6" Spiegelzelle u.a.

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philipp

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Hallo!

Der von Patrick Woitala gebaute 6" Reisedobson, den ich am ITT gesehen habe, hat mir so gut gefallen, daß ich mich jetzt auch an ein Selbstbauprojekt in der Größe mache. Ich bin jetzt dabei Material zusammenzutragen und mir Gedanken um die Konstruktion zu machen.

Beim Bau der Spiegelzelle werde ich mich an Gary Seronik´s Artikel in Sky and Telescope halten. Er befestigt den Hauptspiegel mit 3 Silikonklebepunkten an einer Sperrholzplatte. Außerdem wird der Spiegel aber auch an drei Metallwinkel geklebt, die die seitliche Stabilität garantieren sollen. Meine Frage nun an die erfahrenen ATMler: Braucht es das für einen 6 Zöller? Welche anderen Befestigungsarten kommen für 6 Zoll in Frage?

Ein Nachteil beim PWO Reisedobson scheint der horizontale Einblick zu sein. Wie schlimm ist das in der Praxis? Stört das überhaupt?

Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher wie ich die Sekundärspiegelhalterung realisiere, entweder eine "single stalk" Spinne oder eine einzelne gebogene Strebe, so wie in Gary Seronik´s 8" Reisedobson. (Nicht wegen der Beugung, sondern wegen einer asymmetrischen "Truss-Tube" Konstruktion) Was gibt es da zu beachten?

Hier ein Bild des von Patrick gebauten Reisedobson:
Link zur Grafik: http://www.salzgeber.at/astro/pics/ITT_2002/images/DSCN1640.jpg
 
Soviel ich weiß sind Spoiler eingebaut, damit bei Wind ein Anpreßdruck erzeugt wird und das Ding nicht davonsegelt... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Nein, ich weiß nicht wie schwer Bebra ist (ein diffuse Erinnerung lautet auf 3kg, aber darauf würde ich nix verwetten), Patrick Woitala weiß das aber sicher ganz genau...

BTW: Mein 6" Reisedobson existiert zwar noch nicht, ich habe aber bereits einen tollen Namen gefunden - der bleibt allerdings noch geheim!
 
Hi Stephan,

danke für das Lob... *grins*

Bebra wiegt knapp 3 kg, weil er ursprünglich als Rucksackdobson für's Gebirge gedacht war. Allerdings ist dadurch das Auf-/Abbauen so eine Fummelei, dass Ben (der stolze Besitzer von Bebra) ihn immer aufgebaut transportiert - wodurch natürlich ein Teil des Vorteils verloren geht.

Wenn ich's nochmal bauen würde, würde ich wohl bewußt 1-2 kg extra Gewicht in Kauf nehmen, und dafür einen werkzeugfreien Betrieb gewährleisten...

Orange-blaue Grüße, Patrick of M.O.R.D.O.R.
Member of ALBiREO
 
Hi Philipp,

das mit der Hauptspiegelbefestigung funzt so locker, mehr Mühe mußt Du dir echt nicht machen! Die einzige wichtige Überlegung ist eigentlich, ob Du den Spiegel locker-leicht ausbaubar machen willst, damit Du ihn besser reinigen kannst, oder ob das nicht nötig ist - bei Bebra ist es nicht ganz einfach, muß aber IMHO auch nicht sein... Wenn Du willst kannst Du natürlich auch eine 27-Punkt Spiegelzelle machen, das wäre doch mal ein Novum... *lach*

Der horizontale Einblick ist in der Tat etwas lästig. Normalerweise stört das kaum, weil Ben meistens irgendeine Art von Unterlage (Tisch, Stuhl, Felsbrocken) zur Verfügung hat - wenn Bebra aber am Boden steht, dann hast Du die extremste Form von Astrogymnastik. Wenn Du also eine Idee hast, wie Du den Eiblick im 45° Winkel hinkriegst, dann mach das!

Orange-blaue Grüße, Patrick

Astrostation M.O.R.D.O.R.
Member of ALBiREO
 
Hallo Patrick,

ich habe meine Frage nicht gut formuliert, ich wollte wissen ob die seitliche Befestigung des Hauptspiegels auch notwendig ist...

Nein, ausbaufähig muß der Spiegel nicht werden. Nach meinen momentanen überlegungen ist er sehr leicht zugänglich...

Danke für die Information mit dem 45 Grad Einblick. Ich will eigentlich vermeiden einen richtigen "secondary cage" zu basteln, deshalb werde ich jetzt noch ein bißchen nachdenken welche Gymnastische Stellung die vier bereits gekauften Carbon-Rohre (aus dem Spielzeuggeschäft, 5 EUR das Stück, Drachenbau Zubehör) darstellen werden, und wie die Sekundärspiegelhalterung aussehen wird.

Vielen Dank für die Infos!
 
Hi Philipp,

ich weiß nicht genau, ob die seitliche Abstützung notwendig ist, ich hab mal eine bei Bebra eingebaut, da sie nichts extra gewogen hat, so wie ich sie realisiert habe. Ob Du die Abstützung brauchst hängt wohl davon ab, wie dick die Silikon-Blopps sind, mit denen Du den Spiegel aufklebst. Im übrigen, du brauchst auf keinen Fall drei seitliche Stützen, 1-2 auf der "unteren" Seite reichen auf jeden Fall - nach oben wird der Spiegel schon nicht abhauen, sooo leicht isser ja auch wieder nicht... *grins*

Viel Spaß noch beim Entwickeln und bauen!

Patrick
 
Kennst du schon meinen 6" Reisedob? Er wiegt mit 6 kg mehr als der von Partick, ist aber schnell und ohne Werkzeug aufzubauen und ebenfalls sehr kompackt. Siehe meine Webseite unter 6" Reisedobson.
Hier die Spiegelzelle
Link zur Grafik: http://www.hanf-poos.de//stathis/atm/bilder/reise_dobson_spiegelzelle_2.jpg

Das war damals etwas zu kompliziert geraten, ist aber Motorradsicher. Ich würde heute einfach den Spiegel mit 3 Silikonblobs auf ein Brett kleben - fertig. Dann ist eine seitliche Befestigung unnötig.

Der seitliche Einblick stört mich persönlich nicht, da ich immer eine Isomatte dabei habe, auf der ich knien, sitzen oder liegen kann. Ist nur schlecht bei Schlangen und Skorpionen in der Nähe. Bei großen Löwen stört das weniger, die fressen einen auch im Stehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Er hat außerdem 4 Höhrenräder und kann beim Einblick zum Horizont umgelegt werden, dodass man von oben reinblickt.
 
Hallo Stathis,

danke für das Bild und die Infos.

Was für Federn verwendest Du für die Kollimationsschrauben? Bei der Spiegelzelle a lá Seronik gibt es keine Federn, die Spiegelzelle (Brettchen) liegt auf einer Mutter mit Kugelkopf auf. Mit Federn ist es wahrscheinlich bequemer (dafür aber wackeliger?).

Die Idee mit den vier Höhenrädern ist gut, geht aber soweit ich das checke nur mit kleinen Höhenrädern, d.h. mit hohem Schwerpunkt?
 
Hi Philipp,

ich weiß nicht, was für Federn Stathis verwendet hat, aber ich hab bei Bebra sogenannte "Tellerfedern" verwendet (falls Du das nicht kennst, sehen aus wie aufgestülpte Beilagscheiben). Diese erzeugen eine sehr große Federkraft, weswegen der Spiegel kein bißchen wackelt. Das kannst Du also ohne Bedenken machen!

Pat
 
Hi Philipp,

ich hab etwa 1-1,5 cm zwischen Spiegel und Bodenplatte der Mirrorbox (das sind 8 oder 10 einzelne, unnötig starke Tellerfedern pro Schraube, d.h. hier kann man noch etwas Höhe einsparen), wobei etwa 3-4 mm Justierhub entstehen. Das reicht eigentlich leicht. Im Übrigen hab ich ja auch den Spiegel direkt auf die Schrauben geklebt, so dass hier keine zusätzliche Höhe entsteht. Es gibt sicher noch Varianten, die weniger Bauhöhe erfordern, allerdings ist die Bequemlichkeit, einen Spiegel einfach nur mit 3 Flügelmuttern zu justieren, nicht zu unterschätzen!

Patrick
 
Re: Federn

Ich habe Spiraldruckfedern genommen (so wie die in Kugelschreibern, nur stärker). Sie haben 10 mm Durchmesser und sind ca 15 mm lang. Funktioniert prima.

Die Idee mit den vier Höhenrädern ist gut, geht aber soweit ich das checke nur mit kleinen Höhenrädern, d.h. mit hohem Schwerpunkt?

Ja, sonst kommen sie sich in die Quere. Ich habe die Höhenräder so groß gemacht, dass sie zum Transport in die Spiegelbox passen. Das ist bei einem Durchmesser von ca. dem 1,2-fachem des Spiegeldurchmessers der Fall.

p.s.
Der Schwerpunkt selbst wird duch die Größe der Höhenräder kaum beinflusst. Große Räder ergeben eine flachere Wiege, was natürlich von Vorteil sein kann. Zu große Räder machen die Höhenbewegung jedoch schwergängiger.
 
Hallo,

so ein kleiner knuddliger 6-Zoll-Gitterrohrdobson, wie von Patrick gebaut, ist optisch ein durchaus ernst zunehmendes Teleskop.
Ich habe mir vor gut 3 Jahren ein Volltubus 6-Zoll/f 5-Teleskop gebaut (Foto auf dem Buch von Martin Trittelvitz http://www.mpia-hd.mpg.de/suw/SuW/Programm/SuW-AP/SuW-AP-Spiegelfernrohre-hr.html , Martin hat den Spiegel geschliffen) mit dem man sehr gute Planetenbeobachtungen aus der Stadt heraus bis ca. 300-fach, aber oder auch Deep-Sky-Beobachtungen, außerhalb machen kann.
Ich persönlich halte den Einbau des Okularauszuges im ca. 45°-Winkel bei einem derart kleinen Dobson-Teleskop für wesentlich angenehmer als einen senkrechten Einbau.
Dennoch gibt für mich einen weiteren Punkt zu berücksichtigen:
Dobsonteleskope mit einer Brennweite von weniger als ca. 1 m sind selbst bei Einbau des Okularauszuges im 45°-Winkel m. E. ziemlich unangenehm zu bedienen, da man sich meist ziemlich bücken muß, oder wie Stathis es beschreibt sich auf einer Isomatte der Okularhöhe anpaßt.
Für meinen 6-Zöller habe ich mir deshalb eine zweite ca. 50 cm höhere Rockerbox gebaut, so daß das Teleskop während der Planetensaison (fängt demnächst auch auf meinem Südost- bis Südwest-Balkon an) nicht mehr auf einem Tisch, Stuhl oder Stativ stehen muß, sondern ohne weitere Unterlage verwendet werden kann.
Ich würde, wenn der Hauptspiegel noch nicht bestellt oder vorhanden ist und es nicht unbedingt ein Rucksack-Teleskop werden soll, die nächste Größe (8 Zoll) mit einem Öffnungsverhältnis von f 5 bis f 6 und einem Winkel von 45° eingebautem Okularauszug wählen. Der Bauaufwand und die Materialkosten sind bis auf den Preis für den Haupspiegel und den etwas größeren Fangspiegel praktisch identisch, der Einblickkomfort ist gegenüber der 6 Zoll-f5-Dimensionierung wesentlich angenehmer und man gewinnt ca. 0,7 Größenklassen und 33 % Auflösung. Das Gewicht läßt sich bei vernünftiger der Bauteile immer noch leicht unter 10 Kg halten, so daß das Teleskop sich noch problemlos auf Flugreisen transportieren läßt.

Clear Skies

Roland Krebs
 
Hallo Phillip,

ich hab' mich auch von der Seronik-Spiegelzelle für meinen 6"er inspirieren lassen. Dabei ist mir aufgestossen, dass man bei der zentralen Stütze auf der Hutmutter, die Platte, welche den Spiegel trägt, sehr wohl verbiegen kann.
Aber die Idee mit der Hutmutter fand ich gut ....
Im Endeffekt ist bei meinen Überlegungen dann folgendes rausgekommen: mein Spiegelträger stützt sich auf eine umgekehrte Hutmutter á la Seronik (befestigt am Spiegelträger, U-Scheibe auf der Basisplatte), und zwei Schrauben-/Federn-Kombinationen. Diese sind im 90° Winkel zur Hutmutterstütze angeordnet. Der Schwerpunkt des daraus entstehenden Dreiecks liegt unter der Spiegelmitte. Die (M8) Hutmutter habe ich durchbohrt, und mit einem M4-Gewinde "im Hut" versehen. Damit kann ich die Hutmutter mittels Schraube und Druckfeder nach unten gegen die U-Scheibe auf der Basisplatte ziehen!
Die Kugelgelenkeigenschaften der Kombination Hutmutter / U-Scheibe bleiben dabei erhalten.
Zwei Vorteile daraus:
- Keine Biegespannung im Spiegelträger. Der kann "dünn" bleiben
- Kollimation nur mittels zweier Schrauben, deren Wirkungen auch noch im rechten Winkel zueinander stehen. Geht schneller und einfacher als mit den klassischen drei 120°- Schrauben!
Das ganze hat sich bisher auch als sehr justierstabil erwiesen.
Womit ich mich bisher noch nicht beschäftigt habe, ist der Aspekt Bauhöhenminimierung.
Aber vielleicht kannst Du ja was mit meiner Schilderung anfangen (wird Zeit für 'ne Digitalkamera ...) und kriegst da ein paar Ideen zu.

MfG Rainer
 
Also mal vielen Dank an Patrick, Stathis, RFU und Roland für eure vielen Vorschläge!

Bei der Spiegelzelle werde ich mich wohl nicht an Seroniks Vorschlag halten, die Durchbiegung des Spiegelträgers ist da ja praktisch garantiert. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Ich habe mich noch nicht festgelegt, aber Federn werde ich wohl verwenden, auch werde ich eine Spiegelträgerplatte haben, das braucht zwar mehr Platz als Patricks Methode (wobei seine Drehmomentaufnahmen ja auch wieder Platz brauchen!) aber erscheint mir einfacher und stabiler. RFUs zwei im 90 Grad Winkel angeordnete gefederte Kollimationsschrauben sind bequem, aber würgt man da nicht irgendwann die die Kugelkopfmutter durchstossende Schraube ab?

Ist der Silikonkleber zum Aufkleben des Spiegel das Material, das man auch zum Abdichten von Fenstern nimmt?

Bebra und Stathis 6" haben keinen OAZ, wie wirkt sich das in der Praxis aus? Ich muß die Fokuslage meiner Okulare erst mal checken..., ich bin aber auch am überlegen einen einfachen Schiebefokussierer zu realisieren, die Anordnung der "trusses" würde sich dafür anbieten.

Der Spiegel, ein 6" f/5 von durchschnittlicher Qualität <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> (Händleraussage...) ist per Post unterwegs, ich harre schon täglich des Pakets. Wenn er da ist werde ich mal mit der Spiegelzelle anfangen, dann eine provisorische "Tubus" Konstruktion machen um einige Fragen abzuklären um dann Schritt für Schritt zu einem brauchbaren Teleskop zu kommen.

Über die Befestigung der Karbonrohre mache ich mir auch noch Gedanken...

geschlitzte Holzaufnahmen mit Klemmung, oder irgendwelche Ösen ("Augenschrauben") an die Enden der Rohre. Ich glaube, daß man die carbon-Rohre nicht durchbohren sollte (sind eh schon relativ dünn) - stimmt das?

also nochmals vielen Dank für die Hilfestellungen und Anregungen, ich hoffe ich habe irgendwann etwas vorzuweisen, das dem ganzen Postingaufwand gerecht wird! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Hi Philipp,

Du hast schon Recht, meine Methode der Spiegelbefestigung bringt kaum Vorteile - allerdings hätte ich mir doch (wenn ich nur *vor* dem Zusammenbau des UT dran gedacht hätte) noch 6,5 mm Höhe sparen können... nicht dass es darauf ankommt. Achte aber wenn möglich darauf, dass auch von unten Luft an den Spiegel rankommt (zum schnelleren Auskühlen). Also wenn Du eine Platte machst, auf die Du den Spiegel aufklebst, dann mach die Platte einfach ring- oder sternförmig.

Der Silikonkleber ist nicht notwendigerweise das Zeug, das Du zum Abdichten verwendest, aber Du kannst es in jedem Falle hernehmen! Ich selbst nehme farbloses, essigsäurevernetzendes Silikon aus'm Baumarkt (also genau diese Fugen-Dichtmasse), während Stathis meines Wissens "echten" Silikonkleber hernimmt. Sollte aber keinen nennenswerten Unterschied machen. Klebe aber unbedingt mit einer ausreichend dicken Silikonschicht, drei Blobs mit ca. 2-3 mm Höhe dürften grad recht sein. Selbiges gilt übrigens auch für den Fangspiegel! Ursprünglich hatte ich den Fangspiegel von Om (meinem 14-Zöller) ringförmig mit einer dünnen ( <= 1 mm) Silikonschicht aufgeklebt, jetzt sind's 3 Blobs a 10x10x2 mm und der Astigmatismus, der immer da war, ist weg!

Das Fehlen eines Okularauszuges wirkt sich nicht notwendigerweise schlimm aus, kommt auf die Okulare an, die Du verwenden willst! Meine sind wie die von Stathis einigermaßen homofokal (+/- ein paar Millimeter macht nix aus), wenn Du welche mit extrem unterschiedlichem Fokus hast, könntest Du allerdings Probleme kriegen. Eine nach der Fertigstellung von Bebra aufgekommene Idee von mir war es, für extreme Okulare eine Art Verlängerungshülse zu drehen, die die Steckhülse um ca. 10-15 mm nach außen verlängert. Aber wie gesagt, für mich war's nicht notwendig, Ben kommt auch ohne große Probleme damit zurecht, also gibt's da keinen Grund für mich, daran was zu verändern.

Die Karbonrohre solltest Du in jedem Falle mit Vorsicht behandeln! Alle Enden, die irgendwie gequetscht werden, solltest Du mit einem Stopfen ausfüllen, damit da nix passiert. Dann kannst Du aber auch ohne große Bedenken durchbohren. Es gibt ja unendlich viele Befestigungsmöglichkeiten für die Rohre, such dir in erster Linie eine, die den werkzeugfreien Aufbau ermöglicht - das macht's deutlich angenehmer, wenn Du mich fragst.

Patrick
 
Achte aber wenn möglich darauf, dass auch von unten Luft an den Spiegel rankommt (zum schnelleren Auskühlen). Also wenn Du eine Platte machst, auf die Du den Spiegel aufklebst, dann mach die Platte einfach ring- oder sternförmig.

ich plane zumindest drei Löcher, ev. sub-diameter Ring...

danke für die Infos bezüglich dem Silikon! Ich schau mal was ich leichter kriege...

ich muß die Fokus-Lage meiner Okulare mal vermessen (die brauchbareren habe ich erst seit dem ITT...) dann werde ich bez. Fokussierer eine Entscheidung treffen.

Die Karbonrohre solltest Du in jedem Falle mit Vorsicht behandeln! Alle Enden, die irgendwie gequetscht werden, solltest Du mit einem Stopfen ausfüllen, damit da nix passiert. Dann kannst Du aber auch ohne große Bedenken durchbohren. Es gibt ja unendlich viele Befestigungsmöglichkeiten für die Rohre, such dir in erster Linie eine, die den werkzeugfreien Aufbau ermöglicht - das macht's deutlich angenehmer, wenn Du mich fragst.

In diesem Falle werde ich wohl bohren... So lassen sie sich einfach, schnell und leicht befestigen.

 
Hallo Philipp,
ich bin gerade auch dabei mir für einen dünnen 8" Spiegel einen Reisedobson zu bauen, ziemlich in Anlehnung an die von Stathis Kafalis. Ich mache mir gerade auch Gedanken über den Okulareinblick. Es gibt eine einfach Möglichkeit, einen 45° Einblick zu realisieren, indem du die Platte, o.Ä., mit der Okularaufnahme "übers Eck" setzt, so wie z.B. hier (6" Traveldobson von Mel Bartels Mel Bartels Traveldobson ). Ich bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich soviel bringt, da man bei horizontnaher Beobachtung doch ziemlich über das Teleskop gebeugt ist (vielleicht hat da schon jemand mehr Erfahrungen damit gemacht? Über Rückmeldungen wäre ich auch dankbar). Als Fokussierer habe ich aus einem defekten Fotoobjektiv die Fokussiermechanik ausgebaut (billig, feingängig, flachbauend (3cm)).

Viel Spass beim Bauen

Reiner

Reiner.Vogel@biophysik.uni-freiburg.de
 
Auf eine ähnliche Stangenkonstruktion wie Mel Bartels:

Link zur Grafik: http://www.efn.org/%7Embartels/tm/6-focuserside.jpg

bin ich auch gekommen. Da ließe sich nämlich ein Schiebefokussierer leicht realisieren. Auch ohne Schiebefokussierer werde ich den "Tubus" so gestalten (4 Stangen, 2 davon parallel, 2 als Abstützung), das scheint mir statisch (oder muß man bei Teleskopen "stathisch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) bei der Anordnung des OAZ im Eck am besten zu sein. Man kriegt da ein paar Kraft-Dreiecke her, die nach m.E. ordentlich steif sein müßten.

Der 45 Grad Einblick liegt mir doch ziemlich am Herzen. Stell dir einfach mal verschieden Körperhaltungen bei bestimmten Teleskop-Ausrichtungen vor. Beim Horizontalen Okular muß man oft in die Knie gehen, bzw. den Hals verrenken um durchzuschauen, 45 Grad finde ich da viel bequemer (auch bei meinem äquatorial montierten Newton drehe ich den Tubus immer auf Schrägeinblick, ist einfach bequemer)

Über eine Fokussiermechanik aus einem Fotoobjektiv habe ich auch schon nachgedacht, aber 1. habe ich kein kaputtes rumliegen, und 2. bin ich nicht gerade gesegneter Feinmechaniker...

so ganz nebenbei und OT, für alle Pedanten (oder Tüpfleschießer wie man hierzulande sagt): Pedantic Terminology (nett)
 
Re: Gary Seroniks Spiegelzelle

ich hab' mich auch von der Seronik-Spiegelzelle für meinen 6"er inspirieren lassen. Dabei ist mir aufgestossen, dass man bei der zentralen Stütze auf der Hutmutter, die Platte, welche den Spiegel trägt, sehr wohl verbiegen kann.

Das macht nichts solange der selbst Spiegel nicht verbogen wird und das wird er nicht, wenn er wirklich nur auf 3 Punkten liegt oder Silikon geklebt ist.
 
Re: Steckhülse statt OAZ

Bebra und Stathis 6" haben keinen OAZ, wie wirkt sich das in der Praxis aus?
Bei mir geht's prima. Ich klemme das Okular nur ganz leicht und kann so drehen und schieben. Bei f/5,6 auch beim 4,8 Nagler kein Problem . Das ist bei einem f/4 sicher krittischer. Bei 45° Einblick geht das aber nicht, da das Okular immer reinrutscht.

2 Stangen haben wesentliche Vorteile (schneller, leichter, weiniger zum Verpacken usw...). Meine sind sehr stabil, da sie an der Spiegelbox oben und unten fixiert sind. Da wackelt nix und justierstabil ist es auch. Bei einm f/8 bräuchte man deutlich dickere Stangen, aber wer baut schon f/8 als Reisedonb.

Ein Reisdobson ist wie ein Rennrad. Es geht nicht um Konfort, sondern dass man schnell vorwärts kommt - sprich in diesem Fall: möglichst viel Licht und Schärfe bei minimalem Geschleppe und Gefummel.
 
Re: Steckhülse statt OAZ

Hallo Stathis,

tja das sind gute Argumente die du da vorbringst! Vielleicht muß ich Abstand davon nehmen das Ding Reise-Dobson nennen zu wollen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Das mit dem hineinrutschenden Okular <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" /> war mir nicht bewußt, vielen Dank für den Hinweis.

laienhafte Grüße
 
Hallo Patrick,

das Design von Bebra ist gut, wie sieht es aber mit der Anfälligkeit für Streulicht aus?

Gruß

Johannes
 
Hallo Johannes,

Bebra ist als solches ein Gerät, das für die Benützung im Gebirge, d.h. abseits jeglicher Streulichtquellen, entworfen wurde. Inzwischen habe ich aber die Streulichtblende etwas vergrößert und jetzt kann man auch noch unter Großstadtbedingungen erfolgreich mit Bebra beobachten - wobei ich mir schon vorstellen kann, dass ein Volltubus da noch was rausholen könnte (den kann man dafür nur schwer im Rucksack transportieren... *grins*)

Orange-blaue Grüße, Patrick
 
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