5" fragen

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

fimoknete

Mitglied
hallo,

da ich gerade erst mit der astro angefangen habe und die ersten seeings gerade erst hinter mir habe drängen sich mit einige fragen auf, die eigentlich in verschiedene foren hier gehören.

also ich hab da ein 5" maksutov mit knapp 1500mm brennweite. das ganze auf ner monti und ne dslr + t2 adapter.

1)
wie focusiert ihr denn mit einer dslr am ende? im sucher der dslr ist alles so furchtbar klein. ich muss da jedesmal bilder machen, zoomen und schauen ob es scharf ist. muss das so ein oder bin einfach nur blöde?

2)
wozu ist denn ein 5" gut??? ich meine ausser m42 geht gar nichts an nicht-planeten. alles viel zu dunkel. also deep sky geht nicht wirklich.
und planeten gehen auch nicht so richtig bei max. 200x vergrösserung. alles viel zu klein. also wozu soll 5" gut sein bei zu dunkel und zu klein?
und wieso gibts noch kleinere? haben refraktoren die öffnung x 2 beschränkung nicht?
das einzige was ich ganz gut anschaun kann ist der mond. durch die 1500mm brennweite allerdings auch nur mit reducer als ganzes. blöd ist auch, das ich m45 nicht ganz in das bild bekomme. trotz reducer. also lange brennweite ist irgenwie nutzlos, finde ich, solange man nicht die passend grosse öffnung hat.

3)
wie kann ich ausrechnen, wieviel grad sichtfeld ich mit welchem okular tatsächlich sehen kann? und mit welchem faktor sich ein reducer auf das sichtfeld auswirkt?

4)
warum sehe ich kein gas in (um) m45? uhc und cls filter waren beide mal drauf.

5)
kann man den polsucher einer eq6 irgendwie fusieren? ich seh den polstern immer nur als scheibe, nicht als punkt. die anleitung sagt nichts über focussieren, nur über ausrichten.

6)
die eq-6 behauptet manchmal das ein objekt-x unter dem horizont sein soll, obwohl es knapp drüber ist. wenn man es manuell ansteuert und indentifizieren lässt, sagt er objekt-x mit offset von 0,76grad. liegt es daran, das man seine position nur in grad und minuten aber nicht in sekunden eingeben kann? ist das nicht ein wenig ungenau? oder mache das was grundlegend falsch?

7)
blöd ist, das ich nach süden ne häuserwand im rücken habe und nicht einnorden kann. ein wenig osten kann ich noch sehen aber es ist nur süd bis ost drin. mehr nicht. kann man trotzdem irgendwie ausrichten? ich habe mir mittels kompass einen strich auf den boden gemalt. aber jedes mal wenn ich den kompass "schubse", ist norden ein kleines stück woanders.

das ist erst mal das, was mir beim ersten nutzen des teleskop so aufgefallen ist.

ich hoffe ihr könnt mir da erst mal ein wenig wieterhelfen.

florian
 
Hallo Florian!
So, dass ist ja ne ganz Menge was Du da mal so locker flockig hingeschmissen hast.

Ich arbeite mich mal ab an:

3)
http://www.star-shine.ch/astro/vergr%F6sserung.html

6) Dann stimmen Uhrzeit, Tag, Sommerzeit oder Dein Beobachtungsstandpunkt nicht. Wenn das alles stimmt, macht die EQ normalerweise keine Probleme die Du beschreibst.

4) Frag jetzt aber bitte nicht wo die ganzen Farben bleiben, oder warum das auf Bildern so ganz anders aussieht... Das "Gas" bei M45 wird nix. Neblige Strukturen tauchen recht leicht bei hellen Objekten wie M42 auf und dann vor allem, wenn die Vergrößerung zur Hintergrundhelligkeit, zur Austrittspupille, zur Öffnung passt. Du hast ja schon Deine hohe Brennweite und die daraus folgenden "langsamen" f/12 bemerkt. Die nebligen Strukturen bei M45 kannst Du fotografisch einfangen, visuell nicht.

7) Nach Süden ne Häuserwand im Rücken heißt du schaust nach Norden - ich tippe mal auf Tippfehler, oder? Lese mal nach was "Einscheinern" bedeutet (das kannste selber), mach Dir dann Markierungen für dein Stativ auf den Boden. Fürs Visuelle reichts auf jeden Fall, für den Rest weißt Du ja dann was "Scheinern" macht.

5) Vorne am Polsucher ist meines Wissens nach ein drehbarer Ring. Mit dem kann du das Bild des Polsuchers "fusieren" ;) (nette Wortschöpfung hast Du da gemacht)

CS, Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Florian,

Zitat von fimoknete:
3)
wie kann ich ausrechnen, wieviel grad sichtfeld ich mit welchem okular tatsächlich sehen kann?

ganz einfach, nehmen wir mal an, Du verwendest an deinem Teleskop mit einer Brennweite von 1500 mm, ein 10mm Okular mit 60° scheinbarem Gesichtsfeld (z.B. Televue Radian), dann errechnet sich das wahre Gesichtfeld am Himmel:

Scheinbares Ges.-Feld (Okular) / Vergrößerung

oder in deinem Fall:

60°/(1500/10) = 0,4 Grad


 
da ich keine datenblätter bei den okularen hatte weiss ich nicht, welches gesichtsfeld meine okelare haben. kann man das errechnen?
 
@ageo (andreas):

uhrzeit und datum stimmen. nur bei der zeit bin ich ein wenig skeptisch. meinen die nun utc+1 oder gmt+1 ????

das keine farben da sind ist mir auch klar. aber um m45 sterne sollte zumindest ein schimmern sein. da hatte ich ein wenig mehr erwartet.

wenn ich nach süden schaue habe ich eine häuserwand im rücken. ich schaue also nach süden. einscheinern habe ich vorher schon gelesen. aber ich kann nur von süden bis osten schauen und das auch nicht besonders hoch. laut den scheinern guides braucht man aber die ekliptic (0 grad deklination). da komme ich nicht hin. da ist ein dachvorsprung davor.

ich such mal am polsucher. da war nur ein ring, der löst das die linse. die anleitung gibt nichts her. aber ich schau da noch mal genauer hin.

die tippfehler kommen vom dunklen bildschirm (stark abgedunkelt), der meine tasten der tastatur nicht genug beleuchtet. ich muss jede taste suchen.

florian
 
Hi Florian,

also ich hab da ein 5" maksutov mit knapp 1500mm brennweite. das ganze auf ner monti und ne dslr + t2 adapter.

Willkommen im Forum

1)
wie focusiert ihr denn mit einer dslr am ende? im sucher der dslr ist alles so furchtbar klein. ich muss da jedesmal bilder machen, zoomen und schauen ob es scharf ist. muss das so ein oder bin einfach nur blöde?

nen hellen Stern einstellen in der Nähe des Objektes, das Du fotografieren willst. Mit dem Auge durch den Sucher der DSLR gucken, von Hand einigermaßen scharf stellen. Okularauszug leicht festklemmen, so daß sich durch die Schwerkraft nix mehr bewegt.

Kabel in den Rechner stöpseln, vom Rechner aus die Belichtungszeit auf 4 Sekunden einstellen, auslösen und Bild bei 100% angucken. Zurück zum Okularauszug. In eine der beiden Richtungen ein klein wenig weiterdrehen, erneut auslösen. Ist der Stern auf dem 2. Bild kleiner im Durchmesser, hast die richtige Richtung erwischt. Weiter am OAZ in diese Richtung drehen. Irgendwann ist der Stern wirklich scharf, fertig. Ab da: Langzeitbelichtungen :)

2)
wozu ist denn ein 5" gut??? ich meine ausser m42 geht gar nichts an nicht-planeten. alles viel zu dunkel. also deep sky geht nicht wirklich.

das stimmt sooo net. Du mußt blos

- Deine Augen wirklich an die Dunkelheit adaptieren
- das Sehen durch ein Teleskop erlernen, insbesondere das indirekte Sehen. Google mal nach diesem Begriff...
- im "Karkoschka" prinzipiell nur die Objekte für kleine Öffnungen auswählen und diese unter möglichst dunklem Himmel beobachten
- Dir vor der Beobachtungsnacht überlegen, was an dem Abend sinnvoll ist. Beispiel: an einem Vollmondabend macht es keinen Sinn, auf Galaxien- oder Nebeljagd zu gehen. Da sind Kugelsternhaufen oder offene Haufen angesagt. Bei Neumond dagegen Galaxien, Nebel und Planetarische Nebel ;)

und planeten gehen auch nicht so richtig bei max. 200x vergrösserung. alles viel zu klein.

ja, was hast denn erwartet? Planeten sind klein, die sind doch verdammt weit weg. In einem Teleskop mit kurzer Brennweite (1500 mm ist kurz für Planeten) und kleiner Öffnung sehen die eben so aus. Du mußt mal einen Planet 5 Minuten am Stück angucken. Mit der Zeit lernt Dein Gehirn, die Informationen Deiner Augen zu interpertieren. Normalerweise gucken wir Zweibeiner ja Stereo und in etwa 180 ° Gesichtsfeld. Dein Hirn erwartet also alles in Stereo und Farbe und Breitbildleinwand. So ein Fuzzelteil von Planet wird von der "Bilderkennungssoftware" in Deinem Hirn erstmal ignoriert ;)...

also wozu soll 5" gut sein bei zu dunkel und zu klein?

warum hast Du denn ausgerechnet dieses Teleskop gekauft? Was waren Deine Auswahlkriterien?

Mit Teleskopen ist es wie mit Autos. Je nachdem, was Du damit machen möchtest, brauchst ein bestimmtes.

Willst die Familie samt Kinderwagen und Berner Sennerhund rumfahren, ist ein Porsche ziemlich unbrauchbar. Darüber beschwerst Dich doch auch net beim Porschehändler.

Du mußt eben vor dem Kauf überlegen, was Du machen willst.

Die Vorteile dieses Teleskopes liegen bei:

- handliche Länge, geringes Gewicht, halbwegs Flugtauglich, Fototauglich :)

natürlich hat es auch Nachteile - Du hast einen Teil davon bereits aufgezählt.


Wegen der Marktwirtschaft. Weil es Leute gibt, die sie kaufen. Gäbe es keinen Markt für die Teile, würden die auch nicht hergestellt...

Wenn Du ernsthaft Fotografieren möchtest, brauchst unterschiedliche Teleskopbrennweiten für unterschiedlich große Objekte...

Viele Amateure haben mehrere Teleskope. Is normal.

haben refraktoren die öffnung x 2 beschränkung nicht?

die Faustregel: maximale sinnvolle Vergrößerung = 2x Öffnung gilt für alle Teleskope

das einzige was ich ganz gut anschaun kann ist der mond. durch die 1500mm brennweite allerdings auch nur mit reducer als ganzes.

Du mußt erst das einäugige Sehen durch ein Teleskop lernen, dann erschließen sich nach und nach gaaanz viele Details (auch am Mond). Ein Krater bei hoher Vergrößerung ganz alleine im Bildfeld ist atemberaubend. Du brauchst blos GEDULD!!!

blöd ist auch, das ich m45 nicht ganz in das bild bekomme. trotz reducer.

das ist net "blöd", das ist Physik, Mathematik und Optik. Mit dem richtigen Okular kannst bei der Brennweite den Mond oder auch M45 komplett oder in hoher Vergrößerung als Detailausschnitt angucken.

Wenn Du damit das Gesichtsfeld Deiner Kamera meinst, dann ist es schon richtig, daß da der Mond net komplett draufgeht. Das ist halt bei der Brennweite so. Das mußt Du Dir aber überlegen, ehe Du losrennst und ein x-beliebiges Teleskop kaufst. Wenn Du dem Händler genau sagst, was Du machen möchtest, kriegst auch das entsprechende Teleskop.

Allerdings haben die dann ihren Preis.

Und es gibt keine "eierlegende Wollmilchsau", die alles genau gleich gut kann (also Planeten so gut wie Nebel, Galaxien oder Kugelsternhaufen).

Das klingt jetzt vielleicht doof. Das ist aber die Realität. So hart Dich das vielleicht auch trifft.

3)
wie kann ich ausrechnen, wieviel grad sichtfeld ich mit welchem okular tatsächlich sehen kann? und mit welchem faktor sich ein reducer auf das sichtfeld auswirkt?

das simuliere ich mit dem Planetariumsprogramm Guide 8

4)
warum sehe ich kein gas in (um) m45? uhc und cls filter waren beide mal drauf.

weil Du das astronomische Sehen durch ein Teleskop noch nicht gelernt hast und die Nebelfetzen visuell bei 5" Öffnung unter einem durchschnittlich aufgehelltem deutschen Nachthimmel fast nicht zu schaffen ist.

7)
blöd ist, das ich nach süden ne häuserwand im rücken habe und nicht einnorden kann. ein wenig osten kann ich noch sehen aber es ist nur süd bis ost drin. mehr nicht. kann man trotzdem irgendwie ausrichten? ich habe mir mittels kompass einen strich auf den boden gemalt. aber jedes mal wenn ich den kompass "schubse", ist norden ein kleines stück woanders.

Norden mit Kompass ist in bebautem Gebiet problematisch. Wegen all dem verbauten Eisen im Gebäude, im Boden und den vielen Stromleitungen.

Visuell ist ne kleine Abweichung aber net tragisch. Willst dagegen Fotografieren, kommst um "Scheinern" und "Guiden" net rum. Googel danach und lern, wie es geht...

Ach ja, viele Fragen erledigen sich auch, wenn Du auf ne Sternwarte in Deiner Nähe gehst. Dort triffst viele Amateure, die Dir gerne weiterhelfen...

Sternfreundliche Grüße
Fee
 
Hi!
Na das klärt ja einiges ...

Scheinern kann man notfalls auch mit eingeschränkter Sichtmöglichkeit, dauert halt länger. Aber Dir zahlt sich´s ja zwecks der Bodenmarkierungen vielleicht aus. Wenn Du die Montierung abbaust und wieder hinstellst ist das exakte zwar weg, aber ad hoc kannst Du dann wenigstens visuell beobachten.

Ich meine an der Fronlinse des Polsucher kann man durch drehen das Bild scharf stellen. Vielleicht täusche ich mich da aber

Bei 5" und f/12 wirst Du bei M45 nicht´s sehen. Solche Öffnungsverhältnisse sind nichts für lichtschwache DS Objekte. Da bist du beim Mond und an Planeten und anderen hellen kontrastreichen Objekten gut aufgehoben.

CS, Andreas




 
@ sternfee:

das sind doch mal sinnvolle tips.

hab mir canon utilitys runtergeladen. funktioniert supi. ich dachte zwar an eine art lupe für den sucher der kamera. aber so gehts auch.

ich werd einfach mal gedult walten lassen und meine augen sehen lernen lassen.

tja, warum habe ich das teleskop gekauft? es war verfügbar und ich musste nicht warten. und von deinen genannten vorteilen kann ich leider nur das foto machen nutzen. der rest ist irrelevant.
ich verbuch das mal als lehrgeld. ich werd mir demnächst ein anderes kaufen. aber erst mal zwinge ich meine augen durch das jetzige zu gucken.

auf jeden fall erst mal danke für deine hilfe.

@ageo:
vorne ist nur ein loch in der monti. da kann man nix fokussieren. hinten sind ringe mit madenschrauben. das ist aber glaube ich zum justieren, nicht zum fokussieren.

 
Hi!
:) Wo Du vorne meinst, mein ich hinten und umgekehrt :)

Richtig, die Madenschrauben dienen zum justieren.

Also Skywatcher schreibt, das die EQ6 einen fokussierbaren Polsucher hat.
The EQ6 equatorial head has a black powder coating finish and weighs 17 Kg. It comes equipped with a removable counterweight shaft with a diameter of 18 mm. The Equatorial head also features a built in polar finder scope with focusing eyepiece. The polar finder is non-illuminated. However, several after-market illuminators fit the mount perfectly, making this upgrade easy and very cost effective. Both axis are locked down with 2 robust hand clamps.

Und im blauen Nachbarforum schreibt einer:
Bei der EQ6 ist doch am Polsucher eine Fokussierung an der Frontlinse des Polsuchers möglich. Damit kann ich Polaris von matschig bis scharf einstellen, ohne den Polsucher irgendwie zu verändern.

Und bei meiner EQ6 geht´s definitiv auch - ich hab grade mal nachgeschaut, weil ich schon dachte ich bilde mir das nur ein ...

Und bei den meisten HP´s und Bildern im Netz sehe ich auch eine gerändelten Ring am Polsucherokular und der ist drehbar und dient zum fokussieren. Anscheinend gibt´s (ältere?) Versionen wo das noch nicht möglich war? Wo ist denn die EQ6 her, oder stell doch mal ein Bild ein ...

CS Andreas

PS: Das Loch "vorne" ist normalerweise zu. Plastikappe aufgeschraubt, damit das Innenleben der Montierung nicht verdreckt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Florian,

Auch 5" zeigen einem Einiges am Himmel. Siehe z.B. mein Beobachtungsbericht hier .

Die Frage ist immer, was man erwartet. Die Bilder in Zeitschriften und Büchern sind durch Langzeitbelichtungen entstanden. Da werden über Stunden Photonen gesammelt. Dein Auge kann nur die wenigen Photonen des Augenblicks einfangen. Also: kein Vergleich. Auch mit 8" und 10" siehst Du nicht vollkommen anders, nur heller und mehr Details.

Am besten Du suchst vor einem Folge-(Fehl-)kauf einmal die nächstgelegenen Sternwarte auf und schaust durch ein großes Teleskop. Das zeigt Dir was mit viel Geldaufwand überhaupt nur möglich ist. Laß Dir hier bloß nicht über Persönliche Nachrichten mal schnell einen Dobson aufschwatzen.

Beobachten heißt Geduld zu haben. Ein Objekt schaut man sich einige Minuten an. Die beste Übung ist es zu zeichnen zu versuchen. Man erkennt im Laufe der Zeit immer mehr Details.

CS
Dirk
 
@ageo:
ich hab die weisse eq-6 pro synscan. der polsucher ist von hause aus beleuchtet. ich hab noch mal geschaut. weder die englische noch die deutsche anleitung nennt diese funktion. das einzige was man drehen kann ist das okular. das wird per gewinde rausgedreht. vielleicht gehts ja so. hab ich noch nicht probiert. der rest ist nur für die datumseinstellung.

@takfan:
klar sieht man einiges am himmel. aber bei 5mag ist hier schluss. da wirds dann schon eng mit der auswahl.
das mit dem zeichnen werde ich machen. guter tip. trotzdem werde ich mir wohl ein neues telekop zulegen. der himmel ist hier nun mal recht hell. ein wenig mehr öffnung könnte da nicht schaden.
da sowieso noch ein paar filter anstehen und wie ich gelesen habe die meisten 8" nun einen 2" oaz haben werde ich mir die filter wohl statt in 1,25" in 2" kaufen und den reflektor dazu. welcher das wird ist noch nicht klar.

noch mal eine blöde frage an alle. wann haben sternwarten eigentlich offen? das sollte ja so zwischen 23 und 5 uhr sein oder täusche ich mich da? und kann man da um 3 einfach reinspazieren?

 
Hallo Florian!
das einzige was man drehen kann ist das okular. das wird per gewinde rausgedreht. vielleicht gehts ja so.
- so isses ;)
Steht wahrscheinlich nicht mehr drin weil es Standard ist - schön, dass das geklärt ist.

@Sternwarte:
Nö, d.h. je nach Sternwarte gibt es öffentliche Beobachtungsabende (Nächte) - manchmal auch was ganz individuelles. Das ist aber sehr unterschiedlich und schlichtweg vorher abzuklären.

@neues Teleskop:
trotzdem werde ich mir wohl ein neues telekop zulegen
Das geht mir etwas zu schnell. Mit einem 5" MAK hast Du ein schönes Instrument, dass eine Menge leisten kann. Versuch doch erst mal Dein Instrument zu "verstehen", seine Stärken und Schwächen zu erfahren und mit seinen Särken (und seinen Schwächen) den Nachthimmel zu erkunden.
Deine einzige Orientierung sind momentan Bilder von astronomische Objekten die hier oder anderswo zu sehen sind. DAS IST NICHT REAL, so sieht das Ganze auch in sehr, sehr großen Teleskopen visuell NICHT aus. Dein MAK ist sehr dienlich Dir erst mal einen echten visuellen Eindruck der ganzen Objekte vermitteln. Und von der Basis aus, freust Du dann auch über die Abbildung in einem 8", etwas lichtstärkerem, eine Newton, SC oder sonstwas. Andersrum bleibt nur das Gefühl des "immer noch nicht ..."
CS, Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Florian,

Tue es nicht. Nutze den 5" erst mal richtig aus. Sonst stellst Du den 10" frustriert und ärmer in die Ecke. Als Eindruck solltest Du einmal sehen was Leute am Teleskop ZEICHNEN, denn das ist es was man sieht. Vergiß alle Fotos. Und "in Farbe" sieht man am Himmel sowieso kaum was mit dem Auge, es sei denn Du gehst in die 12" und höher Liga. Und wie willst Du die transportieren. Das braucht schon ein Auto...

Wenn Du 5mag visuell hast bist Du besser dran als ich. Ich komme auf gut 4,5mag visuell. Das ist ein großer Unterschied. Bevor Du überhaupt nur an einen Neukauf denkst, mache folgendes Pflichtprogramm und sammle Erfahrungen:

- M57 in der Leier bei gut 100fach, wenn Du hast mit UHC oder O-III Filter. Wenn nicht, dann ohne Filter.
- M27 im Sternbild Fuchs bei gut 100fach, wenn Du hast mit UHC oder O-III Filter. Wenn nicht, dann ohne Filter.
- M97 im Großen Bären (Großer Wagen) bei gut 100fach, wenn Du hast mit UHC oder O-III Filter. Wenn nicht, dann ohne Filter.
- M13 im Herkules bei gut 100fach
- Zeichne M42 im Orion

Du lernst hierdurch erst einmal Dein Gerät richtig einzusetzen in Bezug auf:
- Teleskop richtig aufbauen und einnorden
- Die Sternbilder kennen lernen
- Auffinden von Objekten anhand von Sternkarten (z.B. den kostenlosen TriAtlas aus dem Netz). Die passende Karte vorher ausdrucken und mit raus nehmen.
- Wahl (ausprobieren) der richtigen Vergrößerung
- Sinnvoller Einsatz von Filtern
- Genaues hinschauen lernen (das ist ein Lernprozeß der Jahre dauern kann!)
- Anschluß suchen!! -> Andere Astronomen treffen und voneinander lernen und vergleichen

Diese Fähigkeiten brauchst Du für jede Teleskopgröße. Mit dem Mak solltest Du erst einmal ein, zwei Jahre beobachten und ihn ausreizen.

CS
Dirk
 
Hi Florian,

wann haben sternwarten eigentlich offen? das sollte ja so zwischen 23 und 5 uhr sein oder täusche ich mich da? und kann man da um 3 einfach reinspazieren?

Sternwarten werden bis auf gaaanz wenige Ausnahmen ehrenamtlich betrieben. Die Leute, die den Besuchern den Sternhimmel erklären (Sternbilder zeigen, Blick durch´s Teleskop) arbeiten Tagsüber und machen das abends in ihrer Freizeit. Daher sind die Öffnungszeiten so ausgelegt, daß die am nächsten Morgen (halbwegs) ausgeschlafen zur Arbeit gehen können.

Je nach Jahreszeit beginnen die zwischen 20 und 22 Uhr mit den Führungen und machen meist gegen Mitternacht zu.

Wenn Du Sternwarten in Deiner Nähe suchst, guck ins GAD. Dort findest Du sie nach Postleitzahlen sortiert und hast auch gleich nen Link zu deren Homepage oder Postadresse samt Öffnungszeiten...

CS
Fee
 
hallo,

eure vorschläge klingen plausibel und vielversprechen.
in meinen nächsten off tagen gehts bei ohne wolken mal raus ins feld. da sollte schon einiges mehr gehen.
klemmbrett, papier und bleistifft sind besorgt. der 5" bleibt erst mal.

ich bin nur etwas irritiert, weil allen anfänger hier im forum die ne cam "hinten dran" wollen erst einmal die 8" reflektoren um die ohren gehauen werden. weil drunter wohl nichts gehen würde..... ?)

@fee:
danke, super link.
bonn wäre wohl das nächste für mich. da werd ich mich demnächst mal hinbemühen.
 
Hi,
da haust Du was durcheinander, denke ich.
Für die Fotografiererei wird bestimmt niemand einem Beginner einen 8" Newton empfehlen.
Das passt eher in die visuelle Ecke.
Der Fotoeinstieg sollte mit etwas weniger Brennweite beginnen, je länger, desto schwieriger zu handhaben.
 
Hi Florian,

in meinen nächsten off tagen gehts bei ohne wolken mal raus ins feld. da sollte schon einiges mehr gehen.
klemmbrett, papier und bleistifft sind besorgt. der 5" bleibt erst mal.

vernünftige Entscheidung :)

Nimm Dir für den Einstieg nicht zu viele Objekte für einen Abend vor. 5 reichen völlig! Mach für diese 5 Objekte am PC jeweils eine Aufsuchkarte mit viel Überblick (ganzes Sternbild) und eine Detailkarte für den Anblick im Sucher...

ich bin nur etwas irritiert, weil allen anfänger hier im forum die ne cam "hinten dran" wollen erst einmal die 8" reflektoren um die ohren gehauen werden. weil drunter wohl nichts gehen würde..... ?)

da bringst auch was durcheinander. Bei Astrofotografie gibt es verschiedene Möglichkeiten, die unterschiedliche Öffnungen und Brennweiten brauchen:

a) Webcamfotografie (Sonne, Mond und Planeten)
b) Fotografie mit einer DSLR und Weitwinkel-, Normal- oder Teleobjektiven huckepack auf der Montierung
c) Fotografie mit gekühlter Astrokamera durch Teleobjektive oder durchs Fernrohr

a) ist ohne großen finanziellen und technischen Einsatz mit einer motorisierten paralaktischen Montierung und Öffnungen ab 4 Zoll prinzipiell machbar. Die Belichtungszeiten liegen dabei zwischen 1/25 und 1/250 Sekunde pro Bild und stellen keine besonderen Anforderungen an die Nachführungsgenauigkeit der Montierung. Bei dieser Technik werden aus rund 900 oder mehr aufgenommenen Bildern anschließend per Software die besten Bilder ausgesucht, gemittelt und durch den Fotograf weiter bearbeitet. Am Schluß der Prozedur hat man je nach Kamera ein farbiges oder s/w Bild des aufgenommenen Planeten, auf dem etliche Details zu sehen sind.

b) funktioniert nur mit einer Montierung, die deutlich höheren Anforderungen an die Nachführgenauigkeit genügt, einer (verglichen mit einer Webcam) deutlich teureren DSLR Kamera und vor allem sehr guten Fotoobjektiven, (die teurer als Dein gesamtes, jetziges Teleskop sein können!). Die Belichtungszeiten liegen da zwischen 30 Sekunden für sehr helle Objekte und 5 Minuten für schwache Nebel/Galaxien pro Einzelbild. Dabei werden mehrere Bilder (20-40) im Computer zu einem einzigen Bild verarbeitet.

c) ist nochmal deutlich schwieriger und teurer. Ohne Guiding (mit dem Auge am Nachführokular oder über eine Nachführkamera für Autoguiding) und dem Einsatz von diversen Filtern läuft da so gut wie garnix. Die Belichtungszeiten liegen dabei zwischen 2 Minuten für sehr helle Objekte und 30 Minuten für schwache Nebel/Galaxien pro Einzelbild. Auch hier werden mehrere Bilder (20-40, teilweise aus mehrern Nächten!) zu einem einzigen Bild im Computer verarbeitet.

Alle 3 Methoden laufen unter dem Oberbegriff "Astrofotografie".

Es ist definitiv nicht damit getan, eine x-beliebige Knipse irgendwie am Teleskop zu befestigen, mal kurz mit dem Finger auf den Auslöser zu drücken und zu glauben, man wäre jetzt ein "Astrofotograf" :D

Jede der Methoden braucht viel Erfahrung, bis was vorzeigbares dabei rauskommt. Genau wie beim visuellen Beobachten ist GEDULD angesagt...

Wilkommen in der Realität: Fantastisch, frustrierend, komplex... :)

Grüße
Fee
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben