70/700 Refraktor - VS - 76/700 Reflektor

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Amandus

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Hallo

Da ich in diesem Thread eigentlich nur meine Einstellung im Bezug auf die oft geächteten kleinen Optiken kundtun wollte, geht es hier ausschließlich um den Vergleich dieser beiden Tuben.

Eigentlich war ich mir schon sicher ersteren, also den Newton zu nehmen, aber dann erinnterte mich binoviewer an den Lidl, d.h. ein 70/700 Refraktor kommt auch ins Spiel. Warum es einer von diesen sein soll? Das habe ich glaub ich ausführlich im anderen Thread versucht zu erklären, aber nochmals für die, die den anderen Thread nicht verfolgt haben: Die beiden Tuben sind seht leicht (Refl: 1.8kg, Refr. 1,5kg) und stellen deshalb keine hohen Anforderungen an die Montierung, d.h. auch hier kann ich Gewicht sparen. Einzig ein 80mm Refraktor in Kurzbauweise kommt vom Gewicht her noch in Frage, allerdings ist dieser eben für DS ausgelegt und fällt damit als potenzieller Kanditat weg.

Wichtig ist mir eben, dass alles zusammen zwecks Radtransport so gering wie möglich ist, daher sollte der Tubus keine großen Anforderungen an die Montierung stellen. Auf TS fand ich diese parallak. Mont. (nur 4kg) die laut Wolfi mit dem Spiegelt gut zurecht kommt, aber wie siehts mit dem Refraktor aus? Er wiegt zwar 300g weniger, dafür ist er denk ich etwas länger.

Was für ein Gerät würdet iht empfehlen, oder andersgesagt, welches Scope hält die Astro1 stabiler. Die Erfahrungen, die binoviewer mit dem Lidl gemacht hat klingen interessant und versprechen eine gute Optik, aber auch gardalon verstand es mich für den "kleinen Spiegel" zu gewinnen.

Von der Optik her dürften die Unterschiede nicht sehr groß sein, ich denke aber, der Refraktor ist ein klein wenig besser, da er nicht mit einer Fangspiegelabschattung zu kämpfen hat.

Die Kanditaten:

70/700 Refraktor ähnlich den Lidl
76/700 Reflektor

Ich würde, wie gesagt beide auf die Astro-1 packen. Sucher nehme ich den Leuchtpunkt...

Mit freundlichen Grüße,
Amandus, der vor einer schwierigen Wahl steht
 
Hallo Amandus

Is jetzt nur ein Vorschlag.

70/700 mm Refraktor + Montierung Astro 3

O.K. 1 Kg (laut Beschreibung) schwerer und 50 Euro teurer.

Grund
Das Lidl Scope wurde auf einer Vixen Cosmostar Montierung verkauft und trug (trägt) den Refraktor befriedigend.
Die Astro 3 sieht für mich genau so aus wie diese Vixen Cosmostar.
Daher wäre die Astro 3 warscheinlich die Stabilere Alternative.

Also : 50 Euro mehr drauflegen und eine Woche leichtes Krafttraining und das eine Kilo merkst du nicht mehr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> .

Gruß
Micha vom
B.l.a.c.k.n.O.1
 
Tja, hier kommt´s weitgehend auf deinen Geschmack an-optisch dürften die Geräte in etwa das Gleiche erzielen, jedoch ist der Refraktor vielleicht noch einen Tick schärfer-dafür ist der Newton günstiger.

Gruß, Gardalon
 
Hallo Amandus,

bei deine Vorauswahl ist der Refraktor das bessere Gerät, sofern du keine Gurke erwischst. Meist soll diese aber in Ordnung sein. Warum den Refraktor?

Keine Obstruktion, da kein Fangspiegel im Strahlengang, bei nahezu identischer Lichtsammelfläche, d.h. gleich helles Bild bei besserem Kontrast im Refraktor. Der Farbfehler bei sehr hellen Objekten (Mond und Jupiter) ich bei f/10 nur gering.

Vielleicht kannst Du ja noch ein Orginal Lidl auftreiben. Die mitgelieferte Standardmontierung ist deutlich Stabiler als deine Vorauswahl, das Lidlskope kostet incl. Montierung unter 100 Euro!

Wenig Gewicht ist o.k. man soll es aber nicht übertreiben. Ob nun 1kg mehr oder weniger auf dem Radgepäckträger oder im Rucksack, macht kaum einen Unterschied. Ob das Bild bei 80fach mehr oder weniger zittert, macht einen riesen Unterschied!

Das Lidlskope plus ein vernüftiges kurzbrennweitiges Oku (das mitgelieferte 20mm ist gar nicht mal übel), damit kann man gut anfangen.

Achim
 
Hallo!
Es kann natürlich sein, dass ich einen super 76er reflektor und einen schlechten 70er refraktor erlebt habe, aber der reflektor war meiner Ansicht nach schärfer. da gibts aber auch andere Ansichten...
MfG michael
 
Amandus,

let's be smart about this.

Du tust dir keinen Gefallen, wenn du, nur um Gewicht zu sparen, eine Klapper-Montierung nimmst. Jetzt denkst du noch "Das wird schon gehen." Dann aber kommt der Frust. Eine Montierung (und ein Stativ) welches das Rohr sicher hält ist viel entscheidender als die Leistung der Optik.

Was die Optik angeht, solch kleine Newtons haben Kugelspiegel. Bessere Newtons hätten einen Parabolspiegel. Bei diesem Öffnungsverhältnis ist das noch nicht so wahnsinnig wichtig - aber der Refraktor ist "schon" ein üblicher Fraunhofer. Der Newton bleibt aufgrund des Preises unter seinen Möglichkeiten. Du hast weniger Licht (da billige Spiegel mehr Licht verschlucken als billige Linsen) und weniger Kontrast.

Wenn Newton, solltest du ihn aus dem Grunde nehmen, weshalb es überhaupt Spiegelteleskope gibt, der Öffnung wegen. Also gleich 114 mm. Und natürlich eine passende Montierung dazu.

Soll es eine Nummer kleiner sein, so ist der 70-mm-Refraktor leistungsstärker und einfacher zu handhaben.

Was du auch nimmst, spare bloß nicht an der Montierung! Beim Testaufbau im Zimmer mag man damit noch klarkommen, im Feld nachher muss das Ding auch leichteren Wind abkönnen.
 
Hallo Amandus,

kaufe dir doch am besten gar kein Fernrohr. Hat erstens den Vorteil, dass es unschlagbar guenstig ist, kein Gewicht hat und keinen Platz wegnimmt und am wichtigsten: du siehst mit dem blossen Auge wesentlich mehr als mit diesem Schrott.

Gruss,

Tessar
 
Hallo,

wenn Du Dich zwischen diesen beiden Instrumenten entscheiden möchtest, würden ich den Refraktor vorziehen. Habe erst vor kurzem das Lidl gegen einen 76/700mm Newton im Test gehabt. Mein individuelles Ergebnis, der Refraktor macht das bessere Bild. Bei der Montierung würde ich aber nicht sparen! Lieber 1 oder 2 Kilo schwerer und dafür ein mehr oder minder wackelfreies Beobachten.

NightSky - Zeitschrift von Amateuren für Amateure

Grüße, Christoph Lohuis.
 
Müßte ich mich zwischen diesen Geräten entscheiden, würde ich den Refraktor wählen.
Die optische Leistung dürfte sich nicht viel nehmen. Aber der Refraktor kann als Leitrohr fungieren und ist vom Aufbau her robuster, als ein kleiner Newton. Außerdem weniger sperrig (ein seitlich angesetzter Okularauszug nimmt mehr Platz weg, als man denken möchte...)
 
Moin Amandus!

Ich hatte hier schon den Vergleich zwischen den beiden Optiken. Nur in
Kurzform: Der Refri bietet besonders am Planeten das schärfere und kontrast-
reichere Bild, unter DeepSky tun sich da beide nix. Der Refraktor braucht in
jedem Fall das höhere (und m.E. stabilere) Stativ, will man nicht auf dem
Boden herumrutschen - Stichwort: Einblicksposition.
Von den vier 70 mm-Refraktoren, die ich bisher in der Mangel hatte, ist
von meiner Seite folgendes zu sagen: Zwei Optiken hatten nach Lieferung einen
verstellten OAZ und starke Farblängenfehler, was man nur bedingt korrigieren
kann. Es ist also keineswegs so, daß nicht auch ein Refraktor ein bischen Ein-
stellungsarbeit erfordert. Eine Optik war eine regelrechte Gurke, denn mehr als
80fach konnte ich damit nicht vergrößern. Also völlig unbrauchbar im Gegensatz
zu einem zweiten Gerät, was ich parallel dazu vergleichen konnte. Es ist durchaus
m.M. mit starken Qualitätsschwankungen bei diesen China-Optiken zu rechnen.
Hier hat der Newton die Vorteile: Keine "Farbe" im Bild und Justagefehler
lassen sich immer korrigieren.
Ich bin jetzt bei einem 70/900 mm-Refraktor (f/12,9) gelandet, denn mich hat der ver-
bleibende Farbfehler in den f/10-Optiken immer gestört. So eine lange Röhre
bräuchte dann wieder - will man sie parallaktisch montieren - ein kräftiges
Stativ und Montierung (mindestens EQ-3 oder SkyView). Mein Scope ruht auf
einer 7 kg schweren, selbstgebauten azimutalen Fensterbank-Montierung, die
auch bei Hochvergrößerung das Bild in dieser langen Röhre ruhig hält.
Für den mobilen Schnelleinsatz halte ich mir dagegen lieber zwei 76er Tchibos -
besonders die kurzbrennweitige Variante (500 mm), die ich mir aber stark umge-
baut habe, bringt mir viel Spaß. Das Teil ist in Sekunden einatzbereit und so
kompakt, daß ich es ohne Probleme auf dem Fahrrad transportieren kann. Noch
ein kleines Plus gegenüber meiner 80/400er FH-Richfield-Optik: Der kleine
Newton ermöglicht die höheren Vergrößerungen (bis zu 150fach), was mein 80er
nicht schafft. (Der 80er ist dagegen natürlich die bessere RF-Optik, die bei
solchen Eisätzen mehr leistet als der 76er Newton.)

So, das sind meine Eindrücke.
 
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