6" f/2.92 Newton selber bauen

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Vaadwaur

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Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken mir einen kurzbrennweitigen Newton
selber zu bauen. Ich hatte da an einen 6" f/4 Spiegel mit ASA
Korrektor gedacht. Zum Einsatz soll ausschließlich eine Kamera
mit dem neuen Sony ICX694 mit 16mm Diagonale kommen. Der Haken:
als APO User hab ich so garkeine Ahnung von Newtons. :D Daher
habe ich schon ein bisserl mit MyNewton rumgespielt. Ich habe
schon mitbekommen, dass der ASA Reducer den Fokus nach innen
verlegt. Meine Überlegung ist nun, ob beim Planen mit MyNewton
bereits die Brennweite mit Korrektor oder die Native f/4
eingetragen werden muss? Anregungen, Tipps etc. sind willkommen. :/

CS,
Peter

Anm.: evtl. käme auch ein f/5 in Betracht. Auch frage ich mich,
ob ein 54mm FS noch ausreichend ist, oder ob es doch der 66mm sein muss.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

die Planung des Tubusdurchmessers und der Brennweite erfolgt erst mal ohne Korrektoren.
Der Korrektor greift ja erst am OAZ in den optischen Weg ein.
Bei der Brennweite musst du allerdings doch wieder den Korrektor mit einbeziehen um ihn weit genug in den Strahlengang zu bringen.
Zum Korrektor, der ASA 2" Reducer Korrektor 0.73x (falls du diesen meinst) hat einen Backfokus von ca.65mm.
Das heisst du solltest mit der CCD (ATIK 460EXM ? ) gut in den Fokus kommen.
Da der Chip mit 16mm Diagonale relativ klein ist kannst du auch kleinere 1 1/4" Filter verwenden.
Der Lichtweg der o.G. Atik beträgt ca.13mm.
Damit hättest du noch 42mm Lichtweg z.B. für ein Filterrad.
Durch den ralativ kleinen Chip muss der Fangspiegel auch nicht so riesig sein.
Das solltest du allerdings genauer mit MyNewt untersuchen.
Ich finde es interessant das du solch ein relativ kleines Gerät haben möchtest.
Ich denke auch für Deepsky Fotografie macht es mehr Sinn ein schnelles Gerät zu haben als ein grosses.
 
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Hallo Jadran,

schon mal vorab Danke für die Tipps.

Zitat von yukons:
die Planung des Tubusdurchmessers und der Brennweite erfolgt erst mal ohne Korrektoren.
Der Korrektor greift ja erst am OAZ in den optischen Weg ein.
Bei der Brennweite musst du allerdings doch wieder den Korrektor mit einbeziehen um
ihn weit genug in den Strahlengang zu bringen.
macht es in dem Fall eher Sinn, mehrere Befestigungslöcher für die
HS-Zelle zu bohren um diese dann ensprechend versetzen zu können?

Zitat von yukons:
Zum Korrektor, der ASA 2" Reducer Korrektor 0.73x (falls du diesen meinst) hat einen Backfokus
von ca.65mm. Das heisst du solltest mit der CCD (ATIK 460EXM ? ) gut in den Fokus kommen.
Ja den meinte ich. In meinem Fall würde es die Starlight H694
mit SXFW und OAG sein. Mit der Kombi paßt der Backfokus recht
genau. Falls der OAG nicht genügend ausgeleuchtet wird, könnte
ich immer noch meinen MiniBorg zum Guiden nutzen.


Zitat von yukons:
Das solltest du allerdings genauer mit MyNewt untersuchen.
Da muss ich mir wohl noch Hilfe holen :D

Zitat von yukons:
Ich finde es interessant das du solch ein relativ kleines Gerät haben möchtest.
Ich denke auch für Deepsky Fotografie macht es mehr Sinn ein schnelles Gerät zu haben als ein grosses.
Mit einem ODK und 4" APO habe ich genug große Geräte. Etliche
Nebelgebiete sind aber mit einem schnellen Gerät besser anzulichten.
Dabei meine ich nicht die Standard Objekte zur jeweiligen Saison,
sondern z.B. vdBs u.ä. Die Chipgröße reicht mir vollkommen. Je
größer die Chips am Newton werden, desto größer werden auch
die Anforderungen an die mechanische Stabilität.

Bzgl. Tubus wird wohl die Hartpapier Variante die günstigere
Alternative zu Carbon darstellen. Allerdings frag ich mich,
ob dort 2,5mm Wandstärke ausreichend oder doch 4mm
vorzuziehen sind.

Gruß
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,
mehrere Befestigungslöcher sind dann sinnvoll wenn du den Newton auch visuell oder mit anderen Konfigurationen verwenden möchtest.
Dazu solltest du bedenken das nur in einer Position der Fangspiegel auch voll ausgeleuchtet wird.
Achte daruf das du Korrektor/FW/Kamera am OAZ verschrauben kannst und das dieser justierbar ist.
f/2.92 sind da doch extrem kritisch.
Zum Hartpapiertubus kann ich leider nichts sagen.
Aber Herr Keller wird dir bestimmt einen Tipp geben können.
Hier noch ein paar Tipps zum Thema Newton optimierung:
http://wiki.balkonsternwarten-netzw...e=Newtonoptimierung_-_visuell_vs_fotografisch

Und MyNewton ist so schwer auch nicht zu bedienen.
Trau dich ran, es zahlt sich aus:
http://www.otterstedt.de/wiki/index.php/Benutzer:Heiner/myTelescope/de/Einführung


 
Hallo Jadran,

das mit der Ausleuchtung bei nur einer Position ist 'ne wichtige
Info. Ich werd nochmal ein wenig mit MyNewton spielen.
Allerdings gibt es von TS einen Passus, der mir jetzt nicht
so ganz einleuchtet:
Zitat von TS:
Der Adapter verschiebt die Brennebene ca. 15-16 Millimeter nach hinten.
Der Wert ergibt sich aus dem Reduzierungsfaktor des Reducers.
Sie brauchen etwa 90mm Platz von der 2" Steckhülse Ihres
Okularauszuges zum Fokus, damit der Reducer einsetzbar ist.

Also verlegt der Reducer den Brennpunkt ~15mm nach aussen.
Das sollte man also bei der Planung bedenken. Aber diese
90mm irritieren mich ein wenig, was ist damit gemeint?
Ich denke der Backfokus liegt bei 65mm?

Gruß
Peter
 
Interssante Aussage die ich so nicht nachvollziehen kann.
Am besten Wolfi oder jemand der den ASA Korrektor hat äussert sich mal dazu.
Wenn der Fokus 15-16 mm nach hinten verlegt wird und der Korrektor 65mm Backfokus hat komme ich trotzdem nicht auf 90mm ...
Vermutungen helfen hier leider nicht weiter.
 
Hallo Jadran, hallo Peter,

Achtung, der Reducer legt den Fokus weiter hinein! Daher dürften die genannten 90mm Backfockus recht gut stimmen, siehe:
Datenblatt

Der nötige Backfokus ist (A) + (B) + Dicke Rand + Reserve, also ca.:
66 + 16 + 4 + 4mm, gibt ca. 90mm. Wenige Zehntel mm auf oder ab abhängig von der Optimierung für Spiegelgröße und Öffnungsverhältnis.

CS
Arnold
 
Hallo Arnold,

also sollte es eher heißen, dass die Brennebene mit Reducer
90mm über dem Tubus liegen sollte, wenn ich das jetzt richtig
interpretiere? Wenn dem so ist könnte man das auch einfacher
(seitens TS) schreiben. :D

Gruß
Peter

Anm.: wieso addierst du B noch hinzu? Das ist doch der Wert, um
den der Fokus weiter rein verlegt wird? Nehmen wir mal den Baader
Steeltrack mit Basis, das dürften so 55mm über Tubus sein.
Fokus soll bei 10mm aufgefahrenen OAZ sein. Nehmen wir an, die
Kante des Reducers ist ~4mm, dann wären das 55mm + 4mm + 10mm +
65mm = Brennebene 135mm über dem Tubus?
Bitte um Korrektur!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

die 90mm waren nicht ab Tubus gerechnet, sondern ab Oberkante des eingefahrenen Okularauszug. Damit liegt er beim Steeltrack (55mm hoch) 145mm über Tubus. Bei der Auslegung geht man ja von der Fokuslage ohne Korrektor aus. Der Korrektor legt dann den Fokus um 16mm weiter rein, also 129mm über Tubus.

Mit den von Dir genannten 10mm Auszug sind die Maße dann um 6mm größer: 151mm ohne Korrektor, 135mm mit Korrektor.

CS
Arnold
 
Hallo Peter,

da kann ich Arnold nur zustimmen! Die Planung solltest du hier von zwei Seiten angehen:

1. Wie weit muss mein OAZ ausgefahren sein, damit mir der Korrektor nicht in den Tubus hineinsteht? In dieser Position solltest du dann noch ein bisschen Reserve nach innen und außen zum Fokussieren haben.

2. Und dann gehts weiter: ab der Oberkante OAZ kommen ein paar Millimeter dazu, die der Korrektor oben hinaussteht, dann kommen die ominösen 66mm dazu (von denen nicht bekannt ist, ob es genau 66mm sind - abhängig von Brennweite und Öffnungsverhältnis). Genau dort muss dein Chip hin - ABER - der Originale Fokus ohne Korrektor muss eben noch den Wert "B" weiter darußen sein.

Stells dir umgekehrt vor:
Ein Newton hat einen gegebenen Brennpunkt. Du setzt einen normalen Korrektor ohne Brennweitenänderung ein. Du stellst den Abstand zum Chip von 55mm her (klassischer Abstand).
So, nun bringst du den Chip mittels OAZ zum Fokus. Wenn der Hersteller keinen Mist gebaut hat, dürfte dein OAZ etwa halb ausgefahren sein oder so.
Nun setzt du den ASA Korrektor ein. Du musst schon mal rund 10mm zwischen Korrektor und Chip zugeben, um den Arbeitsabstand überhaupt zu erreichen. Wenn der Korrektur NICHTS mit dem Brennpunkt machen würde, müsstest du nun etwa 10mm nach innen fokussieren, damit dein Chip wieder beim Brennpunkt ist.
Dummerweise legt ihn der ASA aber auch noch etwa 15mm nach innen, die müsstest du auch nachfokussiren. Das sind dann schon 25mm, und den Fokusweg bieten die meisten OAZs nicht (wären ja gesamt 50mm, wenn der OAZ halb ausgefahren war).
Daher lassen sich die ASA Reducer an den meisten Newtorns mit flachen OAZs nicht einfach einsetzen.

Der Selbstbau hat also den Vorteil, dass du das Pferd andersrum aufzäumen kannst - du kennst die Lage des Brennpunktes über dem Tubus (wo er hin soll) und kannst zum HS Zurückrechnen.

Zum Tubus:
heute habe ich meinen 12" Hartpapiertubus lackiert. Einige Worte zum bearbeiten: ähnlich wie Holz, nur härter, recht schwer, aber steif.
Plane im Bereich des OAZ und der Spinne Versteifungsringe innen oder außen ein, man glaubt kaum, welche Kraft eine ordentlich gespannte Spinne verursacht!

LG, Markus
 
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