhetischer Anblick, der kleine Planet im Sternfeld eingebettet. Sehr deutlich war auch der helle Mond Titan zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Seite blitzte ab und zu ein Sternchen auf das sich als der Mond Rhea herausstellte (im Astroprogramm nachgeschaut nach der Beobachtung).
- M1: auf Anhieb gefunden aber nur als schwachen winzigen Nebelfleck gesehen. Das ist eindeutig ein Objekt für höhere Vergrößerungen
- M45: DAS Paradeobjekt für mein Fernglas. Sagenhafter Anblick. Sollte ich das Fernglas mal verkaufen, werde ich dem Interessenten die Plejaden damit vorführen und kann mir dann sicher sein, daß mir das Fernglas aus den Händen gerissen wird. Den Nebel um Merope konnte ich jedoch nicht sehen.
- M42: der Orionnebel stiehlt den Plejaden fast die Schau. Auch einfach sagenhaft. Das erste Mal das ich M42 binokular sehe. Indirekt reichen die "Schwingen" des Nebels über ein drittel des Gesichtsfeldes (1.6°). Strukturen im Zentrum des Nebels sind zu erahnen. Alle 4 Trapezsterne als winziger Haufen im Nebel zu sehen. Mit im Gesichtsfeld M43, das nur sehr schwach hervortrat, und der große Sternhaufen NGC1981 nördlich vom Orionnebel wenn ich leicht nach Norden schwenkte.
- M78: ebenfalls schnell gefunden aber total unspektakulär da sehr klein. Aber zumindest deutlich direkt sichtbar.
- Ich habe auch noch den Nebel in der Nähe von Zeta Orionis versucht (Bezeichnung weiß ich leider nicht - ich mein aber nicht den Pferdekopfnebel sondern nur den helleren nördlichen Teil) aber der wurde scheinbar vom Nachbarstern überstrahlt. Leider nichts gesehen.
- M81 und M82: diese beiden Galaxien wollte ich auch unbedingt beobachten denn sie bilden ja ein sehr nettes Pärchen. Beide GXS im Gesichtsfeld, M82 sehr deutlich die Schräglage, M81 mit hellem ovalem Zentrum und schwachem Nebel rundherum. Die dritte Galaxie im Bunde konnte ich nicht finden.
- Dann ein Schwenk richtung Zenit: M33, riesengroß aber leider durch die unbequeme Haltung (trotz 45° Schrägeinblick) nicht so gut zu beobachten. Ebenso der Andromedanebel mit den Begleitgalaxien M32 und M110 mit im Gesichtsfeld. Zwar sehr schön aber mein Genick machte nicht so recht mit. Hier tat es mir dann leid, daß ich mein Beobachtungsstuhl aus purer Bequemlichkeit drinnen gelassen habe.
Das war's auch schon. Diese eine Stunde verging wie im Flug und ich ging mit 'ner großen Vorfreude auf den Winter zu Bett.
Klaus.
Beobachtungsort: Hungen-Inheiden (Mittelhessen)
Zeit: 22.50 - 23.50 Uhr
Instrument: Vixen BT 30x125
Bedingungen: etwas diesig und leider mit seitlicher Lichtbelästigung (der Landwirt war mal wieder mit dem Traktor und den grellen Scheinwerfer auf dem Feld an der Arbeit)
Wie soll das gehen 19 Objekte in einer Stunde und trotzdem genüßliches beobachten? Nein, kein GOTO sondern Großfernglas.
Endlich hatte die Wolkendecke aufgerissen und den Platz frei gemacht für die Wintersternbilder. Das war meine erste Beobachtung der Winterobjekte in dieser Saison und dann gleich mit dem Großfernglas. Also jedesmal bin ich hin und weg wenn ich durch dieses Bino gucke.
- M35: herrlich, einfach nur herrlich! Sehr groß, mit mehreren dunkleren Streifen die den Haufen in verschiedene Gebiete einteilen. Mir kam es vor als wäre der Haufen viergeteilt und ds gleichmäßig. Mit im Gesichtsfeld war auch der Nachbarhaufen NGC2158, jedoch nur als verwaschener Nebelfleck zu sehen, aber immerhin direkt sichtbar.
- M37: sehr schön, kompakt, indirekt eine sehr große Zahl von Sternen sichtbar, direkt nur die helleren Sterne auf nebligem Untergrund. Schöner da größer als M11. Östlich von M37 befinden sich interessanterweise viele Sterne die heller sind als die im Haufen, westlich jedoch ist das Gebiet fast sternenleer.
- M36: lockerer Haufen, die Sterne scheinen heller als die in M37 zu sein, in etwa 30 Sterne gezählt. Geht beinahe unter im Sternenfeld des Fuhrmanns weshalb ich ihn gar nicht auf Anhieb gefunden habe.
- M38: wieder ein sehr schöner Haufen, größer als M37. Der Nachbarhaufen NGC1907 war auch deutlich sichtbar als Nebelfleck.
- Saturn: Wow, ich kann ja die Ringe sehen mit 30x! Ich hatte das nicht erwartet denn der Vorbesitzer des Fernglases hatte mir gesagt, daß man die Ringe des Saturn damit nicht sehen kann. Aber da waren sie, ganz deutlich, mit dunklem Raum zwischen Ring und Planeten. Ein sehr ästhetischer Anblick, der kleine Planet im Sternfeld eingebettet. Sehr deutlich war auch der helle Mond Titan zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Seite blitzte ab und zu ein Sternchen auf das sich als der Mond Rhea herausstellte (im Astroprogramm nachgeschaut nach der Beobachtung).
- M1: auf Anhieb gefunden aber nur als schwachen winzigen Nebelfleck gesehen. Das ist eindeutig ein Objekt für höhere Vergrößerungen
- M45: DAS Paradeobjekt für mein Fernglas. Sagenhafter Anblick. Sollte ich das Fernglas mal verkaufen, werde ich dem Interessenten die Plejaden damit vorführen und kann mir dann sicher sein, daß mir das Fernglas aus den Händen gerissen wird. Den Nebel um Merope konnte ich jedoch nicht sehen.
- M42: der Orionnebel stiehlt den Plejaden fast die Schau. Auch einfach sagenhaft. Das erste Mal das ich M42 binokular sehe. Indirekt reichen die "Schwingen" des Nebels über ein drittel des Gesichtsfeldes (1.6°). Strukturen im Zentrum des Nebels sind zu erahnen. Alle 4 Trapezsterne als winziger Haufen im Nebel zu sehen. Mit im Gesichtsfeld M43, das nur sehr schwach hervortrat, und der große Sternhaufen NGC1981 nördlich vom Orionnebel wenn ich leicht nach Norden schwenkte.
- M78: ebenfalls schnell gefunden aber total unspektakulär da sehr klein. Aber zumindest deutlich direkt sichtbar.
- Ich habe auch noch den Nebel in der Nähe von Zeta Orionis versucht (Bezeichnung weiß ich leider nicht - ich mein aber nicht den Pferdekopfnebel sondern nur den helleren nördlichen Teil) aber der wurde scheinbar vom Nachbarstern überstrahlt. Leider nichts gesehen.
- M81 und M82: diese beiden Galaxien wollte ich auch unbedingt beobachten denn sie bilden ja ein sehr nettes Pärchen. Beide GXS im Gesichtsfeld, M82 sehr deutlich die Schräglage, M81 mit hellem ovalem Zentrum und schwachem Nebel rundherum. Die dritte Galaxie im Bunde konnte ich nicht finden.
- Dann ein Schwenk richtung Zenit: M33, riesengroß aber leider durch die unbequeme Haltung (trotz 45° Schrägeinblick) nicht so gut zu beobachten. Ebenso der Andromedanebel mit den Begleitgalaxien M32 und M110 mit im Gesichtsfeld. Zwar sehr schön aber mein Genick machte nicht so recht mit. Hier tat es mir dann leid, daß ich mein Beobachtungsstuhl aus purer Bequemlichkeit drinnen gelassen habe.
Das war's auch schon. Diese eine Stunde verging wie im Flug und ich ging mit 'ner großen Vorfreude auf den Winter zu Bett.
Klaus.