sternengucker
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
durch den BB von Chris gestern inspiriert, wollte ich den Kometen Schwassmann-Wachmann auch noch mit eigenen Augen sehen.
Daher bin ich gestern abend um 22:30 zu meinem Beobachtungsplatz gefahren, ausgerüstet mit einer Aufsuchkarte und meinem 10x50.
Der Mond schien superhell, und es war ein wenig dunstig. Dadurch war der gesamte Himmel etwas aufgehellt. Ich konnte die 4 "Kastensterne" der Leier gerade so erkennen.
Trotz der eher schlechten Voraussetzungen, ging ich ans Werk. Schließlich bleiben nur noch wenige Tage zur Beobachtung.
Ich versuchte mich an Fragment B, welches im oberen Bereich des Schwans zu finden sein sollte. Nach recht kurzer Zeit fand ich ein kleines, nebliges Objekt mit einem hellen Kern am nördlichen Rand. Es befand sich westlich zweier etwa gleichheller Sterne, und bildete mit diesen ein fast gleichseitiges Dreieck.
Hm, soll das etwa der Komet sein, oder gibts da vielleicht noch einen Sternenhaufen oder sowas, der im 10x50 nur neblig erscheint???
Ich beobachtete das Objekt eine Weile, und ich bin mir ziemlich sicher, einen Schweif erkannt zu haben, der in südliche Richtung zeigte. Er war äußerst schwach und kurz. Wäre das Mondlicht nicht gewesen, oder die Durchsicht besser, hätte ich sicherlich mehr erkennen können.
Um die Helligkeit beurteilen zu können, suchte ich M13 auf. Dieser war geringfügig heller als der Komet, und im Gegensatz zu anderen Beobachtungsnächten nur schwach zu sehen.
Der Ringnebel in der Leier war im übrigen überhaupt nicht zu sehen, was mir sonst mit dem 10x50 recht leicht gelingt.
Nach etwa einer Viertelstunde suchte ich das Objekt wieder auf, und zu meinem Erstaunen war ich der Meinung, es hätte sich in Richtung Norden bewegt, ein ganz kleines Stückchen. Ich beobachtete weiter, und versuchte mehr Details zu erkennen. Ab und zu war der Schweif etwas besser zu erkennen.
Die Suche nach Fragment C blieb dagegen erfolglos. Ich versuchte zwischendrin immer wieder, es aufzufinden. Aber da der Schwan noch nicht hoch am Himmel stand, gab es keine Chance. Nur grau in grau, mit einzeln aufblitzenden Sternen darin. Schade...
Gegen 23:15 war ich wieder einen Blick auf das Objekt, und nun war ich mir sicher: Es war das Fragment B von 73P - Juchu!!!! Er war noch ein Stückchen weiter Richtung Norden gewandert, an den beiden Sternen vorüber, und stand nun schon genau über dem linken (nördlichen) der beiden Sterne. Von einem gleichseitigen Dreieck keine Spur mehr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Die Freude des Entdeckens und Beobachtens war groß, eine Supergefühl, diesen Kometen beobachten zu können, und innerhalb einer halben Stunden eindeutig seine Bewegung erkennen zu können. Er müsste in 30 Minuten ca. 7000 Kilometer weit geflogen sein, wenn ich die Geschwindigkeit mit 4 KM/Sek. richtig in Erinnerung habe. Klasse!!!!!!
Dann fuhr ich wieder heim, da ich nicht die Zeit hatte, auf den Aufgang von Fragment C zu warten, ich musste ins Bett. Aber ich war heilfroh, und bin es immer noch, diese Beobachtung gemacht zu haben!
durch den BB von Chris gestern inspiriert, wollte ich den Kometen Schwassmann-Wachmann auch noch mit eigenen Augen sehen.
Daher bin ich gestern abend um 22:30 zu meinem Beobachtungsplatz gefahren, ausgerüstet mit einer Aufsuchkarte und meinem 10x50.
Der Mond schien superhell, und es war ein wenig dunstig. Dadurch war der gesamte Himmel etwas aufgehellt. Ich konnte die 4 "Kastensterne" der Leier gerade so erkennen.
Trotz der eher schlechten Voraussetzungen, ging ich ans Werk. Schließlich bleiben nur noch wenige Tage zur Beobachtung.
Ich versuchte mich an Fragment B, welches im oberen Bereich des Schwans zu finden sein sollte. Nach recht kurzer Zeit fand ich ein kleines, nebliges Objekt mit einem hellen Kern am nördlichen Rand. Es befand sich westlich zweier etwa gleichheller Sterne, und bildete mit diesen ein fast gleichseitiges Dreieck.
Hm, soll das etwa der Komet sein, oder gibts da vielleicht noch einen Sternenhaufen oder sowas, der im 10x50 nur neblig erscheint???
Ich beobachtete das Objekt eine Weile, und ich bin mir ziemlich sicher, einen Schweif erkannt zu haben, der in südliche Richtung zeigte. Er war äußerst schwach und kurz. Wäre das Mondlicht nicht gewesen, oder die Durchsicht besser, hätte ich sicherlich mehr erkennen können.
Um die Helligkeit beurteilen zu können, suchte ich M13 auf. Dieser war geringfügig heller als der Komet, und im Gegensatz zu anderen Beobachtungsnächten nur schwach zu sehen.
Der Ringnebel in der Leier war im übrigen überhaupt nicht zu sehen, was mir sonst mit dem 10x50 recht leicht gelingt.
Nach etwa einer Viertelstunde suchte ich das Objekt wieder auf, und zu meinem Erstaunen war ich der Meinung, es hätte sich in Richtung Norden bewegt, ein ganz kleines Stückchen. Ich beobachtete weiter, und versuchte mehr Details zu erkennen. Ab und zu war der Schweif etwas besser zu erkennen.
Die Suche nach Fragment C blieb dagegen erfolglos. Ich versuchte zwischendrin immer wieder, es aufzufinden. Aber da der Schwan noch nicht hoch am Himmel stand, gab es keine Chance. Nur grau in grau, mit einzeln aufblitzenden Sternen darin. Schade...
Gegen 23:15 war ich wieder einen Blick auf das Objekt, und nun war ich mir sicher: Es war das Fragment B von 73P - Juchu!!!! Er war noch ein Stückchen weiter Richtung Norden gewandert, an den beiden Sternen vorüber, und stand nun schon genau über dem linken (nördlichen) der beiden Sterne. Von einem gleichseitigen Dreieck keine Spur mehr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Die Freude des Entdeckens und Beobachtens war groß, eine Supergefühl, diesen Kometen beobachten zu können, und innerhalb einer halben Stunden eindeutig seine Bewegung erkennen zu können. Er müsste in 30 Minuten ca. 7000 Kilometer weit geflogen sein, wenn ich die Geschwindigkeit mit 4 KM/Sek. richtig in Erinnerung habe. Klasse!!!!!!
Dann fuhr ich wieder heim, da ich nicht die Zeit hatte, auf den Aufgang von Fragment C zu warten, ich musste ins Bett. Aber ich war heilfroh, und bin es immer noch, diese Beobachtung gemacht zu haben!