6“ F6 Newton für DS Fotografie - Ergänzung Apo

Leucomelas

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Hallo zusammen,

ich beschäftige mich die Tage mit der Anschaffung von einer höheren Brennweite zur Ergänzung meines 100 mm Apos. Ich habe viele Überlegungen angestellt und das Thema Mond und Planeten verworfen. Die Ergänzung soll also nur fotografisch Deep Sky abdecken.

Meine Ausrüstung besteht noch aus einer AVX auf Betonsäule und einer ASI 585 MC Air.

Wenn ich um die Anschaffung einer neuen Montierung herum kommen möchte, fällt der 8“ Newton flach. Auch einem C8 traue ich auf der Montierung durch die Brennweite nicht so ganz. Nun bin ich bei einem 6“ F6 gelandet. Hier meine Gründe:

- 900 mm Brennweite passen besser als Ergänzung zu meinem Apo, als die 750 mm eines F5
- Bei F6 und meinem kleinen Sensor spare ich mir den Komakorrektor
- Fangspiegel kleiner als bei F5 oder F4
- Carbon nicht nötig, was die Investition halbiert
- Stressfrei bei Justage und Fokus
- Passt zur AVX
- die 900 mm Brennweite sollten noch gerade zur ASI 585 passen.

Der Kompromiss mit dem ich leben müsste ist die längere Belichtungszeit. Ich würde mir aber viele neue Objekte erschließen, welche zwar klein sind, aber eine gute Helligkeit aufweisen.

Wie würdet ihr das sehen, machen meine Gedanken so Sinn oder übersehe ich etwas wichtiges?

Viele Grüße
 
Hallo Leucoa,

deine Gedankengänge sind schlüssig. Ich besitze auch eine AVX Montierung.
Ein Newton von 8" ist auf Grund des Gewichts und Länge weniger geeignet, was du schon erkannt hast.

Aber ein C8 f=2000mm ggf. reduziert auf f=1600mm oder sogar 1200mm wäre eine Option.
Das Instrument ist nicht zu lang, kompakt und wiegt um die 5-6kg ( je nach Ausstattung).
Es geht dir ja um mehr Brennweite! wie ich dich verstanden habe, um kleine "helle" DSO zu fotografieren.
Anspruchsvoll ist dann allerdings die exakte Nachführung.

So ein Gedanke von mir - Viel Erfolg

CS Dieter
 
Hallo Leucoa,

deine Gedankengänge sind schlüssig. Ich besitze auch eine AVX Montierung.
Ein Newton von 8" ist auf Grund des Gewichts und Länge weniger geeignet, was du schon erkannt hast.

Aber ein C8 f=2000mm ggf. reduziert auf f=1600mm oder sogar 1200mm wäre eine Option.
Das Instrument ist nicht zu lang, kompakt und wiegt um die 5-6kg ( je nach Ausstattung).
Es geht dir ja um mehr Brennweite! wie ich dich verstanden habe, um kleine "helle" DSO zu fotografieren.
Anspruchsvoll ist dann allerdings die exakte Nachführung.

So ein Gedanke von mir - Viel Erfolg

CS Dieter
Vielen Dank für deinen Beitrag. Beim C8 bin ich mir nicht sicher ob die AVX die Nachführung bei der Brennweite noch gut hinbekommt. Hast du hier selbst Erfahrung?
 
C8 kann fast alles,
keine Fangspiegelstreben
Extrem leicht für die Öffnung und die Brennweite.
0.63 Reducer oder sogar 0.5 bei kleinen Sensoren möglich.
Extrem gutmütig.
Backfocus extrem.Da passt alles dran.
Wird selbst von uralt SP/GP Montierungen auch fotografiisch getragen.
Pixelbinning würde die Auswirkung eventueller Nachführungsfehler minimieren.
Visuell für Planeten,Mond,Sonne,Doppelsterne super geignet und dem 100er APO oft überlegen.
Und das für wenig Geld.

Deepsky ohne Probleme

 
Danke Enrico für deine Beitrag. Was mich beim C8 ebenfalls zum Zögern gebracht hatte war das oversampling mit meiner ASI 585. Ich denke ich müsste hier fast zwingend binnen, da die Brennweite nochmal 300 mm höher wäre als bei dem 6 Zöller. Der Sensor ist ja nicht sehr groß, da würden nur ca. 2 MP übrig bleiben.
 
Du brauchst Dir über Oversammling keine Gedanken maachen.
Dass Seeing begrenzt die Sampelrate ohnehin viel stärker und vergrößert Liichtpunkte auf 2-4".

such dir doch einfach auf Astro bin Bildbeispiele C8 und ASi 585.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin noch auf ein weiteres Problem beim C8 gestoßen. Die ASI 585 Air hat ja die integrierte Guiding Kamera. Diese könnte beim C8 ggf nicht ausreichend ausgeleuchtet werden, da sie versetzt zum Hauptsensor liegt.

Das bedeutet aber wohl auch, dass ich an einem F6 Newton einen größeren Fangspiegel benötigen würde.
 
Ein C8 für Deep Sky ohne Guiding macht für mich keinen Sinn. Auch möchte ich die Vorteile der ASI 585 Air voll ausnutzen. Wenn dies mit einem C8 nicht möglich ist, stellt es keine Option dar. Zumal das C8 ja nochmals deutlich teurer wäre. Ich halte das Gerät grundsätzlich für sehr attraktiv. Das C9 würde wohl funktionieren da es eine höhere Ausleuchtung bietet, sprengt aber dann wiederum die Tragkraft.

Der 6 Zöller erscheint mir hier als die Vernunftentscheidung bei welchem kaum Kompromisse nötig sind. Mit den 900 mm liege ich bereits über der Brennweite der gängigen 8“ F4. Natürlich mit geringerer Auflösung und deutlich längerer Belichtungszeit.

Evtl wäre ein 6“ RC noch eine Alternative
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mittlerweile herausgefunden dass die ASI 585 auch am C8 funktionieren sollte. Der Guidingsensor bekommt zwar nur noch 75% Licht, dies sollte aber in den meisten Fällen reichen.

Ich halte das F6 Newton weiter für eine gute Lösung. In Anbetracht dessen, das mein Apo bereits 577 mm Brennweite hat, werde ich jedoch das C8 nehmen, damit mehr Abstand zum Apo herrscht.
 
Hallo 'Leucoa' (leider sehe ich keinen Namen),

bedenke aber auch beim C8 die Tauanfälligkeit der Schmidtplatte. Ohne entsprechende Maßnahmen wie Tauschutzkappe bzw. Heizring wird es schnell zum Frust. Auch das Tubus Seeing in einem geschlossenen System hat seine Tücken. Aber so hat eben jedes System sein eigenen Stärken und Schwächen die man einfach kennen sollte. Das Guiding bei hohen Brennweiten wäre dann der nächste Punkt der von der Montierung einiges abfordert.

CS,
Franz
 
Hallo zusammen,

meine Erfahrung mit der AVX und einem C8 EdgeHD ist, dass damit Aufnahmen mit 2m Brennweite nicht ordentlich nachzuführen sind. Der Autoguider kriegt die wackelige Deklination einfach nicht in den Griff.

Da ich mit 2m aufnehmen wollte (Galaxien), hat das C8 inzwischen eine CGX als Unterbau bekommen.

Die AVX ist OK bei C8 und 2m bis ca. 45s Belichtungszeit der Subs, womit man nicht weit kommt.

Die AVX ist super für den mobilen Einsatz mit deutlich leichteren und kürzerbrennweitigen Optiken. Mond und Planeten mit langen Brennweiten kann sie auch, aber das ist ja nicht gefragt.

VG Tom
 
Danke euch für den Input.

Ich würde auf alle Fälle mit dem Reducer fotografieren und die AVX steht auf einer Betonsäule. So hoffe ich das ich hier einiges kompensiert bekomme im Vergleich zum wackeligen Stativ. Ziel wäre eine Belichtungszeit von 3 Minuten damit ich an planetarischen Nebeln auch den Dualband Filter einsetzen kann. Für Galaxien werden mir 2 Minuten reichen.

Viele Grüße
Andy
 
mit der Anschaffung von einer höheren Brennweite zur Ergänzung meines 100 mm Apos
Damit habe ich mich auch eine ganze Weile beschäftigt. Ich hatte neben meinem 90 mm APO einen, 8 Zoll Newton f/3.8. Letzten Endes habe ich mir einen 120 mm APO zugelegt und den Newton verkauft.
Der Grund ist recht einfach: die zusätzliche Auflösung des 8 Zoll Newton kann man aufgrund des seeing gar nicht nutzen. Außerdem war die Abbildung deutlich schlechter als beim neuen APO. Unterm Strich fahre ich damit also deutlich besser.
Daher würde ich von einem 8 Zoll SC nicht allzu viel erwarten.
Viele Grüße, Ulli
 
Damit habe ich mich auch eine ganze Weile beschäftigt. Ich hatte neben meinem 90 mm APO einen, 8 Zoll Newton f/3.8. Letzten Endes habe ich mir einen 120 mm APO zugelegt und den Newton verkauft.
Der Grund ist recht einfach: die zusätzliche Auflösung des 8 Zoll Newton kann man aufgrund des seeing gar nicht nutzen. Außerdem war die Abbildung deutlich schlechter als beim neuen APO. Unterm Strich fahre ich damit also deutlich besser.
Daher würde ich von einem 8 Zoll SC nicht allzu viel erwarten.
Viele Grüße, Ulli
Vielen Danke für deinen Beitrag.

Ich schätze mein 100 mm Triblet, aber ein 120 mm sprengt mein Budget. Auf ein Duplet zu gehen wäre ein Rückschritt. Wenn man mal so Fehlerfreiheit gewohnt ist, gibt es kein zurück ;)

Was die Auflösung betrifft kann ich dies nicht aus Erfahrung beurteilen. Die Meinungen scheinen hier weit auseinander zu gehen. Von 6 Zoll reicht völlig aus, bis zu 8 Zoll eröffnet ein völlig neues Level.

Ich werde meinen Apo auf jeden Fall behalten. Für das Zweitgerät ist eine bessere Auflösung ein Ziel, es geh aber auch um die Erhöhung der Brennweite. Hier kam auch meine ursprüngliche Überlegung des 6 Zoll F6 zustande. Die Idee dahinter war mit dem Kompromiss der vergleichsweise langen Belichtungszeit (Vergleich F4 oder F5), viele Schwächen des Newton zu negieren und so stressfrei eine gute Qualität generieren zu können.

Im Vergleich zum C8 bleibt die deutlich niedrigere Brennweite und das Auflösungsvermögen. Letzteres mit einem Fragezeichen beim wirklichen Nutzen. Die höhere Brennweite bringt dafür dann zusätzliche Probleme mit meiner Nachführung.

Vielleicht sollte ich mir lieber eine Katze anschaffen ;)
 
Einfach bei Astrobin Aufnahmen mit C8 suchen und auch auf die Montierungen schauen dann siehst Du was möglich ist.
Für Belichtungszeiten jenseits von 30 Sekunden braucht man ohnehin immer eine sehr stabile Montierung.

Ohne Narrow-Bandfilter sind allerdings Belichtungszeiten bis 1 Minute je Aufnahme oft völlig ausreichend unter unserem Himmel.

Das belegen auch immer wieder Tests von verschiedenen versierten Astrofotografen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zunächst nochmal vielen Dank an alle, welche sich an der Diskussion beteiligt haben.

Die Durchsicht auf Astrobin habe ich ausführlich gemacht. Für mich stellt dies aber nicht zwingend eine klare Referenz dar, da unklar bleibt unter welchen konkreten Voraussetzungen Bilder entstanden sind. Wie viel Ausschuss gab es, ist die Montierung modifiziert, ist der Himmel wesentlich besser als meiner usw. Indizien liefert das natürlich trotzdem.

Ich habe meine Entscheidung nun letztlich nochmal durchdacht und werde den ursprünglichen Plan mit dem Newton umsetzen. Allerdings in einer Carbon Variante mit Koma Korrektor und allem Schnickschnack.

Gründe für diese Entscheidung sind folgende:

- Das Newton bietet mit 900 mm eine deutliche Steigerung zu meinen bisherigen 577 mm, ohne den Anspruch an das Guiding welches für das C8 nötig wäre zu benötigen.

- In der „Luxus“ Ausführung spare ich trotzdem 500 €

- Die höhere Auflösung des C8 kommt nur selten zum tragen. Im Vergleich zu meinen aktuellen 100 mm habe ich trotzdem eine sichtbare Steigerung.

- Die 900 mm Brennweite bieten mit meiner Kamera noch die Möglichkeit nicht zwingend zu binnen.

- Das Gerät wird mir Ärger wie Taubeschlag, Spiegelshifting und Probleme beim finden von Guidingsternen (spezifisches Problem mit der ASI 585 Air) ersparen.

- Viele Vorteile welches das C8 bieten würde nutze ich nicht (Planetenfotografie, Anschluss von diversem Zubehör)

Auch wenn das C8 mit seiner Größe sehr sehr sexy für mich ist, denke ich das das Newton die vernünftigere Wahl für meine spezifische Ausgangslage und Anforderungen darstellt.

Ich habe erst kürzlich von Mono auf Farbkamera downgegradet und bin damit sehr glücklich. Die Einfachheit führt letztlich zu mehr Spaß am Hobby. Genau wie der so problemlose Apo, soll der 4 kg Newton in der bewussten Ausführung F6 zu stressfreiem Bildern führen.

Da ich meine Fähigkeiten bei der Bildbearbeitung stark verbessern konnte, sind mir Rohbilder in hoher Qualität wichtig. Was die Qualität der möglichen Abbildung anbelangt muss ich mit dem Gerät keinen Kompromiss eingehen. Damit bleiben meine Kenntnisse bei der Bildbearbeitung der limitierende Faktor und nicht mangelhafte Ausgangsbilder, welche z.B. durch eine unzureichende Einzelbelichtingszeit bei Schamlband oder unrunden Sternen durch schlechte Nachführung herrührt.

Ich freue mich darauf demnächst das First Light zu zeigen.

Viele Grüße
Andy
 
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