Benny
Aktives Mitglied
Hallo allerseits,
gestern habe ich es endlich zum ersten Mal geschafft eine Sternwarte zu besuchen! In der Sternwarte Limburg war gestern Abend die allmonatliche Sternenführung für Gäste.
Thema des Abends war "Auf den Spuren Galileio Galileis". Vom Vortrag habe ich leider nur das Ende mitbekommen, er war aber sehr anschaulich und auch auf die Fragen der zu meiner Überraschung zahlreichen Gäste wurde am Ende noch intensiv eingegangen. Danach ´ging es auf die Beobachtungsplattform.
Ich war schon etwas aufgeregt, denn dies war das erste Mal, dass ich durch ein anderes Teleskop als meine kleinen schauen würde. Zuerst stellte ich mich brav am 4" FH Refraktor an. Ganz dunkel war es noch nicht, aber Jupiter leuchtete bereits hoch am Himmel. Als ich dann den ersten Blick durch das Teleskop machte, war ich zunächst mal überrascht, dass der Unterschied zu meinen kleinen ~3" gar nicht gravierend war, könnte aber auch daran gelegen haben, dass die 20 Leute vor mir das Okular schon ein bischen "verschmutzt" hatten. Obwohl ich schon zugeben muss, dass die Wolkenbänder schon leichter zu sehen waren als bei mir.
Als nächstes war dann ein 6" Meade APO dran, da war ich ganz besonders gespannt, verfolge ich doch die Diskussionen um die Apos schon seit langer Zeit ;-)
Das Bild war in der Tat etwas ästethischer und wirklich farbrein! Aber ein Mehr an Detail oder Kontrast konnte ich nicht sehen, der Himmel war aber nachwievor noch ziemlich hell und da kann ich mir natürlich noch kein vergleichendes Urteil erlauben... Hier sah ich auch zum ersten Mal wie groß die Geräte in natura wirklich sind, als Unbedarfter macht man sich gar keine Vorstellung wenn man die sonst nur in Katalogen oder im Internet sieht.
Dann kam das letzte Gerät an die Reihe, ein 12" Meade SC (was für ein Riesenbrocken!). Auch hier kam mir der visuelle Unterschied nicht sooooo riesig vor wie ich das vieleicht erwartet habe, aber trotzdem eine tolle Erfahrung.
Besonders gelungen fand ich auch, wie ein Mitglied aus ein paar Pappröhren und besonders schlechten Linsen einen kleinen Refraktor gebaut hat um den Gästen einen Einblick zu geben mit wie Galileio seinerzeit den Jupiter beobachtet hat.
Die Reihen lichteten sich immer weiter und zu späterer Stunde waren nur noch eine Handvoll Gäste da. Wir bekamen noch M13 gezeigt, schon im 4" FH konnte ich einige Sterne aufblitzen sehen und der Anblick im 12" SC hat mir glatt den Atem verschlagen! Im 12er sah ich später noch den Hantelnebel und Alibereo - a t e m b e r a u b e n d
Den Ringnebel konnte man im 4" FH méhr erahnen als wirklich sehen.
Es war ein rundum gelungener Abend, auch wegen den netten Mitgliedern der Sternwarte die versucht haben wirklich jede Frage zu beantworten, die die Gäste hatten. Es war ganz sicher nicht mein letzter Besuch dort...
Als ich mich so gegen 1 Uhr auf den Heimweg machte (ich wollte die Herrschaften sich dann in Ruhe der Astrofotografie widmen lassen) konnte ich es mir nicht verkneifen noch zwo Mal im Nirgendwo rechts ran zu fahren und diesen unglaublich dunklen und klaren Himmel zu bewundern den man zwischen Limburg und dem Rhein-Main-Gebiet noch antrifft! Einer der besten Himmel die ich in den letzten Jahren gesehen habe (bin aber auch nicht oft so weit aufs Land gekommen). Die Milchstrasse war wahnsinnig hell und klar zu sehen und ein schier endloses Meer von Sternen...
Gruß Benny
gestern habe ich es endlich zum ersten Mal geschafft eine Sternwarte zu besuchen! In der Sternwarte Limburg war gestern Abend die allmonatliche Sternenführung für Gäste.
Thema des Abends war "Auf den Spuren Galileio Galileis". Vom Vortrag habe ich leider nur das Ende mitbekommen, er war aber sehr anschaulich und auch auf die Fragen der zu meiner Überraschung zahlreichen Gäste wurde am Ende noch intensiv eingegangen. Danach ´ging es auf die Beobachtungsplattform.
Ich war schon etwas aufgeregt, denn dies war das erste Mal, dass ich durch ein anderes Teleskop als meine kleinen schauen würde. Zuerst stellte ich mich brav am 4" FH Refraktor an. Ganz dunkel war es noch nicht, aber Jupiter leuchtete bereits hoch am Himmel. Als ich dann den ersten Blick durch das Teleskop machte, war ich zunächst mal überrascht, dass der Unterschied zu meinen kleinen ~3" gar nicht gravierend war, könnte aber auch daran gelegen haben, dass die 20 Leute vor mir das Okular schon ein bischen "verschmutzt" hatten. Obwohl ich schon zugeben muss, dass die Wolkenbänder schon leichter zu sehen waren als bei mir.
Als nächstes war dann ein 6" Meade APO dran, da war ich ganz besonders gespannt, verfolge ich doch die Diskussionen um die Apos schon seit langer Zeit ;-)
Das Bild war in der Tat etwas ästethischer und wirklich farbrein! Aber ein Mehr an Detail oder Kontrast konnte ich nicht sehen, der Himmel war aber nachwievor noch ziemlich hell und da kann ich mir natürlich noch kein vergleichendes Urteil erlauben... Hier sah ich auch zum ersten Mal wie groß die Geräte in natura wirklich sind, als Unbedarfter macht man sich gar keine Vorstellung wenn man die sonst nur in Katalogen oder im Internet sieht.
Dann kam das letzte Gerät an die Reihe, ein 12" Meade SC (was für ein Riesenbrocken!). Auch hier kam mir der visuelle Unterschied nicht sooooo riesig vor wie ich das vieleicht erwartet habe, aber trotzdem eine tolle Erfahrung.
Besonders gelungen fand ich auch, wie ein Mitglied aus ein paar Pappröhren und besonders schlechten Linsen einen kleinen Refraktor gebaut hat um den Gästen einen Einblick zu geben mit wie Galileio seinerzeit den Jupiter beobachtet hat.
Die Reihen lichteten sich immer weiter und zu späterer Stunde waren nur noch eine Handvoll Gäste da. Wir bekamen noch M13 gezeigt, schon im 4" FH konnte ich einige Sterne aufblitzen sehen und der Anblick im 12" SC hat mir glatt den Atem verschlagen! Im 12er sah ich später noch den Hantelnebel und Alibereo - a t e m b e r a u b e n d
Den Ringnebel konnte man im 4" FH méhr erahnen als wirklich sehen.
Es war ein rundum gelungener Abend, auch wegen den netten Mitgliedern der Sternwarte die versucht haben wirklich jede Frage zu beantworten, die die Gäste hatten. Es war ganz sicher nicht mein letzter Besuch dort...
Als ich mich so gegen 1 Uhr auf den Heimweg machte (ich wollte die Herrschaften sich dann in Ruhe der Astrofotografie widmen lassen) konnte ich es mir nicht verkneifen noch zwo Mal im Nirgendwo rechts ran zu fahren und diesen unglaublich dunklen und klaren Himmel zu bewundern den man zwischen Limburg und dem Rhein-Main-Gebiet noch antrifft! Einer der besten Himmel die ich in den letzten Jahren gesehen habe (bin aber auch nicht oft so weit aufs Land gekommen). Die Milchstrasse war wahnsinnig hell und klar zu sehen und ein schier endloses Meer von Sternen...
Gruß Benny