Zitat von Sven_Wienstein:
Unter Stadthimmel ist ein 6x30 genau wie ein 7x50 oder 8x50 schlecht, weil die gesuchten Objekte im grauen Himmelshintergrund absaufen. Je besser der Himmel wird, umso mehr kann man im optischen Sucher auch erkennen.
Hallo Sven,
obige Aussage kommt mir ehrlich gesagt etwas widersinnig vor. Ok, ein 6x30 Sucher hat ein bischen wenig Öffnung und ein 7x50 nicht ganz die optimale AP für einen hellen Stadthimmel.
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weil die gesuchten Objekte im grauen Himmelshintergrund absaufen" ist aber doch kein Grund, wenn du mit einem Leuchtpunktsucher vergleichst. In dem siehst du bei einem hellen Himmel auch keines von den gesuchten Objekten. Das brauchst du ja auch nicht, weil es doch lediglich darum geht, das Hauptrohr möglichst nahe auf die Position des Ziels auszurichten. Am hellen Himmel kann hierbei für ein einsames Ziel, welches nur zwischen eher schwachen Sternen angesiedelt ist, für den Leuchtpunktsucher das Problem nun gerade darin bestehen, dass in brauchbarer Nähe keine Referenzsterne aus der Karte mit freiem Auge zu finden sind. Mit einem Fernglas kannst du am Stadthimmel in der Regel noch fast alle Sternbilder und ihre Eckpunkte vollständig ausmachen. Auch wenn das Objekt der Begierde selbst im Grau absäuft, kannst du analog der Leuchtpunktsucher-Peilmethode immer noch das Fadenkreuz (vor hellem Hintergrund deutlich zu sehen

) anhand der schwächeren, nur noch im FG bzw. Sucher sichbaren Sterne, ausrichten. Der Zugewinn an Grenzgröße durch 50mm Öffnung gegenüber dem freien Auge, bringt hier den Zugewinn einiger tausend zusätzliche Sterne, anhand deren man seine Peilung orientieren kann.
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Je besser der Himmel wird, umso mehr kann man im optischen Sucher auch erkennen."
Hm, das klingt auf den ersten Blick wie eine Binsenweisheit, wobei für den Anfänger leicht aber auch die umgekehrte Situation entstehen kann, dass man den Wald vor lauter Bäumen (die Milchstrasse bietet bei dunklem Himmel selbst im 8x50 Sucher schon atemberaubend viele Sterne zwischen denen man sich prima verlaufen kann) nicht mehr sieht.
Ein Sternbild wie der Schwan kann da beim Anblick durch's Fernglas im Sternenmeer der Milchstrasse glatt untergehen.
Fazit: Bei gutem Himmel sollte ein Leuchtpunktsucher alleine schon ausreichen, aber bei Stadthimmel halte ich einen zusätzlichen 8x50 für recht praktisch. Auch wenn das Zielobjekt selbst darin noch nicht sichtbar wird, kann er für einsame Objekte (weit ab von hellen Sternen) doch gute Dienste zum Anpeilen ihrer Position leisten, wo mit Freiem Auge eine Peilung eher ungenau würde. Der Anblick durch's Hauptrohr ("40mm Ploessel ersetzt Sucher?") kann hingegen schon so viele zusätzliche Sterne sichtbar machen, dass es einem die Orientierung doch ziemlich erschwert, zumal das Gesichtsfeld hier auch deutlich kleiner als im Sucher wird.
Viele Grüße
Stephan