6" Maksutov

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JP-Stardust

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Hallo Zusammen,
ich möchte mir noch einen 6" Maksutov-Cassegrain zur Mond- und Planetenbeobachtung (nur Beobachtung und nur Planeten, kein DeepSky!) anschaffen und schwanke da aktuell zwischen einem Skywatcher Skymax 150 und dem Bresser MC-152/1900.

Vom Skymax liest man viel Gutes, beim Bresser 152/1900 gefällt mir aber vor allem der bereits verbaute OAZ, die Rohrschellen, der fixierte Hauptspiegel und der Griff.
Für welchen ich mich letztlich entscheiden soll, ist wohl recht subjektiv...
Ich habe auch von einigen sehr zufriedenen Leuten mit dem Bresser-Gerät gelesen...Klar, das Zubehör kann man vergessen, aber die Optik ist angeblich scharf und nach entsprechender Auskühlzeit auch kontrastreich.
Habt ihr eigene Erfahrungen hinsichtlich dieser beiden Geräte bzw. Empfehlungen?

Danke und CS,
Jan
 
Mojen Jan,

6 oder 8" sind zum Beobachten warscheinlich ausreichend, aber die Planeten bleiben immer eine kleine Erbse . Vergrößern ist zwar okay , aber bringt Schärfeverlusst und Helligkeitsverlusst . Gild dann auch fürs Filmen .
Ich denke ab 12" wird es besser , vielleicht in Form eines Dobsons . Solch 350er SkyWatcher Dobson der mit läuft z.B.

gruß André
 
Ausgerechnet der Okularauszug von Bresser ist an speziell diesem Teleskop immer wieder die Ursache von Problemen.
Mal davon ab ist ein Maksutov in dieser Öffnungsklasse nun wirklich kein Planetenteleskop.
Ein gleich großer Newton ist dem Mak überlegen, und schon ein 120mm ED Apo ist einem 6" Mak spürbar überlegen.

Maks in dieser Größe sind aus vielen zT ungünstigen Kompromissen zusammen geschmiedet.
Nur wenn der EINZIGE Grund die Kompaktheit des Gerätes ist, würde ich in dieser Öffnungsklasse zum Cassegrain greifen.

Was sind denn eigentlich schon für Teleskope vorhanden?
unter Umständen besitzt du ja ohnehin schon gleichwertige Alternativen.

LG
Olli
 
Hi Olli,
hm also eigentlich will ich genau wegen der Kompaktheit und dem gutmütigen Öffnungsverhältnis einen Mak dieser Grösse. Mit oder ohne OAZ ist mir dann egal, wenn dieser gerade beim Bresser Probleme macht, passt für mich auch die klassische Hauptspiegel-Fokussierung.
Vorhanden ist bei mir schon ein Skywatcher 100/900 ED, ein 6" Weitfeld-Achromat, sowie der kleine Bresser MC 100/1400, den ich nur für Mond und Naturbeobachtung nehme.
Wie gesagt, alles rein visuell und ich habe da auch keine 180% Ansprüche - die Optik soll scharf sein mit gutem Kontrast.
LG Jan
 
Wenn du beim Skymax die Fangspiegelblende raus baust, kommst du auf 151mm mit 33%, allerdings ist er am Rand des Gesichtsfelds dann Tagblind.

LG
Olli
 
Hallo Jan,

ich habe einen 150mm Mak (Intes) und einen 102mm f11 ED.
Der Mak zeigt an Mond und Planeten nichts, was der ED nicht auch zeigt. In Punkto Kontrast ist der ED klar überlegen.
Ich würde mich also Olli anschließen und behaupten, so ein Mak bringt dir hier keinen Vorteil. Mit dem Mak kannst du etwas höher vergrößern, aber das holt zumindest bei mir keine zusätzlichen Details raus.
Die einzige Disziplin, wo mein Mak dem ED überlegt ist, ist das Trennen von Doppelsternen. Da siegt die reine Öffnung.

CS, Sebastian
 
Hallo Olli, hallo Sebastian!
besten Dank für eure Infos und den Rat. Das hilft mir sehr in der Einschätzung der optischen Leistung und da werde ich wohl doch lieber von einem grösseren Mak absehen und vornehmlich mit meinem 100/900 ED weitermachen ?.
Danke euch und CS!
LG Jan
 
Leg dir für das Geld lieber ein Bino zu, das lohnt sich beim Sonnensystem so richtig. Ist ein ähnliches Upgrade als hätte man ein größeres Teleskop, da beidäugig die Kontrastwahrnehmungsgrenze günstiger liegt.

LG
Olli
 
Baader Maxbright II ist ein hervorragendes Bino, hab zum Vergleich das TS Großfeld und das Baader/Zeiss Großfeld
 
Und genau das wird dir ein Maksutov mit 35-40% Obstruktion niemals liefern können.
Da liegt die Kontrastübertragung am Planeten auf dem Level eines 90-100mm Gerätes. Das kann dein 100mm ED auch.
"Ausgerechnet der Okularauszug von Bresser ist an speziell diesem Teleskop immer wieder die Ursache von Problemen.
Mal davon ab ist ein Maksutov in dieser Öffnungsklasse nun wirklich kein Planetenteleskop.
Ein gleich großer Newton ist dem Mak überlegen, "

Darf ich das abstreiten? Ein 6er Mak ist am Planeten ziemlich gut. Jupiter, so steil wie er steht, sieht bei 325x besser aus als bei 250x. Dann wird die Erbse schon mal zum Tennisball. Der Saturn bleibt ein Tischtennisball, wenn er am Boden liegt. Mars geht auch noch höher.
NGC6543 vorgestern, da fehlte mir nur Licht, sonst nix.

Ein guter 5" Apo wird besser sein. Vor allem ist er um ein Vielfaches teurer und anspruchsvoller bei der Montierung. Natürlich ist der Mak ein Kompromiss, aber ein guter
Kompromisse müssen wir eingehen bei jedem Teleskop. Bei dem einen ist die Schmerzgrenze eher beim Gewicht und der Größe bei den anderen eher beim Preis erreicht.
 
Ich hatte den Vergleich ja auch persönlich, und empfand es genauso wie ich beschriebem habe.
Klar liefert der Mak auch scharfe Bilder, aber von der Detailfülle ist ein 120er Apo besser, weshalb ich einen 100er als gleichauf betrachten würde, was er von der MTF her auch ist, gerade bei schwachen Kontrasten in Pastelltönen merkt man das ganz klar, denn da wo die Obstruktionsgedrückte MTF wieder umschwenkt, bis dahin kommt das menschliche Auge ja gar nicht bei Mars und Jupiter und Saturn.
Der Mond ist eine andere Geschichte, aber der hat per se so viel Kontrast, dass man den mit jedem Gerät totvergrößern kann.
Der direkte Vergleich zum jetzt getunten Skymax 150 steht aber noch aus.
Bei Jupiter empfand ich meinen 120er Apo sogar wiederholt besser als ein C8.

LG
Olli
 
Für Mond und Planeten verwende ich einen INTES Maksutov MK67 150/1800mm (6") (auf meiner GP Montierung) seit über 15 Jahren. Zweimal habe ich ihn zwischendurch neu kollimiert. Beim letzten mal vor ein paar Wochen ist es mir richtig gut gelungen, auch weil ich es nach Studium DES Buches wusste, worauf ich achten muss. ("Startesting Astronomical Telescopes"). Meine Bilder sind - glaube ich - so scharf, wie es eben mit 33% Obstruktion geht. Und auch visuell ist er eine "Wonne". Allerdings ist meine diesjärige Neuanschaffung (APO 85/510mm + Barlow) knapp dahinter mit tatsächlich mehr Kontrast in den Bildern.
Wie die heute auf dem Markt befindlichen MAKs so sind, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Vorher hatte ich ein C8 (das alte in orange), das gab allerdings deutlich mehr her; hab mich allerdings immer über das Spiegelshifting geärgert.
Hier habe ich ein paar Jupiterbilder aus 2015 mit dem MAK + Okularprojektion und meiner DMK21 Kamera: Jupiter in 2015
Gruß Christoph
 
Nochmal. Ein 5er Apo hat schon so viel Licht wie der Mak und ist sicher besser (aber wesentlich teurer) Beim Vergleich zwischen 4er Frac und er Mak würde ich immer den Mak nehmen. Wie gesagt, auch Jupi hatte ich schon bei 325x mit Gewinn und überraschend gutem Kontrast, jetzt, wo er so hoch steht.
Die Brennweite eines guten 4er Fracs ist für mich nicht Fleisch noch Fisch. Für Weitfeld braucht man 2"-Kuhaugen-Okus, für hohe Vergrößerungen Barlows.
Da find ich die 1,9 m Brennweite viel besser in Kombi mit einem kurzen Frac. Dann funzen beide super auf kleinen Montis (der Frac sogar auf einer ganuz kleinen Foto-AZ-Monti) mit denselben günstigen Okus, z.B. den Goldkanten. Kostet alles zusammen weniger als ein 120er oder 5" Apo und ist in der Bedienung viel bequemer.
ein 150er Newtonrohr mag gut sein ist aber umständlich und braucht ne Stunde zum Auskühlen.
Wie gesagt, alles Kompromisse, und da hat jeder seine Präferenzen


Gruß
Stephan
 
Die Stunde zum auskühlen die der Newton braucht, reichen dem Mak aber lange nicht, da sinds eher 2.
Der Refraktor schafft das in 20 Minuten...
Und in Zeiten von 3,5mm Okularen mit gutem Augenabstand braucht man für hohe Vergrößerungen auch keine Barlows, und die 2" Kuhaugen Okus brauchst du bei 1,9m Brennweite ja erst recht.
Bzw ist der Mak generell nicht in der Lage mehr als 1° Gesichtsfeld abzuliefern.
Man kanns sich auch zurecht biegen.

LG
Olli
 
Für Mond und Planeten verwende ich einen INTES Maksutov MK67 150/1800mm (6") (auf meiner GP Montierung) seit über 15 Jahren. Zweimal habe ich ihn zwischendurch neu kollimiert. Beim letzten mal vor ein paar Wochen ist es mir richtig gut gelungen, auch weil ich es nach Studium DES Buches wusste, worauf ich achten muss. ("Startesting Astronomical Telescopes"). Meine Bilder sind - glaube ich - so scharf, wie es eben mit 33% Obstruktion geht. Und auch visuell ist er eine "Wonne". Allerdings ist meine diesjärige Neuanschaffung (APO 85/510mm + Barlow) knapp dahinter mit tatsächlich mehr Kontrast in den Bildern.
Wie die heute auf dem Markt befindlichen MAKs so sind, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Vorher hatte ich ein C8 (das alte in orange), das gab allerdings deutlich mehr her; hab mich allerdings immer über das Spiegelshifting geärgert.
Hier habe ich ein paar Jupiterbilder aus 2015 mit dem MAK + Okularprojektion und meiner DMK21 Kamera: Jupiter in 2015
Gruß Christoph
"so scharf, wie es mit 33% Obstruktion geht". Da sag ich mal ganz frech: Es geht so scharf wie mit 0 Obstruktion.
"Der C8 gab deutlich mehr her" Das ist doch mal nie Info. Und kostet nicht mehr als ein guter 5er Frac, ist dafür aber besser zu handhaben.
Spiegelshifting nervt. Kann man sich aber mit arrangieren. Wieder Kompromisse.

Stephan
 
Die Stunde zum auskühlen die der Newton braucht, reichen dem Mak aber lange nicht, da sinds eher 2.
Der Refraktor schafft das in 20 Minuten...
Und in Zeiten von 3,5mm Okularen mit gutem Augenabstand braucht man für hohe Vergrößerungen auch keine Barlows, und die 2" Kuhaugen Okus brauchst du bei 1,9m Brennweite ja erst recht.
Bzw ist der Mak generell nicht in der Lage mehr als 1° Gesichtsfeld abzuliefern.
Man kanns sich auch zurecht biegen.

LG
Olli
Nö. durchs isolierte Mak kann man sofort mit hoher Vergrößerung gucken, wie auch durchs 8er SC. da bist du nicht mehr aktuell. Leider hat der Newton nach der Stunde noch immer Ofenrohrseeing, das Bild im Mak ist von Anfang an ruhiger.
Nochmal: keine Kuhaugen fürs Mak, sondern ein geeignetes Rohr für Weitfeld. 3,5 mm Oku mit großem Augenabstand und gutem Blickwinkel kostet mehr als ein kurzer 4" Frac. Und günstige Okus.
Den 4er Frac mit 800m Brennweite musst du dir immer zurechtbiegen. Die Kombi 6er Mak und kurzer Frac eben nicht. Die werden für genau das benutzt, wofür sie gedacht sind.

Gruß
Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Nö. durchs isolierte Mak kann man sofort mit hoher Vergrößerung gucken, wie auch durchs 8er SC.
Wenn man das denn auch macht mit der Isolierung
Leider hat der Newton nach der Stunde noch immer Ofenrohrseeing, das Bild im Mak ist von Anfang an ruhiger.
Wenn man den Mak isolieren kann, kann man dem Newton auch eine aktive Belüftung spendieren, Problem gelöst
3,5 mm Oku mit großem Augenabstand und gutem Blickwinkel kostet mehr als ein kurzer 4" Frac. Und günstige Okus.
Also man bekommt so ein Okular für unter 100€, den Refraktor will ich sehen.

Wie gesagt, man kanns sich auch zurecht biegen.

Ähm, doch.

Obstruktion ist ein Weichzeichner, verändert das Helligkeitsverhältnis von zentralem Beugungsscheibchen und Beugungsringen, drückt die MTF. Ein Obstruiertes Teleskop kann niemals die selbe Schärfe wie ein Unobstruiertes erreichen, auch wenn beide Strehl 1 haben.
Du darfst das, was man in der Bildbearbeitung nachträglich herausarbeiten kann, nicht mit dem Vergleichen, was das Auge beim durchschauen sieht.

LG
Olli
 
Wenn man das denn auch macht mit der Isolierung Warum nicht? ist ganz einfach

Wenn man den Mak isolieren kann, kann man dem Newton auch eine aktive Belüftung spendieren, Problem gelöst Nö. erstens viel komplizierter, da Strom gebraucht wird und Ofenrohr bleibt

Also man bekommt so ein Okular für unter 100€, den Refraktor will ich sehen. 20 mm Augenabstand und min 60° Blickfeld bei 3,5 mm? OK, das wusste ich nicht

Wie gesagt, man kanns sich auch zurecht biegen. Aber nur, wenn der Tubus vom Frac dünn genug ist


Ähm, doch. Das kann jetzt ewig so weitergehen

Obstruktion ist ein Weichzeichner, verändert das Helligkeitsverhältnis von zentralem Beugungsscheibchen und Beugungsringen, drückt die MTF. Ein Obstruiertes Teleskop kann niemals die selbe Schärfe wie ein Unobstruiertes erreichen, auch wenn beide Strehl 1 haben.
Du darfst das, was man in der Bildbearbeitung nachträglich herausarbeiten kann, nicht mit dem Vergleichen, was das Auge beim durchschauen sieht. Tu ich nicht. Obstruktion zeichnet nicht weich und vermindert nicht die Schärfe, sondern verringert Kontrast. 33% sind jedoch nicht so viel

LG
Olli
Gruß
Stephan
 
Den Strom haste von der Montierung ohnehin schon da, und das Ofenrohrseeing saugste hinten mit dem Fan einfach raus, da bist du wohl nicht aktuell?

Aber hab kein Bock auf Taubenschach, bin raus.
 
Isolierung ist immer einfacher als Ventilierung. Vor allem wenn man keinen Strom hat.
Du hast keinen Bock auf eine andere Meinung.
 
Streitet euch nicht ... ;)
Wer sich das mal genauer ansehen möchte mit der Schärfe und der Obstruktion, mag ja mal im o.g. Buch "Star Testing Astronomical Telescopes" von H.R.Suiter ab Seite 153 Kapitel 9 "Obstruction and Shading" dann 9.1 "Central Obstruction" Seite 153ff lesen, welchen Einfluss diese Zentrale Abschattung auf die Abbildungsschärfe hat. Er schreibt, unter 25% ist alles ziemlich irrelevant, aber darüber ganz schnell nicht mehr. Belegt mit diversen Airy-Disk Bildchen. Nur so am Rande.
Das Buch ist schon lange eines meiner "Lieblingsbücher" :cool:
Gruß Christoph
 
Ich habe kein Bock auf "Meinungen", die klaren Tatsachen widersprechen.
Und ich habe kein Bock auf an der Wahrheit vorbei zurechtgebogene Argumente, nur um recht zu haben. Sowas haben wir heutzutage viel zu viel.
Das ist halt einfach Zeitverschwendung.

LG
Olli
 
Deine Empfehlung hab ich schon oben registriert. Is auf meiner Liste. Allerdings, glaube ich, schon alles Wesentliche zur Obstruktion gelesen zu haben.

Gruß
Stephan
 
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