40mm Ploessel ersetzt Sucher?!

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deepskyhunter

Guten Morgen,
Mit meinem teleskop hatte ich das Aufsuchen der einzelnen Objekte im Dunkeln,sowie aus der Stadt mittels dem Sucher 6x30 satt.Erstens zu kleiner Objektivdurchmesser und grössere 8x40 zu teuer.
Darum entschied ich mich ohne Sucher und hantiere mit einem 40mm Plössel Okular.
Die Suche bedeutend gemütlicher und einfacher, hat man das gewünschte Objekt, einfach andres Plössel rein und Spechteln macht wider Spass.
MFG
 
moin,

wenn das bei dir so ist, ich kann es nicht bestätigen. ich peile grob übers auge an. dann ein auge hinterm sucher und das andere an ihm vorbei. somit fang ich das objekt sehr schnell ein und plaziere es halbwegs in der mitte des suchers. dann könnte ich schon ein 10mm okular verwenden und muß nur noch fokussieren. logisch, das bei lichtschwachen objekten man einen sucher nur begrenzt nutzen kann. dafür peilt man mit ihm aber in etwa die region an bzw. ein etwas helleres in der nähe liegendes objekt, dann nen 32er rein und fertig.

also bei mir ersetzt kein okular den sucher, sieht aber jeder anderst.

tschau norman
 
Hi,

also ganz ohne Peilen komme ich nicht aus, aber ein Peilsucher halte ich hier aus eigener Erfahrung für Ideal! Damit kann man einfacherer Objekte bei guter Peilerjustage auch schon bei höherer Vergrösserung mittig haben. Falls nicht, brauche ich auch keinen optischen Sucher, den ersetzt bei mir ein 2" 80° Okular...

CS Benny
 
Hi,
also welce sucher habt ihr da?
war mit dem 6x30 nicht zufrieden , da währe wohl ein 50mm ideal oder ein Leuchtpunktsucher..?
MFG
 
Hi,

für mich ist klar ein Leuchtpunktsucher ideal. Ich kann aber auch gut die Position eines Punkts auf der Karte auf den Himmel übertragen (wo der Punkt nicht sichtbar ist).
Einen optischen Sucher (egal ob 6x30 oder 7x50) brauche ich nur dann, wenn ich eine Kamera am Gerät habe, so dass ich im Kamerasucher auf der Mattscheibe das gewünschte Objekt nicht erkennen oder von einem Stern unterscheiden kann.

Unter Stadthimmel ist ein 6x30 genau wie ein 7x50 oder 8x50 schlecht, weil die gesuchten Objekte im grauen Himmelshintergrund absaufen. Je besser der Himmel wird, umso mehr kann man im optischen Sucher auch erkennen.

Clear Skies
Sven
 
Hi,

ich habe seit gestern einen Telrad und komme damit unter Vorstadthimmel wunderbar klar. Wobei: Die Zielkreise bräuchte ich gar nicht. Ein Leuchtpunkt würde reichen.
Orientierung damit an hellen Sternen (mehr sieht man halt bei Mag4 nicht *g*) und dann Starhopping mit dem Übersichtsokular. Klappt wunderbar. Und das obwohl ich erst seit gestern ein Teleskop habe *g*

Ciao, Udo
 
ahje,
und welches haste?
Mir gehts a so vorstadthimmel, und das übersicht plössel...besser kanns net sein 40mm ideal damit sucher ade...grins clear skies
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Unter Stadthimmel ist ein 6x30 genau wie ein 7x50 oder 8x50 schlecht, weil die gesuchten Objekte im grauen Himmelshintergrund absaufen. Je besser der Himmel wird, umso mehr kann man im optischen Sucher auch erkennen.

Hallo Sven,

obige Aussage kommt mir ehrlich gesagt etwas widersinnig vor. Ok, ein 6x30 Sucher hat ein bischen wenig Öffnung und ein 7x50 nicht ganz die optimale AP für einen hellen Stadthimmel.

"weil die gesuchten Objekte im grauen Himmelshintergrund absaufen" ist aber doch kein Grund, wenn du mit einem Leuchtpunktsucher vergleichst. In dem siehst du bei einem hellen Himmel auch keines von den gesuchten Objekten. Das brauchst du ja auch nicht, weil es doch lediglich darum geht, das Hauptrohr möglichst nahe auf die Position des Ziels auszurichten. Am hellen Himmel kann hierbei für ein einsames Ziel, welches nur zwischen eher schwachen Sternen angesiedelt ist, für den Leuchtpunktsucher das Problem nun gerade darin bestehen, dass in brauchbarer Nähe keine Referenzsterne aus der Karte mit freiem Auge zu finden sind. Mit einem Fernglas kannst du am Stadthimmel in der Regel noch fast alle Sternbilder und ihre Eckpunkte vollständig ausmachen. Auch wenn das Objekt der Begierde selbst im Grau absäuft, kannst du analog der Leuchtpunktsucher-Peilmethode immer noch das Fadenkreuz (vor hellem Hintergrund deutlich zu sehen :) ) anhand der schwächeren, nur noch im FG bzw. Sucher sichbaren Sterne, ausrichten. Der Zugewinn an Grenzgröße durch 50mm Öffnung gegenüber dem freien Auge, bringt hier den Zugewinn einiger tausend zusätzliche Sterne, anhand deren man seine Peilung orientieren kann.

"Je besser der Himmel wird, umso mehr kann man im optischen Sucher auch erkennen."
Hm, das klingt auf den ersten Blick wie eine Binsenweisheit, wobei für den Anfänger leicht aber auch die umgekehrte Situation entstehen kann, dass man den Wald vor lauter Bäumen (die Milchstrasse bietet bei dunklem Himmel selbst im 8x50 Sucher schon atemberaubend viele Sterne zwischen denen man sich prima verlaufen kann) nicht mehr sieht.
Ein Sternbild wie der Schwan kann da beim Anblick durch's Fernglas im Sternenmeer der Milchstrasse glatt untergehen.

Fazit: Bei gutem Himmel sollte ein Leuchtpunktsucher alleine schon ausreichen, aber bei Stadthimmel halte ich einen zusätzlichen 8x50 für recht praktisch. Auch wenn das Zielobjekt selbst darin noch nicht sichtbar wird, kann er für einsame Objekte (weit ab von hellen Sternen) doch gute Dienste zum Anpeilen ihrer Position leisten, wo mit Freiem Auge eine Peilung eher ungenau würde. Der Anblick durch's Hauptrohr ("40mm Ploessel ersetzt Sucher?") kann hingegen schon so viele zusätzliche Sterne sichtbar machen, dass es einem die Orientierung doch ziemlich erschwert, zumal das Gesichtsfeld hier auch deutlich kleiner als im Sucher wird.

Viele Grüße
Stephan
 
Hallo Stephan,

meine Erfahrungen sind völlig anders. Aus der Stadt heraus macht mir am optischen Sucher Schwierigkeiten, dass selbst M31 schlecht zu erkennen ist. Sterne kommen auch im 8x50 nur wenige durch, die saufen ebenso ab.
Die Arbeit mit dem Leuchtpunktsucher hingegen wird von aufgehelltem Himmel viel weniger gestört, weil man sich eh an hellen Sternen orientieren muss. Die sind bei den meisten Objekten auch nahe genug (da man ohne Vergrößerung schaut, erscheinen die Distanzen gar nicht so groß). Man ist eh gewohnt, im Leuchtpunktsucher von den Objekten gar nichts zu sehen!
Es gibt Objekte (ich nenne immer wieder M3), bei denen nahe Orientierungssterne fehlen. Bei solchen Objekten rührt man mit einem optischen Sucher genauso in der Suppe herum. Da erst bewährt sich die Kombination aus beiden Sucher-Varianten zusammen. Aber diese Fälle sind eher selten.

Clear Skies
Sven

 
Also Leute,

ich habe den 8x50 Sucher sowie den Telrad am Dobson.
Der 8x50 ist ein echter Sucher, Telrad oder Leuchtpunktsucher sind FINDER!

Zwischenzeitlich verwende ich den 8x50 garnicht mehr.
Ein 40mm Okular ersetzt noch lange keinen Sucher.

CS
Winfried
 
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