Ehemaliger Benutzer (6068)
Hallo Zusammen!
Da ich ohnehin meinen 12 + 6-Zöller nach vielen Jahren und sehr häufigen Einsätzen renovieren muss, weil er doch an einigen Stellen Verschleiß zeigt, kam auch gleich die Idee, dass das Teil deutlich leichter werden muss, man wird ja nicht jünger.
Außerdem ist die große Testphase vorbei und der kleine, eingebaute 6-Zöller kam doch immer seltener zum Einsatz, wenn nun mal der 12er ohnehin steht.
So reifte langsam die Idee, auf Basis des guten 6 Zoll f/4,8 Spiegels ein eigenständiges Teleskop zu konzipieren und dann mal zu schauen, was solche Öffnung wirklich kann.
Mit 150 mm Öffnung und 739 mm Brennweite ist er durchaus gut mit den gängigen und beliebten 150/750er Standardteleskopen aus günstiger Fernostproduktion vergleichbar.
Allerdings stört Leute die es wissen wollen an diesen Teilen schon länger, dass die Auslegung weder fotografisch noch visuell passt und das lässt sich ja dann im Selbstbau vermeiden.
Ich kann sogar aufzeigen, dass man das worum es in der Folge geht mit einem einzigen, wirklich billigen Bauteil und ein klein wenig Geschick beim Anbau des Teils erreichen kann.
Aber der Reihe nach.
Was nun kommt gilt prinzipiel für alle günstigen Fernostnewtons bis 150 mm Öffnung
Schaut man sich diese Teleskope an, so fällt auf, dass die dünnen Walzblechtuben z.B. für die 150er Spiegel um 175/178 mm Durchmesser haben, also schon recht eng sind und auch meistens deutlich zu kurze Überhänge nach vorne, über den FS und OAZ hinweg aufweisen.
Stör-/Streulicht in der Fangspiegel-/OAZ Ebene, und heftiges Tubusseeing sind die Folgen.
Weiterhin fällt auf, dass bei visueller Nutzung durch die Bank eine 35-50 mm lange Verlängerungshülse zusätzlich zum Okularauszug mit etwa 70 mm minimaler Bauhöhe eingesetzt werden muss um in den Fokus zu kommen. Die mitttlere Fokuslage liegt nochmal 20-30 mm höher also 125-155 mm über Tubus.
Dadurch bedingt rückt die Fangspiegelposition im Strahlengang sehr weit in Richtung Hauptspiegel. Sehr hohe Obstrukiton und dennoch mangelnde Ausleuchtung sind die Folgen.
Wir haben Beispiele von 130/650er Newtons mit Null Millimeter zu 100% ausgeleuchtetem Feld und ein aktueller 150/750er liegt z.B. mit 35er Zusatzhülse und 46er FS (30% Obstruktion) diesbezüglich unter 2 mm, mit einem 50 mm FS (33% Obstruktion) bei knappen 7 mm.
Abhilfe kann man schaffen, indem man einen 35 mm längeren Tubus baut und die Hülse somit einspart.
Was Felix z.B. bei 130/650er Newtons mit Komplettuben aus Abflussrohr gelingt, passt hier nicht, da keine entsprechend passenden Rohrdurchmesser verfügbar sind.
Allein der Wegfall dieser 35 mm langen Hülse bringt, nun also konkret einem 6" f/5, mit dem 46 mm Fangspiegel 11 mm zu 100% ausgeleuchtetes Feld und mit dem 50er FS mehr als 16 mm. Damit also einen unnötig hohen Wert, wo es mit Hülse noch deutlich mangelte.
Wer möchte kommt mit einem 42er FS und nur 28% Obstruktion immer noch auf Ausleuchtungswerte wie sie zuvor mit dem 50 mm FGS erreicht wurden.
Immer noch ist der 70 mm hohe originale OAZ eingebaut, da geht ja auch noch was, wenn man will und kann.
Für meinen Selbstbau standen zur Verfügung:
1 Hauptspiegel parabolisch 150/739, ATM-Tel 0,9er Strehl
1 FS 46 mm kleine Achse
1 weißer Tubusrest 178 mm Durchmesser
2 HP-Tubusreste mit 190 mm Außendurchmesser
1 TS Okularauszug minimale Bauhöhe 69 mm, 40 mm Weg, mit selbst adaptiertem Knopfautomat
1 Spiegelzelle GSO mit Tubusabschlussring
Das ist daraus geworden (zur Rockerbox gibts später noch was):
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/6zollf5/6-zoll-Weitfeldteleskop-004.jpg
aber es geht wesentlich leichter, günstiger und einfacher. Man kann den Tubus vorne so lassen wie er ist, mit OAZ und FS-Spinne/Halterung. Hinten ein Stück HP-Tubusrohr mit passendem Durchmesser oder z.B. diese Muffe
http://www.ventilator-shop.com/muffe-180
aus dem Klimabau. Sie ist extrem preiswert, so genau passende, dass man sie z.B. mittels Veloursfolienlage passend genug auf jeden dieser Tuben von 6-Zöllern aus Fernost schieben kann.
Auch die Spiegelzelle kann man exakt einbauen, wenn man sich die Befestigungslöcher vom Originaltubus anzeichnet. Man braucht ja nur 35-50 mm Länge, den Rest kann man auf den Originaltubus aufstecken. Dann kann man noch, um ganz sicher zu gehen, mit allen Okularen die Länge genau auf die Fokuslage einrichten, misst aus, dass die Verlängerung exakt gerade steckt, bohrt Löcher und verschraubt die Verlängerung mit dem Tubus.
Da die Tuben ohnehin immer zu eng sind, ist eine Zwangslüftung
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/lfter%20006.jpg Lüfterbild
unabdingbar und man kann z.B. auch gleich noch die Dämmung des Tubus
Tubusdämmung und Tau-/Störlichtkappe
angehen.
So kommt man, das zeigen erste Tests schon an, dem Ziel das Potenzial gegebener Öffnung und Qualität zu nutzen, schon erheblich näher als im Serientrimm.
Gruß
*entfernt*
Da ich ohnehin meinen 12 + 6-Zöller nach vielen Jahren und sehr häufigen Einsätzen renovieren muss, weil er doch an einigen Stellen Verschleiß zeigt, kam auch gleich die Idee, dass das Teil deutlich leichter werden muss, man wird ja nicht jünger.
Außerdem ist die große Testphase vorbei und der kleine, eingebaute 6-Zöller kam doch immer seltener zum Einsatz, wenn nun mal der 12er ohnehin steht.
So reifte langsam die Idee, auf Basis des guten 6 Zoll f/4,8 Spiegels ein eigenständiges Teleskop zu konzipieren und dann mal zu schauen, was solche Öffnung wirklich kann.
Mit 150 mm Öffnung und 739 mm Brennweite ist er durchaus gut mit den gängigen und beliebten 150/750er Standardteleskopen aus günstiger Fernostproduktion vergleichbar.
Allerdings stört Leute die es wissen wollen an diesen Teilen schon länger, dass die Auslegung weder fotografisch noch visuell passt und das lässt sich ja dann im Selbstbau vermeiden.
Ich kann sogar aufzeigen, dass man das worum es in der Folge geht mit einem einzigen, wirklich billigen Bauteil und ein klein wenig Geschick beim Anbau des Teils erreichen kann.
Aber der Reihe nach.
Was nun kommt gilt prinzipiel für alle günstigen Fernostnewtons bis 150 mm Öffnung
Schaut man sich diese Teleskope an, so fällt auf, dass die dünnen Walzblechtuben z.B. für die 150er Spiegel um 175/178 mm Durchmesser haben, also schon recht eng sind und auch meistens deutlich zu kurze Überhänge nach vorne, über den FS und OAZ hinweg aufweisen.
Stör-/Streulicht in der Fangspiegel-/OAZ Ebene, und heftiges Tubusseeing sind die Folgen.
Weiterhin fällt auf, dass bei visueller Nutzung durch die Bank eine 35-50 mm lange Verlängerungshülse zusätzlich zum Okularauszug mit etwa 70 mm minimaler Bauhöhe eingesetzt werden muss um in den Fokus zu kommen. Die mitttlere Fokuslage liegt nochmal 20-30 mm höher also 125-155 mm über Tubus.
Dadurch bedingt rückt die Fangspiegelposition im Strahlengang sehr weit in Richtung Hauptspiegel. Sehr hohe Obstrukiton und dennoch mangelnde Ausleuchtung sind die Folgen.
Wir haben Beispiele von 130/650er Newtons mit Null Millimeter zu 100% ausgeleuchtetem Feld und ein aktueller 150/750er liegt z.B. mit 35er Zusatzhülse und 46er FS (30% Obstruktion) diesbezüglich unter 2 mm, mit einem 50 mm FS (33% Obstruktion) bei knappen 7 mm.
Abhilfe kann man schaffen, indem man einen 35 mm längeren Tubus baut und die Hülse somit einspart.
Was Felix z.B. bei 130/650er Newtons mit Komplettuben aus Abflussrohr gelingt, passt hier nicht, da keine entsprechend passenden Rohrdurchmesser verfügbar sind.
Allein der Wegfall dieser 35 mm langen Hülse bringt, nun also konkret einem 6" f/5, mit dem 46 mm Fangspiegel 11 mm zu 100% ausgeleuchtetes Feld und mit dem 50er FS mehr als 16 mm. Damit also einen unnötig hohen Wert, wo es mit Hülse noch deutlich mangelte.
Wer möchte kommt mit einem 42er FS und nur 28% Obstruktion immer noch auf Ausleuchtungswerte wie sie zuvor mit dem 50 mm FGS erreicht wurden.
Immer noch ist der 70 mm hohe originale OAZ eingebaut, da geht ja auch noch was, wenn man will und kann.
Für meinen Selbstbau standen zur Verfügung:
1 Hauptspiegel parabolisch 150/739, ATM-Tel 0,9er Strehl
1 FS 46 mm kleine Achse
1 weißer Tubusrest 178 mm Durchmesser
2 HP-Tubusreste mit 190 mm Außendurchmesser
1 TS Okularauszug minimale Bauhöhe 69 mm, 40 mm Weg, mit selbst adaptiertem Knopfautomat
1 Spiegelzelle GSO mit Tubusabschlussring
Das ist daraus geworden (zur Rockerbox gibts später noch was):
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/6zollf5/6-zoll-Weitfeldteleskop-004.jpg
aber es geht wesentlich leichter, günstiger und einfacher. Man kann den Tubus vorne so lassen wie er ist, mit OAZ und FS-Spinne/Halterung. Hinten ein Stück HP-Tubusrohr mit passendem Durchmesser oder z.B. diese Muffe
http://www.ventilator-shop.com/muffe-180
aus dem Klimabau. Sie ist extrem preiswert, so genau passende, dass man sie z.B. mittels Veloursfolienlage passend genug auf jeden dieser Tuben von 6-Zöllern aus Fernost schieben kann.
Auch die Spiegelzelle kann man exakt einbauen, wenn man sich die Befestigungslöcher vom Originaltubus anzeichnet. Man braucht ja nur 35-50 mm Länge, den Rest kann man auf den Originaltubus aufstecken. Dann kann man noch, um ganz sicher zu gehen, mit allen Okularen die Länge genau auf die Fokuslage einrichten, misst aus, dass die Verlängerung exakt gerade steckt, bohrt Löcher und verschraubt die Verlängerung mit dem Tubus.
Da die Tuben ohnehin immer zu eng sind, ist eine Zwangslüftung
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/lfter%20006.jpg Lüfterbild
unabdingbar und man kann z.B. auch gleich noch die Dämmung des Tubus
Tubusdämmung und Tau-/Störlichtkappe
angehen.
So kommt man, das zeigen erste Tests schon an, dem Ziel das Potenzial gegebener Öffnung und Qualität zu nutzen, schon erheblich näher als im Serientrimm.
Gruß
*entfernt*
Zuletzt bearbeitet: