29.01.2016 - Planetenrunde mit dem 4" MAK in FFM

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Sternenjaeger

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Hallo zusammen,

heute morgen war es ENDLICH mal wieder klar! Die Voraussage der Wetter-App hat diesmal nicht geschwindelt. In „weiser Voraussicht“ hatte ich meinen kleinen 4“ MAK schon am Vorabend auf den Balkon verfrachtet, damit ich im Fall der Fälle schnell aufbauen und beobachten konnte. Und das war zum Glück der Fall.

Mein Beobachtungsort war der heimische Balkon. Kurz nachdem meine Frau aus dem Haus gegangen ist habe ich meine EQ3 auf dem Balkon aufgestellt, den 4“ MAK angebracht und konnte gegen 0540 mit der Beobachtung beginnen. Mein erstes Ziel des Morgens: Jupiter. Im Baader Hyperion 13mm habe ich zuerst den Blick auf den großen Planeten geworfen. Drei seiner Monde waren zu sehen. Leider war einiges an Unruhe in der Luft, und so flimmerte und „wabberte“ Jupiter gelegentlich. Doch ich hatte ein wenig Zeit. So konnte ich sinnvoll den Überstundenabbau angehen. :)

Durch die längere Beobachtungszeit konnte ich trotz der Bedingungen mehr Details erkennen als bei meinen vorherigen Beobachtungen. Es schien mir so, als konnte ich noch weitere Nebelbänder erkennen. Außerdem: Der Große Rote Fleck! Dieser schien sich leicht abzubilden. Ich hoffe mir haben da meine Augen und meine Vorstellungskraft keinen Streich gespielt. Ich habe auch versucht mal eine Zeichnung anzufertigen, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will. Man verzeihe mir meine „unrunden“ Versuche. :) Aber jeder fängt ja mal an.

Tante Edith: Meine "Nachforschungen" haben ergeben es war wohl eher nicht der GRF. Schade... :-/

Link zur Grafik: http://xn--sternenjger-s8a.de/wp-content/uploads/2016/01/zeichnung001.jpg
(Leider erst mal nur ein kurzer Schnappschuss mit dem Handy. Oben links: Ohne Licht erster Versuch. Unten rechts: Zweiter Versuch mit Rotlicht Taschenlampe)

Eine höhere Vergrößerung hatte leider keine gute Wirkung. Weder mit meinen beiden Kasai Orthos (9mm und 6mm) noch mit dem kürzlich erworbenen Baader Hyperion 8mm konnte ich den Jupiter so deutlich erkennen wir mit dem 13mm Okular. Im Dobson wäre das Ergebnis hier vielleicht besser gewesen. An diesem Morgen wollte ich allerdings den kleinen MAK weiter testen.

Der Morgen hat mir auch gezeigt, dass wenn man nicht mal nur 10 Minuten Zeit hat, einen Planeten zu beobachten, dass einem ganz klar mehr auffällt. Auch die Nachführung durch die Wellen meiner EQ3 sind sehr hilfreich! Darüber bin ich sehr froh.

Den Mond hatte ich nur für 3 Minuten im Okular. Dort habe ich dann gesehen, wie heftig die Luftunruhe war. Aber klar: Beide Objekte waren über dem Nachbarhaus. Die Aufsteigende Wärme tat sicher ihren Teil dazu.

Mars wurde auch noch eines meiner Ziele. Leider konnte ich hier wieder nicht mehr wie einen „rötlichen Punkt“ erkennen. Dennoch sollte der Jupiter nicht das „Highlight“ meines Morgens bleiben:

Die Zeit schritt voran, und so langsam sollte doch auch ein weiterer Planet in meine Reichweite wandern. Nach einer kurzes Verwechslung mit Antares, war er dann zu sehen „der Herr der Ringe“! Mein Kindheitstraum! Mit eigenem Auge konnte ich ihn im Okular sehen! Klein, aber er war da! Traumhaft! Ich musste erst mal die Freudenträne aus dem Auge bekommen, ehe ich weiter schauen konnte.

Saturn ist ja wohl mal der HAMMER! Und das unter diesen Bedingungen! Die Unruhe hat ihn immer mal wieder verzehrt, und ich habe gedacht das mich ein kleines Auge anschaut! :) Die Ringe der Umriss und die Planetenkogel die Pupille. Wenn dieses Erlebnis schon so wunderbar war, freue ich mich schon auf eine Hochvergrößerung! Am besten mit besseren Bedingungen und einem ordentlichen Beobachtungsplatz.

Etwa zwei Ringdurchmesser entfernt konnte ich beim Einblick in mein MAK oben links einen schwachen Punkt erkennen. Ist dies einer der Saturnmonde? Kann das möglich sein?

Für weitere, ausgedehnte Beobachtungen blieb mir leider keine weitere Zeit. Der Himmel wurde auch gefüllt schon heller und ich musste dann doch langsam mal ins Büro… Mit einem breiten, stolzen Grinsen auf den Lippen! Ein toller Start in den Freitag und ins Wochenende.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Sascha,

der Pseudo rote Fleck war eventuell eine dickere Stelle in einem der Wolkenbänder. Es gibt eine Aufnahme die eventuell vom selben Zeitraum stammt in einem anderen Thread hier:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/1202202

Der echte GRF hebt sich farblich recht deutlich vom bräunlich-beigen Band ab. Hab ihn am 8 Zoll Dobson schon gelegentlich gesehen.

Die Sichtbarkeitszeiten kann man natürlich googeln. Mache ich aber auch nicht, lass mich überraschen und freu mich wenn er da ist.

CU
Klaus
 
Hallo Klaus,

vielen Dank für deine Antwort. Das kann natürlich gut sein! :) Ich hoffe ich kann bald weiter mein Glück versuchen, den GRF mit eigenem Auge zu sehen. Bleibe da definitiv dran.
 
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