32 Zoll f/7 Nasmyth Cassegrain

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Hi Gerhard,

das LowRider Konzept klingt interessant, bin ja mal gespannt wie das aussehen wird bei deinem Dob. Ohne diese Modifikation finde ich 20" f/5 jedenfalls schon problematisch. Ich hab beim BTM versucht, durch deinen Dob zu schauen (unter Einsatz der besagten kurzen Leiter) und kam mangels Körperlänge nicht an den Okularauszug ran. *grummel* Das sollte man bei all dem nicht vergessen, dass es noch Leute gibt, für die selbst die "normale" Einblickshöhe deutlich niedriger liegt... ;-)

Und ich baue trotzdem f/4 - ällabätsch! *grins*

Patrick
 
Naja
Einen dritten spiegel brauchst du aber noch, denn sonst brichst du dir auf Dauer das Genick und bekommst Kopfweh bei der unbequemen einblick position. Aehnlich wie beim Cassegrain. Beobachte mal 2h mit einem cassegrain ohne 90 grad umlenkspiegel...done that...never again...


cheers
Alex
 
Hallo,
Owohl ich sehr viel auf ATM-Seiten Surfe kenne ich bis dato noch keinen ATM der diese Konzept erwähnt oder gar schon mal umgesetzt hat. Ob es völlig neu ist, möchte ich bezweiflen. Aber wie gesagt, ich habe es noch nirgens umgesezt gesehen. Stattdessen eher das Gegenteil F4 oder gar F3 "damit die Leiter nicht so hoch wird"-Dobsons mit all ihren Nachteilen.
Hier ist ein gefalteter 18" Newton von Ed Taychert:
http://www.irony.com/Ed/astro/18inch/
Grüße Martin
 
Re: Wie groß ist die Koma?

Er wird F3 als "schrecklich" (mit gutem Grund) bezeichnen weil ..... Da hilft auch kein Nagler und ein Komakorrektor. Mal ehrlich was soll das ?

Jetzt bin ich aber irritiert. Ist die Koma bei so einem Cass wie die vom Haupspiegel (in diesem Fall also also f/3) oder eher wie die vom Gasamtsystem (also f/7)? ich denke doch eher letzteres, da ja sonst all sie Schmidt Cassegrains dieser Welt unerträgliche Koma haben müssten.

Bitte klärt mich auf, wenn ich mich irren sollte
 
Re: Lowrider Blenden

in der Tat hat das LowRider-Design als (glaube ich einzigen) Nachteil die höhere Streulichtanfälligkeit. Diese Problem teilt sich aber diese Konzept wie Martin anführt mit Cassagrain oder einem gefallteten Newton und kann daher auf dieselbe Weise behoben werden wie bei diesen.

Da möchte ich widersprechen. Bei einem Cassegrain kann man ein Blendrohr einbauen, das im Schatten des Sekundärspiegels ist. Bei dem hier vorgeschlagenen Lowrider Design würde das im Strahlengang stehen müssen. Würde man stattdeseen eine Blende gegenüber vom Okularauzug bauen, wäre sie bei diesem spitzen Winkel gigantisch groß. Abgesehen davon ,dass, wie Alexander ja schon erwäht hat, man bei 22 Verkippung einen Genickbruch erleidet. ...da steige ich dann doch lieber auf die Leiter
 
Re: Lowrider

Zum kommenden ITV werde ich den LowRider zwecks Demo sicher vorführen können.(

Ich bin auch sehr gespannt, sowas mal zu sehnen. Ed Taychert hat wegen der Blenden und um keinen Genickbruch zu erleiden eine recht geringe Verkippung eingebaut. Ein Winkel der bei dir das Okular von 2,50 m auf sagen wir 2 m runterholt müsste machbar sein. Mann sollte sich die nötigen Blenden aber vorher überlegen, um keine Überraschungen zu erleben.
 
Re: Lowrider Blenden

Jetzt bin ich aber irritiert. Ist die Koma bei so einem Cass wie die vom Haupspiegel (in diesem Fall also also f/3) oder eher wie die vom Gasamtsystem (also f/7)? ich denke doch eher letzteres, da ja sonst all sie Schmidt Cassegrains dieser Welt unerträgliche Koma haben müssten.
Ja, f/3 macht Koma aber natürlich nur beim Newton. Beim Cassegrain muß man das Gesamtsystem berücksichtigen. Dafür gibt es ja so unterschiedliche Designs wie RC oder Dall/ Kirkham oder auch SC. Ich denke Gerhard meinte bei f/3 ein großes Newton mit großem Öffnungsverhältnis um den Focus nach unten zu bekommen.
Abgesehen davon ,dass, wie Alexander ja schon erwäht hat, man bei 22 Verkippung einen Genickbruch erleidet. ...da steige ich dann doch lieber auf die Leiter
Es muß ja nicht gleich 22 Grad sein 30 bringen auch was, um den und da wird dann auch der Streulichtschutz nicht so hoch. Übrigens nicht jeder fühlt sich freihändig stehend auf einer 5 Meter-Leiter wohl. Es gibt halt nicht eine einzige Lösung für alle Bedürfnisse.
Grüße Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
"Da möchte ich widersprechen. Bei einem Cassegrain kann man ein Blendrohr einbauen, das im Schatten des Sekundärspiegels ist. Bei dem hier vorgeschlagenen Lowrider Design würde das im Strahlengang stehen müssen."

Hallo Stathis,

das ist so nicht ganz richtig. Warum ? Bei dem hier vorgeschlagenen Lowrider geht es grundsätzlich um die Abwägung von Obstruktion und Beobachtungskomfort. Sprich Höhe der Einblickposition im Zenit. Dies macht den zentralen Unterschied zum klassischen 45 Grad Dobson aus, weil beim letzterm die Obstruktion alleine der ausschlagebende Faktor ist. Man minimiert die Obstruktion und läßt den Aspekt der Einglickhöhe unbeachtet. Was ist die Folge. Die Folge ist das der Okularauszug bei diesem traditionellen Konzept bewußt extrem Flach ausfällt, man will beim traditionellen Dobson möglichst Nahe an den Fangspiegel mit dem Okular heranrücken, um die Obstruktion zu minimieren. Dies ist fogerichtig beim klassischen 45 Grad Dobson der, wie ich ja gesagt habe, den Faktor "Einblickhöhe" auseracht lässt. (Denn bislang spielte er ja keine Rolle. Wer hat schon einen Monster-Dobson ?).
Beim Lowrider hingegen kommt diesen Aspekt jedoch Bedeutung zu. Die beim klassichen Konzept verwendetet "Denklogik"-"möglichst flache Okularauszug" ist bei den Big-Ones im Lowrider-Design fogefalsch.
Ein längerer Okularauszug der nicht (!) in den Strahlengang hineinzureichen braucht, sonder auch nach "Außen" gehen kann, widerpricht nicht diesem Konzept. Im Gegenteil ein etwas länger Okularauszug geht Hand in Hand mit einer tieferen Einblickposition. Eben genau mit dem, was beim Lowrider erwünscht ist. Damit hat man Platz für eine wirksame interne Verblendung.

"Würde man stattdeseen eine Blende gegenüber vom Okularauzug bauen, wäre sie bei diesem spitzen Winkel gigantisch groß."

Auch das ist so nicht ganz richtig. Warum ? Weil durch die wie dargelegt mögliche und "Systemkonforme" sinnvolle interne Verblendung (ähnlich wie beim Cassegrain), die Blende nur so gross zu sein braucht, wie die unter Umständen innere Blende im Okularauszug noch Streulicht von "Gegenüber" hindurchlässt. Die Größe des Lichtschildes ist nur ein "Residuum" der Qualität der Verblendung im Okularauszug (der ja durchaus wegen der "Konzeptlogik" etwas länger sein kann und darf !!!)

(Es wäre auch Denkbar-hier allerdings mit gewissen Nachteilen- eine entsprechend viel kleinerer Gegenlichtblende auf einer, dann allerding stabilen, Fangspiegelhalterung anzubringen. Stabiler deshalb wegen Wind. Wie gesagt das ist jetzt nur mal so eine Überlegeung von mir)

Zur Einblickposition: Wer will, kann ja einen Standartmäßigen 2 Zoll Zenitspiegel oder 45 Grad Amici-Prisma verwenden. Ein solcher Spiegel ist an jeder Ecke in guter Qualität zu haben. z.B. der Everbright von TeleVue soll ja ganz gut sein (99% Reflektivität soviel ich weis). Sehr billig und gut im Vergleich zu irgendwelchen "Hyperbolisch-Megaflächen". Und zur Justage des Zenitspiegels sprich der "dritten" Fläche ? Mir ist bis heute kein Refraktorbesitzer oder SC-Besitzer über den Weg gelaufen der Stolz verkündetet "Ich justiere sogar meinen Zenitspiegel". Es ist zu vermuten, dass dies dann auch beim Lowrider kein Problem ist. Das würde mich dann doch sehr sehr wundern.
Und auch ohne Zenitspiegel ist bei, nehmen wir an 22,5 Grad Umlenkung die Einblickposition -meiner Meinung !!- nicht so schlecht, da man bei dem hier diskutieren Design davon ausgeht, dass man bei Zenitbeobachtung aufrecht und senkrecht steht, man also keine unnatürliche Kauerhaltung einnehmen muss, wie das bei (im vergleich hierzu kleinen) Refraktoren ohne Zenitprisma der fall wäre.

Viele Grüsse

Gerhard
 
Hallo Gerhard,
gibt es jemanden, der das von Dir vorgeschlagene Konzept (Sekundärwinkel um die 20°) erfolgreich umgesetzt hat?
Grüße: Uwe
 
Hallo Stathis,
ich weiß, dass der Thread schon uralt ist, aber was ist denn aus Deinem Projekt geworden? Ich suche immer noch verzweifelt jemanden, der mir einen 20" f6 Nasmyth Newton (dobson) baut ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />
Kann mir jemand helfen?

CS
Philip (privat)
 
Was habe ich damals ...

... nur fuer einen Mumpitz geschrieben ? Also, nachdem ich das f/3.7-Projekt erfolgreich beendet habe, sehe ich kein Problem mehr darin eine f/3-Parabel klassisch einzupolieren. Nur braucht man halt viel Erfahrung dazu, die der Fragesteller sicher hat ...



 
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