3 Anfängerfragen

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Rene

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HI Leute,

Seit 2 Tagen habe ich ein GSO Dobson 680 (danke noch mal an Cai-Uso).
Natürlich musste es Gestern gleich bewölkt sein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
Aber als ich heute raus schaute war keine Wolke am Himmel.
Also Teleskop gepackt und raus damit. 30 Minuten gewartet bis es Kühl war und den Sucher noch gerichtet.

Dann hab ich mir gleich mal den Saturn angesehen. Ich konnte ihn mit den 9 mm Plössl auch sehr gut sehen, er war sehr scharf. Doch leider war er sehr weit weg. Jetzt zu meinen Fragen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

1. Warum ist er so klein ?
2. Kann ich ein Opjekt ranzoomen ?
3. Welches Okular ist für mein Dobson am Besten geegnet um die Planeten noch näher zu sehen ?

Hehe einige werden sich jetzt an den Kopf fassen, aber wie gesagt ich habe das Teleskop erst seit 2 Tagen und heute habe ich erst zum erstem mal getestet. Vorher hab ich noch nie durch ein Teleskop gesehen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Danke schon mal für eure Antworten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruss:Rene
 
Hi Rene,
oh 3 Fragen die es in sich haben. Da könnte man ein Buch füllen.
Zum einen empfehle ich Dir Dich mit Einsteigerinformationen vertraut zu machen. Z.b. hier im Web bei www.intercon-spacetec.de oder www.teleskop-service.de. Oder hier im Board mal etwas suchen. Da findest Du ne Menge dazu.
In Buchform ist das neu erschiene Heft SUW-Basics "Mein Teleskop" empfehlenswert.
Zu Deinen Fragen:
Alle Objekte die Du siehst haben eine Ausdehnung. Nicht in Metern o.ä. sondern in Winkeln ausgedrückt. Das Teleskop vergrößert durch die optischen Elemente,
in Deinem Fall Hauptspiegel und Okular in dem Verhältnis Brennweite Spiegel geteilt durch Brennweite Okular. Z.b. 1200:9=133fach.
Sterne und Planeten erscheinen ob Ihrer geringen Winkelausdehnung mit dem Auge als Punkte. Durch die Vergrößerung des Teleskops wird die Winkelausdehnung des Beobachtungsobjekts entsprechend vergrößert, so daß Du bei Planeten z.B. eine Fläche sehen kannst. Bei Sternen ist die Winkelausdehnung so gering, das sie immer nur als Punkte abgebildet werden können.
Planetenbeobachtung erfordert eine sehr hohe Vergrößerung um diese als Scheibe mit Details sehen zu können. Das ist 150 fach noch nicht wirklich viel, obwohl man so schon einiges sieht und auch erkennen kann. Das erfordert aber Übung. Man nennt es teleskopisches Sehen und kann trainiert werden. Mit mehr Erfahrung und Übung wirst Du mehr sehen.
Löse Dich , sofern Du es tust von den Bildern die in manchen Zeitschriften zu sehen sind. Auf Bildern wirst Du immer mehr erkennen (Qualität unterstellt) und außerdem gebe ich zu bedenken, das die Bilder oft mit Profigeräten gemacht sind.
Insofern möchte ich erst mal nicht auf die Frage nach dem Oku eingehen. Dies ein weiteres Feld und da gibts unterschiedlichste Auffassungen zu den Okularen.
Imm ergut beraten bist Du meiner Meinung nach, wenn Du Kontakt zu anderen Hobbyastronomen etc suchst und Dich ihnen anschließt. Das wird Dir zusammen mit dem Studium der Einsteigerseiten sehr schnell zumindest eine Basis geben, mit welcher Du dann über den Ausbau Deiner Ausrüstung vernünftig nachdenken kannst.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall erst mal viel Spaß mit dem neuen Hobby. Ein schönes Scope dazu hast Du ja schon. Laß Dich nicht entmutigen, wenn mal etwas nicht klappt und nichts überstürzen. Wenn Du meine Tipps annimmst wirst schon in Kürze mit dem neu gewonnen Wissen Deine Erfolge erzielen.
CS


 
Hi Antares,

Ich habe den Saturn ja sehr gut reinbekommen (total scharf), aber er war halt noch zu weit weg. Jetzt hab ich mir schon ein paar andere Anfängerseiten angesehen wo schon viele Fragen beantwortet werden. Zum Bleistift das ich eine Barlowlinsen brauche die ich dann mit meinen Plössl verwende um Opjekte näher zu sehen.

Aber was sehr schwer war das ich mein Sucher im Dunklen an meinen Dobson anpassen musste, ich habe eine Weile den Mars gesucht, als ich ihn hatte hab ich dann den Sucher eingestellt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Das mit den Zeitungen weiss ich, Eine Kamera sieht nun mal mehr als das Menschliche auge. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Ich war ja schon Total froh als ich den Saturn drinn hatte, das war auch sehr einfach. Mit den Sucher draufgehalten und dann war er auch gleich im okular. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Auch wenn der Saturn sehr klein war bin ich schon total Happy. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hi Rene,
nein, eine Barlow-Linse brauchst Du nicht zwingend. Es würde auch ein Okular mit geringerer Brennweite funktionieren und die Vergrößerung zu erhöhen.
DieBarlow-Linse erhöht die Brennweite Deines Teleskopes und den angegebenen Faktor, so daß Du ausgehend von der vorherigen Antwort dann 2400:9 = 267fach hast. Gleiches erreichst Du ohne Barlow mit einem 4,5mm Oku.
Da kann man z.B. die Antares b2s von telekopservice nehmen. Die ist gut, funktioniert gut mit Plössl Okularen und kostet nicht die Welt.
Wenn Du außer dem 9 mm kein Oku hast wäre noch ein schönes Übersichtsokular was feines. Für geringere Vergrößerungen. Preiswert sind z.b. die 25 oder 32mm Plössl von TS. Mit der Kombi 25 oder 32mm und 9mm und ne B"S Barlow bist zum Anfang erstmal ganz ordenlich ausgestattet ohne das es die Welt kostet.
Entscheidend ist nätürlich, was Du dauerhaft beobachten willst. Interessieren Dich nur Planeten ist das fürs erste ok. Willst Du aber DeepSky schauen wirst Du irgendwann den Wunsch nach Weitwinkelokularen haben. Um Doppelkäufe zu vermeiden würde ich nichts überstürzen. Ausgenommen DU hast ein gewaltiges Budget, dann kannst Du auch gleich richtig zugreifen. Aber dazu solltest Du dennoch Erfahrungen sammeln. Es lohnt sich denn die Okuwahl ist imho noch individueller als die Scopewahl.
Sucher bei Nacht einstellen ist etwas schwieriger. Wenns geht machs vorher im Tageslicht. Zuerst mit nem langbrennweitigen Oku suchen, dann zentrieren und dann auf ein Kurzbrennweitiges wechseln und wieder zentrieren. Dann paßts.
CS
 
Hi Antares,

Danke für deine Antwort.
Ist es nicht besser eine Barlow-Linse zunehmen da da das Sichtfeld Größer ist ?
 
Hi Rene,
die Barlow verlängert die Brennweite des Teleskops. Dadurch wird das Gesichtsfeld nicht größer. Im Gegenteil, mit steigender Vergrößerung wird das reale Gesichtsfeld immer kleiner.
Bsp. Wenn Du Saturn mit kleiner Vergrößerung betrachtest, siehst Du ihn als kleines Scheibchen umgeben von Sternen etc.. Würdest Du beliebig höchvergrößern z.B. durch Barlowlinsen, würdest Du irgendwann Saturn bildfüllend sehen - nichts anderes mehr. Somit hast Du nur noch das ehemals kleine Scheibchen von vorhin im Bild., sprich das GF ist kleiner geworden.
An Saturn selbst hat sich nichts geändert. Seine Größe bleibt konstant .
Du kannst nur mit dem Hilfsmittel Teleskop über die Vergrößerung mehr auflösen als mit bloßen Auge, womit wir wieder bei der ersten Antwort -Stichpunkt Winkelausdehnung sind.
CS

 
Hallo,

vielleicht besorgst Du Dir noch die preiswerte und gute 2x Barlow vom Teleskopservice,
ich meine die ist von Antares. Damit verdoppelt sich deine maximale Vergrößerung
dann auf 266x. Mehr gibt unser Wetter meist eh nicht her. Außerdem hast Du dann mit der
Barlow und den 2 Okularen 4 Brennweiten zur Verfügung, die schon sehr gut den sinnvollen
Bereich abstufen. Wichtig ist aber, daß Du Deinen Newton mal auf die Kollimation checkst.
Dazu mal mit Newton Kollimation googeln, da gibt es eine Menge guter Anweisungen im Netz.
Als Hilfsmittel reicht für den Anfang und zum Checken eine transparente Filmdose mit Loch.
Den Sucher stell ich auch immer Nachts ein, obwohl es bei Tag an einer Kirchturmspitze
meist besser geht, aber der verstellt sich dann meist doch wieder auf dem Weg zum Beobachtungs-
platz.
 
Hi Leute,

Danke für eure Antworten. Ich werd mir jetzt bei Wolfi das Plösslokularset 3 Stück kaufen. Da werde ich dann die 4mm, 6,5mm und 12,5mm nehmen. Damit müsste ich erstmal auskommen. Was bringt mir eine Barlow-Linse eigentlich ???

Danke für eure Antworten schon mal <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruss:Rene
 
Moin

was eine Barlow macht wurde schon u.a. von Antares erklärt

Die Barlow-Linse erhöht die Brennweite Deines Teleskopes und den angegebenen Faktor, so daß Du ausgehend von der vorherigen Antwort dann 2400:9 = 267fach hast. Gleiches erreichst Du ohne Barlow mit einem 4,5mm Oku.
Da kann man z.B. die Antares b2s von telekopservice nehmen. Die ist gut, funktioniert gut mit Plössl Okularen und kostet nicht die Welt.
 
Hi Rene,

ich denke mal du fragst dich, wozu eine Barlow gut sein soll, wenn man gleiches mit einem entsprechenden Oku erreichen kann (?)

Die Barlow kann als Lückenfüller dienen, um quasi nicht vorhandene Okulare zu ersetzen. Das ergibt sich schon aus den Ausführungen von Antares. Weit öfter wird sie aber wohl in der Fotografie zum Einsatz kommen um hier als Vergrößerungsfaktor ihre Dienste zu tun.

Wenn Du aber zur visuellen Beobachtung vor der Wahl stehst, ob Du lieber ein passendes Oku nimmst oder eine Barlow wäre mein Tip, besser das Oku zu kaufen. Die Barlow ist eben eine weitere Komponete im Strahlengang, die Dir das Bild von fast unmerklich bis sehr bemerkbar je nach Qualität verdunkelt.

Da Du früher oder später, wie fast jeder Sternenfreund sowieso eine Barlow im Oku-Koffer haben wirst, verschieb es besser noch auf 'später' und kümmere Dich zunächst mal um die Okulare <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Zur Sucherjustierung:
Alt bewährt und immer wieder gerne genommen, der etwas entfernte Kirchturm (Funkturm, Fernsehturm, markantes, nicht zu flächiges feststehendes Objekt in weiterer Entfernung) durch das Teleskop anvisieren und Sucher auf selbes Objekt einstellen, fertig.....am Stern ggf. nochmals feinjustieren, aber vorsicht, das sollte dann fix gehen wegen der Sternbewegung.





 
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