70/350 Supersucher aus Lidl Skylux

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Hallo,

möchte an meinem optimierten 200/1200 Dobson auch noch einen grösseren Sucher/ Finder anbringen. Ein kurzer 80/400 Refraktor ist vorhanden, dieser ist mit Prismenschiene, Klemme, Spiegel und Okular aber schon etwas zu schwer und bringt den Dobson zu sehr aus dem Gleichgewicht. Etwas leichteres wie ein 70/350 Refraktor erscheint mir daher ideal. Ist übrigens auch hier: http://www.deepsky-brothers.de/ sehr schön beschrieben.

Der 70/350 ist jedoch nicht mehr erhältlich, gebraucht habe ich ihn auch nicht mehr bekommen. Daher meine Idee meinen vorhandenen Lidl Skylux 70/700 zu nutzen, mit halbierten Tubus. Das sollte dann ja die F10 Optik mit 700mm Brennweite in eine F5 Sucheroptik mit 350 mm Bremmweite verwandeln.

Frage mich jetzt aber nur wo ich den Schnitt ansetzen soll :-) Die 700 mm Brennweite werden bei halb ausgefahrenen Okularauszug erreicht, siehe Foto. Soll ich dann einfach das Gerät mittig teilen, von Linse bis zur weissen Markierung, 35 cm? Der Okularauszug wird dann einfach an den verkürzten Tubus drann gesetzt, 3 Löcher & Schrauben und das wars.
ODER messe ich von der Linse bis zum Okularauszug, (Beginn des schwarzen Plastik) dies sind 53 cm und teile dann mittig = 26 cm, rote Markierung?
Möchte den Tubus so kurz wie möglich halten, da das händling am Dobson damit dann einfacher ist. Als Befestigung am Dobson Tubus soll übrigens eine Baader Witty verwendet werden, diese passt prima in den Standard Sucherschuh.

Würde mich freuen, wenn sich jemand dazu melden würde.

CS & Grüße, Marius

Link zur Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/pb090642gp6s4zqa2u.jpg
 
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Hallo

Ähm, wenn du den Tubus halbierst so halbierst du damit NICHT die Brennweite - diese wird ja von der Linse vorgegeben. Das einzige was du dann hast, ist ein Teleskop, mit dem du nicht mehr in den Fokus kommst ;) .

LG Michael
 
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Hallo Werner & Michael,

...ups das habe ich nicht bedacht, das die Brennweite von der Linse vorgegeben ist..

Denke so ein Sucher mit 70mm und 350 mm Brennweite ist schon weitaus leistungsfähiger als der Standard 8x50 Sucher. Mit einem 32 mm Plössl kommt man ja auf über 5° am Himmel, 10^x Vergrösserung, 6,4mm AP, weiterhin noch andere 1,25 Okulare nutzbar. Tja wenns so einfach wäre.. Werde dann wohl weiter nach einem Gebrauchtgerät suchen müssen.

Danke & viele Grüße, Marius
 
Hallo Marius

Deinen Supersucher hast du schon....
Es ist der 80/400er....
Du must ihn nur im Schwerpunkt des Dobson anbringen.
Das ist etwa da wo sich der Dobson in der Höhe dreht...
Oder du befestigst hinten ein Gegengewicht.....

CS.......und mach dein Ding.....

Frank
 
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Hallo,

könnte man den Ansatz vielleicht dadurch retten, daß man ein zweites Objektiv aus einem 70/700 Lidlskop, das man vielleicht günstig dazuerwirbt, vor das vorhandene setzt?

Im idealen Fall sogar symetrisch, die beiden Hinterlinsen zueinandergekehrt?

Wenn das den Aufwand lohnt - die Bildqualität sollte für Suchervergrößerung ausreichen.

Grüße


*entfernt*
 
Hallo.

Ich selbst benutze einen 80/400mm Refraktor als Sucher:
http://www.gerd-kohler.eu/Teleskope/Sucher.html#Sucher

Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Für einen Dobson müsste das natürlich alles leichter gebaut
werden, wozu es aber sicher Möglichkeiten gibt.

daß man ein zweites Objektiv aus einem 70/700 Lidlskop, das man vielleicht günstig dazuerwirbt, vor das vorhandene setzt

Wow, geniale Konstruktion...

Viele Grüße
*entfernt*
 
Hallo Werner,

also, nach Möglichkeit sollten alle deine genannten Punkte einigermaßen erfüllt sein :-)
So wie ich es mir zur Zeit vorstelle, sollte dies mit einem leichten & kurzen 70mm Sucher auch gelingen.
Meine Hauptintention für den grösseren Sucher (im Vergleich zum 50mm Sucher) ist, das dieser bei vielen Objekten erste Details zeigen kann, dies verbunden mit möglichst viel wahren Feld, was sich gut mit dem 8" Dobson ergänzt.
Der Einblick sollte möglichst komfortabel sein, die Montage sollte also möglichst weit oben am Tubus erfolgen können.
Parallel soll weiterhin ein Leuchtpunktsucher verwendet werden.
Mal sehen wie es in der Praxis aussieht, werde berichten :-)

CS, Marius



 
Hallo Marius,

das was du beschreibst ist eigentlich kein Sucher im klassischen Sinne mehr - von denen halte ich ohnehin nichts, ich suche nicht gerne, ich finde lieber, und das klappt besser via Peilsucher ;) - Du beschreibst gut das was ein Richfieldteleskop leistet und ich kann dich nur bestärken, dass das eine wunderschöne Ergänzung zum 8"er ist.

Ich habe das seinerzeit sogar noch eine Nummer größer umgesetzt, denn ein 2" OAZ ist m.E. Vorraussetzung für kompromisslose Weitfeldbeobachtungen. Mit dem Skywatcher 102/500 war das sehr schön möglich, ich hab 8" Rohrschellen um den Dobson gelegt, darauf den 4"er montiert und hatte so eine geniale Kombination, etwas Gegengewicht am Heck war allerdings von Nöten, aber war kein Akt (je weiter vorne du den Einblick haben möchtest, desto mehr Gewicht muss nach hinten...)

Link zur Grafik: http://www.joern-lenhardt.de/benny/bb/2009/fotos/230509_04.jpg

Den 8er gibts nocht, der 4"er ist inzwischen weg.. ein wenig trauere ich ihm nach, aber auf das derzeitige Hauptinstrument in 12" passt er einfach nicht drauf, dafür habe ich mir vor Kurzem ein 130/650 Hertiage besorgt, irgendwann wird das dann umgebaut auf 2" als "Supersucher" fungieren, Spiegel auf spiegel, das passt auch vom Einblick ;) Gäbe es gescheite Spiegelqualität würde ich dir ja empfehlen, dir einen kurzen 76er Newton anzuschaffen, die sind allerdings allesamt SEHR kurz und nicht gerade von überragender optischer Qualität, trotzdem kenne ich einige Leute, die ihn als Sucher einsetzen, stellenweise sogar auf einem 16"er!

Viele Grüße
Benny
 
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Hallo Marius,

ich hatte nach dem 70/350er einen 102/500er auf dem 8-Zöller und später einen 100/600er, also deutlich schwerere Geräte.
Mit dem dosierbaren Andruck der Skywatcher Höhenräder geht das brauchbar (nicht gut), wenn man den Richfielder direkt über die Drehachse setzt.
Irgendwann habe ich die Rockerbox komplett umgebaut, der Bericht zur Optimierung der Box ist ja auch bei Armin auf der Seite. Das ging dann gut, auch von der Nachführung her.

Ich denke, das der 80/400er leicht und kurz genug sein könnte, um es so zu versuchen.
Mit Leuchtpunktsucher und einem 70er oder 80er Richfielder sehe ich kaum Probleme bei der Aufsuche von Objekten, wobei so ein Richfielder natürlich mehr Sterne zeigt als ein optischer Sucher mit 50 mm Öffnung.
Wenn man doch mal zum Starhopping nicht die passenden Karten zur Öffnung hat oder nicht so viele Sterne sehen will, kann man den Refraktor auf 50 mm oder 40 mm abblenden.
Diese Teile haben meistens eine Objektiv - Abdeckkappe in der noch das kleine mittige Loch (für Mini-Sonnenfilter mit Öffnungsreduzierung) vorhanden und mit einer zusätzlichen Kappe abgedeckt ist.
Das kombiniert mit einem 32er bis 40er Okular bietet in etwa Suchervergrößerung und sogar eine deutliche Randschärfenverbesserung.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Leute,

machen wirs doch mal einfacher/anschaulicher:

Am 70/350er sind mit 1 1/4" Zubehör (32er Plössl) maximal 4,4° Feld drin.
Beim Abblenden sinkt nur die AP von 6,4 auf 4,5 mm, bei gleicher, 11facher Vergrößerung.

Beim 80/400er sinds 3,7° Feld.
Mit 2" Option und einem gängigen ~30er Erfle sind wir bei 15fach 6 mm AP runde 5,5°. Der Gesichtsfeldrand wird da nicht ganz so toll aussehen.
Nutzt man die Option mir der Abblendung auf 50 mm Öffnung kann man auch 40 mm Okularbrennweite mit volle Feldblende einsetzen, ergibt dann bei 10 fach und 5 mm AP 6,5° Feld.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

mit meinem 102/500er und den Erfles (30er, 32er Hausmarken WAs verschiedener Händler) wars mit voller Öffnung nicht so toll. Das wurde mit dem 100/600er merklich besser.
Dass ein PANO da wiederum (in beiden Fällen) besser, wenn auch nicht perfekt ausschaut und dass es noch besser geht habe ich auch gesehen.

Gruß
*entfernt*

PS: Dein Vixen dürfte auch nicht so wirklich vergleichbar mit den hier m.E. in Rede stehenden 70/80 mm SW-Richfieldern sein.
Den schätze ich eventuell noch besser ein als mein BW-Objektiv.
 
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Hi Marius,
es gibt noch mehr Optionen.
Z.B. diese Variante: http://www.deepsky-brothers.de/Gro%DFfeldtraum.htm

Wiegt auch nur 1 Kilo.
Wenn Du auf Umbau und 2" verzichtest kannst out of the Box doch auch sowas wie diese 100/400 Newton nehmen die es als Tischdobson gibt. Oder halt den 114/450 als OTA.

Aus meiner Erfahrung mit den Dingern, kann ich nur sagen, das ganz große Feld isses eigentlich gar nicht. Ich fand den Gewinn an Auflösung mit etwas mehr Vergrößerung insgesamt sehr viel gewinnbringender.

Ein 20mm besser sogar das 15mm Goldkante wäre eine preiswerte Idee dazu, wenn es kein Fadenkreuzoku sein muß.
Mein Favorit aber teuerer ist das 22mm LVW (gewesen)
Die Kombi finde ich genial.

CS
 
Hi Armin,

der 100/400 Newton könnte eine Alternative sein. Dazu gleiche Orientierung wie im Hauptrohr. Allerdings mit F4 von der Randschärfe bei vielen Okularen bestimmt eher nicht so doll. Mein 22er LVW schwebt mir auch als Sucherokular vor...

@ Günther: bei diesem Okularrechner komme ich beim 70/350 auf ein Gesichtsfeld von 5° 12' mit einem 32er Plössl (52° scheinbares GF) Bei den anderen Kombinationon kommt auch immer etwas mehr GF raus: http://www.sternfreunde-muenster.de/orechner.php#

@Benny: Rohrschellen um den Tubus am 8er Dobson sind natürlich auch eine Idee. Wie hast du dann den Richfielder zum Dobson ausgerichtet / justiert?


Viele Grüße, Marius
 
Hallo Marius,

wenn man mit 52° Feld rechnet und nicht mit der Tatsache, dass ein 32er Plössl bei maximaler Feldblende für 1 1/4", also 27 mm, mitz etwas eingerechneter Verzeichnung maximal 50° Eigengesichtsfeld hat und damit irgendwas um 48° tatsächlich zeigen kann, dann kommt man auf solche Ergebnisse.
Die Angaben zum Feld mit 52° entstammen meistens den Werbeblöcken zu Plössls allgemein und bei den kürzeren Brennweiten passt das auch einigermaßen, aber eben nicht, wenn die Steckhülöse bei den langen Brennweiten die Feldblendengröße vorgibt.

Mein Angaben passen schon, wenn es noch 0,1 oder 0,2° weniger werden (je nach Hersteller), dann ist das kein Beinbruch.

Gruß
*entfernt*
 
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