Ehemaliger Benutzer (6068)
Hallo Lars,
bis jetzt war die Diskussion eventuell differenziert. Nehmen wir den unterschiedlichen Visus der Menschen mit hinein wird sie um diesen Faktor dfferenzierter.
Auch mit einem guten Visus, einer überdurchschnittlichen Schärfeleistung der Augen, ist man durch die Größe der Öffnung, ihre Beugungsgrenze, auf deren Auflösungsvermögen bei gegebener Quzalität festgelegt. Das überspringt man nicht.
Mit Deinen überdurchschnittlich scharfen Augen kannst Du aber sicher bei gegebener Öffnung ein gegebenes Detail, z.B. einen Mondkrater oder eine Mondrille mit weniger Vergrößerung (Auflösung) am Teleskop erkennen als ich, der ich mit Dir beobachte.
Ich brauche etwas mehr Vergrößerung fürs gleiche Detail.
Damit hast Du auch seeingtechnisch diesen kleinen Vorteil, denn während ich mit der höheren Vergrößerung ins Seeing laufe oder zumindest mehr Seeing auflöse hast Du mit weniger Vergrößerung und Auflösung (teleskopseitig) das ruhigere Bild.
Das ist ein ähnlich gelagerter Vorteil wie der Vorteil besserer Spiegelqualität, besserer Justage, besserer Temperaturanpassung........! Wie man das gewichtet kommt erstrangig auf die Ausprägung, auf die Größenordnung an.
Im Klartext bedeutet das, du siehst nicht bei 400fach mit 6" Öffnung das bessere Bild als Andere, sondern Du siehst es bei 150fach. Wer sehr schlechte Augen hat, kann diese 400fach eventuell für seinen schärfsten Seheindruck benötigen, Du brauchst das nicht (Aufblasen kann aber durchaus Spass machen).
Vorsicht ist aber geboten, denn Du kannst sehr scharf sehen, aber schon ene leicht schwächelnde Farberkennung könnte Dich z.B. mir gegenüber so manches Detail kosten, welches ich sehe, weil es eben ein schwacher Farbkontrast ist.
Im Gegenzug siehst Du eventuell ein hochkontrastiges winziges Detail bei 1,0 mm AP während ich 0,8 mm AP anlege bis ich es sehen und Dir bestätigen kann, dass es da ist.
Du sagst wenn du dann mit 0,8 mm AP durchschaust, das ist ja gegenüber vorher schon wieder merklich unscharf.
Ich sage, ich weiß, dass Du das schon als unscharf bewertest, weil wir schon Beugungsscheibchen auflösen, aber ich kann Dir nur sagen, dass das nun mein schärfster Bildeindruck ist, weil ich dieses Detail ja vorher gar nicht sehen konnte. Für mich wird das erst in Richtung 0,6 mm AP zunehmend unschärfer.
Wir halten uns nach Möglichkeit immer an mittlere Werte, das macht Sinn, sonst wird das alles zu komplizeirt.
So abstrakt ist das alles aber nicht. Es ist praktisch zu erfahren.
Nochmal ein anderees Thema ist Beobachtungserfahrung. Das erlernen des astronomischen Sehens. Also z.B. indirektes Sehen, aber auch Geduld und das "Filtern" seeingsgestörter Anblicke auf die guten Momente.
Ich kenne Leute, die sahen den Großen Roten Fleck auf Jupiter nicht, während ich ihn mit dem gleichen Teleskop und dem gleichen Okular glockenklar sah.
Mittlerweile sehen sie ihn vor mir und beschreiben Details für die ich mehr vergrößerung brauche.
Ihr Visus hat sich nicht verbessert, meiner sich nicht so drastisch verschlechtert.
Sie haben schlicht sehen gelernt.
Gruß
*entfernt*
bis jetzt war die Diskussion eventuell differenziert. Nehmen wir den unterschiedlichen Visus der Menschen mit hinein wird sie um diesen Faktor dfferenzierter.
Auch mit einem guten Visus, einer überdurchschnittlichen Schärfeleistung der Augen, ist man durch die Größe der Öffnung, ihre Beugungsgrenze, auf deren Auflösungsvermögen bei gegebener Quzalität festgelegt. Das überspringt man nicht.
Mit Deinen überdurchschnittlich scharfen Augen kannst Du aber sicher bei gegebener Öffnung ein gegebenes Detail, z.B. einen Mondkrater oder eine Mondrille mit weniger Vergrößerung (Auflösung) am Teleskop erkennen als ich, der ich mit Dir beobachte.
Ich brauche etwas mehr Vergrößerung fürs gleiche Detail.
Damit hast Du auch seeingtechnisch diesen kleinen Vorteil, denn während ich mit der höheren Vergrößerung ins Seeing laufe oder zumindest mehr Seeing auflöse hast Du mit weniger Vergrößerung und Auflösung (teleskopseitig) das ruhigere Bild.
Das ist ein ähnlich gelagerter Vorteil wie der Vorteil besserer Spiegelqualität, besserer Justage, besserer Temperaturanpassung........! Wie man das gewichtet kommt erstrangig auf die Ausprägung, auf die Größenordnung an.
Im Klartext bedeutet das, du siehst nicht bei 400fach mit 6" Öffnung das bessere Bild als Andere, sondern Du siehst es bei 150fach. Wer sehr schlechte Augen hat, kann diese 400fach eventuell für seinen schärfsten Seheindruck benötigen, Du brauchst das nicht (Aufblasen kann aber durchaus Spass machen).
Vorsicht ist aber geboten, denn Du kannst sehr scharf sehen, aber schon ene leicht schwächelnde Farberkennung könnte Dich z.B. mir gegenüber so manches Detail kosten, welches ich sehe, weil es eben ein schwacher Farbkontrast ist.
Im Gegenzug siehst Du eventuell ein hochkontrastiges winziges Detail bei 1,0 mm AP während ich 0,8 mm AP anlege bis ich es sehen und Dir bestätigen kann, dass es da ist.
Du sagst wenn du dann mit 0,8 mm AP durchschaust, das ist ja gegenüber vorher schon wieder merklich unscharf.
Ich sage, ich weiß, dass Du das schon als unscharf bewertest, weil wir schon Beugungsscheibchen auflösen, aber ich kann Dir nur sagen, dass das nun mein schärfster Bildeindruck ist, weil ich dieses Detail ja vorher gar nicht sehen konnte. Für mich wird das erst in Richtung 0,6 mm AP zunehmend unschärfer.
Wir halten uns nach Möglichkeit immer an mittlere Werte, das macht Sinn, sonst wird das alles zu komplizeirt.
So abstrakt ist das alles aber nicht. Es ist praktisch zu erfahren.
Nochmal ein anderees Thema ist Beobachtungserfahrung. Das erlernen des astronomischen Sehens. Also z.B. indirektes Sehen, aber auch Geduld und das "Filtern" seeingsgestörter Anblicke auf die guten Momente.
Ich kenne Leute, die sahen den Großen Roten Fleck auf Jupiter nicht, während ich ihn mit dem gleichen Teleskop und dem gleichen Okular glockenklar sah.
Mittlerweile sehen sie ihn vor mir und beschreiben Details für die ich mehr vergrößerung brauche.
Ihr Visus hat sich nicht verbessert, meiner sich nicht so drastisch verschlechtert.
Sie haben schlicht sehen gelernt.
Gruß
*entfernt*
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