Robert_Korn
Aktives Mitglied
Hallo Beobachter,
auch gestern wieder erfolgreich auf 73 P - c und B - angesessen. Beobachtet wurde mit C8 -orange- auf GP-DX mit Skysensor 2000 PC. Hier der Bericht:
3. Mai abends
Eine zwar klare, aber zunächst von Wolkenschleiern und Dunst beeinträchtigte Nacht. Der Mond zeigt bis 22
o MESZ einen ausgeprägten Hof. Ich beginne mit dem Mond, wobei ich mit Nutzen über die 90-fache nicht hinausgehen kann, da eine erhebliche Luftunruhe herrscht.
Am Mond fällt mir der Südrandes mare serenitatis auf - die Region um Plinius: Auffällig ist der dunkle Saum, der nördlich Plinius vom promontorium archerusia zum mons argaeus zieht. Parallel dazu einige Rillen - rimae Plinius. Sehr schön ausgeprägt sind die dorsae in mare serenitatis - zum Terminator hin sind mehrere kleine Kratergruben auf und bei den dorsae zu sehen.
Dann Komet 73P: Die C-Komponente finde ich um 22:25 MESZ an RA 17h 26´ + 33° 35´. Der Komet bewegt sich mit nachgerade atemberaubender Geschwindigkeit vor dem Fixstern -Hintergrund. Im ersten Moment glaubte ich, im Kern eine Fragmentierung gefunden zu haben - nach einigen Minuten stellte sich jedoch heraus, dass 73p-C gerade an einem schwachen Sternchen vorüberzog. Die Täuschung währte keine zwei Minuten. Die Eigenbewegung ist derart, dass sie in 30-Sekunden-Abstand bei 170-facher Vergrößerung ohne weiteres auffällt.
Die B-Komponente finde ich um 22:51 MESZ an RA 16h 36.2 Dek + 37° 30´. Schätzungen zu Helligkeit und Ausdehnung sind heute schwierig, da der hoch am Himmel stehende Mond den Hintergrund stark aufhellt. Gegen über der gestrigen Beobachtung hat jedoch sicher keine Minderung der Helligkeiten stattgefunden; ich kann beide Objekte auch zuverlässig im 7x50- Sucher sehen - trotz des Mondlichts.
Zurück zu Komponente C: Die ist jetzt um 23:01 MESZ an RA 17h 26.6 Dek + 33° 36´. Bei 170-facher erscheint mir heute der Schweif der C-Komponente ausgeprägter als derjenige der B-Komponente. Auch erscheint er mir etwas schlanker als gestern, wohingegen die Koma an der "Nase" der B-Komponente in einem Winkel von 35-40° auseinanderzustreben scheint.
Anzufügen ist, dass gegenüber den von Skysensor aufgrund der eingegebenen Orbitaldaten berechneten Koordinaten eine Abweichung zu den gefundenen Koordinaten zu bemerken ist - und zwar in gleicher Größenordnung für beide Komponenten: Diese beträgt zu den „tatsächlichen“ Koordinaten in RA 4´, in Dek -15´. Unklar ist einstweilen, ob es sich um eine Ungenauigkeit beim Positionieren handelt; indessen fährt das Teleskop Referenzobjekte über größere Entfernungen sehr zuverlässig an und positioniert auf 30" genau.
Nachprüfung in GUIDE ergibt, dass die "tatsächlichen" Koordinaten den Vorzug vor den errechneten verdienen.
Die Komponente B befindet sich um 23:16 MESZ an RA 16h36.5´ Dek +37°35 und tritt gerade aus einem bei 170-facher formatfüllenden stumpfwinkligen Stern-Dreieck an der langen Seite aus.
Um 24
o MESZ versuche ich, Jupiter zu beobachten - indessen ist die Unruhe der Luft derart, dass ich nur ganz grobes Detail wahrnehmen kann und breche daher ab.
schöne Grüße vom Alpenrand - Robert
auch gestern wieder erfolgreich auf 73 P - c und B - angesessen. Beobachtet wurde mit C8 -orange- auf GP-DX mit Skysensor 2000 PC. Hier der Bericht:
3. Mai abends
Eine zwar klare, aber zunächst von Wolkenschleiern und Dunst beeinträchtigte Nacht. Der Mond zeigt bis 22
Am Mond fällt mir der Südrandes mare serenitatis auf - die Region um Plinius: Auffällig ist der dunkle Saum, der nördlich Plinius vom promontorium archerusia zum mons argaeus zieht. Parallel dazu einige Rillen - rimae Plinius. Sehr schön ausgeprägt sind die dorsae in mare serenitatis - zum Terminator hin sind mehrere kleine Kratergruben auf und bei den dorsae zu sehen.
Dann Komet 73P: Die C-Komponente finde ich um 22:25 MESZ an RA 17h 26´ + 33° 35´. Der Komet bewegt sich mit nachgerade atemberaubender Geschwindigkeit vor dem Fixstern -Hintergrund. Im ersten Moment glaubte ich, im Kern eine Fragmentierung gefunden zu haben - nach einigen Minuten stellte sich jedoch heraus, dass 73p-C gerade an einem schwachen Sternchen vorüberzog. Die Täuschung währte keine zwei Minuten. Die Eigenbewegung ist derart, dass sie in 30-Sekunden-Abstand bei 170-facher Vergrößerung ohne weiteres auffällt.
Die B-Komponente finde ich um 22:51 MESZ an RA 16h 36.2 Dek + 37° 30´. Schätzungen zu Helligkeit und Ausdehnung sind heute schwierig, da der hoch am Himmel stehende Mond den Hintergrund stark aufhellt. Gegen über der gestrigen Beobachtung hat jedoch sicher keine Minderung der Helligkeiten stattgefunden; ich kann beide Objekte auch zuverlässig im 7x50- Sucher sehen - trotz des Mondlichts.
Zurück zu Komponente C: Die ist jetzt um 23:01 MESZ an RA 17h 26.6 Dek + 33° 36´. Bei 170-facher erscheint mir heute der Schweif der C-Komponente ausgeprägter als derjenige der B-Komponente. Auch erscheint er mir etwas schlanker als gestern, wohingegen die Koma an der "Nase" der B-Komponente in einem Winkel von 35-40° auseinanderzustreben scheint.
Anzufügen ist, dass gegenüber den von Skysensor aufgrund der eingegebenen Orbitaldaten berechneten Koordinaten eine Abweichung zu den gefundenen Koordinaten zu bemerken ist - und zwar in gleicher Größenordnung für beide Komponenten: Diese beträgt zu den „tatsächlichen“ Koordinaten in RA 4´, in Dek -15´. Unklar ist einstweilen, ob es sich um eine Ungenauigkeit beim Positionieren handelt; indessen fährt das Teleskop Referenzobjekte über größere Entfernungen sehr zuverlässig an und positioniert auf 30" genau.
Nachprüfung in GUIDE ergibt, dass die "tatsächlichen" Koordinaten den Vorzug vor den errechneten verdienen.
Die Komponente B befindet sich um 23:16 MESZ an RA 16h36.5´ Dek +37°35 und tritt gerade aus einem bei 170-facher formatfüllenden stumpfwinkligen Stern-Dreieck an der langen Seite aus.
Um 24
schöne Grüße vom Alpenrand - Robert
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