4,5 Zoll TMB versus 8 Zoll Dobson

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Lots
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Lots

Aktives Mitglied
Hallo Astrofreunde,

dieses sicherlich spannedne Duell kann hier nachgelesen werden.

Viel Spaß beim lesen.

Gruß

Lots
 
Hallo Lothar,

sehr interessanter Bericht! Was für nen Zenitspiegel hast Du verwendet?

CS

Klaus
 
Hi Klaus,

den von TS: 99% reflexionsvermögen, dielektrisch aus Quarz. Macht eine gute Figur. Den verwende ich jetzt an meinen beiden Apos: TMB 115mm f/7 und William Megrez 72mm f/6.

Gruß

Lots
 
Hallo Lothar,

Gruß erstmal von Bärbel nach Darmstadt...

Wir sind wohl im APO-Fiber. Hat man erst mal mit 72 (oder 80)mm angefangen, dann juckt gleich was größeres. Nicht nur in Darmstadt...

Gruß

Markus


____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
____________________________________________________

DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de

 
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann sind die Sternenbilder im APO besser definiert, aber wegen der fehlenden Öffnung häufig dunkler.
Das erklärt, warum APO-Fans sich gerne auf Planeten oder hellere DS-Objekte spezialisieren, bzw. dieses von vornherein ihr bevorzugtes Terrain war und DS-Fans ihrerseits auf Öffnung gehen wollen/müssen.

Was mich an einem APO reizt ist dessen Handlichkeit, jedenfalls bei Geräten bis etwa 4" und die Robustheit eines Refraktors. Einfach aufstellen und los.

Doppelstern
 
Hallo Lothar,

eigentlich erstaunlich dass so wenig Feedback kam bisher (vielleicht auch erstaunlich schön?).

Jetzt würde mich aber doch interessieren:

Du sagst, mit dem Apo hättest Du ca. 0.75 weniger Grenzgröße erlebt.

Ich hab ein bisschen hinundhergerechnet; kommt das nicht ziemlich nahe an die Theorie heran wenn man die lichtsammelnde Fläche ansieht und beim 8-Zöller jeweils ungefähr 10% Lichtverlust wegen Obstruktion und den zwei Spiegelflächen abzieht?

Nichtsdestotrotz bin ich schon recht beeindruckt von der Apoleistung in diesem Bericht.

CS

Klaus
 
Hi Klaus,

das Feedback gab's reichlich im Nachbarbord Astrotreff. :cool:

Ja das kann man wohl sagen, das der Apo mit nur 115mm fast den 200mm Spiegel das Wasser reichen kann. Interessant war ein Vergleich mit M29 in beiden Teleskopen (stand nicht in meinem Bericht). Der Apo mit dem 7mm Planetary (115x) und der Dobson mit dem 13mm Hyperion (92x). Bin hin und her gewechselt, da war kaum ein Unterschied fest zustellen, außer das beim Dobson ein paar schächere Sterne mehr zu erkennen waren als beim TMB-Apo. Der Anblick war aber nahezu identisch.

Insgesamt ist der Apo sicherlich ein feines Teil, den ich nicht so schnell mehr hergeben werde.

Gruß

Lots
 
Hi,

lies mal das hier:

http://www.astronomie.de/bibliothek/artikel/einsteiger/flaechenhellgk/index.htm

Daraus geht hervor, dass große Teleskopöffnungen bei gleicher Vergrößerung keinen wirklichen Vorteil an flächigen Objekten bringen. Einen Vorteil bringt viel Öffnung nur, wenn man die Vergrößerung steigert gegenüber kleineren Öffnungen steigert. Je mehr Öffnung man hat, desto stärker kann man vergrößern ohne dass die Helligkeit unter die Wahrnehmungsschwelle fällt.

Insofern ist Deine Beobachtung bzgl. 115 mm vs. 200 mm bei gleicher Vergrößerung nicht wirklich überraschend...

Ciao, Udo
 
Hi Udo,

aaalso heisst das: mit einem 114/900 und nem 200/900 Newton habe ich keinen Vorteil mit dem 200er wenn ich bei 30-facher Vergrößerung beobachte?

:/

CS

Klaus
 
Abend,

aaalso heisst das: mit einem 114/900 und nem 200/900 Newton habe ich keinen Vorteil mit dem 200er wenn ich bei 30-facher Vergrößerung beobachte?

Der Vorteil liegt darin, dass du beim 200/900 eine höhere AP und damit ein helleres Bild hast. Auflösung kommt dann bei mehr Vergrösserung zum Tragen, also z.B. M13 den siehst du bei gleicher AP genauso hell aber durch die beim grösseren Gerät höher Vergrösserung dort aufgelöster. Das ist ja auch das was die Daseinsberechtigung von RF Teleskopen ausmacht (Memo: ich brauche immer noch dringend eins!), so was grosses wie NGC7000 ist mit 80mm und 7mm AP genauso hell wie mit 200mm und 7mm AP (oder mit blossem volladaptierten Auge), nur dass man ihn mit dem 80mm Gerät komplett sieht.

Den Bericht finde ich schon gut, nur hätte man das wenn man so einen Vergleich macht auch noch ein paar mehr Variablen angeben können ;) Beispiel M15:

APO 0,71mm vs. Dobs 1,16mm AP bei gleicher AP hätte der Dobs sicher noch mehr aufgelöst denn als Punktquellen profitieren die Einzelsterne des Haufens ja von mehr V, aber ein Vergrösserungsvergleich ist ja auch legitim :)

Danach wurde noch die Andromeda Galaxie eingestellt. M32 war auch sichtbar nur NGC 205 ging bei diesen Bedingungen unter. Hier war es ein ähnliches Bild. M31 war im Dobson besser zu erkennen, weil heller.


Bei solchen Bedingungen können beide Geräte nicht wirklich zeigen was in ihnen steckt oder? Bei richtig gutem Himmel würde der APO sicher mit hoher AP und Filtereinsatz den Dobs in manchen Bereichen (RF) abhängen während man bei anderen Objekten (die höhere Vergrösserung zur Detailauflösung bei gleichzeitig nicht zu kleiner AP benötigen) den grossen Spiegel eindeutig vorziehen würde...

Also ich denke, das ist doch alles ganz friedlich,
hier könnte jetz Günther's Zitat stehen :/

CS Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

da hat ja jeder so seine Sicht. Mir ist aufgefallen, dass der APO ca. sechs mal soviel kostet wie der Dobson. Wenn man aus der Sicht den Test umdreht, müsste sich der APO gegen einen Dobson im Wert von 17400€ beweisen...

CS

Michael
 
Hallo Michael,

diese Kosten-/Nutzenrechnung mag für die überwiegende Mehrzahl von uns (für mich auch), Pflicht sein und doch ist sie in manchen Fällen nicht relevant.

Wenn ich Mal 6" Vollapo gucken darf, ist mir das z.B. völlig wurscht und ich freue mich über das schöne und gute(!) Teleskop.

Wenn ich 20" Dobson gucken darf, freue ich mich genau so.

In beiden Fällen macht die Objektwahl den Genuss aus und die Sicherheit in der Teleskopbenutzung (von der Teleskopbeherrschung über das richtige Okulardesign bis zur AP/Vergrößerungswahl).

Gleiches gilt für mein eigenes Equipment, einen Dobson aus 8" F/6 Newton und aufgesattelter 4" F/5 Richfieldlinse (günstige Teleskope und mittelpreisige Okular, hochwertige Filter).

Deinem Vorredner kann ich nur beipflichten und liefere die eingeforderte Zeile gerne nach. :)

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

in diesem Thread ist schon einiges gesagt worden. Deswegen hatte ich mich dann nur auf einen, m.M. nach, fehlenden Sachverhalt beschränkt.

Es ist natürlich ein sehr grosser Genuss, wenn man nachts übers ITV z.B. stiefelt und Topfgucker spielt. Alle coleur von Teleskopen ausprobieren kann. Das ist wunderbar!

Nach anfänglicher Skepsis über meinen 6" f/8 Skywatcher Newton (schlimmes seeing beim first light) bin ich ganz happy mit dem Instrument.

Als Wiedereinsteiger warten ein 8" f/4-f/15 Newton/Cassegrain (Optik von Eugen Aeppli) auf den Aufbau. Daneben ein Lichtenknecker 125/1300HA auf den Wiederaufbau.

Damit werde ich dem von dir eingeforderten Satz, insbesondere dem zweiten Teil, gerecht :-)

Gruss&CS

Michael
 
Hi Benny,

_mir_ ist das schon klar mit der AP ;) .

Ansonsten: volle Zustimmung Zu deinem Posting.

CS

Klaus
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben